Mittwoch, 18. September 2019

Die "alten Hasen" haben es noch nicht verlernt

Friedrichshafen - Die HSG Friedrichshafen-Fischbach II ist in Runde eins des Handball-Bezirkspokals knapp gescheitert. In einem ausgeglichenen Spiel waren die Gäste des HCL Vogt den nötigen Tick abschlussstärker und gewannen mit 24:22. Dabei hatte die Häfler Reserve, für die zahlreiche Ehemaligen auf der Platte standen, richtig gut begonnen (Foto: TS). 
 
 
Insbesondere der Defensivverbund um Spielertrainer Andreas Rohrbeck machte den HCL-Handballern zunächst das Leben schwer. Folgerichtig lagen die "alten Recken" der HSG FF - sehr zur Freude der vielen Zuschauer in der Häfler Bodenseesporthalle - mit 5:1 vorne, weil man auch im Gegenstoßspiel zu überzeugen wusste (11.). 
 
Wenige Zeigerumdrehungen später hatte sich der Gegner jedoch besser auf die Häfler Abwehr eingestellt und profitierte darüber hinaus von so manchem Fehlpass oder technischen Fehlern der Hausherren. Folgerichtig glich Vogt nach 20 Minuten zum 8:8-Zwischenstand aus, wendete einige Augenblicke später das Blatt und ging mit einem knappen 11:10-Vorsprung in die Pause. 
 
Nach dem Seitenwechsel war der Außenseiter in eigener Halle - das Team tritt lediglich als Reserve im Bezirkspokal an und ist nicht im regulären Spielbetrieb unterwegs - wieder den nötigen Tick aggressiver und schneller auf den Beinen - 14:11 (36.). Doch die HCL-Handballer hatten stets eine passende Antwort parat und wussten mit mehr Pass- und Fangsicherheit zu überzeugen.
 
Infolgedessen glich Vogt in Minute 41 zum 15:15 aus und setzte sich bis zur 51. Minute auf 20:16 ab - die Vorentscheidung. Als Marco Pilz für den HCL zum 24:18 einnetzte, war die Moral der "alten Recken" gebrochen. Zumindest beinahe, denn mit vier Treffern in Serie verkürzte man noch zum 22:24-Endstand. 
 
"Es hat riesigen Spaß gemacht", sagte HSG-Spielertrainer Andreas Rohrbeck nach dem Abpfiff. "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es waren ja nur drei Tore zu wenig", scherzte er. Dennoch hatte sich die Häfler Pokaltruppe den Applaus von den Rängen, auf denen viele Gäste anderer Vereine zu sehen waren, verdient.

HSG FF II: Hanfeld (Tor), Gorzalka (5), Baumann (5, 1/2), Rodi (3), Templin (3), Rohrbeck (3), Stehle (1), Knoblauch (1, 1/2), Ratt (1), Herrmann, Städele, Speth, Ortlieb, Rebholz.

HCL: Khater (Tor), Pilz (4/2), Culjak (4), Kernbach (4, 0/1), Zembrod (3), Schäle (2), Geyer (2), Buemann (2), Martin Merturi (2/1), David Merturi (1), Schmid, Weber.

Montag, 12. August 2019

„Es ist immer wieder schön, hier zu sein“

Friedrichshafen - Pauline Afaja, Schauspielerin aus Friedrichshafen, ist auch neun Jahre nach ihrer Teilnahme bei „Germany‘s Next Topmodel“ ein gefragtes Gesicht. Sowohl für Modeljobs in der ganzen Welt als auch für Engagements vor der Kamera wird die Wahl-Hamburgerin regelmäßig gebucht (Foto: TS). 


Inzwischen gibt die 28-Jährige ihr Wissen auch als Coach an junge Talente im Schauspielbusiness weiter. „Wenn ich hier Zuhause am See bin, dann kommen so viele schöne Erinnerungen hoch“, sagt Pauline Afaja und zeigt in Richtung Moleturm in ihrer Heimatstadt Friedrichshafen. „Es ist immer wieder schön, hier zu sein“, ergänzt die Globetrotterin, deren Lebensmittelpunkt seit gut sieben Jahren die Hansestadt Hamburg ist.

