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Freitag, 5. September 2025

Gastbeitrag: "Ich wollte mit diesem Buch ein paar Emotionen wecken!"

Friedrichshafen - Thomas Schlichte, Autor aus Friedrichshafen, ist eigentlich im Handballsport zuhause und wagte sich in seinem neuesten Buch dann doch auf bisher "unbekanntes Terrain". Denn der studierte Journalist schrieb in "Ey, Schiri, Ey!" über das Fußballgeschehen in der Bodenseeregion.

 

Herr Schlichte, wie sind Sie auf die Idee gekommen, "Ey, Schiri, Ey!" zu veröffentlichen?

Nun, wissen Sie, ich bin beruflich und privat regelmäßig auf den Sportplätzen der Region unterwegs. Und da ich von Beruf aus neugierig bin, habe ich immer wieder einige Kommentare und Stimmungen eingefangen.

Und dann haben Sie sich gedacht, dass das Erlebte doch in einem solchen Buch landen könnte?

Ich bin, um ganz ehrlich zu sein, ein bisschen dazu getrieben worden. Sprich, ich wurde auf eine lustige Art und Weise provoziert, in dem mir Freunde und Weggefährten zwischen Bier und Bratwurst dazu geraten haben, diese Geschehnisse doch einfach mal aufzuschreiben. Und irgendwann hatte ich Zeit dafür.

Haben Sie sich überhaupt noch ein Konzept überlegt oder zunächst ein paar Notizen gemacht?

Eigentlich nicht. Ich habe einfach drauf los geschrieben. Ich habe mir das eine oder andere Spiel vorgestellt und was ich dort vor Ort so miterlebt habe. Und dann lief es eigentlich ganz flüssig. 

So wie damals beim Elfmeter von Paul Breitner im WM-Finale 1974?

Chapeau, Sie haben meine Anspielung sofort verstanden. Ich wollte mit diesem Buch ein paar Emotionen wecken. Denn ich bin selbst jemand, der sich beim Fußball gerne an den typischen Floskeln bedient.

Wäre ein solches Werk nicht auch mal über Ihren Lieblingssport, den Handball, angedacht?

Das ist bisher nicht in Planung und es gibt solche Bücher ja schon zuhauf. Ich hätte dann schon etwas Bammel, mich beruflich - oder auch nur privat - wieder in den Hallen zu zeigen. Es würde da zu viele SpielerInnen und Vereine geben, die sich sofort darin wiedererkennen könnten. Das muss ja nicht sein...

Dienstag, 29. April 2025

Der Fußball, wie wir ihn kennen und lieben?!

Hamburg - Pünktlich zum Saisonendspurt bei den Profis, aber insbesondere auch bei den Amateuren, hat Thomas Schlichte, 1982 geborener Autor aus Friedrichshafen am Bodensee, ein weiteres Buch veröffentlicht. Die Idee entstand beim gemeinsamen Sportplatzbesuch mit Freunden.

 

"Ey, Schiri, Ey!" (Foto: BOD) nimmt dabei das Geschehen auf und abseits des Platzes im regionalen Fußball nicht ganz ernst gemeint unter die Lupe. Das 32-Seiten-starke Büchlein, das es auch als E-Book gibt, soll zum Schmunzeln anregen oder als kleine Erinnerung an die eigene Fußballzeit dienen. 

Der Fußball ist ein Sport, der uns von Kindesbeinen an intensiv begleitet. Sei es aktiv mit dem ersten Schussversuch, dem einen oder anderen Dribbling sowie der ersten Anmeldung im nahegelegenen Sportverein. Später aber auch als reiner Fan, bloßer Tribünengast oder spontaner Zuschauer. 

Aber stets total mittendrin. Zwischen den ehemaligen Legenden und den neuen Stars des Vereins. Oder auch unter denjenigen, die sich dafür halten beziehungsweise gehalten haben. Ja, dieses nicht ganz so ernst gemeinte Buch beschreibt den "typischen" Alltag im hiesigen Amateurfußball in all seinen Facetten...

Mittwoch, 23. August 2023

Den "Ulmer Spatzen" gelingt der erste Sieg im Profifußball seit 22 Jahren

Ulm - Sehr lange haben Spieler, Betreuer, Fans, Vereinsverantwortliche und Sponsoren auf diesen Moment warten müssen, doch nach einer ansprechenden Leistung - insbesondere, was die Zweikampfführung und die Laufbereitschaft angingen - ist der erste "Dreier" im Profifußball für den SSV Ulm 1846 in trockenen Tüchern gewesen.

 
 
1:0 gewannen die "Ulmer Spatzen" vor knapp 10.000 Zuschauern im heimischen Donaustadion gegen Arminia Bielefeld (Foto: TS), das bei sommerlicher Hitze vor allem das Geschehen in der Anfangsphase dominierte. Früh setzte man die Hausherren mit einer recht offensiven Pressingkette im 3-4-3-System unter Druck, sodass die SSV-Abwehr oftmals zu einer Rettungsaktion gezwungen war.

Nach der obligatorischen Trinkpause bei Temperaturen von noch immer über 30 Grad Celsius, kam das Team von Coach Thomas Wörle besser ins Spiel und sorgte in schönster Regelmäßigkeit für Entlastung. Einzig das viel zitierte letzte Zuspiel in die Spitze geriet mitunter noch zu ungenau.

Gut aus Ulmer Sicht, dass auch die Ostwestfalen noch nicht die entscheidenden Lücken fanden, um SSV-Torwart Christian Ortag ernsthaft in Bedrängnis zu bringen oder sogar zu einer Glanztat zu zwingen. Erst nach gut und gerne 35 Minuten wurden beide Mannschaften etwas zielstrebiger im letzten Spielfelddrittel.

Und: Kurz vor dem Ende deer offiziellen Spielzeit in Durchgang eins - es wurden fünf Minuten obendrauf gegeben - brachte die SSV-Offensive ihre Fans zum Ausrasten. Also, aus Sicht des Gastgebers im positiven Sinne. Romario Rösch zündete den Turbo und brachte im Zusammenspiel mit Nicolas Jann und Lucas Röser den hinzueilenden Philipp Maier in eine aussichtsreiche Schussposition.

Ein kurzer Blick, die nötige Ruhe am Ball und das Spielgerät fuhr aus Sicht des Schützen rechts unten ein - 1:0 für den SSV Ulm 1846, der zur zweiten Hälfte mit reichlich Dampf aus der Kabine kam, das vorentscheidende 2:0 aber gleich mehrfach verpasste. Bielefeld erhöhte dann den Druck, auch dank der eingewechselten Sturmlegende Fabian Klos.

