Mittwoch, 25. November 2020

Ein ganz Großer hat die Showbühne verlassen

Hamburg - Karl Dall ist am 23. November im Alter von 79 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls in seiner Wahlheimat Hamburg verstorben. Der charismatische Fernsehmoderator, Sänger, Schauspieler und Komiker wird für immer unvergessen bleiben. Zumindest in meinem Fall, weil ich mit dem kauzigen Ostfriesen groß geworden bin. Eine Erinnerung.

1982, als ich in Friedrichshafen am Bodensee am anderen Ende der Bundesrepublik geboren wurde, war Karl Bernhard Dall bereits „dick“ im Geschäft, weil der 1941 geborene Emdener nicht nur vielseitig talentiert, sondern darüber hinaus witzig und nie um einen guten Spruch verlegen gewesen ist. Und das auch, weil ihn sein komödiantisches Talent und die zweifelsohne große musikalische Begabung früh in ganz Deutschland umher reisen ließen.

Stichwort: Ingsterburg und Co. - die etwas älteren Leser dieser Zeilen mögen sich daran erinnern. Ich lernte Karl Dall erst im Kindesalter schätzen und lieben. Also zu einer Zeit, als man - nach dem typischen Baderitual - den Samstagabend mit der Familie vor dem Fernseher verbrachte, um auch bei „Verstehen Sie Spaß?“ mit Kurt und Paola Felix reinzuschauen.

Dort begann - 1983 - der Mann mit der angeborenen Lidmuskelschwäche am rechten Auge seine Laufbahn und gewann früh mein Herz. Und das auch, weil er für mich der eigentlich Star dieser Sendung gewesen ist, weil er es als chaotischer Filmvorführer und Spaßmacher am Telefon darüber hinaus niemals versäumte, auch dem Ehepaar Felix viele Streiche zu spielen.

Ja, das blieb in mir hängen und begeistert mich bis heute, wenn ich an diese unbeschwerte Kindheit mit dem Mann aus Ostfriesland zurückdenke, der selbst vor anderen Showgrößen nicht zurückschreckte und diese mit seinen Sprüchen einnordete - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe mich schon so oft dabei ertappt, wie ich Dalls „Was macht Ihr Friseur im Hauptberuf?“ selbst gesagt habe oder mich eben an die „Wildecker Speckbuben“ erinnere.

Lieber Karl. Danke, dass du meine Kindheit geprägt und mir gezeigt hast, wie schön (einfach) Humor sein kann. Selbst schwere Anschuldigungen einer Journalistin aus der Schweiz, die sich als haltlos erwiesen, hast du mit deiner norddeutschen Art gelassen weggesteckt. Mögest du in Frieden ruhen und nun da oben als „ältester Popper der Stadt“ für Unterhaltung sorgen.

Dienstag, 17. November 2020

„Trilogie“ erhält alles andere als ein verharztes Finale

Düsseldorf - Daniel Duhr hat es wieder getan, vielleicht aber auch schon wieder. Denn der 36-jährige Rheinländer hat nach „Handballhölle Bezirksliga: Siebte Liga - Erste Sahne“ und „Handballhimmel Kreisliga: Abstieg in den Olymp“ seinen modernen Dreikampf in den Niederungen des Amateurhandballs mit „Handballhardcore Kreisklasse: Höhepunkte am Karrieretiefpunkt“ spielend leicht und treffsicher abgerundet. Eine kleine Spielanalyse. 

 
 
Wer diesen Sport selbst (jahrelang) gespielt hat oder in unzähligen Spielzeiten beruflich noch besser verstanden zu haben glaubt - beim Autor dieser Zeilen trifft beides zu - kommt an Daniel Duhr und seinen Büchern eigentlich nicht vorbei. Denn beim Lesen der einzelnen Seiten kommt es einem so vor, als hätte man bestimmte Situationen ganz genau so erlebt.

Oder aber die Sprüche, die mitunter für Bauchschmerzen vor Lachen sorgen, wortwörtlich - also sozusagen „Eins-zu-Eins“ - einst zu hören bekommen oder selbst schon mindestens einmal so gesagt, wenn man mal wieder nicht im Training die Knochen hinhalten konnte. Ja, es sind die kleinen Anekdoten, die diese Bücher des „Seepferdchenträgers“ aus Velbert so lesenswert machen. Beispiel: „Wenn der Kreisläufer eine Blume wäre, wäre er ein Baum“!

