Montag, 17. Juni 2019

VfB muss Traum von Verbandsliga-Aufstieg begraben

Baindt - Der VfB Friedrichshafen ist auch in der kommenden Spielzeit 2019/20 in der Fußball-Landesliga am Start. Im zweiten Aufstiegs-Relegationsspiel um den Einzug in die Verbandsliga Württemberg unterlagen die Männer um Spielertrainer Daniel Di Leo gegen den TSV Heimerdingen verdient mit 1:2.


Verdient deshalb, weil die "Gäste" aus Heimerdingen vor 977 Zuschauern auf dem Geläuf des SV Baindt (Foto: TS) mehr Ballsicherheit an den Tag legten und zudem mehr Durchschlagskraft in der Offensive entwickelten. Dabei waren die "Hausherren" vom Bodensee nach dem frühen 0:1-Rückstand in Minute 13 durch Pascal Dos Santos Coehlo sehenswert zurück gekommen.

Aus dem Nichts setzte Harun Toprak zum Schuss aus der Distanz an und hatte damit Erfolg. An Freund und Feind vorbei schlug die Kugel in der 22. Minute aus 25 Metern zum nicht unverdienten Ausgleich im TSV-Gehäuse ein: ein Treffer der Marke Traumtor, das von den "Häfler Jungs" entsprechend gefeiert wurde.

Bis zum Pausenpfiff passierte in einer recht chancenarmen Partie hüben wie drüben relativ wenig, weil beide Kontrahenten auf defensive Stabilität setzten und die Passgenauigkeit sowohl über die kurze Distanz als auch über lange Diagonalbälle mitunter zu wünschen übrig ließ.

Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff waren es erneut die in Rot spielenden Heimerdinger, die den nächsten erfolgreichen Abschluss zu verzeichnen hatten. Aufgrund einer missglückten Abseitsfalle stand Michele Ancona in halblinker Position plötzlich frei vor dem Gehäuse von VfB-Keeper Heiko Holzbaur.

Ein kurzer Blick, ein eleganter Chip - fertig war die 2:1-Führung für den TSV, der den mitgereisten Anhang in Verzückung versetzte. Währenddessen berieten sich Di Leo und Assistent Giovanni Rizzo, was nun zu tun ist beziehungsweise wäre. Innerhalb von 15 Minuten tauschte man gleich drei Mal.

Nachdem zunächst Joshua Merz für Michael Staudacher kam (55.), ersetzte Eugen Strom Jungspund Sebir Elezi (63.) sowie Michael Metzler Kapitän Denis Nikic (70.). Der VfB agierte nun in einer 4-4-2-Formation und erzeugte wesentlich mehr Druck auf die gut sortierte Heimerdinger Abwehr.

Zählbares sprang jedoch nicht wirklich heraus, obwohl Merz den Ausgleich nach einem schönen Spielzug in der Schlussphase sogar auf dem Fuß gehabt hatte (83.). Inzwischen war auch Daniel Di Leo für seinen Bruder Nico gekommen (74.). Ab sofort agierten die Häfler in einer 3-4-3-Formation, kamen jedoch nicht so richtig in die gefährlichen Abschlusssituationen.

Aber: Da der Gegner die eine oder andere Kontersituationen jedoch nicht sonderlich gut löste, schnupperte der VfB bis in die Nachspielzeit am möglichen Ausgleich. Doch es sollte an diesem Tag einfach nicht sein, sodass sich der TSV Heimerdingen feiern ließ und weiterhin von der Verbandsliga träumen darf.

Und der VfB? Der darf trotz des geplatzten Traums von der erhofften Verbandsliga-Rückkehr auf sich und seine Spielzeit stolz sein. Schließlich war man die komplette Rückrunde ungeschlagen geblieben und hatte sich so den hervorragenden zweiten Tabellenplatz hinter Meister TSV Berg hart erarbeitet.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Vierfacher Hohmann schießt VfB in Runde zwei

Ravensburg - Der VfB Friedrichshafen hat sich in der Aufstiegsrelegation zur Fußball-Verbandsliga für die zweite Runde qualifiziert. Im Duell der Landesligisten mit dem SV Böblingen steckten die Jungs vom Bodensee auf dem Sportgelände des TSB Ravensburg sogar einen 0:2-Rückstand weg (Foto: TS).


