Donnerstag, 7. November 2019

Die "neuen" Rädchen greifen noch nicht (wieder) ineinander

München - Achtelfinale erreicht: ja, spielerisch verbessert: ja, (wieder) überzeugt: nein. So oder so ähnlich ist die Bilanz des 2:0-Erfolges des FC Bayern München am 4. Spieltag der Gruppenphase in der UEFA Champions League gegen Olympiakos Piräus ausgefallen (Grafik: FCB).


Denn der FC Bayern ist vor 70.000 Zuschauern in der auf dem Papier ausverkauften Allianz-Arena, die an Champions-League-Tagen schlicht "Stadion München" genannt wird, noch nicht (wieder) da gewesen, wo man taktisch und spielerisch gerne hinmöchte beziehungsweise sich am liebsten sieht.

Ohne die beiden Zauberer Thiago und Filippe Coutinho, aber dafür mit Joshua Kimmich und Leon Goretzka in der Mittelfeldzentrale, versuchte Interimstrainer Hans Flick seiner Mannschaft mehr Stabilität in der Defensive zu verleihen. Dahinter bot der "Leiter" - wie ihn Stadionsprecher Stephan Lehmann beim Verlesen der Aufstellung nannte - David Alaba und Javi Martinez auf.

Und: Die neuformierte Abwehrzentrale hatte speziell im Spielaufbau so ihre Schwierigkeiten, Alaba war in schönster Regelmäßigkeit zu spät dran, während Martinez einfach noch nicht wieder im Rhythmus ist, weil der Spanier zuletzt nicht wirklich oft berücksichtigt worden war.

In der Offensive durfte Thomas Müller auf der "Zehn" ran, während Serge Gnabry und Kingsley Coman auf den Flügeln agierten. Auch hier war noch nicht alles Gold was glänzt - es fehlte allzu oft am letzten Pass oder dem richtigen Laufweg. Dafür waren die Bayern in der Arbeit gegen den Ball wesentlich agiler sowie aggressiver und verschafften Kapitän Manuel Neuer einen beschäftigungslosen Abend.

Diesen hatte im Übrigen auch Thiago, während Flick den Brasilianer Coutinho wenigstens noch in der Nachspielzeit aufs Feld schickte. Was dieser von seinem Kurzeinsatz hielt, wurde kurz nach Abpfiff klar, als er - ohne mit den Mitspielern in die Südkurve zu gehen - wortlos und zielstrebig im Kabinentunnel verschwand.

Beste Laune hatte - wie so oft in letzter Zeit - dafür Torgararant Robert Lewandowski, der mal wieder den Türöffner spielte (69.) und beim Jubel zeigte, dass er und seine Anna nach Töchterchen Klara bald ein weiteres Kind erwarten. Für die Entscheidung sorgte Ivan Perisic zehn Sekunden nach seiner Einwechslung.

Mit seinem allerersten Ballkontakt in Minute 89 erzielte der Kroate das für die Bayern-Stars und die versammelten Fans, von denen einige zuvor gepfiffen hatten oder schon gegangen waren, erlösende 2:0, das den Achtelfinaleinzug bedeutet. Aber: Hans Flick und Hermann Gerland haben vor dem Schlager gegen den BVB am Samstag, ab 18.30 Uhr, noch viel Arbeit vor sich - auf und abseits des Platzes.

Freitag, 11. Oktober 2019

Lecker Essen zwischen Altshausen und Bad Saulgau

Hirschegg - Das, was Familie Koch in Eichstegen-Hirschegg zwischen Altshausen und Bad Saulgau auf die Beine gestellt hat, verspricht in der Tat eine "Frohe Aussicht". Und zwar nicht nur auf eine tolle Landschaft, sondern insbesondere auch auf richtig gutes Essen zu anständigen Preisen.


Sowohl für Fleischliebhaber, als auch für Fischfreunde (Foto: TS) oder Verfechter der vegetarischen Kost, hat das Ehepaar mit seinem freundlichen Personal in gemütlicher Atmosphäre in ihrem Gasthaus allerhand zu bieten. Im Sommer lockt beispielsweise die neu gebaute Terrasse mit einem fantastischen Ausblick.

Diesen erhält man auch, wenn man seinen Blick auf die Speisen, die in kurzer Zeit serviert werden, wirft. Egal, ob Klassiker wie der Zwiebelrostbraten, Saisonales wie der Rehrücken oder das deftige Vesper wie bespielsweise verschiedene Wurstsalate - hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Geöffnet hat die "Frohe Aussicht" dienstags und mittwochs von 16 bis 22 Uhr, donnerstags von 11 bis 14 sowie von 16 bis 22 Uhr und freitags von 15 bis 23 Uhr. Donnerstags gibt's zusätzlich verschiedene Mittagsangebote, während die Klein(st)en bei gutem Wetter draußen schaukeln können. 

Am Wochenende steht das Lokal seinen Besuchern samstags von 11 bis 23 Uhr offen, während an Sonntagen von 10 bis 22 Uhr Speisen von regionalen Zuliefern angeboten werden. Montags ist Ruhetag.

Weitere Infos zur "Frohen Aussicht" in Eichstegen-Hirschegg gibt's unter www.gasthaus-frohe-aussicht-hirschegg.de.

Dienstag, 1. Oktober 2019

Häfler Handballer nennen sich jetzt "Blisshards"!

Friedrichshafen - Was im Profisport schon seit geraumer Zeit Gang und Gäbe ist, macht auch vor den Amateuren nicht Halt. Ja, und selbst die Handballer der HSG Friedrichshafen-Fischbach haben beschlossen, sich aus Marketing-Gründen nun auch "Blisshards" zu nennen. 

 

Man kennt es insbesondere aus verschiedenen US-amerikanischen Sportarten, sieht es jedoch längst auch schon in der Bundesrepublik - beispielsweise in der Handball-Bundesliga. Da sind Teams wie die Rhein-Neckar-Löwen, die Füchse Berlin oder die "Recken" des TSV Hannover-Burgdorf - um nur drei Vereine zu nennen - unterwegs. 
 
Und selbst im Amateurbereich sieht man immer mehr Klubs, die in Sachen Marketing und Sponsoring auf einen Kunst- oder Spitznamen setzen, um sich von anderen Vereinen, die ähnlich heißen, besser abzuheben. "Wir haben uns gefragt, was uns auszeichnet und für was wir bei der HSG FF stehen sowie wie wir für potenzielle Sponsoren noch attraktiver und insbesondere noch bekannter werden können", erklärt Vorstand Ingo Ortlieb.
 
Dessen Marketing-Team beschrieb diese, ihre Handballspielgemeinschaft in mehreren Sitzungen als "mitreißend anders" und dieses Gefühl soll nun auch mit diesem neuen Beinamen deutlicher hervorgehoben werden. "Blisshards" ist eine Kunstwort aus "follow your bliss" und "we try hard" - also ganz frei übersetzt: "Verfolge dein Glück und arbeite hart dafür". 
 
Diesen Leitspruch setzen die Häfler Handballer nach eigenen Angaben bereits seit Jahren auf und abseits der Platte um und möchten dies nun mit diesem Spitznamen untermauern. "Unsere Gemeinschaft ist mehr als ein Sportverein. Wir setzen uns darüber hinaus für die Belange der Menschen jeglicher Altersklassen in unserer Region ein", fügt Ortlieb hinzu. 
 