Ja, so oder so ist das - und zwar sowohl in der „Handballhölle“, als auch im „Handballhimmel“ und erst recht im neuesten Werk aus der Feder des Redakteurs der IST-Hochschule für Management in Düsseldorf. Es trägt den Titel „Handballhardcore Kreisklasse: Höhepunkte am Karrieretiefpunkt“ und lässt alleine schon an Oliver Roggisch’s Vorwort erkennen, wie hoch auch der Wiedererkennungswert im dritten Buch dieser Reihe sein wird.

Es wird von Verletzungen berichtet, bei denen nur noch der - ich sage mal - brachiale Medikamentenmissbrauch in Form von „IBU 800“ hilft oder das gute alte Panzertape. Und: Da gibt es den Abteilungsleiter, der sozusagen einen 450-Euro-Job im Verein macht, obwohl er für eben diesen gar kein Geld bekommt. Ja, wer kennt es nicht. Fazit: Wer den Handball liebt, wird - nach den sehr gelungenen ersten beiden Teilen - auch dieses neue Werk lieben.

Weitere Infos zum Autor und den Büchern gibt's online unter handballhoelle.de

Samstag, 12. September 2020

Tannauer Handball-Legende hängt ihre Schuhe für immer an den Nagel

Obereisenbach - Es sind wahrlich große Fußstapfen, die eine mögliche neue Nummer 9 des SV Tannau ab der kommenden Spielzeit 2020/21 zu tragen haben wird. Denn die langjährige Besitzerin dieses Trikots wird ihre aktive Karriere nach dieser Spielzeit beenden: Ulrike - genannt "Ul" - Ibele (Foto: tom) macht Schluss mit diesem von ihr so geliebten Hallensport. Ein Portrait.

Im zarten Alter von gerade einmal acht Jahren entdeckte die kleine Ulrike den Handballsport für sich und wuchs dabei nicht nur körperlich, sondern auch im Laufe der Jahre mit den auf sie zukommenden Aufgaben. "Sie hat es mit viel Herzblut und Leidenschaft immer verstanden, über all die Jahre ihre Mitspielerinnen zu motivieren und in ihren Bann zu ziehen", sagt Mitspielerin Susann Hampe. 

Seit 1996 war "Ul" Ibele nahezu ohne Unterbrechung im rechten Rückraum des Tannauer Handballteams Zuhause und Wochenende für Wochenende in den Hallen des Bezirks in Oberschwaben, am Bodensee und bis hinüber nach Vorarlberg unterwegs. Insgesamt bestritt sie bis zum Corona-bedingten Saisonabbruch Mitte März nicht weniger als 384 Begegnungen für ihren Verein, der seine Heimspiele inzwischen in der Mehrzweckhalle in Obereisenbach austrägt. 

Und - das ist mittlerweile klar - das Tannauer Urgestein durfte mit ihren Mädels einen weiteren Aufstieg feiern, weil man aufgrund des Saisonabbruchs als Zweiter der Bezirksklasse in die Bezirksliga aufrücken darf. Und: 2003 war "Uli" - wie sie auch genannt wird - mit ihrer damaligen Mannschaft sogar in der Landesliga auf Tore- und Punktejagd. 

"Sie hat es immer verstanden, ihre Mitspielerinnen mit ihrer offenen und ehrlichen Art zu pushen", erklärt Heidi Sprenger, eine weitere langjährige Weggefährtin sowie Mitspielerin, und ergänzt: "Wenn sie sagte, dass wir nun alle den Fisch aus dem A..., sagen wir lieber Allerwertesten, nehmen sollen und den Gegner jetzt an die Wand spielen, dann waren wir optimal auf jedes Spiel vorbereitet." 

Auch als langjährige Jugendtrainerin, die so manche Mitspielerin von heute formte, war Uli Ibele erfolgreich, ist darüber hinaus in der Tannauer Vorstandschaft oder dem Gesamtverein aktiv und zählt dort als gefragte Ratgeberin, die auch abseits der Platte für den Spaß und den Zusammenhalt beim SV Tannau sorgt, was sich auf so mancher Weihnachtsfeier oder bei einigen Hüttenaufenthalten wiederspiegelte, auf denen sie als Sängerin und Schauspielerin glänzte. 