Der lauerte stets auf verwertbare Zuspiele oder setzte seinen wuchtigen Körper dazu ein, die Kugel abzuschirmen oder im richtigen Moment auf die Außenpositionen abzulegen. Doch der Aufsteiger von der Donau stemmte sich mit Mann und Maus dagegen. Ja, die Spatzen gingen wirklich keinem Zweikampf aus dem Weg.

Diese enorme Einsatzbereitschaft, der unbedingte Wille und die gute Arbeit gegen den Ball sorgten wenige Zeigerumdrehungen später für den historischen 1:0-Erfolg des Traditionsvereins, der um die Jahrtausenwende sogar mal erstklassig unterwegs war. Lange ist's her und viele der 9.977 Fans im Stadion dürften da noch gar nicht geboren gewesen sein.

SSV: Ortag (Tor), Gaal, Reichert, Geyer, Allgeier, Röser (84. Rühle), Jann (66. Higl), Scienza (79. Chessa), Brandt (79. Ludwig), Maier, Rösch.

Arminia: Kersken (Tor), Belkahia, Özken, Shipnoski (59. Geerkens), Schreck, Boujellab (46. Klos), Yildirim (59. Oppie), Biankadi (83. Gohlke), Schneider, Lannert, Wintzheimer (79. Koch).

Dienstag, 30. Juni 2020

Interview: "Meine Jungs haben eine super Einstellung!"

Ettenkirch - Die Fußballer des SV Ettenkirch haben ihr Saisonziel erreicht und dürfen in der kommenden Saison 2020/21 in der Fußball-Kreisliga A II Bodensee antreten. Dennoch gibt Trainer Tobias Kaiser (Foto: privat) in unserem Gespräch unumwunden zu, dass die vergangenen Wochen für den Meister der Kreisliga B IV Bodensee alles andere als einfach gewesen waren.
 
 
Herr Kaiser, Sie und Ihre Jungs haben es geschafft und sind wieder A-Ligist. Zufrieden?

Wir sind natürlich happy, dass es so gekommen ist. Das Ziel hatten wir ja seit Beginn der Saison im Auge und wenn es dann wirklich so weit ist, fällt auch eine gewisse Last von einem ab -  das ist klar.

Das heißt, dass die Zeit bis zur Verbandsentscheidung alles andere als einfach war?

Ja, das war natürlich - wie für alle anderen Vereine auch - eine Mischung aus Freude und Unsicherheit. Aber es ist so, wie es ist - es gibt überall Härtefälle in den Ligen, doch die Situation kann man nun nicht mehr ändern. Diese beeinträchtigt das Leben und daher auch den Fußball.

Zwischendurch waren Sie in der B-Klasse nicht ganz vorne unterwegs...

Für einen Aufstieg braucht man immer ein bisschen Glück, gar keine Frage. Aber ich denke, dass es nicht ganz unverdient ist, dass wir ganz oben stehen. Wir haben hart dafür gearbeitet und das über die ganze, leider recht kurze Saison. Meine Jungs haben eine super Einstellung und haben sich das verdient.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass Ihr SV Ettenkirch schnell in den sportlichen Alltag zurück findet?

Ich hoffe, dass wir mit der gleichen Begeisterung weitermachen und so manches etablierte A-Liga-Team ärgern können. Mein Team bleibt größtenteils so zusammen. Und: Die eine oder andere Verstärkung bis zum 30. Juni kommt dazu.

Wissen Sie schon, wann Sie in die Vorbereitung starten können?

Wann die Vorbereitung genau beginnt, wissen wir noch nicht, da alles relativ unklar ist. Daher ist eine konkrete Planung aktuell nicht so einfach. Wir gehen aber - wie vermutlich alle anderen Vereine - davon aus, im September wieder zu starten. Jedoch ist diese Annahme komplett unter Vorbehalt, weil wir die Situation rund um Corona schlecht vorhersehen können.

Samstag, 23. Mai 2020

Der große und der kleine VfB gehen Kooperation ein

Stuttgart - Das Nachwuchsleistungszentrum des schwäbischen Traditionsvereins VfB Stuttgart hat sich ab sofort zu einer Zusammenarbeit im Jugendbereich mit dem VfB Friedrichshafen entschlossen (Grafik: VfB Stuttgart). 


Beide Klubs möchten in den Jahrgängen U9 bis U15 fortan engzusammenarbeiten, um Talente zu entdecken sowie entsprechend zu fördern. Doch damit nicht genug, schließlich sollen auch die Jugendtrainer des Fußball-Landesligisten aus der Zeppelin- und Messestadt von dieser neuen Zusammenarbeit möglichst viel mitnehmen können. 

„Es ist geplant, dass einmal im Monat ein Coach aus dem VfB-Nachwuchs zu uns an den Bodensee kommt und hierbei das Training nicht nur mit-gestaltet, sondern unseren Übungsleitern darüber hinaus noch mehr Wissen vermittelt“, erklären Dalibor Buspanovic und Klaus Segelbacher aus dem Vorstand des blau-weißen VfB. 

Während die Talente aus den Jahrgängen U9 bis U13 beispielsweise in Punkto Spielintelligenz oder Handlungsschnelligkeit vor Ort am Bodensee betreut werden sollen, steht für Talente der älteren Jahrgänge U14 und U15 eine gezielte Schulung - die sogar am Neckar stattfinden soll - auf dem gemeinsam erarbeiteten Kooperationsplan, der unter der Federführung von Thomas Krücken, „Direktor Sport“ im Nachwuchsleistungszentrum beim VfB Stuttgart, entstanden ist.

Dieser gemeinsame Weg sieht insbesondere vor, dass sich die Nachwuchstalente nicht nur fußballerisch, sondern auch in der Persönlichkeitsentwicklung verbessern. „Wir freuen uns, dass wir mit dem VfB zusammenarbeiten dürfen und versprechen uns ein Projekt, von dem beide Seiten nachhaltig profitieren können“, fügen Buspanovic und Segelbacher noch hinzu. 

Sonntag, 1. Dezember 2019

FCB-Star Javi Martínez gibt am 1. Advent den Takt vor

Baindt - Ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk hat der FC Bayern München den "Munich Supporters Schwaben" gemacht, als der deutsche Rekordmeister im Rahmen seiner alljährlichen Fanclub-Besuche am 1. Advent Javi Martínez in die Schenk-Konrad-Halle entsandte.