Dieser war mehr als glücklich zustande gekommen, da eigentlich die "Gastgeber" vor rund 600 Zuschauern das aktivere Team gewesen waren. In Minute 43 erwischte Fabian Schragner VfB-Keeper Heiko Holzbaur aus der Distanz auf dem falschen Fuß, weil weder er noch seine Verteidigung mit einem Schuss rechneten. Kaum war die Partie nach dem Seitenwechsel wieder angepfiffen, erhöhte Semih Emirzeoglu auf 2:0.

Auch dieser Treffer war mehr als glücklich gefallen, weil die Häfler noch gar nicht richtig auf dem Platz gewesen waren und die Kugel schlicht und einfach gar nicht aus der Gefahrenzone bekamen. Zudem wurde das Spielgerät auf dem Weg hinter die Linie erst einmal abgeblockt und dann auch noch zweimal abgefälscht.

Andreas Köster, Friedrichshafens Sportbürgermeister, saß zu diesem Zeitpunkt bei herrlichem Sonnenschein ganz alleine auf einer Treppe in der Kurve und tippte auf seinem Mobiltelefon herum. Er war zu diesem Zeitpunkt des Relegations-Duells wohl nicht der Einzige gewesen, der nicht mehr so richtig an die Mannschaft von VfB-Spielertrainer Daniel Di Leo glaubte.

Doch die Häfler kamen zurück - und wie. Nach einer zu kurzen Rückgabe auf den Gäste-Keeper aus Böblingen roch Landesliga-Torjäger Sascha Hohmann den Braten und verkürzte in Minute 61 auf 1:2. Fortan spielte nur noch eine Mannschaft, nämlich die aus der Zeppelinstadt. Di Leo änderte die Grundordnung, ließ in Absprache mit Assistent Giovanni Rizzo viel offensiver agieren und wechselte sich darüber hinaus selbst ein. 

Elf Minuten später war es abermals Hohmann, der einen schön vorgetragenen Angriff zum 2:2-Ausgleich über die Linie bugsierte. In den Schlussminuten hatten beide Kontrahenten die Entscheidung auf dem Fuß - doch es sollte in die Verlängerung gehen. In dieser machte Hohmann mit zwei weiteren Treffern (94., 115.) den Sack zu, während der SVB sogar noch eine Rote Karte kassierte.

Doch der anschließenden Freistoß nach Notbremse brachte nichts mehr ein, sodass sich der VfB Friedrichshafen von seinem mitgereisten Anhang um die "Häfler Jungs" feiern lassen durfte. Am Sonntag, 16. Juni, geht's um 15 Uhr nun gegen den TSV Heimerdingen in Baindt weiter.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Gastbeitrag: Ein Krimi, der aus Zufall entstanden ist!

München - Thomas Schlichte, Autor und Journalist aus Friedrichshafen, hat ein neues Buchprojekt gestartet. In "Crash 913 - sein allergrößter Fall" wird das Leben eines Kleinstadt-Journalisten buchstäblich auf den Kopf gestellt. Dabei wollte sich dieser nur um einen harmlos wirkenden Verkehrsunfall kümmern.



Doch - wie so oft - kommt es eben ganz anders und erst recht, als man denkt. Und so steckt Kurt, ein Mittfünziger, plötzlich mittendrin in dubiosen Geschäften und einem mysteriösen Fall, der ihm beinahe alles abverlangt und ihn zugleich in große Gefahr kommen lässt.

"Ich wollte aus Respekt vor meinem verstorbenen Kollegen Jean, mit dem ich damals 'Burgund - Krawattes Fälle" ins Leben gerufen hatte, etwas Neues beginnen, aber im Genre 'Krimi' bleiben", erklärt der 37-jährige Häfler, dessen eigentliches Steckenpferd ja die Handballberichterstattung ist.

So ist "Crash 913" ein gänzlicher neuer Krimi, der mit dem Überraschungserfolg von "Burgund" nichts, aber auch gar nichts zu tun hat - außer dem gleichen Genre und einer beschaulichen Kleinstadt als Schauplatz. 

Dienstag, 14. Mai 2019

Das Wetter kann die Klassikfreunde nicht bremsen

Friedrichshafen - Die 12. Oldtimer-Ausstellung auf dem Häfler Messegelände - die zum zweiten Mal unter dem Namen "MOTORWORLD Classics Bodensee" an den Start gegangen ist - hat trotz des durchwachsenenen Wetter mehr "Oldiefans" als im vergangenen Jahr angezogen.