"Jedem von uns sollte immer bewusst sein, dass niemand für des anderen Glück verantwortlich ist, sondern zunächst man selbst." Mal schauen, ob der HSG FF der neue Spitzname auch bei den Spielen Glück bringt.

Mittwoch, 18. September 2019

Die "alten Hasen" haben es noch nicht verlernt

Friedrichshafen - Die HSG Friedrichshafen-Fischbach II ist in Runde eins des Handball-Bezirkspokals knapp gescheitert. In einem ausgeglichenen Spiel waren die Gäste des HCL Vogt den nötigen Tick abschlussstärker und gewannen mit 24:22. Dabei hatte die Häfler Reserve, für die zahlreiche Ehemaligen auf der Platte standen, richtig gut begonnen (Foto: TS). 
 
 
Insbesondere der Defensivverbund um Spielertrainer Andreas Rohrbeck machte den HCL-Handballern zunächst das Leben schwer. Folgerichtig lagen die "alten Recken" der HSG FF - sehr zur Freude der vielen Zuschauer in der Häfler Bodenseesporthalle - mit 5:1 vorne, weil man auch im Gegenstoßspiel zu überzeugen wusste (11.). 
 
Wenige Zeigerumdrehungen später hatte sich der Gegner jedoch besser auf die Häfler Abwehr eingestellt und profitierte darüber hinaus von so manchem Fehlpass oder technischen Fehlern der Hausherren. Folgerichtig glich Vogt nach 20 Minuten zum 8:8-Zwischenstand aus, wendete einige Augenblicke später das Blatt und ging mit einem knappen 11:10-Vorsprung in die Pause. 
 
Nach dem Seitenwechsel war der Außenseiter in eigener Halle - das Team tritt lediglich als Reserve im Bezirkspokal an und ist nicht im regulären Spielbetrieb unterwegs - wieder den nötigen Tick aggressiver und schneller auf den Beinen - 14:11 (36.). Doch die HCL-Handballer hatten stets eine passende Antwort parat und wussten mit mehr Pass- und Fangsicherheit zu überzeugen.
 
Infolgedessen glich Vogt in Minute 41 zum 15:15 aus und setzte sich bis zur 51. Minute auf 20:16 ab - die Vorentscheidung. Als Marco Pilz für den HCL zum 24:18 einnetzte, war die Moral der "alten Recken" gebrochen. Zumindest beinahe, denn mit vier Treffern in Serie verkürzte man noch zum 22:24-Endstand. 
 
"Es hat riesigen Spaß gemacht", sagte HSG-Spielertrainer Andreas Rohrbeck nach dem Abpfiff. "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es waren ja nur drei Tore zu wenig", scherzte er. Dennoch hatte sich die Häfler Pokaltruppe den Applaus von den Rängen, auf denen viele Gäste anderer Vereine zu sehen waren, verdient.

HSG FF II: Hanfeld (Tor), Gorzalka (5), Baumann (5, 1/2), Rodi (3), Templin (3), Rohrbeck (3), Stehle (1), Knoblauch (1, 1/2), Ratt (1), Herrmann, Städele, Speth, Ortlieb, Rebholz.

HCL: Khater (Tor), Pilz (4/2), Culjak (4), Kernbach (4, 0/1), Zembrod (3), Schäle (2), Geyer (2), Buemann (2), Martin Merturi (2/1), David Merturi (1), Schmid, Weber.

Montag, 12. August 2019

„Es ist immer wieder schön, hier zu sein“

Friedrichshafen - Pauline Afaja, Schauspielerin aus Friedrichshafen, ist auch neun Jahre nach ihrer Teilnahme bei „Germany‘s Next Topmodel“ ein gefragtes Gesicht. Sowohl für Modeljobs in der ganzen Welt als auch für Engagements vor der Kamera wird die Wahl-Hamburgerin regelmäßig gebucht (Foto: TS). 


Inzwischen gibt die 28-Jährige ihr Wissen auch als Coach an junge Talente im Schauspielbusiness weiter. „Wenn ich hier Zuhause am See bin, dann kommen so viele schöne Erinnerungen hoch“, sagt Pauline Afaja und zeigt in Richtung Moleturm in ihrer Heimatstadt Friedrichshafen. „Es ist immer wieder schön, hier zu sein“, ergänzt die Globetrotterin, deren Lebensmittelpunkt seit gut sieben Jahren die Hansestadt Hamburg ist.

Dort schloss die 28-jährige mit afrikanischen Wurzeln 2014 ihre Schauspielausbildung ab und gibt ihr Wissen inzwischen auch an junge Talente, die gerne denselben Werdegang einschlagen mögen, online oder persönlich in Workshops weiter. „Es war von Anfang an mein Ziel, nicht nur vor der Kamera zu stehen“, erklärt Afaja, die einst bei „Wetten, dass..?“ im Rahmen einer Saalwette in der Zeppelin- und Messestadt entdeckt worden ist.

Kurze Zeit später ging es für „Polly“, wie sie von ihren Freunden und der Familie genannt wird, auch schon in die USA weiter, wo sie an Heidi Klums Casting-Show „Germany‘s Next Topmodel“ teilnahm und diese 2010 auf dem hervorragenden sechsten Platz beendete. Ja, zu manchen Mitstreiterinnen hat sie bis heute Kontakt, obwohl diese inzwischen in aller Welt verstreut sind.

„Ab und an schreibt man sich auf Facebook oder bei Instagram“, erzählt Pauline und nippt an ihrem Kaffee. Gerade erst ist sie aus Asien zurückgekehrt, fliegt die Tage an die Elbe zurück, bevor es für den einen oder anderen Job weiter nach Südafrika geht, wo ihre Agentur den Hauptsitz hat. Denn nach wie vor ist Pauline Afaja als Model unterwegs, obwohl sie in der Schauspielerei ihre Zukunft sieht, weil man da eben auch hinter der Kamera etwas bewegen könne.

Sogar die Idee für ein Drehbuch hat die 1,80 Meter große Häflerin in der Schublade, ist jedoch aufgrund ihrer Reisefreudigkeit noch nicht allzu weit damit voran gekommen. „Es wäre natürlich schon toll, einen Produzenten zu finden, der meine Geschichte gut findet und mich bestenfalls auch darin mitspielen lässt“, betont sie und lacht herzlich. Nur allzu gut weiß sie nämlich, wie es ist, für einen Auftrag gar nicht erst berücksichtigt zu werden.

„Inzwischen kann ich damit recht locker umgehen, obwohl ich früher sehr schüchtern und zurückhaltend gewesen bin.“ Ja, auch eine gewisse Heidi Klum stieß bei „GNTM“ einst in diese Kerbe und weckte in dem Mädchen aus der schwäbischen Provinz den Ehrgeiz. Auf Reisen lernte Pauline, sich zu öffnen und auf fremde Menschen direkter zuzugehen. Etwas, das sie in ihrem Job weiter voran gebracht hat.

