Dienstag, 24. Januar 2012

Werbung stört Gottschalks Redefluss

Berlin - Es sollte etwas ganz Neues sein. Etwas, das selbst Thomas "Thommy" Gottschalk in seiner über 30-jährigen TV-Präsenz noch nicht gemacht hatte. Und das wurde "Gottschalk live" auch, bis auf die störende Werbung zwischendrin. Aber - und auch das war klar - da geht noch mehr.


Aber von viel besungenen Begriffen wie "Dauerwerbesendung" oder ähnlichen wollen wir bei "Gottschalk live" (täglich, 19.20 Uhr, ARD) nicht sprechen. Schließlich will "Thommys" Gehalt ja irgendwie bezahlt werden. Nein, im Ernst: Werbung gehört zum heutigen Fernsehgeschäft wie das Brandenburger Tor zu Berlin - auch im öffentlich-rechtlichen Programm.

Von Berlin flimmert der 61-Jährige (Foto: ARD) in die deutschen Wohnzimmer, versprach, nicht über den Bundespräsidenten Wulff zu sprechen. Daran hielt sich der Wahl-Kalifornier und stellte stattdessen seine Redaktion vor und begrüßte Michael "Bully" Herbig als ersten prominenten Gast im Studio, das wie ein Wohnzimmer im bunt-gemischten Stilmix eingerichtet ist - Gottschalk sitzt am Schreibtisch, vor ihm liegen einschlägige Zeitungen.

Blättern muss er darin nicht, eigentlich. Erst als er klarstellt, dass er - der gebürtige Franke - keinen Cousin in Polen hat, schlägt er kurz in der "Freizeit Revue" nach und erklärt seine Verwandtschaft. "Bully" überreicht dem Gastgeber gemütliche Puschen, die er im Hotel mitgehen ließ. Passt zur gemütlichen Atmosphäre, die durch weiße Sitzkissen untermalt wird.

Eigentlich hätte es Nicolas Cage zu ihm in die Sendung schaffen sollen. Aber bis zu dessen Filmpremiere sei ja noch Zeit, so Gottschalk. Zeit hat er auch - und zwar hinterher im Chat. Da werden die Zuschauer "Thommy" schon sagen, dass "Gottschalk live" noch Luft nach oben hat - und zwar einiges an Luft. Ob der Gottschalk'sche Kniefall zur Abmoderation beim Wiedereinschalten hilft? 

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