Posts mit dem Label Pokal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pokal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 29. April 2025

Der Fußball, wie wir ihn kennen und lieben?!

Hamburg - Pünktlich zum Saisonendspurt bei den Profis, aber insbesondere auch bei den Amateuren, hat Thomas Schlichte, 1982 geborener Autor aus Friedrichshafen am Bodensee, ein weiteres Buch veröffentlicht. Die Idee entstand beim gemeinsamen Sportplatzbesuch mit Freunden.

 

"Ey, Schiri, Ey!" (Foto: BOD) nimmt dabei das Geschehen auf und abseits des Platzes im regionalen Fußball nicht ganz ernst gemeint unter die Lupe. Das 32-Seiten-starke Büchlein, das es auch als E-Book gibt, soll zum Schmunzeln anregen oder als kleine Erinnerung an die eigene Fußballzeit dienen. 

Der Fußball ist ein Sport, der uns von Kindesbeinen an intensiv begleitet. Sei es aktiv mit dem ersten Schussversuch, dem einen oder anderen Dribbling sowie der ersten Anmeldung im nahegelegenen Sportverein. Später aber auch als reiner Fan, bloßer Tribünengast oder spontaner Zuschauer. 

Aber stets total mittendrin. Zwischen den ehemaligen Legenden und den neuen Stars des Vereins. Oder auch unter denjenigen, die sich dafür halten beziehungsweise gehalten haben. Ja, dieses nicht ganz so ernst gemeinte Buch beschreibt den "typischen" Alltag im hiesigen Amateurfußball in all seinen Facetten...

Donnerstag, 6. Februar 2020

Mit dem Kopf (zu früh) beim Spitzenspiel!

München - Der FC Bayern München steht dank eines knappen 4:3-Heimsieges gegen die TSG 1899 Hoffenheim im Viertelfinale des DFB-Pokals, das am Sonntagabend ausgelost wird (Grafik: FCB). 


Doch der Titelverteidiger hatte mit den Gästen aus dem Kraichgau so seine Probleme - insbesondere in der Schlussphase vor dieses Mal nicht vollbesetzten Rängen in der heimischen Allianz Arena.

71.500 Zuschauer durften bei eisigen Temperaturen miterleben, wie die Gäste das Herz ihrer Anhänger dann doch noch erwärmten und aus einem 1:4-Rückstand noch den 3:4-Endstand machten.

Und: Hätte Hoffenheim in den Schlussminuten noch genauer gezielt oder hätte noch mehr Druck auf die wohl bereits mit den Köpfen beim Spitzenspiel gegen Leipzig gewesenen Münchner gemacht, dann wäre diese Partie, trotz des klaren Vorsprungs aus FCB-Sicht, vielleicht sogar in die Verlängerung gegangen.

Denn nachdem die TSG die erste Angriffswelle der "Roten" überstanden hatte, fälschte FCB-Verteidiger Jerome Boateng den Ball ins eigene Tor ab - 0:1 (8.). Keine fünf Minuten später tat es ihm Benjamin Hübner - stark unter Druck gesetzt vom wieder erstarkten Thomas Müller - jedoch gleich und brachte die Angriffsmaschine der Hausherren abermals in Schwung.

Noch vor der Pause sorgten Müller (21.) und Torgarant Robert Lewandowski in Minute 36 für klare Verhältnisse - 3:1. Sollte man zumindest meinen, denn nach dem Seitenwechsel hatten die Kraichgauer gleich zweimal den Anschlusstreffer auf dem Schlappen.

Auf der Gegenseite ging der FC Bayern - wieder einmal - zu fahrlässig mit seinen Torchancen um. Bis, ja bis Lewandowski nach 80 Minuten, des sich kurz danach langsam leerenden Stadions, erneut zur Stelle gewesen war. Nun schalteten die Bayern in den Verwaltungsmodus, dachten schon an das Bundesliga-Topspiel gegen den ärgsten Verfolger am Sonntagabend und offenbarten Schwächen in der Rückwärtsbewegung.