Dennoch spüre sie ab und an den Druck, den die Model- und Schauspielbranche mit sich bringt. Und doch habe sie mit dieser, ihrer Arbeit, den Traumberuf gefunden und werde in ihrer Heimatstadt sogar nach wie vor erkannt - so wie beispielsweise unlängst an der Supermarkt-Kasse. „Klar, es kommt schon vor, dass gefragt wird, was ich nun so mache. Aber zum Glück muss ich in meinem Job keine Diät halten, um glücklich zu sein.“

Aktuell feilt Pauline Afaja, die fließend Englisch spricht, an ihrem Spanisch. „Spätestens, als ich für einen Auftrag in Madrid gewesen bin, hat mich diese Sprache gepackt.“ Ja, in der Tat hat Pauline Afaja es gepackt. Die Abiturientin ist eben mehr als nur ein Model, das nur gut aussehen und nach Drehbuch agieren kann. Nein, sie hat einen klaren Plan für die Gegenwart und ihre Zukunft - egal, ob daheim am Bodensee, an der Alster oder sonst wo auf der Welt.

Mehr über Pauline Afaja gibt’s bei Instagram unter „alongcame.polly“

Donnerstag, 8. August 2019

Beim Wellenbad wird Bubble-Soccer und Handball gespielt

Ailingen - In nicht einmal mehr zwei Wochen ist auf dem Gelände der TSG Ailingen unterhalb des Wellenbades wieder allerhand geboten. An drei Turniertagen wird von 16. bis 18. August auf insgesamt vier Rasenfeldern sowohl Bubble-Soccer als auch Handball gespielt. Dann steigt das mittlerweile 48. Handball-Rasenturnier mit 30 Mannschaften (Foto: TS).


Doch bevor es am Samstag und Sonntag beim 48. Rasenturnier, das auch unter dem Namen 7. Wolfgang-Lenz-Gedächtnisturnier über die Bühne gehen wird, auf vier Rasenfeldern um den Turniersieg im Handball geht, wird am Freitagabend, 16. August, bereits ab 17.30 Uhr die Dorfmeisterschaft im Bubble-Soccer ausgespielt. Diese findet in diesem Jahr inzwischen zum dritten Mal statt und dürfte wieder für einige witzige Zweikämpfe mit Knalleffekt sorgen.

Aber bevor es soweit ist, haben die Organisatoren um TSG-Abteilungsleiterin Ramona Otten sowie ihre viele Helferinnen und Helfer noch jede Menge Arbeit vor sich. Beim zweitägigen Handball-Wettbewerb, der am Samstag, 17. August, um 11 Uhr beginnt und am Sonntag, 18. August, ab 9 Uhr fortgesetzt wird, sind natürlich auch die Gastgeber selbst mit von der Partie.

Zwei Herrenteams und eine Damenmannschaft der TSG messen sich mit den anderen Teilnehmern, die aus Nah und Fern in die größte Ortschaft von Friedrichshafen kommen. Da auch die SG Argental, der TV Weingarten oder die HSG Friedrichshafen-Fischbach mitmischen, dürfen sich die Zuschauer auf viele Lokalderbys im anerkannten Erholungsort unweit des Bodensees freuen.

Natürlich sind auch die Abonnement-Sieger der JD Lynchburg-Tegernsee abermals mit von der Partie und dürften auch in diesem Jahr ein gehöriges Wörtchen um Platz eins mitreden. An den Abenenden endet das Turnier mit Musik und Unterhaltung im Festzelt.

Und: Sollte es Petrus mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht besonders gut meinen, werden die Begegnungen auf den Kunstrasen oder gegebenenfalls sogar in Sporthallen verlegt. Die Siegerehrung ist für Sonntag, 15.30 Uhr, geplant. Mal schauen, ob auch dieses Mal Lynchburg und Weingarten am Ende jubeln dürfen.

Weitere Infos zum Turnier gibt's auch unter www.facebook.com/handball.ailingen

Montag, 5. August 2019

Trainingscamp im Rahmen des Sparkassen-Cups

Ehingen - Nicht nur die Profis um den den späteren Turniersieger HBC Nantes haben am Wochenende in der Ehinger Längenfeldhalle um die Wette geschwitzt, sondern auch 34 Auswahlspieler des Bezirks Bodensee-Donau haben in Ehingen einiges dazu lernen dürfen (Foto: Katharina Prang).


Die Nachwuchstalente im Alter zwischen elf und 14 Jahren wurden in der Wenzelsteinhalle unter Anleitung von Bezirksauswahltrainerin Katharina Prang dabei so betreut, dass sie die Spiele ihrer großen Vorbilder im Längenfeld beim Sparkassen-Cup nicht verpassten.

„Die Kinder waren von Anfang an total begeistert, als sie gemerkt haben, dass man einfach so hingehen, mit den Profis reden, Fotos machen und Autogramme holen kann“, schilderte Prang, die selbst bei der TSG Ehingen aktiv ist, ihre Eindrücke.

Für die 34 Nachwuchs-Handballer, die von der TSG Ehingen, dem HV RW Laupheim, dem TV Blaustein, der TSG Söflingen, der TG Biberach, der SG Ulm-Wiblingen, dem SC Lehr, dem TV Weingarten, dem TSB Ravensburg, dem TSV Laichingen, dem TSV Bad Saulgau sowie der MTG Wangen stammen, war das Camp auf und abseits der Platte ein echtes Erlebnis.

Denn der von Katharina Prang organisierte Event stellte den Saisonauftakt für die Auswahlmaßnahmen der neuen D- und C-Jugend-Jahrgänge dar und brachte zudem den Schwerpunkt "Teambuilding" mit sich. Am Trainingsort Wenzelsteinhalle haben die Kinder von Samstag auf Sonntag auch übernachten können.

Unterstützung erhielt Kathi Prang von ihren Trainerkollegen Markus Kleber (Laupheim), Boris Fischer (Söflingen) und Uwe Bittenbinder (Weingarten), mit denen sie sich für die Talente zwei intensive Einheiten rund um das prestigeträchtige Kräftemessen der Profis ausgedacht hatte.

Freitag, 26. Juli 2019

VfB-Fußballer bestätigen Vorstand im Amt

Friedrichshafen - Die Fußball-Abteilung des VfB Friedrichshafen setzt auch in Zukunft auf ihre bewährte Führungsmannschaft. Bei der Hauptversammlung im VfB-Stadionrestaurant ist Vorstand Dalibor Buspanovic für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt worden (Foto: Günter Kram). Ehrengast Martin Herzog, ehemals Häfler Oberbürgermeister und Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, erhielt darüber hinaus eine Ehrung für 40 Jahre VfB-Mitgliedschaft. 


Auch Rolf Langenstein, der den VfB seit Jahren unterstützt, wurde geehrt. Langenstein ist mittlerweile bereits seit 25 Jahren in Blau-Weiß im und rund um das Zeppelinstadion unterwegs. Dort machten insbesondere die "Erste" in der Landesliga Württemberg und deren Reserve in der Kreisliga A II Bodensee von sich reden. 
 
Während die Mannschaft um Spielertrainer Daniel Di Leo, "Co" Giovanni Rizzo und dem sportlichen Leiter Alex Heumann dank einer starken Rückrunde (19 Spiele in Serie ungeschlagen) noch den zweiten Tabellenplatz erreichte, jedoch in der Relegation zur Fußball-Verbandsliga in Runde zwei scheiterte (die SZ berichtete), beendete die "Zweite" um Spielertrainer Oliver Senkbeil ihre Saison auf einem ordentlichen vierten Tabellenplatz und blieb nach der Winterpause ebenfalls ohne Niederlage. 
 