Als Mladen Petar Renic, Präsident der "Munich Supporters Schwaben" das Kommando "In drei Minuten ist er da" hörte, brach in der Baindter Schenk-Konrad-Halle kurz Hektik aus. Der Präsident ging zusammen mit Fotografen und Pressevertretern nach draußen, um den spanischen Welt- und Europameister zu empfangen und ihn unter dem tosenden Applaus der rund 400 Gäste durch den Mittelgang auf die Bühne zu führen.

Dort schenkte sich der 31-jährige Defensivspezialist, der im Dienstfahrzeug des Bayern-Sponsors und drei Begleitern nach Oberschwaben gekommen war, erst einmal Wasser ein und winkte unter der musikalischen Begleitung der "Lustigen 11" freundlich lächelnd in die Menge. Und: Martínez brachte die Fans in einer Talkrunde (Foto: Markus Striegel) zum Lachen, als er Anekdoten aus dem täglichen Leben eines Bayern-Stars zum besten gab und sagte, dass sein Lieblingsessen das von Mama ist.

"Wir sind eine katholische Familie und werden auch dort Weihnachten feiern - alle zusammen", sagte der Triple-Sieger von 2013, der sich im Beisein von Baindts Bürgermeisterin Simone Rürup ins goldene Buch der Gemeinde eintragen durfte. Viel zu Schreiben hatte der aus Ayegui stammende 1,92-Meter-Mann auch hinterher, als er für zahlreiche Autogramme zur Verfügung stand und Trikots, Schals, Shirts, Mützen oder auch Bilder und Poster signierte.

Nebenbei ließ er zahlreiche Fotos und Selfies mit sich machen - und das stets mit einem freundlichen Lächeln oder einen herzhaften Lachen. Das blitzte auch im Talk immer wieder auf, als er zugab, auch gerne mal Leberkäse zu essen oder auch schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen zu haben. "Klar, es war ja Black Friday!", sagte der Ehrengast und punktete damit insbesondere beim überwiegend schwäbischen Publikum.

Bevor er sich nach knapp zwei Stunden nach einigen Handshakes wieder auf den Heimweg machte, dirigierte er noch die "Lustige 11" und sang mit der Musikkappelle ein, zwei Ständchen sowie das allseits bekannte "Ein Prosit der Gemütlichkeit". "Oans, zwoa, gsuffa", rief die "Nummer 8" des FC Bayern und verabschiedete sich mit "Servus" von den Gästen.

Diese hatten zuvor erfahren, dass er sich bei Bayern und in München sehr wohl fühlt und keinen Gedanken daran verschwendet, den deutschen Rekordmeister vorzeitig zu verlassen. Seinen Förderer Uli Hoeneß bezeichnete der zweifache Familienvater als "echten Freund". Diesen haben nun auch die "Munich Supporters Schwaben" gefunden, schließlich erhielt Martinez die Ehrenmitgliedschaft.

Freitag, 26. Juli 2019

VfB-Fußballer bestätigen Vorstand im Amt

Friedrichshafen - Die Fußball-Abteilung des VfB Friedrichshafen setzt auch in Zukunft auf ihre bewährte Führungsmannschaft. Bei der Hauptversammlung im VfB-Stadionrestaurant ist Vorstand Dalibor Buspanovic für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt worden (Foto: Günter Kram). Ehrengast Martin Herzog, ehemals Häfler Oberbürgermeister und Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, erhielt darüber hinaus eine Ehrung für 40 Jahre VfB-Mitgliedschaft. 


Auch Rolf Langenstein, der den VfB seit Jahren unterstützt, wurde geehrt. Langenstein ist mittlerweile bereits seit 25 Jahren in Blau-Weiß im und rund um das Zeppelinstadion unterwegs. Dort machten insbesondere die "Erste" in der Landesliga Württemberg und deren Reserve in der Kreisliga A II Bodensee von sich reden. 
 
Während die Mannschaft um Spielertrainer Daniel Di Leo, "Co" Giovanni Rizzo und dem sportlichen Leiter Alex Heumann dank einer starken Rückrunde (19 Spiele in Serie ungeschlagen) noch den zweiten Tabellenplatz erreichte, jedoch in der Relegation zur Fußball-Verbandsliga in Runde zwei scheiterte (die SZ berichtete), beendete die "Zweite" um Spielertrainer Oliver Senkbeil ihre Saison auf einem ordentlichen vierten Tabellenplatz und blieb nach der Winterpause ebenfalls ohne Niederlage. 
 
Auf dieser Grundlage möchte die VfB-Führung aufbauen, hat mit der Zeppelin GmbH einen zusätzlichen Trikot-Sponsor gewonnen und wird die Verjüngung des Kaders des Landesliga-Teams konsequent vorantreiben. Aktuell bestehen die erste Mannschaft sowie die VfB U23 überwiegend aus eigenen Nachwuchskräften. 
 
"Da bei unserer Ersten viele etablierte Kräfte aufgehört haben, brauchen wir in dieser Phase des Umbruchs vor allem Geduld", betonte Dalibor Buspanovic, der sich über seine einstimmige Wiederwahl als 1. Vorsitzender freuen durfte. Ihm zur Seite stehen die Stellvertreter Roland Jäger, Klaus Segelbacher, Kristijan Jakic sowie Sandro Musso, während sich Thomas Müller als Kassier um die Finanzen kümmert. Beisitzer im VfB-Vorstand sind Alexander Heumann, Oktay Korkmaz, Andreas Müller und Philipp Meier. 
 
Obwohl die Vorstandschaft aus altbekannten Köpfen bestehen bleibt, erhält das Jugendkonzept ein neues Gesicht. Ab sofort setzt der VfB, mit den Jugendleitern Sandro Musso und Oktay Korkmaz, an der Teuringer Straße 2 noch stärker auf eine gute Jugendausbildung und bietet dafür nicht weniger als 26 Nachwuchstrainer auf. 
 
Von den Bambinis bis zur ersten Mannschaft werden alle VfB-Kicker nun nach einem einheitlichen Konzept gefördert, für das Jugendkoordinator Boban Savic Unterstützung durch Gianpiero Di Nicola als weiteren Jugendkoordinator erhält. Auch die Firmen Trends-Sport und das Stadtwerk am See intensivieren die Zusammenarbeit nachhaltig für die VfB-Junioren. 
 