Dies wusste Munas Dabbur gleich zweimal auszunutzen, stellte mit seinen Treffern in Minute 82 und in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Uhren beinahe wieder auf Null, sodass die Hausherren mitunter sogar auf Zeit spielten und die Bälle aus der Gefahrenzone droschen. Doch am Ende sollte es knapp, aber nicht unverdient, fürs Weiterkommen im Pokalwettbewerb reichen.

Mittwoch, 18. September 2019

Die "alten Hasen" haben es noch nicht verlernt

Friedrichshafen - Die HSG Friedrichshafen-Fischbach II ist in Runde eins des Handball-Bezirkspokals knapp gescheitert. In einem ausgeglichenen Spiel waren die Gäste des HCL Vogt den nötigen Tick abschlussstärker und gewannen mit 24:22. Dabei hatte die Häfler Reserve, für die zahlreiche Ehemaligen auf der Platte standen, richtig gut begonnen (Foto: TS). 
 
 
Insbesondere der Defensivverbund um Spielertrainer Andreas Rohrbeck machte den HCL-Handballern zunächst das Leben schwer. Folgerichtig lagen die "alten Recken" der HSG FF - sehr zur Freude der vielen Zuschauer in der Häfler Bodenseesporthalle - mit 5:1 vorne, weil man auch im Gegenstoßspiel zu überzeugen wusste (11.). 
 
Wenige Zeigerumdrehungen später hatte sich der Gegner jedoch besser auf die Häfler Abwehr eingestellt und profitierte darüber hinaus von so manchem Fehlpass oder technischen Fehlern der Hausherren. Folgerichtig glich Vogt nach 20 Minuten zum 8:8-Zwischenstand aus, wendete einige Augenblicke später das Blatt und ging mit einem knappen 11:10-Vorsprung in die Pause. 
 
Nach dem Seitenwechsel war der Außenseiter in eigener Halle - das Team tritt lediglich als Reserve im Bezirkspokal an und ist nicht im regulären Spielbetrieb unterwegs - wieder den nötigen Tick aggressiver und schneller auf den Beinen - 14:11 (36.). Doch die HCL-Handballer hatten stets eine passende Antwort parat und wussten mit mehr Pass- und Fangsicherheit zu überzeugen.
 
Infolgedessen glich Vogt in Minute 41 zum 15:15 aus und setzte sich bis zur 51. Minute auf 20:16 ab - die Vorentscheidung. Als Marco Pilz für den HCL zum 24:18 einnetzte, war die Moral der "alten Recken" gebrochen. Zumindest beinahe, denn mit vier Treffern in Serie verkürzte man noch zum 22:24-Endstand. 
 
"Es hat riesigen Spaß gemacht", sagte HSG-Spielertrainer Andreas Rohrbeck nach dem Abpfiff. "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es waren ja nur drei Tore zu wenig", scherzte er. Dennoch hatte sich die Häfler Pokaltruppe den Applaus von den Rängen, auf denen viele Gäste anderer Vereine zu sehen waren, verdient.

HSG FF II: Hanfeld (Tor), Gorzalka (5), Baumann (5, 1/2), Rodi (3), Templin (3), Rohrbeck (3), Stehle (1), Knoblauch (1, 1/2), Ratt (1), Herrmann, Städele, Speth, Ortlieb, Rebholz.

HCL: Khater (Tor), Pilz (4/2), Culjak (4), Kernbach (4, 0/1), Zembrod (3), Schäle (2), Geyer (2), Buemann (2), Martin Merturi (2/1), David Merturi (1), Schmid, Weber.

Donnerstag, 4. April 2019

FC Bayern ringt starke Heidenheimer nieder

München - Fußball-Rekordmeister FC Bayern hat sich die Option auf den Gewinn des Doubles offen halten können. In einem denkwürdigen Pokal-Viertelfinale schlugen die Bayern den 1. FC Heidenheim mit 5:4.