Auf dieser Grundlage möchte die VfB-Führung aufbauen, hat mit der Zeppelin GmbH einen zusätzlichen Trikot-Sponsor gewonnen und wird die Verjüngung des Kaders des Landesliga-Teams konsequent vorantreiben. Aktuell bestehen die erste Mannschaft sowie die VfB U23 überwiegend aus eigenen Nachwuchskräften. 
 
"Da bei unserer Ersten viele etablierte Kräfte aufgehört haben, brauchen wir in dieser Phase des Umbruchs vor allem Geduld", betonte Dalibor Buspanovic, der sich über seine einstimmige Wiederwahl als 1. Vorsitzender freuen durfte. Ihm zur Seite stehen die Stellvertreter Roland Jäger, Klaus Segelbacher, Kristijan Jakic sowie Sandro Musso, während sich Thomas Müller als Kassier um die Finanzen kümmert. Beisitzer im VfB-Vorstand sind Alexander Heumann, Oktay Korkmaz, Andreas Müller und Philipp Meier. 
 
Obwohl die Vorstandschaft aus altbekannten Köpfen bestehen bleibt, erhält das Jugendkonzept ein neues Gesicht. Ab sofort setzt der VfB, mit den Jugendleitern Sandro Musso und Oktay Korkmaz, an der Teuringer Straße 2 noch stärker auf eine gute Jugendausbildung und bietet dafür nicht weniger als 26 Nachwuchstrainer auf. 
 
Von den Bambinis bis zur ersten Mannschaft werden alle VfB-Kicker nun nach einem einheitlichen Konzept gefördert, für das Jugendkoordinator Boban Savic Unterstützung durch Gianpiero Di Nicola als weiteren Jugendkoordinator erhält. Auch die Firmen Trends-Sport und das Stadtwerk am See intensivieren die Zusammenarbeit nachhaltig für die VfB-Junioren. 
 
In seiner Abschlussrede würdigte Martin Herzog die gute Arbeit des VfB und wünschte "seinem Verein" weiterhin alles Gute. Schließlich habe sein ehemaliger Chef, Ex-Ministerpräsident Lothar Späth, einst sogar versucht, Herzog für einen anderen VfB - also den mit dem roten Brustring aus der Landeshauptstadt - zu begeistern, woraufhin er sagte: Der VfB Friedrichshafen wird meine Heimat bleiben. Dafür erntete er lauten Applaus.

Montag, 17. Juni 2019

VfB muss Traum von Verbandsliga-Aufstieg begraben

Baindt - Der VfB Friedrichshafen ist auch in der kommenden Spielzeit 2019/20 in der Fußball-Landesliga am Start. Im zweiten Aufstiegs-Relegationsspiel um den Einzug in die Verbandsliga Württemberg unterlagen die Männer um Spielertrainer Daniel Di Leo gegen den TSV Heimerdingen verdient mit 1:2.


Verdient deshalb, weil die "Gäste" aus Heimerdingen vor 977 Zuschauern auf dem Geläuf des SV Baindt (Foto: TS) mehr Ballsicherheit an den Tag legten und zudem mehr Durchschlagskraft in der Offensive entwickelten. Dabei waren die "Hausherren" vom Bodensee nach dem frühen 0:1-Rückstand in Minute 13 durch Pascal Dos Santos Coehlo sehenswert zurück gekommen.

Aus dem Nichts setzte Harun Toprak zum Schuss aus der Distanz an und hatte damit Erfolg. An Freund und Feind vorbei schlug die Kugel in der 22. Minute aus 25 Metern zum nicht unverdienten Ausgleich im TSV-Gehäuse ein: ein Treffer der Marke Traumtor, das von den "Häfler Jungs" entsprechend gefeiert wurde.

Bis zum Pausenpfiff passierte in einer recht chancenarmen Partie hüben wie drüben relativ wenig, weil beide Kontrahenten auf defensive Stabilität setzten und die Passgenauigkeit sowohl über die kurze Distanz als auch über lange Diagonalbälle mitunter zu wünschen übrig ließ.

Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff waren es erneut die in Rot spielenden Heimerdinger, die den nächsten erfolgreichen Abschluss zu verzeichnen hatten. Aufgrund einer missglückten Abseitsfalle stand Michele Ancona in halblinker Position plötzlich frei vor dem Gehäuse von VfB-Keeper Heiko Holzbaur.

Ein kurzer Blick, ein eleganter Chip - fertig war die 2:1-Führung für den TSV, der den mitgereisten Anhang in Verzückung versetzte. Währenddessen berieten sich Di Leo und Assistent Giovanni Rizzo, was nun zu tun ist beziehungsweise wäre. Innerhalb von 15 Minuten tauschte man gleich drei Mal.

Nachdem zunächst Joshua Merz für Michael Staudacher kam (55.), ersetzte Eugen Strom Jungspund Sebir Elezi (63.) sowie Michael Metzler Kapitän Denis Nikic (70.). Der VfB agierte nun in einer 4-4-2-Formation und erzeugte wesentlich mehr Druck auf die gut sortierte Heimerdinger Abwehr.

Zählbares sprang jedoch nicht wirklich heraus, obwohl Merz den Ausgleich nach einem schönen Spielzug in der Schlussphase sogar auf dem Fuß gehabt hatte (83.). Inzwischen war auch Daniel Di Leo für seinen Bruder Nico gekommen (74.). Ab sofort agierten die Häfler in einer 3-4-3-Formation, kamen jedoch nicht so richtig in die gefährlichen Abschlusssituationen.

Aber: Da der Gegner die eine oder andere Kontersituationen jedoch nicht sonderlich gut löste, schnupperte der VfB bis in die Nachspielzeit am möglichen Ausgleich. Doch es sollte an diesem Tag einfach nicht sein, sodass sich der TSV Heimerdingen feiern ließ und weiterhin von der Verbandsliga träumen darf.

Und der VfB? Der darf trotz des geplatzten Traums von der erhofften Verbandsliga-Rückkehr auf sich und seine Spielzeit stolz sein. Schließlich war man die komplette Rückrunde ungeschlagen geblieben und hatte sich so den hervorragenden zweiten Tabellenplatz hinter Meister TSV Berg hart erarbeitet.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Vierfacher Hohmann schießt VfB in Runde zwei

Ravensburg - Der VfB Friedrichshafen hat sich in der Aufstiegsrelegation zur Fußball-Verbandsliga für die zweite Runde qualifiziert. Im Duell der Landesligisten mit dem SV Böblingen steckten die Jungs vom Bodensee auf dem Sportgelände des TSB Ravensburg sogar einen 0:2-Rückstand weg (Foto: TS).


Dieser war mehr als glücklich zustande gekommen, da eigentlich die "Gastgeber" vor rund 600 Zuschauern das aktivere Team gewesen waren. In Minute 43 erwischte Fabian Schragner VfB-Keeper Heiko Holzbaur aus der Distanz auf dem falschen Fuß, weil weder er noch seine Verteidigung mit einem Schuss rechneten. Kaum war die Partie nach dem Seitenwechsel wieder angepfiffen, erhöhte Semih Emirzeoglu auf 2:0.

Auch dieser Treffer war mehr als glücklich gefallen, weil die Häfler noch gar nicht richtig auf dem Platz gewesen waren und die Kugel schlicht und einfach gar nicht aus der Gefahrenzone bekamen. Zudem wurde das Spielgerät auf dem Weg hinter die Linie erst einmal abgeblockt und dann auch noch zweimal abgefälscht.