Und selbst dann, wenn es sportlich mal nicht so gut lief, war es die Neu-Ruheständlerin, die dennoch positiv gestimmt blieb, wenn sie betonte: "Wir haben zwar keine Punkte geholt, aber die Stimmung ist ok." In ihrer letzten Hallenrunde war ihrem SV Tannau schon vor den eigentlich noch geplanten Spieltagen der zweite Tabellenplatz in der Bezirksklasse nicht mehr zu nehmen. 

"Mit 40-ge spiel i sicher nemme", erzählte sie einst. Ja, und diese "Drohung" macht sie nun tatsächlich wahr. "Wir wünschen ihr von Herzen alles erdenklich Gute. Allen voran Gesundheit, Glück und Zufriedenheit im wohlverdienten Handball-Ruhestand", stellen Susi Hampe und Heidi Sprenger im Namen der gesamten Mannschaft klar. "Sollte sie mit der vielen Freizeit nicht klar kommen, weiß sie ja, wo sie uns findet." Schließlich steckt der SV Tannau längst in der Saisonvorbereitung auf die Bezirksliga.

Donnerstag, 30. Juli 2020

Eine gute Idee lebt wieder - zumindest online!

Bad Waldsee - Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So oder so ähnlich dürfte es so Manchem in diesen Stunden ergehen, wenn er an das "Wochenblatt" denkt. Denn das gerade erst als insolvent abgewickelte Unternehmen - die Unabhängiges Wochenblatt GmbH aus Ravensburg - ist "zurück" - also die Idee - und zwar mit neuem Namen, einem anderen Dienstsitz sowie ohne Printprodukt(e).

Nach dem letzten Restart im Frühjahr 2018 seit der ersten Insolvenz war es der "Unabhängiges Wochenblatt GmbH" mit Stammsitz im Gewerbegebiet Erlen bei Ravensburg seit Anfang des Jahres immer schlechter ergangen. Die Umsätze brachen insbesondere durch die Corona-Pandemie ein, Mitarbeiter gingen von Bord und (Stamm)Kunden vertrauten sich lieber anderen Medien an.

Außerdem brachte das selbst auferlegtes Schutzschirmverfahren im März für Geschäftsführer Sven Jetter und seine Belegschaft nicht den erhofften "Turnaround" mit sich, sodass in der letzten Maiwoche letztmals eine Ausgabe erschien und alle Mitarbeiter wegen Zahlungsunfähigkeit ihre Arbeit verloren. 

Nun ist das "Wochenblatt" wieder da - aber unter neuem Namen, an einem anderen Stammsitz und mit einer ganz neuen Ausrichtung. Denn der nun unter "Wochenblatt-online Karin Boukaboub, Michael Conzelmann, Oliver Hofmann GbR" fungierende Zusammenschluss von Freelancern mit Sitz in Bad Waldsee hat unter www.wochenblatt-online.de eine neue Plattform geschaffen, die kostenlose Nachrichten ohne Abo-Abschluss anbietet.

Die Betreiber bieten auf ihrer Website und den gleichnamigen Social-Media-Kanälen bei Facebook und auf Instagram fortan Aktuelles aus dem Allgäu, vom Bodensee, aus Oberschwaben und aus den Landkreisen Biberach und Sigmaringen an. Um sich zu (re)finanzieren, arbeitet das Portal mit Werbeflächen, die zu verschiedenen Größen gebucht werden können.

Interessierte bekommen weitere Informationen auf der Website oder per E-Mail unter: info@wochenblatt-online.de

Mittwoch, 22. Juli 2020

Bessere Nachtruhe durch ein orthopädisches Schlafsystem!

Friedrichshafen - Das, was sich "Wenatex - Das Schlafsystem" für ihre Kunden - und die, die es werden wollen - ausgedacht hat, ist zum reinliegen; und das im wahrsten Sinne des Wortes. Schließlich verbringt jeder Mensch sechs bis acht Stunden pro 24-Stunden-Tag im Bett.



Sieben Teile hat das komplette Schlafsystem der im österreichischen Salzburg ansässigen GmbH, die sich das Motto "Gesund schlafen, besser leben" zu ihrer Aufgabe gemacht hat und vom Rost, über die Matratze bis hin zum Kissen oder der Decke eine breite Produktpalette im Angebot führt.

Sogar eine mit frischen Kräutern befüllte Regenerationseinlage hat das Unternehmen im Angebot, das insbesondere auch in Deutschland aktiv ist, aber auch viele Kunden in der Schweiz und Italien zählt.