Nein, damit ist nicht ein Ergebnis nach Elfmeterschießen gemeint, sondern das tatsächliche Endergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit (Screenshot FCB). Dieser Schlagabtausch hatte vor 75.000 Zuschauern in der Allianz-Arena wirklich alles zu bieten, was sich das (neutrale) Fußballherz wünscht.

Und - na klar - am Ende jubelten, wie so oft, wieder einmal die Stars des FC Bayern, obwohl es der Zweitligist sicherlich nicht weniger verdient hätte, ins Halbfinale vorzustoßen. Doch es sollte anders kommen, weil die Hausherren selbst in Unterzahl phasenweise etwas mehr Torgefahr ausstrahlten.

Aber speziell in Hälfte eins wollten es die früh dezimierten Bayern - Süle sah bereits in Minute 13, nach einer Korrektur des Videoassistenten in Köln, die Rote Karte - mitunter viel zu schön machen und versuchten, den Ball ins Tor zu tragen. Doch die Gäste hatten eine stabile Abwehr aufgeboten.

Darüber hinaus wusste der Außenseiter mit direktem Passspiel und schnellen Kontern zu überzeugen, die die neuformierte Defensive des Rekordpokalsiegers vor mitunter unlösbare Probleme stellte.

Nach dem Seitenwechsel kamen Kingsley Coman und Robert Lewandowski in die Partie und der FC Bayern hatte sofort wesentlich mehr Entschlossenheit vor dem gegnerischen Gehäuse gezeigt und machte aus einem 1:2-Pausenrückstand eine 3:2-Führung (56.). 

Als Serge Gnabry in der 65. Minute auf 4:2 stellte, schien der sprichwörtliche Käse gegessen. Bis, ja bis Robert Glatzel per Doppelschlag (74., 77.) auf 4:4 stellte und Lewandowski in Minute 84 vom Elfmeterpunkt keine Nerven zeigte. 

Fazit: Im Schlagerspiel gegen den BVB müssen sich die "Roten" erheblich steigern - insbesondere in der Abwehr und im Torabschluss. Ansonsten sind auch den Borussen vier Treffer in Fröttmaning zuzutrauen.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Die Ansage von Philipp Lahm überstrahlt alles!

München - Der FC Bayern München hat das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Beim 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg war jedoch erst in der dritten Halbzeit richtig etwas geboten. Denn bei den Interviews nach Spielende hatte FCB-Kapitän Philipp Lahm sein vorzeitiges Karriereende im Sommer verkündet.
 
 
Vergessen war er, der Ärger über den erneut vergleichsweise schwachen und mitunter lustlos wirkenden Auftritt des Titelverteidigers gegen ängstliche Gäste aus Niedersachsen. Dass die Allianz Arena (Foto: TS) bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit 73.500 Zuschauern darüber hinaus nicht ausverkauft war, passte ebenso ins Bild, wie die Massenflucht einiger Besucher ab Minute 80.
 
Sie alle verpassten zwar noch die eine oder andere Ausgleichschance für die "Wölfe", die wohl eine Verlängerung bedeutet hätte, doch in den Katakomben im Münchner Norden brannte auch so noch lange Licht. Journalisten, Mannschaftskollegen, Ehrengäste und selbst FCB-Präsident Uli Hoeneß wurden von der Entscheidung ihre langjährigen Führungsspielers völlig überrascht.
 
Lahm hätte sicherlich gerne weitergemacht in "seinem Verein", für den er an diesem Abend sein 501. Pflichtspiel absolviert hatte und - na klar - wie so oft einer der Besten im Aufgebot der "Roten" gewesen war. Doch es sollte anders kommen, weil Teile des Aufsichtsrates dem Spieler Lahm keine Rolle im Vorstand des "Mia san Mia-Imperiums" zugetraut haben - zumindest nicht sofort.
 
