Montag, 1. Juni 2026

Gastbeitrag: "Ja, ich liebe und lebe für den Handball!"

Hamburg - Jedes Jahr ein neues Buch. Und das seit seinem Debütroman im Sommer 2012. Ja, Thomas Schlichte, Journalist und Autor aus Friedrichshafen am Bodensee, hat nach wie vor Lust am Schreiben. In "20 Jahre beruflicher Hallenduft" erzählt er von ausgewählten Erlebnissen vor Ort in den Sporthallen. 

Das 60 Seiten starke Büchlein ist bei Schlichtes langjährigem Partner und Verlag "Books on Demand" - kurz BOD - erschienen und natürlich nicht nur dort im Online-Shop zu bekommen. Nein, sondern auch bei vielen weiteren Händlern im Internet wie z.B. Amazon sowie in zahlreichen Buchhandlungen.

Schließlich trägt das Taschenbuch im Paperback-Format eine eigene ISBN-Nummer und kostet im Handel 6,99 Euro. Die E-Book-Version ist ebenfalls bald zu bekommen und schlägt mit 4,99 Euro zu Buche. "Ja, ich liebe und lebe für den Handball!", sagt der Journalist mit Magisterabschluss.

Früher selbst am Ball aktiv und für so manches entscheidende Tor gut, zwang eine angeborene Behinderung den sportbegeisterteten Schwaben zum Wechsel auf die Tribüne, wo er seit nunmehr 20 Jahren für die Schwäbische Zeitung über das Handballgeschehen in der Region berichten darf.

Und - wer weiß - vielleicht hat "Tommy", wie ihn seine Familie und die meisten Freunde nennen, ja schon die nächste Idee in der Schublade. "Stillstand bedeutet aus meiner Sicht immer Rückschritt. Und man lernt schließlich nie aus", ist Thomas Schlichte überzeugt und verabschiedet sich sogleich zum nächsten Termin.   

Mittwoch, 29. April 2026

Wahrscheinlich eines der besten Spiele der CL-Geschichte!

Paris - "Für den Fußball war's mal wieder Werbung". Diesen Satz sagte FCB-Mittelfeldmotor Joshua Kimmich spät am gestrigen Abend. Und zwar im Gespräch mit den Kollegen von "Amazon Prime".

Ja, diese Aussage hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Denn das, was Paris St. Germain und der FC Bayern München da im historischen Prinzenpark in die milde Pariser Nacht gezaubert haben (Screenshot: Google.de), war ein Kunstwerk. 

Insbesondere die beiden Dreier-Offensivreihen der großen Kontrahenten hatten im Hinspiel des Halbfinals der UEFA Champions League ihren Spaß. Die Abwehrspieler und die beiden Torhüter wohl eher weniger. Denn von gut organisierter Defensivarbeit war über die volle Distanz eigentlich kaum etwas zu sehen. 

Neun Tore nach nicht einmal 70 Minuten. Und es hätten auf beiden Seiten unter dem Strich weitere Treffer fallen können - oder sogar müssen. Jetzt geht das französische Starensemble dank des 5:4-Erfolges mit einem kleinen Vorteil ins Rückspiel.

Nun, würde es noch die Auswärtstor-Regel geben, dann wären die Bayern sogar einen "Tick vorne". Also, zumindest auf dem Papier. Moralischer Sieger ist der deutsche Rekordmeister allerdings trotzdem. Das hat man auch hinterher beim Abklatschen und bei der Verabschiedung von den Fans gemerkt.

Warum? Nun, weil die Bayern nach Kanes Strafstoß zum 1:0 (17.) gleich mehrfach zurückkamen. Erst machten sie aus einem 1:2 den 2:2-Zwischenstand (41.) und holten dann auch noch ein 2:5 (58.) auf. Das spricht für den starken Willen der Bayern in dieser Saison. 

Und die haben im Rückspiel zudem ihren Coach zurück. Auch den hatte man oben auf der Tribüne selten so staunen gesehen. Ja, es arbeitete in ihm - und wie. Hinterher in der "Mixed Zone" scherzte er mit seinem Kollegen auf Pariser Seite, Luis Enrique. 

Dem war durchaus auch bewusst, dass das Rückspiel in München noch einmal ein wahres Spektakel verspricht. Vielleicht ja erneut mit vielen Treffern auf beiden Seiten. Aber mit Sicherheit auf einem taktisch und spielerisch sehr hohem Niveau. 

Darüberhinaus vor stimmungsvoller Kulisse im längst ausverkauften bayrischen Wohnzimmer in Fröttmaning. Ein Sieger steht schon heute fest - der neutrale Fußballfan. Denn der war auch gestern schon auf seine Kosten gekommen. Den kommenden Mittwoch sollte man sich also besser freihalten.