Die Matratze und der Rost schmiegen sich am Körper an, richten ihn aus und sorgen dafür, dass die Bandscheiben und die Schultern entlastet und der Rücken zugleich begradigt wird - und das im Schlaf. Darüber hinaus bieten verschiedene Kissenmodelle (Foto: TS) die passende Kopflagerung.

Auch für Camper, Wohnmobilisten oder Kleinkinder hat Wenatex verschiedene Produkte im Angebot, die Feuchtigkeit bündeln und dank Cool-Technologie in heißen Sommernächten erfrischen können. 

Weitere Informationen gibt's online unter www.wenatex.com

Dienstag, 30. Juni 2020

Interview: "Meine Jungs haben eine super Einstellung!"

Ettenkirch - Die Fußballer des SV Ettenkirch haben ihr Saisonziel erreicht und dürfen in der kommenden Saison 2020/21 in der Fußball-Kreisliga A II Bodensee antreten. Dennoch gibt Trainer Tobias Kaiser (Foto: privat) in unserem Gespräch unumwunden zu, dass die vergangenen Wochen für den Meister der Kreisliga B IV Bodensee alles andere als einfach gewesen waren.
 
 
Herr Kaiser, Sie und Ihre Jungs haben es geschafft und sind wieder A-Ligist. Zufrieden?

Wir sind natürlich happy, dass es so gekommen ist. Das Ziel hatten wir ja seit Beginn der Saison im Auge und wenn es dann wirklich so weit ist, fällt auch eine gewisse Last von einem ab -  das ist klar.

Das heißt, dass die Zeit bis zur Verbandsentscheidung alles andere als einfach war?

Ja, das war natürlich - wie für alle anderen Vereine auch - eine Mischung aus Freude und Unsicherheit. Aber es ist so, wie es ist - es gibt überall Härtefälle in den Ligen, doch die Situation kann man nun nicht mehr ändern. Diese beeinträchtigt das Leben und daher auch den Fußball.

Zwischendurch waren Sie in der B-Klasse nicht ganz vorne unterwegs...

Für einen Aufstieg braucht man immer ein bisschen Glück, gar keine Frage. Aber ich denke, dass es nicht ganz unverdient ist, dass wir ganz oben stehen. Wir haben hart dafür gearbeitet und das über die ganze, leider recht kurze Saison. Meine Jungs haben eine super Einstellung und haben sich das verdient.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass Ihr SV Ettenkirch schnell in den sportlichen Alltag zurück findet?

Ich hoffe, dass wir mit der gleichen Begeisterung weitermachen und so manches etablierte A-Liga-Team ärgern können. Mein Team bleibt größtenteils so zusammen. Und: Die eine oder andere Verstärkung bis zum 30. Juni kommt dazu.

Wissen Sie schon, wann Sie in die Vorbereitung starten können?

Wann die Vorbereitung genau beginnt, wissen wir noch nicht, da alles relativ unklar ist. Daher ist eine konkrete Planung aktuell nicht so einfach. Wir gehen aber - wie vermutlich alle anderen Vereine - davon aus, im September wieder zu starten. Jedoch ist diese Annahme komplett unter Vorbehalt, weil wir die Situation rund um Corona schlecht vorhersehen können.

Mittwoch, 17. Juni 2020

SV Tannau darf den Aufstieg in die Bezirksliga feiern!

Obereisenbach - Die Handballerinnen des SV Tannau haben für eine gute Saison, die aufgrund der Coroba-Pandemie vorzeitig abgebrochen wurde, nun die erhoffte Belohnung bekommen. Denn die Mannschaft von Trainerin Andrea Vogel steigt als Tabellenzweiter der Bezirksklasse auf (Foto: Verein).


Fortan ist Tannau wieder in der Bezirksliga unterwegs, was den SVT-Damen letztmals 2014 gelungen war. "Durch den Aufstieg erhoffen wir uns viele Zuschauer bei spannenden Heimspielen und freuen uns über neue Gesichter sowohl in der Damenmannschaft als auch vor allem in der Jugend", sagt Andrea Vogel.

Kaum hatte der Handballverband Württemberg (HVW) den Verein über den Aufstieg informiert, stürzten sich die Spielerinnen voller Vorfreude in die Vorbereitungen auf die neue Herausforderung. Nachdem sich die SVT-Handballerinnen in den vergangenen Wochen anhand von individuellen Trainingsplänen selbst fit gehalten haben, hoffen sie schon bald - zumindest in Kleingruppen - wieder in ihrem Wohnzimmer, der Mehrzweckhalle in Obereisenbach, am nötigen Feinschliff arbeiten zu können.