Stattdessen hätte ihn die Führungsriege um Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge gerne ein paar Büros weiter als Sportdirektor an der Säbener Straße 51 gesehen. Doch der Weltmeister von 2014 lehnte dankend ab. Eine solche Verweigerungshaltung nahm gegen den VfL auch so mancher Mitspieler des Rechtsverteidigers ein. Den Bayern fiel einfach kaum etwas ein gegen die Gäste.
 
Der einzige Treffer für den Favoriten durch Douglas Costa war - auch das passte wie die Faust aufs Auge - abgefälscht (17.). Sicherlich hätten Arjen Robben, Thiago, Mats Hummels oder Robert Lewandowski das Ergebnis klarer gestalten können - doch es kam anders. Nun muss der FC Bayern handeln und wird Max Eberl zum 1. Juli an die Isar locken, während Torwart Manuel Neuer die Binde übernimmt.


Sonntag, 9. August 2015

"Hauptsache, es hat sich keiner verletzt!"

Karlsruhe - Der FC Bayern München ist in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen. Gegen den Oberligisten FC Nöttingen gewann der Mitfavorit am Ende mit 3:1. Während der gesamten Partie bei sommerlicher Hitze im Karlsruher Wildpark machten die Bayern nur das Allernötigste.


Wer vor 29.486 Zuschauern eine Gala der Bayern-Stars in Nordbaden erwartet hatte, der wurde bereits bei der Verkündigung der Aufstellung auf den Boden der Realität zurückgeholt. So saßen Manuel Neuer, Arjen Robben, Thomas Müller und Xabi Alonso "nur" auf der Bank, Thiago Alcantara war sogar in der bayerischen Landeshauptstadt geblieben.

Dafür konnte Sven Ulreich zwischen den Pfosten debüttieren und auch Arturo Vidal stand in der Startelf. Darüber hinaus durfte Mario Götze von Beginn an auflaufen und zählte in den Anfangsminuten zu den Aktivposten. Auch die mitgereisten Anhänger der "Roten" waren bei Temperaturen über 30 Grad kaum zu bremsen und verwandelten das Auswärtspartie in ein Heimspiel - zumindest akkustisch.

"Wasser für alle oder Krawalle!?" skandierten sie kurz vor der Halbzeit, als das spätere Endresultat bereits erreicht war. Nach Vidals Elfmeter in der 5. Minute, staubte Niklas Hecht-Zirpel zum vielumjubelten Ausgleich ab (16.). Gerade einmal 81 Sekunden später brachte Götze den deutschen Rekordmeister wieder in Führung, in der 26. Minute erhöhte Robert Lewandowski auf 3:1. 

Während die Bayern-Fans von freiwilligen Helfern mit dem Feuerwehrschlauch tatsächlich nass gemacht wurden, blieb dieses Schicksal ihren Lieblingen gegen den FCN erspart. "Hauptsache, es hat sich keiner verletzt und wir sind eine Runde weiter", sagte FCB-Kapitän Philipp Lahm, der in der 55. Minute für Arjen Robben den Platz verließ. Doch auch der ließ es vergleichsweise ruhig angehen.

Sonntag, 31. Mai 2015

Die Allianz Arena in München feiert ihren 10. Geburtstag!

München - Eine der schönsten Sportstätten in der Bundesrepublik hat an diesem Wochenende gleich zwei besondere Tage vor sich: die Allianz Arena. Denn die Heimat des FC Bayern und des TSV 1860 in München-Fröttmaning feiert ihren 10. Geburtstag.


Bis zum heutigen Tag (31. Mai) haben rund 24 Millionen Besucher dort insgesamt 471 Spiele erlebt beziehungsweise gesehen. 340 Millionen kostete das Stadion (Foto: TS), dessen Spatenstich am 21. Oktober 2002 erfolgte, insgesamt und wurde knapp drei Jahre später feierlich eröffnet.