38100 Besucher kamen in den Häfler Ortsteil Allmannsweiler, während im Vorjahr 37700 Gäste die ausgestellten Autos, Motorräder, Traktoren und Flugzeuge genauer unter die Lupe genommen hatten (Foto: TS). Größter Publikumsmagnet waren - wie bei den vorigen Messen auch - das "Vintage Racing" verschiedener Klassen auf dem Freigelände sowie die "Airshow".

Diese musste jedoch am Samstagnachmittag witterungsbedingt ausfallen, während drinnen auf dem Teilemarkt gestöbert, gefeilscht und nach Herzenslust eingekauft wurde. Selbst einige Rariäten, deren Erwerb einen etwas größeren Geldbeutel erfordern, gingen mitunter noch vor Messeschluss über den Ladentisch.

"Am Bodensee lebt die Szene, wir bewegen die historische Mobilität und im Gegensatz zu den anderen Oldtimermessen in Deutschland sind wir dynamisch unterwegs", betonten Messechef Klaus Wellmann und Bereichsleiter Roland Bosch.

Die nächste MOTORWORLD Classics Bodensee findet vom 8. bis 10. Mai 2020 statt.

Samstag, 11. Mai 2019

FCB-Basketballer spielen im Schlussviertel ganz groß auf

München - Die Basketballer des FC Bayern München haben auch ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel der laufenden Spielzeit klar gewonnen. Gegen ratiopharm Ulm gewannen die Hausherren auch in dieser Höhe verdient mit 95:72 (Foto: TS). Dabei sah es zunächst nicht nach einem klaren FCBB-Sieg aus.


Denn in den ersten drei Vierteln entwickelte sich im bayerisch-schwäbischen Derby vor 5800 Zuschauern im nicht ausverkauften Audi Dome ein offener Schlagabtausch. Nachdem zunächst die Gäste weniger Fehler machten und mehr Treffsicherheit an den Tag legten, wussten sich FCBB-Kapitän Danilo Barthel und Co. zu steigern.

Insbesondere im Schlussviertel klappte bei den Gastgebern phasenweise alles. Während Ulm in schönster Regelmäßigkeit zu ungenau zielte, verwerteten Nihad Djedovic (16 Punkte), Derrick Williams (15), Devin Booker (14) und die anderen Bayern-Stars ihre Würfe sicher. Sehr zur Freude des Publikums dürfte hierbei der eine oder andere Dunking natürlich nicht fehlen.

Während den "Uulmern" im finalen Abschnitt nur noch magere elf Zähler glückten, warfen die Bayern stolze 31 Punkte und ziehen - egal, wie das letzte Spiel am Sonntag in Bonn endet - nun als Hauptrundenerster mit Heimrecht ins Play-off-Viertelfinale ein. Auch die Mannschaft von Thorsten Leibenath hatte die Play-offs bereits vor der Partie sicher und bekommt es nun wohl mit Alba Berlin zu tun. 

Und: Als die Partie abgepfiffen war, gab es jede Menge T-Shirts, Autogramme und Fotos für die Fans des FC Bayern mit ihren Idolen. Darüber hinaus belohnten die Bayern ihr treues Publikum - insgesamt kamen zu allen Spielen der Normalrunde 200.000 Fans in den "Dome" - mit Freibier und kostenlosen Hotdogs. 

Wer der Gegner des FC Bayern Basketball in den Viertelfinals ab Samstag, 18. Mai, sein wird, entscheidet sich am Sonntag, wenn die letzten Partien der Hauptrunde abgepfiffen sind. In der Verlosung für den amtierenden Meister sind Bonn, Braunschweig und Würzburg.

Die einzelnen Viertelergebnisse waren wie folgt: 19:16, 21:23, 24:22, 31:11.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Manchmal muss man eben andersrum gehen

Friedrichshafen - Entertainer Hape Kerkeling (Foto: TS) hat seine Zuhörer im Rahmen der „BürgerUni“ an der Zeppelin Universität zu begeistern gewusst. In der rund zweistündigen Veranstaltung am ZF-Campus gab der Bestseller-Autor jedoch zu, dass selbst er auch nicht immer (auf Knopfdruck) lustig sein kann.