Da die Vorbereitung wohl nicht - wie gewohnt - überwiegend in der Halle stattfinden kann, möchte man die Trainingsgestaltung breiter aufstellen und verschiedene Bausteine wie Trainingslager in der eigenen Halle oder Einheiten im Fitnessstudio "CrossFit Friedrichshafen" mit einbauen.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich meine Mannschaft in der Bezirksliga behaupten kann", stellt Trainerin Vogel klar. "Das Team hat großes Potenzial, das gefördert werden muss." Dass das nicht an den Haaren herbeigezogen ist, beweist die Tatsache, dass sich Tannau bis zum Saisonabbruch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der MTG Wangen II auf den ersten beiden Plätzen lieferte.

"Meine Mädels sind sehr motiviert, die Trainingsbeteiligung ist toll und es macht viel Spaß", erklärt Andrea Vogel, die das Team erst vor Rundenbeginn übernahm, nicht ohne Stolz. "Und ich bin dankbar, dass wir mit Heller Schreinerei-Montagebau einen neuen Sponsor gewonnen haben."

Samstag, 23. Mai 2020

Der große und der kleine VfB gehen Kooperation ein

Stuttgart - Das Nachwuchsleistungszentrum des schwäbischen Traditionsvereins VfB Stuttgart hat sich ab sofort zu einer Zusammenarbeit im Jugendbereich mit dem VfB Friedrichshafen entschlossen (Grafik: VfB Stuttgart). 


Beide Klubs möchten in den Jahrgängen U9 bis U15 fortan engzusammenarbeiten, um Talente zu entdecken sowie entsprechend zu fördern. Doch damit nicht genug, schließlich sollen auch die Jugendtrainer des Fußball-Landesligisten aus der Zeppelin- und Messestadt von dieser neuen Zusammenarbeit möglichst viel mitnehmen können. 

„Es ist geplant, dass einmal im Monat ein Coach aus dem VfB-Nachwuchs zu uns an den Bodensee kommt und hierbei das Training nicht nur mit-gestaltet, sondern unseren Übungsleitern darüber hinaus noch mehr Wissen vermittelt“, erklären Dalibor Buspanovic und Klaus Segelbacher aus dem Vorstand des blau-weißen VfB. 

Während die Talente aus den Jahrgängen U9 bis U13 beispielsweise in Punkto Spielintelligenz oder Handlungsschnelligkeit vor Ort am Bodensee betreut werden sollen, steht für Talente der älteren Jahrgänge U14 und U15 eine gezielte Schulung - die sogar am Neckar stattfinden soll - auf dem gemeinsam erarbeiteten Kooperationsplan, der unter der Federführung von Thomas Krücken, „Direktor Sport“ im Nachwuchsleistungszentrum beim VfB Stuttgart, entstanden ist.

Dieser gemeinsame Weg sieht insbesondere vor, dass sich die Nachwuchstalente nicht nur fußballerisch, sondern auch in der Persönlichkeitsentwicklung verbessern. „Wir freuen uns, dass wir mit dem VfB zusammenarbeiten dürfen und versprechen uns ein Projekt, von dem beide Seiten nachhaltig profitieren können“, fügen Buspanovic und Segelbacher noch hinzu. 

Montag, 27. April 2020

"Centurion Vaude" ruft Charity-Flohmarkt ins Leben

Meckenbeuren - Das Radsport-Team "Centurion Vaude" möchte in der wettkampflosen Zeit aufgrund der Corona-Krise Gutes tun. Daher versteigern die Radsportler um die Teamchefs Bernd Reutemann und Richard Dämpfle in der Zeit von Freitag, 24. bis Donnerstag, 30. April, besondere Erlebnisse und Unikate für den guten Zweck.

„Wir als Radteam wollen uns bei den vielen Helfern und Unterstützern in der Corona-Krise bedanken und haben uns gefragt, wie wir helfen können und so kam die Idee zu einer Charity-Auktion zustande“, berichten die beiden Teamchefs Bernd Reutemann und Richard Dämpfle unisono.

Die Erlöse aus dem Flohmarkt gehen an die Pfleger / innen des Medizin Campus Bodensee in Friedrichshafen. Anders als bei einer klassischen Versteigerung, kann jeder Interessent einen Betrag nennen, welchen er für die angebotene Leistung bereit ist, zu bezahlen und den er für die Helden des Alltags spendet.