In seiner Abschlussrede würdigte Martin Herzog die gute Arbeit des VfB und wünschte "seinem Verein" weiterhin alles Gute. Schließlich habe sein ehemaliger Chef, Ex-Ministerpräsident Lothar Späth, einst sogar versucht, Herzog für einen anderen VfB - also den mit dem roten Brustring aus der Landeshauptstadt - zu begeistern, woraufhin er sagte: Der VfB Friedrichshafen wird meine Heimat bleiben. Dafür erntete er lauten Applaus.

Montag, 17. Juni 2019

VfB muss Traum von Verbandsliga-Aufstieg begraben

Baindt - Der VfB Friedrichshafen ist auch in der kommenden Spielzeit 2019/20 in der Fußball-Landesliga am Start. Im zweiten Aufstiegs-Relegationsspiel um den Einzug in die Verbandsliga Württemberg unterlagen die Männer um Spielertrainer Daniel Di Leo gegen den TSV Heimerdingen verdient mit 1:2.


Verdient deshalb, weil die "Gäste" aus Heimerdingen vor 977 Zuschauern auf dem Geläuf des SV Baindt (Foto: TS) mehr Ballsicherheit an den Tag legten und zudem mehr Durchschlagskraft in der Offensive entwickelten. Dabei waren die "Hausherren" vom Bodensee nach dem frühen 0:1-Rückstand in Minute 13 durch Pascal Dos Santos Coehlo sehenswert zurück gekommen.

Aus dem Nichts setzte Harun Toprak zum Schuss aus der Distanz an und hatte damit Erfolg. An Freund und Feind vorbei schlug die Kugel in der 22. Minute aus 25 Metern zum nicht unverdienten Ausgleich im TSV-Gehäuse ein: ein Treffer der Marke Traumtor, das von den "Häfler Jungs" entsprechend gefeiert wurde.

Bis zum Pausenpfiff passierte in einer recht chancenarmen Partie hüben wie drüben relativ wenig, weil beide Kontrahenten auf defensive Stabilität setzten und die Passgenauigkeit sowohl über die kurze Distanz als auch über lange Diagonalbälle mitunter zu wünschen übrig ließ.

Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff waren es erneut die in Rot spielenden Heimerdinger, die den nächsten erfolgreichen Abschluss zu verzeichnen hatten. Aufgrund einer missglückten Abseitsfalle stand Michele Ancona in halblinker Position plötzlich frei vor dem Gehäuse von VfB-Keeper Heiko Holzbaur.

Ein kurzer Blick, ein eleganter Chip - fertig war die 2:1-Führung für den TSV, der den mitgereisten Anhang in Verzückung versetzte. Währenddessen berieten sich Di Leo und Assistent Giovanni Rizzo, was nun zu tun ist beziehungsweise wäre. Innerhalb von 15 Minuten tauschte man gleich drei Mal.

Nachdem zunächst Joshua Merz für Michael Staudacher kam (55.), ersetzte Eugen Strom Jungspund Sebir Elezi (63.) sowie Michael Metzler Kapitän Denis Nikic (70.). Der VfB agierte nun in einer 4-4-2-Formation und erzeugte wesentlich mehr Druck auf die gut sortierte Heimerdinger Abwehr.

Zählbares sprang jedoch nicht wirklich heraus, obwohl Merz den Ausgleich nach einem schönen Spielzug in der Schlussphase sogar auf dem Fuß gehabt hatte (83.). Inzwischen war auch Daniel Di Leo für seinen Bruder Nico gekommen (74.). Ab sofort agierten die Häfler in einer 3-4-3-Formation, kamen jedoch nicht so richtig in die gefährlichen Abschlusssituationen.

Aber: Da der Gegner die eine oder andere Kontersituationen jedoch nicht sonderlich gut löste, schnupperte der VfB bis in die Nachspielzeit am möglichen Ausgleich. Doch es sollte an diesem Tag einfach nicht sein, sodass sich der TSV Heimerdingen feiern ließ und weiterhin von der Verbandsliga träumen darf.

Und der VfB? Der darf trotz des geplatzten Traums von der erhofften Verbandsliga-Rückkehr auf sich und seine Spielzeit stolz sein. Schließlich war man die komplette Rückrunde ungeschlagen geblieben und hatte sich so den hervorragenden zweiten Tabellenplatz hinter Meister TSV Berg hart erarbeitet.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Vierfacher Hohmann schießt VfB in Runde zwei

Ravensburg - Der VfB Friedrichshafen hat sich in der Aufstiegsrelegation zur Fußball-Verbandsliga für die zweite Runde qualifiziert. Im Duell der Landesligisten mit dem SV Böblingen steckten die Jungs vom Bodensee auf dem Sportgelände des TSB Ravensburg sogar einen 0:2-Rückstand weg (Foto: TS).


Dieser war mehr als glücklich zustande gekommen, da eigentlich die "Gastgeber" vor rund 600 Zuschauern das aktivere Team gewesen waren. In Minute 43 erwischte Fabian Schragner VfB-Keeper Heiko Holzbaur aus der Distanz auf dem falschen Fuß, weil weder er noch seine Verteidigung mit einem Schuss rechneten. Kaum war die Partie nach dem Seitenwechsel wieder angepfiffen, erhöhte Semih Emirzeoglu auf 2:0.

Auch dieser Treffer war mehr als glücklich gefallen, weil die Häfler noch gar nicht richtig auf dem Platz gewesen waren und die Kugel schlicht und einfach gar nicht aus der Gefahrenzone bekamen. Zudem wurde das Spielgerät auf dem Weg hinter die Linie erst einmal abgeblockt und dann auch noch zweimal abgefälscht.

Andreas Köster, Friedrichshafens Sportbürgermeister, saß zu diesem Zeitpunkt bei herrlichem Sonnenschein ganz alleine auf einer Treppe in der Kurve und tippte auf seinem Mobiltelefon herum. Er war zu diesem Zeitpunkt des Relegations-Duells wohl nicht der Einzige gewesen, der nicht mehr so richtig an die Mannschaft von VfB-Spielertrainer Daniel Di Leo glaubte.

Doch die Häfler kamen zurück - und wie. Nach einer zu kurzen Rückgabe auf den Gäste-Keeper aus Böblingen roch Landesliga-Torjäger Sascha Hohmann den Braten und verkürzte in Minute 61 auf 1:2. Fortan spielte nur noch eine Mannschaft, nämlich die aus der Zeppelinstadt. Di Leo änderte die Grundordnung, ließ in Absprache mit Assistent Giovanni Rizzo viel offensiver agieren und wechselte sich darüber hinaus selbst ein. 