Zu den absoluten Höhepunkten gehörten sicherlich die Spiele der Fußball-WM 2006, das Finale der UEFA Champions League sechs Jahre später oder der jüngste Rekordsieg der Bayern gegen den Hamburger SV in der aktuell zu Ende gegangenen Bundesliga-Saison am 21. Februar (8:0).

Zu Beginn fasste die Arena 65.000 Besucher und wurde zunächst auf 68.000 Plätze aufgestockt. Später beherbergte das "Münchner Schlauchboot" - wie es viele etwas spöttisch nennen - 71.000 Fans. Aktuell sind bei den Spielen des deutschen Rekordmeisters von der Säbener Straße 75.000 Menschen vor Ort.

Im internationalen Wettbewerb (Länderspiele, Europapokalduelle) dürfen aus Sicherheitsgründen "nur" 71.000 Gäste dabei sein. Auch bei der Fußball-EM 2020 dürfte das Stadion, dessen Namensrechte bis 2041 an die Versicherungsgruppe der Allianz gegangen sind, zum Spielort werden.

Bis dahin ist davon auszugehen, dass vor allem der FC Bayern München - dem das Stadion gehört - noch für das eine oder andere sportliche Highlight im Münchner Norden sorgen wird - egal, ob in der Bundesliga, dem DFB-Pokal oder in der Champions League.

Mittwoch, 4. März 2015

Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie...

München - Titelverteidiger FC Bayern München ist ins Viertelfnale des DFB-Pokals eingezogen. Gegen die Eintracht aus Braunschweig setzten sich die Bayern-Stars vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena (Foto: Alex Wehrle) relativ mühelos mit 2:0 durch.
 
 
"Relativ" ist das passende und auch richtige Wort an dieser Stelle, schließlich wusste der Zweitligist aus Niedersachsen insbesondere in der ersten Halbzeit mit einer tollen Defensivorganisation zu überzeugen. Es brauchte einen Treffer der Marke "Tor des Monats" von David Alaba, der einen Freistoß genau an die Unterkante der Latte zimmerte.

Da waren die Kicker im Münchner Norden bereits in der Nachspielzeit angekommen - die ersten Zuschauer waren schon in Richtung der Toiletten oder Verpflegungsstellen unterwegs. Auch der Schiedsrichter machte sich kurz darauf mit seinen Assistenten im Schlepptau und dem Ball in der Hand in Richtung Kabine auf, wurde hierbei jedoch von Braunschweiger Spielern und ihrem Trainer Torsten Lieberknecht heftig bedrängt.

Sie redeten gestenreich auf ihn ein, zeigten an den Ort des Geschehens in Strafraumnnähe sowie in Richtung Arjen Robben. Dem warfen sie eine Schauspieleinlage vor. Nun, zumindest fiel der Niederländer recht theatralisch hin. Nach dem Seitenwechsel tat sich der Favorit noch immer recht schwer. Erst ein tolles Solo von WM-Held Mario Götze sorgte für die Vorentscheidung (2:0, 57.).

Dass an diesem Abend irgendwie vieles anders war, bewies zudem die Tatsache, dass FCB-Stadionsprecher "auf Wunsch vieler Social-Media-User des FC Bayern", die Siegerin des RTL-Formats "Der Bachelor" bekannt gab. Doch den Namen "Liz" nahm fast niemand wahr - weder mit Pfiffen noch mit Applaus - auch das sagte einiges aus. Zurück zum Sport: "Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch, wie es muss!" Das machten sie, diese Bayern.