„Wir hoffen, dass sich viele an unserer Aktion beteiligen und hierdurch jeder Einzelne seine Dankbarkeit für die Helden des Alltags zum Ausdruck bringen kann“, erklärt Alexa Hüni, welche die Aktion nicht nur medial, sondern auch als „Fahrtechniktrainerin“ unterstützt.

Alle Fahrer des Teams haben sich spontan bereit erklärt, bei der Auktion mitzumachen - auch die Sponsoren unterstützen die Aktion mit der Bereitstellung von attraktiven Preisen. So gibt es beispielsweise die Chance auf einen Kochkurs mit dem Titel „Gesunde Ernährung mit Genuss“ mit Teamchef Bernd Reutemann und Vize-Weltmeister Daniel Geismayr.

Außerdem kann man ein Techniktraining mit Teamchef Richard Dämpfle und dem dreifachen deutschen Meister Jochen Käß am Gehrenberg, sowie ein Mädels-Enduro-Training mit Alexa Hüni und Claire Fiebig erstehen.

Wer lieber etwas zum Anziehen möchte, kann ein Führungstrikot der Trans-Alp 2019 des Centurion-Youngsters Philip Handl oder einen Bike-Rucksack von VAUDE bekommen. Zudem kann man Radausfahrten an den Heimatstandorten der Fahrer Ben Zwiehoff (Essen), Stefanie Dohrn in der Region Köln oder Philip Handl im Kaunertal ersteigern.

Weitere Infos gibt's im Internet unter www.team-centurion-vaude.de

Samstag, 4. April 2020

"Spende deine Trikotnummer!" findet Anklang!

Köln - Simon Zoller, Fußball-Profi beim Zweitliga-KlubVfL Bochum, hat zusammen mit zwei Partnern eine Spendenaktion mit dem Namen "Spende deine Trikotnummer!" auf den Weg gebracht. Inzwischen hat der aus Friedrichshafen stammende Offensivmann unzählige Unterstützer gefunden. 


"Jeder kann sich daran ganz einfach beteiligen", sagt Zoller, der einst beim TSV Fischbach mit dem Vereinsfußball loslegte. "Jeder, der mitmachen möchte, kann bei Instagram oder Twitter ein Foto von sich im oder mit seinem Trikot posten - ganz egal, welche Liga, welcher Verein oder selbst von einer Hobbytruppe oder von anderen Sportarten. Denn wir alle lieben diesen Sport", stellt "Zolli" klar.

 Lässt man sich also mit einem Leiberl mit der Rückennummer fünf  fotografieren, würde das einer Spendensumme von fünf Euro entsprechen. Wobei es vom Initiator durchaus begrüßt wird, wenn man die Summe aufzurundet oder aufstockt. Wichtig sei, dass man den Hashtag "spendedeinetrikotnummer" benutzt und die Accounts von Simon Zoller (bei Instagram @simonzoller9 oder bei Twitter @SiZolli) - auf seinem Beitrag verlinkt. 

"Wer ein Torwarttrikot mit der 'Eins' präsentiert, darf natürlich gerne eine oder zwei Nullen hinten dranhängen beim Spendenbetrag", schnumzelt Zoller, der zum Start der Aktion selbst mit denTrikots seiner letzten Profistationen beim Karlsruher SC, dem VfL Osnabrück, dem 1. FC Kaiserslautern, dem 1. FC Köln sowie seines aktuellen Vereins, dem VfL Bochum 1848, posiert (Foto privat).

Damit sein Hilfsprojekt eine noch größere Reichweichte erzielt, arbeitet der 28-Jährige mit "#GABFAF - Gemeinsames Aktionsbündnis zur Förderung des Amateurfußballs" sowie dem FC Playfair! e.V. zusammen. Inzwischen sind zahlreiche ehemalige und aktuelle Weggefährten von Simon Zoller mit von der Partie und ließen sich bereits mit ihren Trikots ablichten.

Neben Kölns Nationalspieler Jonas Hector, Bremens Leonardo Bittencourt oder Heidenheim-Kapitän Marc Schnatterer, sind - neben vielen anderen - zum Beispiel auch die TV-Kommentatoren Robby Hunke, Wolff Fuss und natürlich Zolli's Ehefrau Laura Wontorra mit dabei.