So sei es im Hause Kerkeling in schönster Regelmäßigkeit der Fall, dass sein Mann für die gute Laune und den Humor zuständig sei. „Ich bin jedes Mal erstaunt, wie viele Dialekte er sprechen und wie viele Charaktere er nachmachen kann.“

Obwohl er sich bereits 2014 aus dem aktiven Showgeschäft - also vor der Kamera - zurückgezogen hat, tanzt „Horst Schlämmer“ - dessen Rolle er mitten im Gespräch spielend annimmt und seine Lieblingsfigur ist - nach wie vor auf mehreren Hochzeiten.

Aktuell arbeitet Kerkeling an den nächsten beiden Büchern und bereitet sich zudem intensiv auf eines seiner nächsten Filmprojekte vor, das seinen „Horst Schlämmer“ als Kripokommissar aktiv werden lässt.

Seine Anregungen sammelt der 54-Jährige, der zwar an höhere Mächte glaubt, aber seit seinem 16. Lebensjahr keiner Kirche mehr angehört, nach wie vor im täglichen Leben. So zum Beispiel auch beim Einkaufen oder auf Urlaubsreisen.

Dort beobachte er einst ein älteres Paar auf einem Kreuzfahrtschiff, das immer die gleiche Strecke zurücklegte und stets in die gleiche Richtung marschierte. Bis, ja bis die Frau anmerkte: „Heut‘ gemmer mal anderschrum“. Dass er diese Anekdote auf Schwäbisch erzählte, war kein Zufall. Ohnehin ist Kerkeling sprachbegabt, vielseitig interessiert und zugleich nach wie vor erstaunt, wie leichtgläubig die Menschen sind.

So habe er manchmal das Gefühl, seinen Akteuren in und für Sketche alles verkaufen zu können. So wie zu seiner Anfangszeit in den 1980er Jahren, als er sogar die „Bild“ zu sich nach Hause in die 40qm-Wohnung einlud und sich hierbei in Puschen und mit Staubsauger ablichten ließ.

Das würde er, der Loriot und Woody Allen als seine größten Idole bezeichnet, heute so nicht mehr machen. Und das auch, weil er gerne mal für längere Zeit ins Ausland verreist, um nicht erkannt zu werden und somit nicht immer nur „der lustigste Deutsche“ - wie es seiner Biographie zu entnehmen ist - zu sein.

Und: Es sei sehr wichtig, die Dinge mit einer gewissen Portion Selbstrespekt anzugehen. Das täte - so Kerkeling - im Übrigen auch so manchen Politikern gut, die oft „viel erzählen und eher wenig damit sagen.“ Ja, auch da ist etwas Wahres dran.

Montag, 6. Mai 2019

Die Tuning World Bodensee ist einfach nicht zu stoppen!

Friedrichshafen - Die 17. Tuning World Bodensee hat trotz des durchwachsenen Wetters für heiße Gefühle gesorgt. Autoliebhaber aus Nah und Fern säumten an drei Tagen das Messegelände im Häfler Ortsteil Allmannsweiler, auf dem sich Vanessa Knauf den Titel der neuen "Miss Tuning" sicherte.


Rund 82.000 Besucher zählten die Veranstalter der Messe Friedrichshafen an drei Tagen. Das bedeutet, dass stolze 17.000 Tuningfans weniger als im Vorjahr an den Bodensee gekommen waren. Dies war jedoch nicht der mangelnden Quantität der veredelten Fahrzeuge geschuldet.

Nein, es hatte vielmehr daran gelegen, dass die Messeleitung um Chef Klaus Wellmann das bunte und tiefergelegte Treiben mit wummernden Bässen von vier auf drei Tage verkürzt hatte sowie Petrus sich in diesem Jahr nicht als "Tuningfan" outete und Kälte oder Regen ans Schwäbische Meer schickte.

Davon ließen sich 197 Aussteller mit ihren insgesamt 1300 veredelten Autos jedoch nicht verunsichern - ganz im Gegenteil. Selbst die Drift-Show und die Motorrad-Stunts hatten an allen drei Publikumstagen planmäßig stattgefunden. Und: Vor allem die Sonderschau der VW Polos begeisterte (Foto: TS).