Elf Minuten später war es abermals Hohmann, der einen schön vorgetragenen Angriff zum 2:2-Ausgleich über die Linie bugsierte. In den Schlussminuten hatten beide Kontrahenten die Entscheidung auf dem Fuß - doch es sollte in die Verlängerung gehen. In dieser machte Hohmann mit zwei weiteren Treffern (94., 115.) den Sack zu, während der SVB sogar noch eine Rote Karte kassierte.

Doch der anschließenden Freistoß nach Notbremse brachte nichts mehr ein, sodass sich der VfB Friedrichshafen von seinem mitgereisten Anhang um die "Häfler Jungs" feiern lassen durfte. Am Sonntag, 16. Juni, geht's um 15 Uhr nun gegen den TSV Heimerdingen in Baindt weiter.

Mittwoch, 10. April 2019

Der "Dorfkrug" bietet viel mehr als nur Live-Sport

Friedrichshafen - Die Häfler Traditionsgaststätte "Zeppelin-Dorfkrug" unweit der ZF-Arena am König-Wilhelm-Platz 2 hat seit vergangenen November wieder geöffnet. Und: Das Lokal, das von Serdar Simsek & Rafael Sohm mit ihrem Team betrieben wird, hat dabei viel mehr zu bieten, als "nur" Liveübertragungen des Sports.


Nein, ganz im Gegenteil: Auf der gerade einmal zwei Seiten starken Karte versammeln sich Leckereien für jeden Geschmack sowie den kleinen und großen Hunger - auch einen Mittagstisch gibt es. Dieser umfasst bis zu sieben Gerichte, die mit einem Salat und einem Kaffee angeboten werden.

Zurück zur Speisenauswahl: Von der Flädlesuppe über Salatplatte (mit Fisch), über (Schweizer) Wurstsalat, bis hin zur klassischen Currywurst mit Pommes (Foto: TS), finden nicht nur Sportsfreunde, die sich Fußball- und andere Sportübertragungen auf einem großen Fernseher im Nebenzimmer anschauen möchten, allerhand gut bürgerliche, schwäbische Gerichte im Angebot.

Klar, dass dabei auch Klassiker wie Kässpätzle, Wiener Schnitzel oder verschiedene Steaks nicht fehlen dürfen. Selbst die Liebhaber von Süßen kommen in der Sportsbar und Gaststätte, die auch Hotelbetten anbietet, auf ihre Kosten.

Der "Dorfkrug" hat übrigens von Dienstag bis Sonntag geöffnet und ist unter Telefon 07541 / 55 154 zu erreichen. Wer lieber eine E-Mail schreiben möchte, ist unter info@zeppelin-dorfkrug.de nicht verkehrt.

Montag, 28. Januar 2019

Längst noch nicht alles Gold, was glänzt!

München - Der FC Bayern München hat mit einem 4:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart seine Ansprüche untermauert, weiterhin Druck auf Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund auszuüben. Dabei offenbarte der deutsche Rekordmeister phasenweise eklatante Abwehrschwächen.


Es war die Phase nach dem Stuttgarter Ausgleich durch ein echtes Traumtor von Anastasios Donis, als die Bayern vor ausverkauftem Haus im Münchner Norden zu schwimmen begannen. Vereinzelte Pfiffe waren im weiten rund der 75.000 Zuschauer zu hören. Dabei hatten die Bayern stark begonnen.

Thiago erzielte bereits nach fünf Minuten die Führung für den Gastgeber, der weiterhin Druck auf die Stuttgarter Defensive ausübte, jedoch das Ausbauen des Vorsprungs verpassten. Nach Donis Treffer (26.) war der Offensivdrang der Kovac-Elf nicht mehr vorhanden - das 1:1 zur Pause recht schmeichelhaft für den Favoriten von der Isar, dessen Bosse mit ernsten Gesichtern im VIP-Raum verschwanden.

Nach dem Seitenwechsel kam Serge Gnabry für Javi Martinez in die Partie und die FCB-Stars hatten plötzlich wieder mehr Lust und Schwung, ihrem Anhang Freude zu bereiten. Während Gnabry und Kingsley Coman die Flügel beackerten, wechselte FCB-Urgestein Thomas Müller in die Zentrale hinter Stoßstürmer Robert Lewandowski.

Gnabry war es auch, der mit tatkräftiger Unterstützung von VfB-Kapitän Christian Gentner auf 2:1 stellte (55.), bevor Leon Goretzka von einem Patzer durch Schwaben-Keeper Ron-Robert Zieler profitierte und zum 3:1 einnickte (71.). In der 65. Minute setzte Lewandowski einen Elfer ans Aluminium.

In der 84. Minute machte es der Torjäger aus Polen mit einer schönen Einzelaktion dann aber besser, als er Zieler umkurvte und für den 4:1-Endstand verantwortlich war. Hinterher waren Teile des Bayern-Anhangs erleichtert, dass alle drei Punkte in Fröttmaning geblieben waren. Es sieht wohl so aus, als wäre Müller zentral eben besser aufgehoben als auf der rechten Außenbahn. 

Mit einer sehenswerten Choreographie gedachte die Südkurve vor dem Anpfiff Ex-Präsident Kurt Landauer (Foto: TS), der jüdischen Ursprungs gewesen und vor dem NS-Regime einst in die Schweiz geflüchtet war. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Landauer ein drittes Mal Vorsitzender der Bayern.

Mittwoch, 29. August 2018

Der Fußballgott feiert einen rauschenden Abschied!

München - Bastian Schweinsteiger ist in seiner ehemaligen sportlichen Heimat mit Standing Ovations verabschiedet worden. Beim 4:0-Erfolg des FC Bayern München gegen seinen aktuellen Klub aus den USA trug sich der "Fußballgott" natürlich noch selbst in die Torschützenliste ein.


Dabei war der Weltmeister von 2014 zunächst im Trikot von Chicago Fire vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena aufgelaufen und war in der Innenverteidigung der Gäste stets bemüht, seine ehemaligen Mitspieler und Kumpels am Toreschießen zu hindern. Die gelang mehr oder weniger gut, weil insbesondere Sandro Wagner hochmotiviert zu Werke gegangen war.