Andreas Köster, Friedrichshafens Sportbürgermeister, saß zu diesem Zeitpunkt bei herrlichem Sonnenschein ganz alleine auf einer Treppe in der Kurve und tippte auf seinem Mobiltelefon herum. Er war zu diesem Zeitpunkt des Relegations-Duells wohl nicht der Einzige gewesen, der nicht mehr so richtig an die Mannschaft von VfB-Spielertrainer Daniel Di Leo glaubte.

Doch die Häfler kamen zurück - und wie. Nach einer zu kurzen Rückgabe auf den Gäste-Keeper aus Böblingen roch Landesliga-Torjäger Sascha Hohmann den Braten und verkürzte in Minute 61 auf 1:2. Fortan spielte nur noch eine Mannschaft, nämlich die aus der Zeppelinstadt. Di Leo änderte die Grundordnung, ließ in Absprache mit Assistent Giovanni Rizzo viel offensiver agieren und wechselte sich darüber hinaus selbst ein. 

Elf Minuten später war es abermals Hohmann, der einen schön vorgetragenen Angriff zum 2:2-Ausgleich über die Linie bugsierte. In den Schlussminuten hatten beide Kontrahenten die Entscheidung auf dem Fuß - doch es sollte in die Verlängerung gehen. In dieser machte Hohmann mit zwei weiteren Treffern (94., 115.) den Sack zu, während der SVB sogar noch eine Rote Karte kassierte.

Doch der anschließenden Freistoß nach Notbremse brachte nichts mehr ein, sodass sich der VfB Friedrichshafen von seinem mitgereisten Anhang um die "Häfler Jungs" feiern lassen durfte. Am Sonntag, 16. Juni, geht's um 15 Uhr nun gegen den TSV Heimerdingen in Baindt weiter.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Gastbeitrag: Ein Krimi, der aus Zufall entstanden ist!

München - Thomas Schlichte, Autor und Journalist aus Friedrichshafen, hat ein neues Buchprojekt gestartet. In "Crash 913 - sein allergrößter Fall" wird das Leben eines Kleinstadt-Journalisten buchstäblich auf den Kopf gestellt. Dabei wollte sich dieser nur um einen harmlos wirkenden Verkehrsunfall kümmern.



Doch - wie so oft - kommt es eben ganz anders und erst recht, als man denkt. Und so steckt Kurt, ein Mittfünziger, plötzlich mittendrin in dubiosen Geschäften und einem mysteriösen Fall, der ihm beinahe alles abverlangt und ihn zugleich in große Gefahr kommen lässt.

"Ich wollte aus Respekt vor meinem verstorbenen Kollegen Jean, mit dem ich damals 'Burgund - Krawattes Fälle" ins Leben gerufen hatte, etwas Neues beginnen, aber im Genre 'Krimi' bleiben", erklärt der 37-jährige Häfler, dessen eigentliches Steckenpferd ja die Handballberichterstattung ist.

So ist "Crash 913" ein gänzlicher neuer Krimi, der mit dem Überraschungserfolg von "Burgund" nichts, aber auch gar nichts zu tun hat - außer dem gleichen Genre und einer beschaulichen Kleinstadt als Schauplatz. 

Dienstag, 14. Mai 2019

Das Wetter kann die Klassikfreunde nicht bremsen

Friedrichshafen - Die 12. Oldtimer-Ausstellung auf dem Häfler Messegelände - die zum zweiten Mal unter dem Namen "MOTORWORLD Classics Bodensee" an den Start gegangen ist - hat trotz des durchwachsenenen Wetter mehr "Oldiefans" als im vergangenen Jahr angezogen.


38100 Besucher kamen in den Häfler Ortsteil Allmannsweiler, während im Vorjahr 37700 Gäste die ausgestellten Autos, Motorräder, Traktoren und Flugzeuge genauer unter die Lupe genommen hatten (Foto: TS). Größter Publikumsmagnet waren - wie bei den vorigen Messen auch - das "Vintage Racing" verschiedener Klassen auf dem Freigelände sowie die "Airshow".

Diese musste jedoch am Samstagnachmittag witterungsbedingt ausfallen, während drinnen auf dem Teilemarkt gestöbert, gefeilscht und nach Herzenslust eingekauft wurde. Selbst einige Rariäten, deren Erwerb einen etwas größeren Geldbeutel erfordern, gingen mitunter noch vor Messeschluss über den Ladentisch.

"Am Bodensee lebt die Szene, wir bewegen die historische Mobilität und im Gegensatz zu den anderen Oldtimermessen in Deutschland sind wir dynamisch unterwegs", betonten Messechef Klaus Wellmann und Bereichsleiter Roland Bosch.

Die nächste MOTORWORLD Classics Bodensee findet vom 8. bis 10. Mai 2020 statt.

Samstag, 11. Mai 2019

FCB-Basketballer spielen im Schlussviertel ganz groß auf

München - Die Basketballer des FC Bayern München haben auch ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel der laufenden Spielzeit klar gewonnen. Gegen ratiopharm Ulm gewannen die Hausherren auch in dieser Höhe verdient mit 95:72 (Foto: TS). Dabei sah es zunächst nicht nach einem klaren FCBB-Sieg aus.


Denn in den ersten drei Vierteln entwickelte sich im bayerisch-schwäbischen Derby vor 5800 Zuschauern im nicht ausverkauften Audi Dome ein offener Schlagabtausch. Nachdem zunächst die Gäste weniger Fehler machten und mehr Treffsicherheit an den Tag legten, wussten sich FCBB-Kapitän Danilo Barthel und Co. zu steigern.

Insbesondere im Schlussviertel klappte bei den Gastgebern phasenweise alles. Während Ulm in schönster Regelmäßigkeit zu ungenau zielte, verwerteten Nihad Djedovic (16 Punkte), Derrick Williams (15), Devin Booker (14) und die anderen Bayern-Stars ihre Würfe sicher. Sehr zur Freude des Publikums dürfte hierbei der eine oder andere Dunking natürlich nicht fehlen.

Während den "Uulmern" im finalen Abschnitt nur noch magere elf Zähler glückten, warfen die Bayern stolze 31 Punkte und ziehen - egal, wie das letzte Spiel am Sonntag in Bonn endet - nun als Hauptrundenerster mit Heimrecht ins Play-off-Viertelfinale ein. Auch die Mannschaft von Thorsten Leibenath hatte die Play-offs bereits vor der Partie sicher und bekommt es nun wohl mit Alba Berlin zu tun. 

Und: Als die Partie abgepfiffen war, gab es jede Menge T-Shirts, Autogramme und Fotos für die Fans des FC Bayern mit ihren Idolen. Darüber hinaus belohnten die Bayern ihr treues Publikum - insgesamt kamen zu allen Spielen der Normalrunde 200.000 Fans in den "Dome" - mit Freibier und kostenlosen Hotdogs. 

Wer der Gegner des FC Bayern Basketball in den Viertelfinals ab Samstag, 18. Mai, sein wird, entscheidet sich am Sonntag, wenn die letzten Partien der Hauptrunde abgepfiffen sind. In der Verlosung für den amtierenden Meister sind Bonn, Braunschweig und Würzburg.