"Die Tuning World Bodensee feiert das Automobil in all seinen Facetten und all die Tuningkünstler, die sich hier treffen, austauschen und inspirieren lassen. Die Besucherzahlen stimmen uns zufrieden, da wir - trotz des Wegfalls eines zusätzlichen Feiertages - an drei Tagen die 80000er Marke knacken konnten", betonte TWB-Projektleiter Dirk Kreidenweiß. 

Die nächste Tuning World Bodensee geht vom 1. bis 3. Mai 2020 in ihre bereits 18. Auflage. Und auch da darf man sich sicher sein, dass sehr viele Anhänger der Szene in die Zeppelinstadt kommen werden - ganz egal, was Petrus dann für ein Wetter ans beziehungsweise übers Messegelände schicken wird.

Sonntag, 14. April 2019

Der Höhenflug der AERO setzt sich unbeirrt fort

Friedrichshafen - Die "AERO" in Friedrichshafen (Fotos: TS) hat sein Publikum und die Aussteller gleichermaßen begeistert. 32 100 Besucher säumten an vier Messetagen das Gelände in Allmannsweiler und ließen sich dabei von 757 Händlern aus 40 Ländern auf den neuesten Stand der Fliegerei bringen.


"Jeder zweite Aussteller kam aus dem Ausland. Und die Besucherzahlen sind mit 32 100 ebenfalls höchst erfreulich", sagten Messechef Klaus Wellmann, Bereichsleiter Roland Bosch und Projektleiter Tobias Bretzel unisono. 

Die AERO, die bereits in ihre 27. Auflage gegangen war, ist somit weiterhin Europas größte Luftfahrtmesse, die die neuesten Trends rund um Flugzeuge, Helikopter und Business-Jets im Gepäck hatte. 

Auch die Schwerpunkte der Flugsimulation und der Akquise von Fliegernachwuchs hatte sich die Fachausstellung auf die Fahnen geschrieben. Und auch in diesen Bereichen war die Resonanz mehr als positiv. 

Und das auch, weil der Großteil der Messebesucher selbst den Pilotenschein besitzt und größtenteils aus dem Ausland an den Bodensee gereist ist, um sich weiterzubilden und Wissenswertes mitzunehmen.

Mittwoch, 10. April 2019

Der "Dorfkrug" bietet viel mehr als nur Live-Sport

Friedrichshafen - Die Häfler Traditionsgaststätte "Zeppelin-Dorfkrug" unweit der ZF-Arena am König-Wilhelm-Platz 2 hat seit vergangenen November wieder geöffnet. Und: Das Lokal, das von Serdar Simsek & Rafael Sohm mit ihrem Team betrieben wird, hat dabei viel mehr zu bieten, als "nur" Liveübertragungen des Sports.


Nein, ganz im Gegenteil: Auf der gerade einmal zwei Seiten starken Karte versammeln sich Leckereien für jeden Geschmack sowie den kleinen und großen Hunger - auch einen Mittagstisch gibt es. Dieser umfasst bis zu sieben Gerichte, die mit einem Salat und einem Kaffee angeboten werden.

Zurück zur Speisenauswahl: Von der Flädlesuppe über Salatplatte (mit Fisch), über (Schweizer) Wurstsalat, bis hin zur klassischen Currywurst mit Pommes (Foto: TS), finden nicht nur Sportsfreunde, die sich Fußball- und andere Sportübertragungen auf einem großen Fernseher im Nebenzimmer anschauen möchten, allerhand gut bürgerliche, schwäbische Gerichte im Angebot.

Klar, dass dabei auch Klassiker wie Kässpätzle, Wiener Schnitzel oder verschiedene Steaks nicht fehlen dürfen. Selbst die Liebhaber von Süßen kommen in der Sportsbar und Gaststätte, die auch Hotelbetten anbietet, auf ihre Kosten.

Der "Dorfkrug" hat übrigens von Dienstag bis Sonntag geöffnet und ist unter Telefon 07541 / 55 154 zu erreichen. Wer lieber eine E-Mail schreiben möchte, ist unter info@zeppelin-dorfkrug.de nicht verkehrt.

Donnerstag, 4. April 2019

FC Bayern ringt starke Heidenheimer nieder

München - Fußball-Rekordmeister FC Bayern hat sich die Option auf den Gewinn des Doubles offen halten können. In einem denkwürdigen Pokal-Viertelfinale schlugen die Bayern den 1. FC Heidenheim mit 5:4.


