Dienstag, 12. Januar 2021

„Frucht und Genuss am See“ öffnet am 14. Januar

Kressbronn - Was 1977 seinen Anfang genommen hat und jahrelang - im wahrsten Sinne des Wortes - reichlich Früchte trug, ist weiterhin fester Bestandteil von Kressbronn. Denn das Früchtehaus Mlodzian in der Hauptstraße 29 bleibt für seine Kunden geöffnet. Am 14. Januar, ab 9 Uhr, startet „Frucht und Genuss am See“. 

Von Mittwoch bis Samstag ist das Ladengeschäft, das altersbedingt eigentlich schließen sollte, unter neuem Namen, aber mit altbewährter Qualität - für seine Kundschaft jeweils von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Das Kressbronner Traditionshaus, das vor fast 44 Jahren öffnete, wird ab sofort von Stefanie Raaf betrieben, die in Nonnenhorn wohnt und deren Mutter selbst jahrelang Stammkundin gewesen ist.  

Raaf, die sich mit ihrem Unternehmen „embodi Training & Coaching“ mit Themen rund um die Ernährung beziehungsweise dem Gesundheitsmanagement sehr gut auskennt, wollte helfen und entschloss sich Ende November - nach Rücksprache mit ihrer Familie - dazu, das Früchtehaus selbst zu betreiben.

Das einzig Neue ist der Name, das Sortiment bleibt erhalten. „Ich liebe Gemüse und Obst und baue dieses auch selbst gerne an. Das hat mir mein Opa schon früh beigebracht“, erzählt die Unternehmerin, die vielen in der Region darüber hinaus als langjährige Handballspielerin und jetzige -trainerin ein Begriff ist.

Das Sortiment, das in Zukunft schrittweise erweitert werden soll, bringt Südfrüchte, Obst und Gemüse, Nüsse, Kräuter, Pilze aber auch Feinkost mit sich. „Unser ‚Frucht und Genuss am See’ vereint die Vielfalt aus der ganzen Welt, mit Produkten aus der regionalen Landwirtschaft und ausgewählten Feinkostwaren“, erklärt die Inhaberin, die beim Renovieren natürlich kräftig mitmischte.

„Sogar unsere Südfrüchte und Exoten erreichen uns reif geerntet auf direktem Weg - ohne lange Transportwege und Umwege über Reifekammern“, betont Raaf. „Unsere Ware darf in Ruhe reifen, bevor sie zu uns kommt. Ich freue mich, wenn viele dieses unvergleichliche Geschmackserlebnis erleben möchten und uns in der Hauptstraße 29 in Kressbronn am Bodensee besuchen kommen.“

Weitere Infos gibt’s zeitnah online unter www.fruchtundgenussamsee.de

Mittwoch, 30. Dezember 2020

THW-Handballer erkämpfen sich den Champions-League-Titel

Köln - Der THW Kiel hat sich zum vierten Mal den Titelgewinn in der Handball-Champions League gesichert. Am Dienstagabend setzte sich die Mannschaft von Filip Jícha gegen den FC Barcelona mit 33:28 durch und schaffte somit die kleine Sensation in der Kölner Lanxess-Arena.


Im Vorfeld des zweitägigen Finalturniers galten eigentlich die Spanier als die ganz großen Favoriten auf den Gewinn der europäischen Königsklasse und schlugen im Halbfinale des Starensemble von Paris St. Germain relativ problemlos. Doch von Beginn an stellte der THW (Screenshot: Eurosport) den Favoriten vor arge Probleme, weil man in der Abwehr wenig zuließ und die sich bietenden Torchancen eiskalt verwandelte.

Beide Teams drückten ordentlich aufs Tempo und suchten über die erste und zweite Welle sowie mit der schnellen Mitte konsequent den Abschluss. Lohn dieser Entwicklung war eine torreiche erste Hälfte, an deren Ende die Kieler einen 19:16-Vorsprung mit in die Pause nahmen. Und: Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte der THW Kiel alles unter Kontrolle.

Bis, ja bis die Wurfgenauigkeit etwas abnahm, Barça die Defensive stabilisierte und die Torausbeute steigerte. In dieser Phase wackelte der Außenseiter aus Deutschland zunächst etwas, konnte sich wenige Zeigerumdrehungen später aber insbesondere auf Niklas Landin zwischen den Pfosten verlassen, der Mitte des zweiten Durchgangs seinen Kasten quasi vernagelte. Dennoch machten seine Mitspieler vorne die Tore nicht. Doch auch Barcelona schwächelte.

Bis in die Schlussminuten hinein blieb der Rückstand der Spanier beinahe unverändert und auch Unterzahlsituationen steckten die „Zebras“ weg. Selbst als Barcelona offensiver deckte, blieben die THW-Handballer ruhig und hatten die richtigen Lösungen parat. Als die Sirene ertönte, stand es 33:28 aus Kieler Sicht und die Spieler übten Freudentänze aus.

„Ich bin unheimlich stolz auf uns alle. Jetzt freue ich mich auf ein kühles Bier“, sagte THW-Kreisläufer Patrick Wiencek bei Eurosport. Und es wird sicherlich nicht bei einem geblieben sein, mag man nach diesem Überraschungscoup noch hinzufügen. Den dritten Rang sicherte sich Paris dank eines 31:26-Erfolges über Telekom Veszprém.