Obwohl der 34-jährige Fanliebling (Foto: TS) zunächst gegen die Hausherren antrat, wurde er bei jedem Ballkontakt gefeiert und mit Szenenapplaus bedacht. Diese Hommage sollte sich nach dem Seitenwechsel noch verstärken, als "Schweini" wieder in bayerischem Rot auflief. Alle Nebenleute waren mit der Nummer 31 auf dem Rücken zurück aufs Feld gekommen.

Und so taten Robben, Ribery, Müller, Lewandowski uund Co. alles, um dem Mann des Abends ein Tor aufzulegen. Nur Chicagos Keeper hatte anfangs noch etwas dagegen gehabt und erntete dafür sogar Pfiffe. In der 83. Minute war es dann endlich soweit, als Schweinsteiger per Volley den 4:0-Endstand markierte. Immer wieder schallte ein "Fußballgott" durch den Münchner Norden.

Der wirkte nach dem Abpfiff sichtlich gerührt und den Tränen nah, als er sagte: "Servus, liebe Münchner. Ich bin einer von euch und werde immer einer von euch sein!" Auch dieses Statement hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Ebenso wie so manche Aktion eines großes Fußballers in einer langen Laufbahn, die noch nicht zu Ende ist. Und: Auch bei der After-Show-Party in der "Säbener Lounge" gab der Mittelfeldmotor den Takt vor.

Montag, 6. August 2018

Kovac feiert erfolgreiche Heimpremiere in roter Arena

München - Der FC Bayern München hat das Testspiel gegen Manchester United am Sonntagabend bei hochsommerlichen Temperaturen für sich entscheiden können. Dabei bewiesen die Hausherren beim Heimdebüt ihres neuen Trainers Niko Kovac nicht immer einen kühlen Kopf.
 
Vor 75.000 Zuschauern in der - natürlich - ausverkauften Allianz Arena (Foto: TS) glückte dem Spanier Javi Martinez das goldene Tor zum verdienten 1:0-Erfolg, der sogar höher hätte ausfallen können. Insbesondere Neuzugang Serge Gnabry und die beiden Routiniers, Franck Ribery und Arjen Robben, setzten in der Offensive die Akzente.
 
Dass es beiden Trainern - Kovac und Jose Mourinho - in diesem Duell um mehr ging, als nur gemächlichen Sommerfußball, bewiesen schon die Aufstellungen. Insbesondere die Startelf des Gastgebers glich einer Champions-League-Partie. Entsprechend motiviert ging der FCB das Duell, in der nun in roten Farben lackierten Spielstätte, an.
 
Auf der Gegenseite waren die Gäste von der britischen Insel eher auf Spielkontrolle aus - es galt, defensiv gut zu stehen und auf mögliche Fehler der Bayern zu lauern. Das gelang jedoch nur phasenweise, weil sich Gnabry mit Tempo und Robben mit Wucht immer wieder in Richtung David de Gea aufmachten.
 
Im zweiten Durchgang wechselten beide Übungsleiter mächtig durch. Man hatte sich auf insgesamt elf Spielertauschoptionen verständigt. Die Tatsache, dass der FC Bayern zu Beginn der zweiten Hälfte Leon Goretzka, Robert Lewandowski und Jerome Boateng auf einmal brachte, ließ aufhorchen.

Freitag, 20. Juli 2018

Der SC Freiburg lässt dem FV Ravensburg keine Chance

Ravensburg - Fußball-Bundesligist SC Freiburg hat den FV Ravensburg in einem Testspiel mit 9:1 deklassiert. Dabei hielt das Geburtstagskind - der FV feiert sein 125-jähriges Bestehen - im heimischen Wiesental insbesondere in der ersten Hälfte zum 1:3-Pausenstand noch gut mit. In Abschnitt zwei ließen die Breisgauer den Schwaben vor 2300 Besuchern dann aber keine Chance mehr und geizten nicht mit (schönen) Toren (Foto: TS).


Doch auch der Ravensburger Ehrentreffer durch Rahman Soyudogru konnte sich wahrlich sehen lassen: Denn der "Zehner" des württembergischen Oberligisten verwandelte einen Freistoß direkt, vom Innenpfosten fand der Ball seinen Weg in die Maschen. Zu diesem Zeitpunkt hatte es auf der Gegenseite bereits dreimal gescheppert, manches ging den Hausherren mitunter viel zu schnell.

Dies wurde insbesondere in Abschnitt zwei deutlich, als beide Teams bei sommerlicher Hitze mächtig durchgewechselt hatten. Während den Turmstädtern allmählich die Puste ausging, wollte sich der eine oder andere Einwechselspieler beim SCF für die Startelf empfehlen. Vor allem Florian Niederlechner, der nach monatelanger Pause zurück ist, war einer der Aktivposten für Freiburg.

Mit sage und schreibe 6:0 (!) ging diese zweite Halbzeit folglich an die Gäste, die nach vielen Autogrammen, Fotos, einem kurzen Imbiss und der Gesprächsrunde mit den Verantwortlichen beider Vereine im Festzelt nach Österreich weiterreisten. In Schruns ist für den SC Freiburg ein Trainingslager angesetzt. 

Einziger Wermutstropfen dieses munteren Tests für die vielen Anhänger beider Klubs: Nils Petersen kam nicht zum Einsatz. „Es war von vornherein klar, dass wir nicht hoch gewinnen werden", scherzte FV-Trainer Steffen Wohlfarth hinterher. Wohlwissend, dass es seine Jungs ab Mitte August dann mit anderen "Kalibern" zu tun bekommen.

Samstag, 2. Dezember 2017

Die Weisweiler-Elf hat die besseren Nerven!

Friedrichshafen - Die Weisweiler-Elf hat die 1. Auflage des ISDB-Legenden-Cups für sich entschieden. Im Penalty-Shootout schlug die Traditionsmannschaft des VfL Borussia Mönchengladbach in Friedrichshafen am Bodensee die Oberschwaben-Auswahl mit 7:6. Nach der regulären Spielzeit hatten sich beide Teams in der Häfler ZF-Arena 4:4-Unentschieden getrennt.


Hinterher ließen sich Karlheinz Pflipsen, Jörg Albertz und Co. von ihren mitgereisten Fans (Foto: TS) feiern  und präsentierten stolz ihre Siegertrophäe sowie den Wanderpokal, den es dann im kommenden Jahr zu verteidigen gilt. Den dritten Platz belegte der sportliche Erzfeind der Gladbacher Fohlen, der 1. FC Köln um Stephan Engels, ebenfalls per Entscheidung vom Punkt gegen die Ex-Stars von Dinamo Zagreb.