Die einzelnen Viertelergebnisse waren wie folgt: 19:16, 21:23, 24:22, 31:11.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Manchmal muss man eben andersrum gehen

Friedrichshafen - Entertainer Hape Kerkeling (Foto: TS) hat seine Zuhörer im Rahmen der „BürgerUni“ an der Zeppelin Universität zu begeistern gewusst. In der rund zweistündigen Veranstaltung am ZF-Campus gab der Bestseller-Autor jedoch zu, dass selbst er auch nicht immer (auf Knopfdruck) lustig sein kann.


So sei es im Hause Kerkeling in schönster Regelmäßigkeit der Fall, dass sein Mann für die gute Laune und den Humor zuständig sei. „Ich bin jedes Mal erstaunt, wie viele Dialekte er sprechen und wie viele Charaktere er nachmachen kann.“

Obwohl er sich bereits 2014 aus dem aktiven Showgeschäft - also vor der Kamera - zurückgezogen hat, tanzt „Horst Schlämmer“ - dessen Rolle er mitten im Gespräch spielend annimmt und seine Lieblingsfigur ist - nach wie vor auf mehreren Hochzeiten.

Aktuell arbeitet Kerkeling an den nächsten beiden Büchern und bereitet sich zudem intensiv auf eines seiner nächsten Filmprojekte vor, das seinen „Horst Schlämmer“ als Kripokommissar aktiv werden lässt.

Seine Anregungen sammelt der 54-Jährige, der zwar an höhere Mächte glaubt, aber seit seinem 16. Lebensjahr keiner Kirche mehr angehört, nach wie vor im täglichen Leben. So zum Beispiel auch beim Einkaufen oder auf Urlaubsreisen.

Dort beobachte er einst ein älteres Paar auf einem Kreuzfahrtschiff, das immer die gleiche Strecke zurücklegte und stets in die gleiche Richtung marschierte. Bis, ja bis die Frau anmerkte: „Heut‘ gemmer mal anderschrum“. Dass er diese Anekdote auf Schwäbisch erzählte, war kein Zufall. Ohnehin ist Kerkeling sprachbegabt, vielseitig interessiert und zugleich nach wie vor erstaunt, wie leichtgläubig die Menschen sind.

So habe er manchmal das Gefühl, seinen Akteuren in und für Sketche alles verkaufen zu können. So wie zu seiner Anfangszeit in den 1980er Jahren, als er sogar die „Bild“ zu sich nach Hause in die 40qm-Wohnung einlud und sich hierbei in Puschen und mit Staubsauger ablichten ließ.

Das würde er, der Loriot und Woody Allen als seine größten Idole bezeichnet, heute so nicht mehr machen. Und das auch, weil er gerne mal für längere Zeit ins Ausland verreist, um nicht erkannt zu werden und somit nicht immer nur „der lustigste Deutsche“ - wie es seiner Biographie zu entnehmen ist - zu sein.

Und: Es sei sehr wichtig, die Dinge mit einer gewissen Portion Selbstrespekt anzugehen. Das täte - so Kerkeling - im Übrigen auch so manchen Politikern gut, die oft „viel erzählen und eher wenig damit sagen.“ Ja, auch da ist etwas Wahres dran.

Montag, 6. Mai 2019

Die Tuning World Bodensee ist einfach nicht zu stoppen!

Friedrichshafen - Die 17. Tuning World Bodensee hat trotz des durchwachsenen Wetters für heiße Gefühle gesorgt. Autoliebhaber aus Nah und Fern säumten an drei Tagen das Messegelände im Häfler Ortsteil Allmannsweiler, auf dem sich Vanessa Knauf den Titel der neuen "Miss Tuning" sicherte.


Rund 82.000 Besucher zählten die Veranstalter der Messe Friedrichshafen an drei Tagen. Das bedeutet, dass stolze 17.000 Tuningfans weniger als im Vorjahr an den Bodensee gekommen waren. Dies war jedoch nicht der mangelnden Quantität der veredelten Fahrzeuge geschuldet.

Nein, es hatte vielmehr daran gelegen, dass die Messeleitung um Chef Klaus Wellmann das bunte und tiefergelegte Treiben mit wummernden Bässen von vier auf drei Tage verkürzt hatte sowie Petrus sich in diesem Jahr nicht als "Tuningfan" outete und Kälte oder Regen ans Schwäbische Meer schickte.

Davon ließen sich 197 Aussteller mit ihren insgesamt 1300 veredelten Autos jedoch nicht verunsichern - ganz im Gegenteil. Selbst die Drift-Show und die Motorrad-Stunts hatten an allen drei Publikumstagen planmäßig stattgefunden. Und: Vor allem die Sonderschau der VW Polos begeisterte (Foto: TS).

"Die Tuning World Bodensee feiert das Automobil in all seinen Facetten und all die Tuningkünstler, die sich hier treffen, austauschen und inspirieren lassen. Die Besucherzahlen stimmen uns zufrieden, da wir - trotz des Wegfalls eines zusätzlichen Feiertages - an drei Tagen die 80000er Marke knacken konnten", betonte TWB-Projektleiter Dirk Kreidenweiß. 

Die nächste Tuning World Bodensee geht vom 1. bis 3. Mai 2020 in ihre bereits 18. Auflage. Und auch da darf man sich sicher sein, dass sehr viele Anhänger der Szene in die Zeppelinstadt kommen werden - ganz egal, was Petrus dann für ein Wetter ans beziehungsweise übers Messegelände schicken wird.

Sonntag, 14. April 2019

Der Höhenflug der AERO setzt sich unbeirrt fort

Friedrichshafen - Die "AERO" in Friedrichshafen (Fotos: TS) hat sein Publikum und die Aussteller gleichermaßen begeistert. 32 100 Besucher säumten an vier Messetagen das Gelände in Allmannsweiler und ließen sich dabei von 757 Händlern aus 40 Ländern auf den neuesten Stand der Fliegerei bringen.


"Jeder zweite Aussteller kam aus dem Ausland. Und die Besucherzahlen sind mit 32 100 ebenfalls höchst erfreulich", sagten Messechef Klaus Wellmann, Bereichsleiter Roland Bosch und Projektleiter Tobias Bretzel unisono. 

Die AERO, die bereits in ihre 27. Auflage gegangen war, ist somit weiterhin Europas größte Luftfahrtmesse, die die neuesten Trends rund um Flugzeuge, Helikopter und Business-Jets im Gepäck hatte. 

Auch die Schwerpunkte der Flugsimulation und der Akquise von Fliegernachwuchs hatte sich die Fachausstellung auf die Fahnen geschrieben. Und auch in diesen Bereichen war die Resonanz mehr als positiv. 

Und das auch, weil der Großteil der Messebesucher selbst den Pilotenschein besitzt und größtenteils aus dem Ausland an den Bodensee gereist ist, um sich weiterzubilden und Wissenswertes mitzunehmen.

Mittwoch, 10. April 2019

Der "Dorfkrug" bietet viel mehr als nur Live-Sport

Friedrichshafen - Die Häfler Traditionsgaststätte "Zeppelin-Dorfkrug" unweit der ZF-Arena am König-Wilhelm-Platz 2 hat seit vergangenen November wieder geöffnet. Und: Das Lokal, das von Serdar Simsek & Rafael Sohm mit ihrem Team betrieben wird, hat dabei viel mehr zu bieten, als "nur" Liveübertragungen des Sports.