"Jeder Euro, der gespendet wird, soll zu 100 Prozent da ankommen, wo er benötigt wird", betont die „Nummer 9“ in der VfL-Offensive. "Es geht bei vielen Personen und Vereinen um Existenzen und da möchte ich gerade im Amateursport, in dem wir alle angefangen haben, sehr gerne helfen."

Wer an "Spende deine Trikotnummer!" teilnehmen möchte, kann dies bei PayPal unter spendedeinetrikotnummer@fcplayfair.org oder per Überweisung mit der IBAN DE25 6045 0050 0030 1894 89.

Montag, 9. März 2020

HBBD-Bezirksvorstand wird einstimmig wiedergewählt

Bad Waldsee - Auf dem Bezirkstag des Handballbezirks Bodensee-Donau sind bei den Wahlen die großen Überraschungen ausgeblieben. Schließlich wurden Bezirksvorsitzender Heiko Griebel und seine Vorstandskollegen im Hymer-Museum in ihren Ämtern bestätigt.


Somit steht Heiko Griebel (links, Foto: TS), der für seine Verdienste im Bezirk und beim Handballverband Württemberg - kurz HVW - mit der silbernen Ehrennadel bedacht wurde, dem Gremium für weitere drei Jahre - also bis zum nächsten Bezirkstag im Jahr 2023 - vor. 

Auch seine Führungsmannschaft, die zuvor ebenfalls ihre Bereitschaft zum Weitermachen signalisiert hatte, wurde bei den Wahlen einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Neben Griebel sind das Michael Wiggenhauser, Referent für Finanzen und Verwaltung sowie Lehre und Nachwuchsförderung, Tobias Glöggler - Referent für Spieltechnik - und Alexander Weber, der als Schiedsrichterwart fungiert.

"Ich bedanke mich für euer Vertrauen und bitte euch, mich anzusprechen oder zu kontaktieren, falls euch etwas auf dem Herzen liegt", sagte Griebel. Ja, und auch beim Handball-Amateursport ist das Thema "Corona-Virus" inzwischen angekommen, weil es im Bezirk Bodensee-Donau aufgrund einzelner Verdachtsfälle bereits erste Spielabsagen gegeben hatte.

"Ich möchte an alle Vereine appellieren, in Eigenverantwortung zu entscheiden, ob gespielt werden kann oder nicht", forderte Heiko Griebel von den anwesenden Vertretern einzelner Vereine und Verbände, unter die sich auch einige Ehrengäste wie etwa Hans Artschwager (im Bild rechts), der Präsident des Handballverbandes Württemberg, gemischt hatten, der auf den Mitgliederschwund im Deutschen Handballbund verwies und in seiner Ansprache auch Parallelen zu den dänischen Nachbarn zog. 

"Um dem entgegen zu wirken, sind wir alle und insbesondere ihr an der Basis gefordert", erklärte Artschwager. Auch unter diesem Gesichtspunkt möchte Griebel noch enger mit den österreichischen Vereinen, deren Mannschaften im Bezirk mitspielen, und den bayerischen Nachbarn aus dem Bezirk Schwaben, die von ihrem Vorsitzenden Pius Waldmann in Bad Waldsee vertreten wurden, zusammen arbeiten.

"Gemeinsam können wir einfach mehr erreichen und ein gutes sowie gesundes Miteinander pflegen", ergänzte Heiko Griebel. Zudem rief der neue und alte Bezirksvorsitzende die Versammlung dazu auf, einen noch faireren Umgang mit Schiedsrichtern zu pflegen. 

"Ohne unsere Unparteiischen geht's nicht. Und das bedeutet auch, dass wir dringend für Nachwuchs sorgen sollten und müssen", betonte Griebel, bevor er allen noch "eine gute Heimfahrt und viel Erfolg mit euren Teams" auf den Weg gab.

Donnerstag, 6. Februar 2020

Mit dem Kopf (zu früh) beim Spitzenspiel!

München - Der FC Bayern München steht dank eines knappen 4:3-Heimsieges gegen die TSG 1899 Hoffenheim im Viertelfinale des DFB-Pokals, das am Sonntagabend ausgelost wird (Grafik: FCB). 


Doch der Titelverteidiger hatte mit den Gästen aus dem Kraichgau so seine Probleme - insbesondere in der Schlussphase vor dieses Mal nicht vollbesetzten Rängen in der heimischen Allianz Arena.