Für die Nordlichter von der Weser, den SV Werder Bremen um Torhüter Dieter Burdenski und Viktor Skripnik, reichte es am Schwäbischen Meer ganz bescheiden "nur" zum fünften Rang. Immerhin durfte sich Burdenski den Preis des Publikumslieblings abholen und zeigte zuvor auf dem Kunstgrün, dass er trotz fortgeschrittenen Alters noch lange nichts verlernt hat.

500 Fans hatten den Weg in die Sportstätte im Häfler Sportpark gefunden und beklatschten dabei gleich zwei Akteure der "Local Heroes" für ihre Auszeichnungen. Während Ralf Hermanutz als bester Keeper des Turniers ausgezeichnet wurde, bekam Mitspieler Daniel Dobrovoljski den Titel "bester Torschütze" verliehen. Als bester Spieler des Wettbewerbs wurde Chiquinho im VfL-Trikot ausgezeichnet.

Donnerstag, 3. August 2017

FC Bayern bringt eigenen Anhang auf die Palme!

München - Der FC Bayern München hat sich beim "Audi-Cup" (Foto: TS) im eigenen Stadion bis auf die Knochen blamiert. Sowohl das Halbfinale gegen den FC Liverpool als auch das Spiel um Platz drei gegen den SSC Neapel verlor der Gastgeber chancenlos. Den Pokal holte sich Atletico Madrid.
 
 
Die Elf von Coach  Diego Simeone gewann das Endspiel gegen die Jungs von Jürgen Klopp mit 5:4 nach Elfmeterschießen. Nach 90 intensiven und sehenswerten Minuten hatte es zwischen den Spaniern und dem Geburtstagskind von der Insel 1:1-Unentschieden gestanden. 125 Jahre ist der Traditionsklub von der "Anfield Road" in diesem Jahr geworden.
 
Wie eine betagte und recht wacklige alte Dame - sorry, ich möchte keiner Ruheständlerin zu Nahe treten - agierten an beiden Turniertagen jedoch nicht die "Reds", sondern der deutsche Rekordmeister selbst. Und: Obwohl Carlo Ancelotti gegen Liverpool eine richtige gute Truppe aufs Feld schickte, wurde diese phasenweise vorgeführt.
 
Der FC Bayern wirkte müde, orientierungslos und nicht spritzig genug, um den Stars des "LFC" wehtun zu können beziehungsweise diese ernsthaft herauszufordern. Lediglich Mats Hummels, Thomas Müller und Franck Ribery erreichten Normalform - die anderen Bayern-Stars waren überfordert. Dass Javi Martinez zum "Man of the Match" gekürt wurde, erstaunte viele.
 
Denn im nicht ausverkauften Rund war nicht zu übersehen, dass er bei allen drei Gegentreffern schlecht aussah und die Abstimmung in der Rückwärtsbewegung überhaupt nicht passte. Sicherlich sind und waren der nicht weniger enttäuschende Auftritt gegen Napoli nur Testspiele.
 
Doch es waren Vergleiche auf Champions-League-Niveau, zu denen es viele Fans überhaupt das erste Mal in die Arena geschafft hatten. Dass diese "mehr" sehen wollten und im kleinen Finale gerne auch wieder Müller und Lewandowski gesehen hätten, ist verständlich.
 
Stattdessen durften viele A-Junioren und Amateurkicker des FCB ran, die den SSC nur in den ersten zehn Minuten ärgerten. Bis, ja bis dieser ernst machte und bei den Wechseln an Qualität nachlegte. Das hätte auch der FC Bayern machen sollen, der mit diesen beiden Pleiten viele Anhänger verärgerte. Folgerichtig gab es Pfiffe und Applaus für so manchen Papierflieger, der es aufs Feld schaffte.
 
Auch die La-Ola-Welle kreiste mehrmals und viele Runden am Stück durch die nach einsetzender Dunkelheit nun in rot-weiß erleuchtete Spielstätte im Münchner Norden. Das jedoch nicht aus Begeisterung, sondern aus purer Enttäuschung über und Langeweile bei zwei schwachen Auftritten der Ancelotti-Elf. Wer diesen Wettbewerb schon dreimal gewonnen hat, sollte besser anders auftreten.


Mittwoch, 10. August 2016

Der BVB verpatzt die Generalprobe vor dem Supercup!

St. Gallen - Nein, das ist nun wirklich nicht das (Schwarz)Gelbe vom Ei gewesen: Denn die Borussia aus Dortmund verlor den letzten Test vor dem deutschen Supercup-Finale gegen den FC Bayern München (Sonntag) am Dienstagabend mit 0:1. Vor gerade einmal 7127 Zuschauern im schweizerischen St. Gallen machte der BVB in einer schwachen Partie zu wenig aus seinen Chancen.
 
 
Sieger Athletic Bilbao hatte insbesondere nach der Führung durch Sasaeta nach 20 Minuten weitere gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Doch entweder stand Roman Weidenfeller - der für Roman Bürki zwischen den Pfosten stand - goldrichtig, oder es fehlte den Spaniern an der nötigen Schussgenauigkeit. Auf der Gegenseite deuteten Rückkehrer Mario Götze und Neuzugang Andre Schürrle bereits an, auf was sich die Borussen-Fans in der kommenden Spielzeit freuen dürfen.
 
Den möglichen Ausgleich beziehungsweise eine eventuelle Führung hatten jedoch andere auf dem Fuß. Nachdem Pierre-Emerick Aubameyang (Foto: TS) in der 42. Minute einen Handelfmeter nicht im Tor des Gegners unterbringen konnte, scheiterte Christian Pulisic keine ganze Zeigerumdrehung später am Innenpfosten. Nach diesen Szenen raufte sich nicht nur Coach Thomas Tuchel die Haare.
 
Nach dem Seitenwechsel tauschte der Dortmunder Trainer munter durch: Lediglich Weidenfeller, Shinji Kagawa und Dzenis Burnic blieben auf dem Feld, während der eine oder andere nach neun intensiven Trainingstagen eine Pause bekam. Diese vielen Wechsel brachen den Rhythmus des deutschen Vizemeisters, der in diesem zweiten Abschnitt keinen einzigen Torschuss verbuchte.
 