Nein, damit ist nicht ein Ergebnis nach Elfmeterschießen gemeint, sondern das tatsächliche Endergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit (Screenshot FCB). Dieser Schlagabtausch hatte vor 75.000 Zuschauern in der Allianz-Arena wirklich alles zu bieten, was sich das (neutrale) Fußballherz wünscht.

Und - na klar - am Ende jubelten, wie so oft, wieder einmal die Stars des FC Bayern, obwohl es der Zweitligist sicherlich nicht weniger verdient hätte, ins Halbfinale vorzustoßen. Doch es sollte anders kommen, weil die Hausherren selbst in Unterzahl phasenweise etwas mehr Torgefahr ausstrahlten.

Aber speziell in Hälfte eins wollten es die früh dezimierten Bayern - Süle sah bereits in Minute 13, nach einer Korrektur des Videoassistenten in Köln, die Rote Karte - mitunter viel zu schön machen und versuchten, den Ball ins Tor zu tragen. Doch die Gäste hatten eine stabile Abwehr aufgeboten.

Darüber hinaus wusste der Außenseiter mit direktem Passspiel und schnellen Kontern zu überzeugen, die die neuformierte Defensive des Rekordpokalsiegers vor mitunter unlösbare Probleme stellte.

Nach dem Seitenwechsel kamen Kingsley Coman und Robert Lewandowski in die Partie und der FC Bayern hatte sofort wesentlich mehr Entschlossenheit vor dem gegnerischen Gehäuse gezeigt und machte aus einem 1:2-Pausenrückstand eine 3:2-Führung (56.). 

Als Serge Gnabry in der 65. Minute auf 4:2 stellte, schien der sprichwörtliche Käse gegessen. Bis, ja bis Robert Glatzel per Doppelschlag (74., 77.) auf 4:4 stellte und Lewandowski in Minute 84 vom Elfmeterpunkt keine Nerven zeigte. 

Fazit: Im Schlagerspiel gegen den BVB müssen sich die "Roten" erheblich steigern - insbesondere in der Abwehr und im Torabschluss. Ansonsten sind auch den Borussen vier Treffer in Fröttmaning zuzutrauen.

Dienstag, 2. April 2019

SV Allensbach gibt ersten Neuzugang bekannt

Allensbach - Die Handballerinnen des SV Allensbach haben ihren ersten Neuzugang für die kommende Hallenrunnde 2019/20 bekannt gegeben. Von der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen schließt sich Kreisläuferin Jennifer Grathwohl den Südbanerinnen aus der 3. Bundesliga-Süd an.


Aktuell erholt sich die 26-jährige Linkshänderin (Foto: SVA) noch von einer Knie-OP und kann die neue Herausforderung im Südbadischen kaum erwarten. "Ich freue mich schon jetzt auf die kommende Saison mit der Mannschaft. Sie ist jung, dynamisch und hat ein super Trainerteam", sagt Grathwohl.

Jenny sammelte bereits höherklassige Erfahrung auf der Platte - wie beispielsweise beim HSG Kreuzlingen in der höchsten eidgenössischen Spielklasse. Beruflich ist Jenny Grathwohl in Salem Zuhause, wo sie als Physiotherapeutin arbeitet und sich derzeit zur Osteopathin weiterbildet.

Montag, 18. März 2019

Der FC Bayern schießt sich Liverpool-Frust von der Seele

München - Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München hat sich den Frust des Ausscheidens aus der UEFA Champions League aus dem Kopf geballert. Gegen über weite Strecken harmlose Gäste des 1. FSV Mainz 05 gewannen die Hausherren in der Allianz Arena mit 6:0 (3:0).


Von Beginn an ließ der Tabellenführer keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Spielfeld im ausverkauften Haus als Sieger verlassen würde. Bereits nach drei Minuten war Top-Torjäger Robert Lewandowski (Foto: TS) zur Stelle, der eben dieses Mal - aufgrund des Mitwirkens von Thomas Müller - nicht in der Luft hing.

Ganz im Gegenteil: Dieses Mal hatte der polnische Nationalstürmer den Raum, den er braucht und wurde von Müller und James in schönster Regelmäßigkeit in Szene gesetzt. Insbesondere der Kolumbianer erwischte gegen ein mutloses Mainz einen echten Sahnetag und traf dreimal.