Dort schloss die 28-jährige mit afrikanischen Wurzeln 2014 ihre Schauspielausbildung ab und gibt ihr Wissen inzwischen auch an junge Talente, die gerne denselben Werdegang einschlagen mögen, online oder persönlich in Workshops weiter. „Es war von Anfang an mein Ziel, nicht nur vor der Kamera zu stehen“, erklärt Afaja, die einst bei „Wetten, dass..?“ im Rahmen einer Saalwette in der Zeppelin- und Messestadt entdeckt worden ist.

Kurze Zeit später ging es für „Polly“, wie sie von ihren Freunden und der Familie genannt wird, auch schon in die USA weiter, wo sie an Heidi Klums Casting-Show „Germany‘s Next Topmodel“ teilnahm und diese 2010 auf dem hervorragenden sechsten Platz beendete. Ja, zu manchen Mitstreiterinnen hat sie bis heute Kontakt, obwohl diese inzwischen in aller Welt verstreut sind.

„Ab und an schreibt man sich auf Facebook oder bei Instagram“, erzählt Pauline und nippt an ihrem Kaffee. Gerade erst ist sie aus Asien zurückgekehrt, fliegt die Tage an die Elbe zurück, bevor es für den einen oder anderen Job weiter nach Südafrika geht, wo ihre Agentur den Hauptsitz hat. Denn nach wie vor ist Pauline Afaja als Model unterwegs, obwohl sie in der Schauspielerei ihre Zukunft sieht, weil man da eben auch hinter der Kamera etwas bewegen könne.

Sogar die Idee für ein Drehbuch hat die 1,80 Meter große Häflerin in der Schublade, ist jedoch aufgrund ihrer Reisefreudigkeit noch nicht allzu weit damit voran gekommen. „Es wäre natürlich schon toll, einen Produzenten zu finden, der meine Geschichte gut findet und mich bestenfalls auch darin mitspielen lässt“, betont sie und lacht herzlich. Nur allzu gut weiß sie nämlich, wie es ist, für einen Auftrag gar nicht erst berücksichtigt zu werden.

„Inzwischen kann ich damit recht locker umgehen, obwohl ich früher sehr schüchtern und zurückhaltend gewesen bin.“ Ja, auch eine gewisse Heidi Klum stieß bei „GNTM“ einst in diese Kerbe und weckte in dem Mädchen aus der schwäbischen Provinz den Ehrgeiz. Auf Reisen lernte Pauline, sich zu öffnen und auf fremde Menschen direkter zuzugehen. Etwas, das sie in ihrem Job weiter voran gebracht hat.

Dennoch spüre sie ab und an den Druck, den die Model- und Schauspielbranche mit sich bringt. Und doch habe sie mit dieser, ihrer Arbeit, den Traumberuf gefunden und werde in ihrer Heimatstadt sogar nach wie vor erkannt - so wie beispielsweise unlängst an der Supermarkt-Kasse. „Klar, es kommt schon vor, dass gefragt wird, was ich nun so mache. Aber zum Glück muss ich in meinem Job keine Diät halten, um glücklich zu sein.“

Aktuell feilt Pauline Afaja, die fließend Englisch spricht, an ihrem Spanisch. „Spätestens, als ich für einen Auftrag in Madrid gewesen bin, hat mich diese Sprache gepackt.“ Ja, in der Tat hat Pauline Afaja es gepackt. Die Abiturientin ist eben mehr als nur ein Model, das nur gut aussehen und nach Drehbuch agieren kann. Nein, sie hat einen klaren Plan für die Gegenwart und ihre Zukunft - egal, ob daheim am Bodensee, an der Alster oder sonst wo auf der Welt.

Mehr über Pauline Afaja gibt’s bei Instagram unter „alongcame.polly“