Da jedoch Bilbao trotz einiger guter Szenen kein weiterer Treffer gelang, blieb es beim 1:0-Erfolg von Raul Garcia und seinen Nebenleuten. Nach der Partie begrüßten die Anhänger der Borussia ihre Lieblinge mit "Zieht den Bayern die Lederhosen aus!"-Sprechchören vor der Kurve. Nun, mit einer solchen Leistung dürfte dieses Unterfangen trotz Heimvorteils nicht ganz so einfach werden. 

Montag, 30. Mai 2016

"Stadtwerk am See-Torwarttag" geht in dritte Runde

Friedrichshafen - Nach zwei erfolgreichen Auflagen im vergangenen Jahr hat sich Marcel Richter (Foto: TS), Torwarttrainer des Fußball-Landesligisten VfB Friedrichshafen, dazu entschlossen, einen dritten "Stadtwerk am See-Torwarttag" zu veranstalten.
 

Los geht’s am Sonntag, 19. Juni, auf dem VfB-Sportgelände an der Teuringer Straße 2 in Friedrichshafen ab 9 Uhr. Beim "Stadtwerk am See-Torwarttag" werden alle Interessierten im Alter von sieben bis 15 Jahren (E- bis B-Jugend) bis 16 Uhr nachmittags einzeln oder in Kleingruppen individuell geschult.

Es geht hierbei insbesondere um Grundtechniken, Koordinationsübungen, das Ball- und Passspiel sowie das richtige Stellungsspiel oder das Abwehrverhalten in 1:1-Situationen. Die Teilnahmegebühr inklusive Verpflegung und verschiedenen "giveaways" beträgt 45 Euro.

Weitere Infos und Anmeldung bei Marcel Richter per E-Mail an marcel.richter.1@web.de oder telefonisch unter der 0151/17079719.

Mittwoch, 23. September 2015

Robert Lewandowski schreibt Bundesliga-Geschichte!

München - Rekordmeister FC Bayern München hat die Verhältnisse im deutschen Fußball aus seiner Sicht zurechtgerückt. Denn der Meister schlug den Vize und amtierenden Pokalsieger VfL Wolfsburg klar und deutlich mit 5:1. Mann des Abends war Robert Lewandowski, der alle Bayern-Tore erzielte.


Zugegeben: In seiner über zehnjährigen Geschichte hatte die Allianz Arena in München-Fröttmaning schon so manch denkwürdige Partie erlebt. Aber das, was gestern Abend im herbstlichen Nieselregen passiert war, wird in die Geschichte eingehen und höchstwahrscheinlich nie wieder passieren.

Wohl dem, der bei dieser Begegnung einer unter 75.000 Zuschauern im - wie üblich - ausverkauften Stadion des FC Bayern gewesen ist. Dabei hatten die Hausherren zunächst einige Schwierigkeiten gegen den gut gestaffelten Gegner aus Niedersachsen, der mit schnellem Umschaltspiel zu gefallen wusste.

Folgerichtig ging Wolfsburg - in dessen Startelf auch die ehemaligen Bayern Dante und Luiz Gustavo aufgeboten wurden - in Führung. Ein Ballverlust der Bayern, zwei punktgenaue Zuspiele und Manuel Neuer war geschlagen. Daniel Caligiuri zog trocken ab - 1:0 für den VfL nach 26 Minuten. Auch in der Folge mühten sich die Bayern um Müller, Götze, Costa oder Vidal - jedoch vergebens.

Zur Pause wechselte FCB-Coach Pep Guardiola aus und das gleich doppelt. Für Juan Bernat kam Javi Martinez und Thiago machte für Torjäger Robert Lewandowski Platz. Was dann in den drauffolgenden 8 Minuten und 59 Sekunden passierte, war einfach nicht zu fassen. Lewandowski machte fünf Tore und brach damit sämtliche Rekorde (Foto: TS). 

Seit gestern Abend um 21.11 Uhr hält der polnische Nationalspieler nun folgende Bestmarken: schnellster Hattrick der Bundesliga-Geschichte, schnellster Viererpack und schnellster Fünferpack. Außerdem ist Lewandowski der erste Joker, der fünfmal trifft und das mit gerade einmal neun Ballkontakten!

Und die "Wölfe"? Die schlichen mit fletschenden Zähnen und kopfschüttelnd vom Platz, während Robert Lewandowski mindestens fünf Küsse in Richtung seiner Ehefrau Anna auf der Ehrentribüne schickte. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass der 27-jährige Liebesbeweise verteilt. Wetten, dass?!  

Mittwoch, 5. November 2014

Schöne Figuren mit großen Köpfen für (kleine) Fans!

Fürth - Die Simba-Dickie-Group hat sich püntklich zum heißen Fußballherbst mit Highlights im Drei-Tages-Takt etwas ganz Besonderes ausgedacht. Denn der fränkische Spielwaren-Hersteller hat die "SoccerStarz" ins Leben gerufen. Das sind kleine Sammelfiguren mit einem großen Kopf, die deutschen Weltmeistern und echten Topstars der Szene mitunter täuschend echt nachempfunden sind.

 

Insgesamt 32 Figuren (Foto: Simba Toys) gibt es ab sofort im einschlägigen Fachhandel - neben deutschen Fußballern vom FC Bayern München und Borussia Dortmund, sind auch Idole vieler Nachwuchskicker von Real Madrid, dem FC Barcelona, Paris St. Germain oder dem FC Arsenal in Miniatur entstanden. So kann man sich fürs heimische Regal die eigene Top-Mannschaft - oder zwei davon - zusammenstellen.

Manuel Neuer, Mario Götze oder Arjen Robben treffen dabei auf Marco Reus, Mats Hummels oder Roman Weidenfeller. Da stehen Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Zlatan Ibrahimovic in einer Reihe. Und das Beste: Die leidenschaftlichen Sammler werden mit zwei Überraschungsfiguren belohnt - denn erst 30 der 32 Namen sind auf den Sammelpackungen mit Bild und Namen veröffentlicht.

Die SoccerStarz sind etwa fünf bis sechs Zentimeter groß, wurden handbemalt und tragen allesamt ihre Vereinstrikots. Nicht erst auf den zweiten oder dritten Blick sind "Die besten Spieler der Welt!" sofort zu erkennen und erinnern beim Anschauen an so manch großen Moment des jeweiligen Spielers oder dessen Verein in der nationalen Liga oder im europäischen Wettbewerb.

Weitere Infos zu den "SoccerStarz" gibt's unter www.soccerstarz.simba-dickie-group.de