Nein, ganz im Gegenteil: Auf der gerade einmal zwei Seiten starken Karte versammeln sich Leckereien für jeden Geschmack sowie den kleinen und großen Hunger - auch einen Mittagstisch gibt es. Dieser umfasst bis zu sieben Gerichte, die mit einem Salat und einem Kaffee angeboten werden.

Zurück zur Speisenauswahl: Von der Flädlesuppe über Salatplatte (mit Fisch), über (Schweizer) Wurstsalat, bis hin zur klassischen Currywurst mit Pommes (Foto: TS), finden nicht nur Sportsfreunde, die sich Fußball- und andere Sportübertragungen auf einem großen Fernseher im Nebenzimmer anschauen möchten, allerhand gut bürgerliche, schwäbische Gerichte im Angebot.

Klar, dass dabei auch Klassiker wie Kässpätzle, Wiener Schnitzel oder verschiedene Steaks nicht fehlen dürfen. Selbst die Liebhaber von Süßen kommen in der Sportsbar und Gaststätte, die auch Hotelbetten anbietet, auf ihre Kosten.

Der "Dorfkrug" hat übrigens von Dienstag bis Sonntag geöffnet und ist unter Telefon 07541 / 55 154 zu erreichen. Wer lieber eine E-Mail schreiben möchte, ist unter info@zeppelin-dorfkrug.de nicht verkehrt.

Donnerstag, 4. April 2019

FC Bayern ringt starke Heidenheimer nieder

München - Fußball-Rekordmeister FC Bayern hat sich die Option auf den Gewinn des Doubles offen halten können. In einem denkwürdigen Pokal-Viertelfinale schlugen die Bayern den 1. FC Heidenheim mit 5:4.


Nein, damit ist nicht ein Ergebnis nach Elfmeterschießen gemeint, sondern das tatsächliche Endergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit (Screenshot FCB). Dieser Schlagabtausch hatte vor 75.000 Zuschauern in der Allianz-Arena wirklich alles zu bieten, was sich das (neutrale) Fußballherz wünscht.

Und - na klar - am Ende jubelten, wie so oft, wieder einmal die Stars des FC Bayern, obwohl es der Zweitligist sicherlich nicht weniger verdient hätte, ins Halbfinale vorzustoßen. Doch es sollte anders kommen, weil die Hausherren selbst in Unterzahl phasenweise etwas mehr Torgefahr ausstrahlten.

Aber speziell in Hälfte eins wollten es die früh dezimierten Bayern - Süle sah bereits in Minute 13, nach einer Korrektur des Videoassistenten in Köln, die Rote Karte - mitunter viel zu schön machen und versuchten, den Ball ins Tor zu tragen. Doch die Gäste hatten eine stabile Abwehr aufgeboten.

Darüber hinaus wusste der Außenseiter mit direktem Passspiel und schnellen Kontern zu überzeugen, die die neuformierte Defensive des Rekordpokalsiegers vor mitunter unlösbare Probleme stellte.

Nach dem Seitenwechsel kamen Kingsley Coman und Robert Lewandowski in die Partie und der FC Bayern hatte sofort wesentlich mehr Entschlossenheit vor dem gegnerischen Gehäuse gezeigt und machte aus einem 1:2-Pausenrückstand eine 3:2-Führung (56.). 

Als Serge Gnabry in der 65. Minute auf 4:2 stellte, schien der sprichwörtliche Käse gegessen. Bis, ja bis Robert Glatzel per Doppelschlag (74., 77.) auf 4:4 stellte und Lewandowski in Minute 84 vom Elfmeterpunkt keine Nerven zeigte. 

Fazit: Im Schlagerspiel gegen den BVB müssen sich die "Roten" erheblich steigern - insbesondere in der Abwehr und im Torabschluss. Ansonsten sind auch den Borussen vier Treffer in Fröttmaning zuzutrauen.

Dienstag, 2. April 2019

SV Allensbach gibt ersten Neuzugang bekannt

Allensbach - Die Handballerinnen des SV Allensbach haben ihren ersten Neuzugang für die kommende Hallenrunnde 2019/20 bekannt gegeben. Von der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen schließt sich Kreisläuferin Jennifer Grathwohl den Südbanerinnen aus der 3. Bundesliga-Süd an.


Aktuell erholt sich die 26-jährige Linkshänderin (Foto: SVA) noch von einer Knie-OP und kann die neue Herausforderung im Südbadischen kaum erwarten. "Ich freue mich schon jetzt auf die kommende Saison mit der Mannschaft. Sie ist jung, dynamisch und hat ein super Trainerteam", sagt Grathwohl.

Jenny sammelte bereits höherklassige Erfahrung auf der Platte - wie beispielsweise beim HSG Kreuzlingen in der höchsten eidgenössischen Spielklasse. Beruflich ist Jenny Grathwohl in Salem Zuhause, wo sie als Physiotherapeutin arbeitet und sich derzeit zur Osteopathin weiterbildet.

Montag, 18. März 2019

Der FC Bayern schießt sich Liverpool-Frust von der Seele

München - Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München hat sich den Frust des Ausscheidens aus der UEFA Champions League aus dem Kopf geballert. Gegen über weite Strecken harmlose Gäste des 1. FSV Mainz 05 gewannen die Hausherren in der Allianz Arena mit 6:0 (3:0).


Von Beginn an ließ der Tabellenführer keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Spielfeld im ausverkauften Haus als Sieger verlassen würde. Bereits nach drei Minuten war Top-Torjäger Robert Lewandowski (Foto: TS) zur Stelle, der eben dieses Mal - aufgrund des Mitwirkens von Thomas Müller - nicht in der Luft hing.

Ganz im Gegenteil: Dieses Mal hatte der polnische Nationalstürmer den Raum, den er braucht und wurde von Müller und James in schönster Regelmäßigkeit in Szene gesetzt. Insbesondere der Kolumbianer erwischte gegen ein mutloses Mainz einen echten Sahnetag und traf dreimal.

Spätestens nach dieser Vorstellung sollten die Bayern-Bosse den Geldkoffer mit den 42 Millionen schon einmal bereitstellen - denn in dieser Verfassung ist der Mittelfeldmann aus dem Kader nicht mehr wegzudenken. Selbst Kovac, der nicht als größter James-Freund galt, grinste sich eins.

Nachdem die "Roten" von der Isar die ersten 45 Minuten mit einem komfortablen 3:0-Vorsprung im Nieselregen von Fröttmaning beendet hatten, marschierten sie auch nach dem Seitenwechsel nur nach vorne. Phasenweise klappte beim Gastgeber alles, sogar der zweite oder dritte Ball landete immer beim Spitzenreiter.

So auch vor dem herrlichen Lupfer von James in Minute 55, als sich die Mainzer Defensive, die einen rabenschwarzen Tag erwischte, mal wieder nicht einig war und Müller das Spielgerät vor die Füße "legte". Der bediente den Mann mit der Nummer elf, der seinen dritten Coup entsprechend feierte.

Dass dann auch noch der eingewechselte Alphonso Davies traf, passte perfekt ins verregnete Bild dieses Sonntagabends, der wieder einmal bewiesen hat, dass man diesen FC Bayern München - zumindest in den nationalen Wettbewerben - eben nie (zu früh) abschreiben sollte. 