71.500 Zuschauer durften bei eisigen Temperaturen miterleben, wie die Gäste das Herz ihrer Anhänger dann doch noch erwärmten und aus einem 1:4-Rückstand noch den 3:4-Endstand machten.

Und: Hätte Hoffenheim in den Schlussminuten noch genauer gezielt oder hätte noch mehr Druck auf die wohl bereits mit den Köpfen beim Spitzenspiel gegen Leipzig gewesenen Münchner gemacht, dann wäre diese Partie, trotz des klaren Vorsprungs aus FCB-Sicht, vielleicht sogar in die Verlängerung gegangen.

Denn nachdem die TSG die erste Angriffswelle der "Roten" überstanden hatte, fälschte FCB-Verteidiger Jerome Boateng den Ball ins eigene Tor ab - 0:1 (8.). Keine fünf Minuten später tat es ihm Benjamin Hübner - stark unter Druck gesetzt vom wieder erstarkten Thomas Müller - jedoch gleich und brachte die Angriffsmaschine der Hausherren abermals in Schwung.

Noch vor der Pause sorgten Müller (21.) und Torgarant Robert Lewandowski in Minute 36 für klare Verhältnisse - 3:1. Sollte man zumindest meinen, denn nach dem Seitenwechsel hatten die Kraichgauer gleich zweimal den Anschlusstreffer auf dem Schlappen.

Auf der Gegenseite ging der FC Bayern - wieder einmal - zu fahrlässig mit seinen Torchancen um. Bis, ja bis Lewandowski nach 80 Minuten, des sich kurz danach langsam leerenden Stadions, erneut zur Stelle gewesen war. Nun schalteten die Bayern in den Verwaltungsmodus, dachten schon an das Bundesliga-Topspiel gegen den ärgsten Verfolger am Sonntagabend und offenbarten Schwächen in der Rückwärtsbewegung.

Dies wusste Munas Dabbur gleich zweimal auszunutzen, stellte mit seinen Treffern in Minute 82 und in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Uhren beinahe wieder auf Null, sodass die Hausherren mitunter sogar auf Zeit spielten und die Bälle aus der Gefahrenzone droschen. Doch am Ende sollte es knapp, aber nicht unverdient, fürs Weiterkommen im Pokalwettbewerb reichen.

Donnerstag, 23. Januar 2020

PSG-ler erleben Vorpremiere von "Winter im Klostertal"

Friedrichshafen - Zahlreiche Mitglieder der Postsportgemeinschaft sind der Einladung des Südwestrundfunks aus Stuttgart am Mittwochabend ins Vereinsheim bei "Danie" im AKA am Seemooser Horn gefolgt, um der Vorpremiere des Films "Winter im Klostertal", der Teil der SWR-Reihe "Expedition in die Heimat" ist, beizuwohnen.


In den Wochen vor Weihnachten waren Redakteur Jochen Schmid und Produktionsleiter Alexander Bauer mit ihrem neunköpfigen Team um Moderatorin Annette Krause gleich mehrere Tage im Klostertal unterwegs und besuchten dabei unter anderem auch Sportler der PSG Friedrichshafen auf ihrer Vereinshütte in Dalaas und trafen sich zum gemeinsamen Après-Ski in der Kelo-Bar oder auf der Ulmer Hütte.

Darüber hinaus erfahren die Zuschauer von Walter Knoblauch und Tilo Weisner, warum dieses Gebiet rund um den Sonnenkopf nicht nur im Winter ein zweites Zuhause geworden ist und warum die PSG Friedrichshafen sich dort bereits seit 50 Jahren eine Hütte angemietet hat (Foto: TS). 


Im Anschluss an die Filmvorführung wurde bei leckeren Häppchen noch lange beisammen gesessen. Und: Rebecca Lüer, Studioleiterin des SWR in Friedrichshafen, lud die Protagonisten und Gäste, die mitunter extra aus dem Klostertal angereist waren, noch zu einer Studioführung in die Karlstraße ein.

"Ein Film ist nur so gut, wie die Menschen, die darin mitmachen", lobte Redakteur Schmid die Mitwirkenden, die ihre Begeisterung während der Filmvorführung mit lautem Gelächter und - nach dem Abspann - mit lang anhaltendem Applaus ausdrückten.

Der 45-minütige Beitrag wird am Freitag, 24. Januar, ab 20.15 Uhr im SWR-Fernsehen ausgestrahlt und ist danach auch in der ARD-Mediathek zu finden.