Spätestens nach dieser Vorstellung sollten die Bayern-Bosse den Geldkoffer mit den 42 Millionen schon einmal bereitstellen - denn in dieser Verfassung ist der Mittelfeldmann aus dem Kader nicht mehr wegzudenken. Selbst Kovac, der nicht als größter James-Freund galt, grinste sich eins.

Nachdem die "Roten" von der Isar die ersten 45 Minuten mit einem komfortablen 3:0-Vorsprung im Nieselregen von Fröttmaning beendet hatten, marschierten sie auch nach dem Seitenwechsel nur nach vorne. Phasenweise klappte beim Gastgeber alles, sogar der zweite oder dritte Ball landete immer beim Spitzenreiter.

So auch vor dem herrlichen Lupfer von James in Minute 55, als sich die Mainzer Defensive, die einen rabenschwarzen Tag erwischte, mal wieder nicht einig war und Müller das Spielgerät vor die Füße "legte". Der bediente den Mann mit der Nummer elf, der seinen dritten Coup entsprechend feierte.

Dass dann auch noch der eingewechselte Alphonso Davies traf, passte perfekt ins verregnete Bild dieses Sonntagabends, der wieder einmal bewiesen hat, dass man diesen FC Bayern München - zumindest in den nationalen Wettbewerben - eben nie (zu früh) abschreiben sollte. 

Montag, 28. Januar 2019

Längst noch nicht alles Gold, was glänzt!

München - Der FC Bayern München hat mit einem 4:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart seine Ansprüche untermauert, weiterhin Druck auf Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund auszuüben. Dabei offenbarte der deutsche Rekordmeister phasenweise eklatante Abwehrschwächen.


Es war die Phase nach dem Stuttgarter Ausgleich durch ein echtes Traumtor von Anastasios Donis, als die Bayern vor ausverkauftem Haus im Münchner Norden zu schwimmen begannen. Vereinzelte Pfiffe waren im weiten rund der 75.000 Zuschauer zu hören. Dabei hatten die Bayern stark begonnen.

Thiago erzielte bereits nach fünf Minuten die Führung für den Gastgeber, der weiterhin Druck auf die Stuttgarter Defensive ausübte, jedoch das Ausbauen des Vorsprungs verpassten. Nach Donis Treffer (26.) war der Offensivdrang der Kovac-Elf nicht mehr vorhanden - das 1:1 zur Pause recht schmeichelhaft für den Favoriten von der Isar, dessen Bosse mit ernsten Gesichtern im VIP-Raum verschwanden.

Nach dem Seitenwechsel kam Serge Gnabry für Javi Martinez in die Partie und die FCB-Stars hatten plötzlich wieder mehr Lust und Schwung, ihrem Anhang Freude zu bereiten. Während Gnabry und Kingsley Coman die Flügel beackerten, wechselte FCB-Urgestein Thomas Müller in die Zentrale hinter Stoßstürmer Robert Lewandowski.

Gnabry war es auch, der mit tatkräftiger Unterstützung von VfB-Kapitän Christian Gentner auf 2:1 stellte (55.), bevor Leon Goretzka von einem Patzer durch Schwaben-Keeper Ron-Robert Zieler profitierte und zum 3:1 einnickte (71.). In der 65. Minute setzte Lewandowski einen Elfer ans Aluminium.

In der 84. Minute machte es der Torjäger aus Polen mit einer schönen Einzelaktion dann aber besser, als er Zieler umkurvte und für den 4:1-Endstand verantwortlich war. Hinterher waren Teile des Bayern-Anhangs erleichtert, dass alle drei Punkte in Fröttmaning geblieben waren. Es sieht wohl so aus, als wäre Müller zentral eben besser aufgehoben als auf der rechten Außenbahn. 

Mit einer sehenswerten Choreographie gedachte die Südkurve vor dem Anpfiff Ex-Präsident Kurt Landauer (Foto: TS), der jüdischen Ursprungs gewesen und vor dem NS-Regime einst in die Schweiz geflüchtet war. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Landauer ein drittes Mal Vorsitzender der Bayern.

Donnerstag, 17. Januar 2019

Die Faszination für das Reisen auf der CMT ist greifbar!

Stuttgart - Die Reiselust der Deutschen und ihrer Gäste aus dem (nicht)europäischen Ausland ist ungebrochen. Das beweist in diesen Tagen ein Besuch bei der CMT in Leinfelden-Echterdingen.