Montag, 28. Januar 2019

Längst noch nicht alles Gold, was glänzt!

München - Der FC Bayern München hat mit einem 4:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart seine Ansprüche untermauert, weiterhin Druck auf Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund auszuüben. Dabei offenbarte der deutsche Rekordmeister phasenweise eklatante Abwehrschwächen.


Es war die Phase nach dem Stuttgarter Ausgleich durch ein echtes Traumtor von Anastasios Donis, als die Bayern vor ausverkauftem Haus im Münchner Norden zu schwimmen begannen. Vereinzelte Pfiffe waren im weiten rund der 75.000 Zuschauer zu hören. Dabei hatten die Bayern stark begonnen.

Thiago erzielte bereits nach fünf Minuten die Führung für den Gastgeber, der weiterhin Druck auf die Stuttgarter Defensive ausübte, jedoch das Ausbauen des Vorsprungs verpassten. Nach Donis Treffer (26.) war der Offensivdrang der Kovac-Elf nicht mehr vorhanden - das 1:1 zur Pause recht schmeichelhaft für den Favoriten von der Isar, dessen Bosse mit ernsten Gesichtern im VIP-Raum verschwanden.

Nach dem Seitenwechsel kam Serge Gnabry für Javi Martinez in die Partie und die FCB-Stars hatten plötzlich wieder mehr Lust und Schwung, ihrem Anhang Freude zu bereiten. Während Gnabry und Kingsley Coman die Flügel beackerten, wechselte FCB-Urgestein Thomas Müller in die Zentrale hinter Stoßstürmer Robert Lewandowski.

Gnabry war es auch, der mit tatkräftiger Unterstützung von VfB-Kapitän Christian Gentner auf 2:1 stellte (55.), bevor Leon Goretzka von einem Patzer durch Schwaben-Keeper Ron-Robert Zieler profitierte und zum 3:1 einnickte (71.). In der 65. Minute setzte Lewandowski einen Elfer ans Aluminium.

In der 84. Minute machte es der Torjäger aus Polen mit einer schönen Einzelaktion dann aber besser, als er Zieler umkurvte und für den 4:1-Endstand verantwortlich war. Hinterher waren Teile des Bayern-Anhangs erleichtert, dass alle drei Punkte in Fröttmaning geblieben waren. Es sieht wohl so aus, als wäre Müller zentral eben besser aufgehoben als auf der rechten Außenbahn. 

Mit einer sehenswerten Choreographie gedachte die Südkurve vor dem Anpfiff Ex-Präsident Kurt Landauer (Foto: TS), der jüdischen Ursprungs gewesen und vor dem NS-Regime einst in die Schweiz geflüchtet war. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Landauer ein drittes Mal Vorsitzender der Bayern.

Donnerstag, 17. Januar 2019

Die Faszination für das Reisen auf der CMT ist greifbar!

Stuttgart - Die Reiselust der Deutschen und ihrer Gäste aus dem (nicht)europäischen Ausland ist ungebrochen. Das beweist in diesen Tagen ein Besuch bei der CMT in Leinfelden-Echterdingen.

In nicht weniger als zehn Hallen, dem Foyer und im Freiglände dreht sich in diesen Tagen auf dem Messepiazza alles um eines der Lieblingsthemen der Bundesbürger und ihrer Besucher aus dem Ausland, die mitunter direkt nebenan auf dem Stuttgarter Rollfeld eingeschwebt sind (Fotos: TS).


Ein solches Schweben, sozusagen eine vielfältige Leichtigkeit, ist auch beim Gang durch die Hallengänge zu spüren, sodass man sofort Lust bekommt, direkt zu verreisen. Sei es an den Bodensee, ins malerische Allgäu oder ins ferne Asien, Neuseeland oder Australien.

Keine Frage: Auf der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit ist für jeden Geschmack etwas geboten - auch für kulinarische Genüsse in flüssiger und fester Form aus aller Welt ist auf 120.000 Quadratmetern Austellungsfläche ausreichend gesorgt.


Und: Fast jeder Austeller lädt die Besucher mit attraktiven Messerabatten zum sofortigen Buchen ein. Dieser Aufforderung kommen zahlreiche Reiselustige nach, während sich andere auf der gegenüberliegenden Hallenseite erst einmal nach dem passenden fahrbaren Untersatz umsehen. 

Dort hat man die Auswahl zwischen Campern, Wohnwagen in verschiedenen Ausführungen und großen und kleineren Wohnmobilen - sogar das "gute, alte Faltdach" ist noch lange nicht aus der Mode gekommen. Ja: Wer es "anders" mag, der mietet sich ein Campinghaus aus Holz. 

Fakten: Rund 2.100 Aussteller aus über 100 Ländern haben den Weg in die baden-württembergische Landeshauptstadt angetreten, um Reisefans für ihre Region oder ihr Land zu begeistern. Die "CMT" hat noch bis kommenden Sonntag, 20. Januar, geöffnet - das Tagesticket kostet 13 Euro.

Weitere Information zur CMT gibt's im Internet unter: https://www.messe-stuttgart.de/cmt/

Samstag, 12. Januar 2019

Bei der Stimmung ist noch Luft nach oben

München - Die am Donnerstag begonnene 26. Handball-Weltmeisterschaft der Männer hat stimmungstechnisch noch nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft. Zumindest war am Freitag an Turniertag zwei in München zuschauertechnisch noch reichlich Luft nach oben.


Während die erste Partie in Gruppe B zwischen Japan und Mazedonien (29:38) gerade einmal 7.500 Zuschauer unters Zeltdach der Münchner Olympiahalle zog (Foto: TS), versammelten sich beim Top-Duell des Spieltages zwischen Island und Kroatien (27:31) satte 12.000 Fans im Spiridon-Louis-Ring. Somit vermeldete der Hallensprecher ein zufriedenes "Ausverkauft", während sich am Abend die Reihen abermals lichteten.

Denn die Ansetzung zwischen Bahrain und Spanien (23:33) wusste gerade einmal 9.800 Handballfreunde zu begeistern. Und das, obwohl die Iberer als aktueller Europameister zum engen Favoritenkreis gehören. Wesentlich prächtiger war da schon die Atmosphäre in der Hauptstadt.

Dort sind allerdings auch die Deutschen Zuhause und haben sich mit zwei klaren Siegen gegen Korea (30:19) und Brasilien (34:21) schon einmal in Position gebracht. Nun warten jedoch mit Russland, Frankreich und Serbien ganz andere Kaliber auf die "BadBoys".

Zurück in die bayrische Landeshauptstadt: Dort gab es reichlich zu trinken für die Gäste - aber natürlich nicht nur Bier. Insbesondere die "Smoothies" von Sponsor Lidl erfreuten sich großer Beliebtheit. Ebenso wie die Mitmachaktionen und Merchandising-Stände im Ober- und Zwischengeschoss der prestigeträchtigen Sportstätte, die insgesamt einen guten Eindruck hinterließ.

Und das, obwohl der Austragungsort im Vorfeld des Turniers viel Kritik erntete, weil es an der Isar ja keine Top-Mannschaft gibt - also zumindest nicht im Handball. Doch die Aufteilung der vier Spielorte in der Bundesrepublik (Köln, Hamburg, Berlin, München) macht durchaus Sinn. So haben Handballer aus ganz Deutschland die Chance, bei der WM hautnah mit dabei zu sein.