In nicht weniger als zehn Hallen, dem Foyer und im Freiglände dreht sich in diesen Tagen auf dem Messepiazza alles um eines der Lieblingsthemen der Bundesbürger und ihrer Besucher aus dem Ausland, die mitunter direkt nebenan auf dem Stuttgarter Rollfeld eingeschwebt sind (Fotos: TS).


Ein solches Schweben, sozusagen eine vielfältige Leichtigkeit, ist auch beim Gang durch die Hallengänge zu spüren, sodass man sofort Lust bekommt, direkt zu verreisen. Sei es an den Bodensee, ins malerische Allgäu oder ins ferne Asien, Neuseeland oder Australien.

Keine Frage: Auf der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit ist für jeden Geschmack etwas geboten - auch für kulinarische Genüsse in flüssiger und fester Form aus aller Welt ist auf 120.000 Quadratmetern Austellungsfläche ausreichend gesorgt.


Und: Fast jeder Austeller lädt die Besucher mit attraktiven Messerabatten zum sofortigen Buchen ein. Dieser Aufforderung kommen zahlreiche Reiselustige nach, während sich andere auf der gegenüberliegenden Hallenseite erst einmal nach dem passenden fahrbaren Untersatz umsehen. 

Dort hat man die Auswahl zwischen Campern, Wohnwagen in verschiedenen Ausführungen und großen und kleineren Wohnmobilen - sogar das "gute, alte Faltdach" ist noch lange nicht aus der Mode gekommen. Ja: Wer es "anders" mag, der mietet sich ein Campinghaus aus Holz. 

Fakten: Rund 2.100 Aussteller aus über 100 Ländern haben den Weg in die baden-württembergische Landeshauptstadt angetreten, um Reisefans für ihre Region oder ihr Land zu begeistern. Die "CMT" hat noch bis kommenden Sonntag, 20. Januar, geöffnet - das Tagesticket kostet 13 Euro.

Weitere Information zur CMT gibt's im Internet unter: https://www.messe-stuttgart.de/cmt/

Samstag, 12. Januar 2019

Bei der Stimmung ist noch Luft nach oben

München - Die am Donnerstag begonnene 26. Handball-Weltmeisterschaft der Männer hat stimmungstechnisch noch nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft. Zumindest war am Freitag an Turniertag zwei in München zuschauertechnisch noch reichlich Luft nach oben.


Während die erste Partie in Gruppe B zwischen Japan und Mazedonien (29:38) gerade einmal 7.500 Zuschauer unters Zeltdach der Münchner Olympiahalle zog (Foto: TS), versammelten sich beim Top-Duell des Spieltages zwischen Island und Kroatien (27:31) satte 12.000 Fans im Spiridon-Louis-Ring. Somit vermeldete der Hallensprecher ein zufriedenes "Ausverkauft", während sich am Abend die Reihen abermals lichteten.

Denn die Ansetzung zwischen Bahrain und Spanien (23:33) wusste gerade einmal 9.800 Handballfreunde zu begeistern. Und das, obwohl die Iberer als aktueller Europameister zum engen Favoritenkreis gehören. Wesentlich prächtiger war da schon die Atmosphäre in der Hauptstadt.

Dort sind allerdings auch die Deutschen Zuhause und haben sich mit zwei klaren Siegen gegen Korea (30:19) und Brasilien (34:21) schon einmal in Position gebracht. Nun warten jedoch mit Russland, Frankreich und Serbien ganz andere Kaliber auf die "BadBoys".

Zurück in die bayrische Landeshauptstadt: Dort gab es reichlich zu trinken für die Gäste - aber natürlich nicht nur Bier. Insbesondere die "Smoothies" von Sponsor Lidl erfreuten sich großer Beliebtheit. Ebenso wie die Mitmachaktionen und Merchandising-Stände im Ober- und Zwischengeschoss der prestigeträchtigen Sportstätte, die insgesamt einen guten Eindruck hinterließ.

Und das, obwohl der Austragungsort im Vorfeld des Turniers viel Kritik erntete, weil es an der Isar ja keine Top-Mannschaft gibt - also zumindest nicht im Handball. Doch die Aufteilung der vier Spielorte in der Bundesrepublik (Köln, Hamburg, Berlin, München) macht durchaus Sinn. So haben Handballer aus ganz Deutschland die Chance, bei der WM hautnah mit dabei zu sein.