Sonntag, 18. Mai 2014

Der FC Bayern München holt sich sein 10. Double

Berlin - Der FC Bayern München hat das 10. Double aus Meisterschaft und Pokalsieg perfekt gemacht (Foto: dpa). Vor ausverkauftem Haus im Berliner Olympiastadion schlug der deutsche Rekordmeister Borussia Dortmund nach Verlängerung mit 2:0. Und das sicherlich nicht unverdient – trotz des nicht gegebenen Tores in der 64. Minute.


Denn in dieser besagten Szene köpfte BVB-Verteidiger Mats Hummels aus leicht abseitsverdächtiger Position in Richtung Tor. Dort drosch Bayerns Abwehrchef Dante die runde Plastikkugel mit dem linken Fuß zurück ins Spielfeld. Dass der rechte Fuß des Brasilianers dabei genau auf der Linie stand, spricht für die Tatsache, dass der Ball drin war.

Nach kurzem Blickkontakt mit seinem Assistenten ließ Schiedsrichter Florian Meyer das brisante Duell weiterlaufen. Eine korrekte Entscheidung, da sich beide Männer in Schwarz nicht sicher waren, ob das Spielgerät tatsächlich hinter der Linie gewesen war. Dass hinterher davon geredet wird, der Linienrichter habe hingegen „Tor“ angezeigt, ist eine Mär.

Denn dann hätte Meyers Assistent nicht nur mit dem linken Arm in Richtung Mittellinie zeigen, sondern sofort auch dort hinlaufen und zudem mit Rechts mit der Fahne winken müssen. So deutete der Mann am Spielfeldrand lediglich „weiterspielen“ an. Diese Geste sorgte hinterher in der Pressekonferenz für leichte Verwirrung, selbst so mancher Journalist scheint die FIFA-Regel(n) nicht (wirklich) zu kennen.

In der Verlängerung war es dann der FC Bayern, der trotz einiger Wadenkrämpfe und einem leicht angeschlagenen Schlussmann (Manuel Neuer musste an der Schulter behandelt werden), näher am Sieg dran gewesen war. Nach einem zu kurzen Abwurf von BVB-Keeper Roman Weidenfeller, schaltete der FCB schneller. Mal wieder schlug Arjen Robben in der 107. Minute zu, bevor sein Mitspieler Thomas Müller den Sack zumachte (120.+3).

Donnerstag, 17. April 2014

Zoller trifft - FCK geht dennoch mit 1:5 unter

München - Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Bayern München nicht wirklich viel zu bestellen gehabt. Denn am Ende gewannen die Hausherren in der bayrischen Landeshauptstadt deutlich mit 5:1. Damit kommt's zum großen Duell mit Borussia Dortmund am 17. Mai im Berliner Olympiastadion.


Zwar erzeugte der Außenseiter um Angreifer Simon Zoller (Foto: Nadia Saini) wesentlich mehr Torgefahr, als es beispielsweise Manchester United in der UEFA Champions League im Münchner Norden unlängst noch getan hatte. Doch mehr als der Anschlusstreffer zum 1:3-Zwischenstand war für die Elf von FCK-Coach Kosta Runjaic nicht drin an diesem Abend. 

Schütze des Ehrentreffers in der 60. Minute war ausgerechnet der 22-jährige Zoller, Stürmer aus Berg bei Friedrichshafen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der FC Bayern die Partie in der mit 71.000 Zuschauern restlos ausverkauften Allianz Arena allerdings längst entschieden. 

Bastian Schweinsteiger (23.), Toni Kroos (32.) und Thomas Müller (50., Foulelfmeter) sorgten für eine Art Vorentscheidung, bevor Mario Mandzukic (78.) und Mario Götze (90.+1) den 5:1-Endstand markierten. Simon Zoller wurde nach 80 Minuten ausgewechselt und tröstete seine Kameraden nach dem Abpfiff als Erster.

Montag, 3. März 2014

Die "Kuhglocke" ist zurück am Bodensee

Friedrichshafen - Ausgelassen ist sie derzeit (noch), die Stimmung in der Häfler ZF Arena an der Meisterhofener Straße - und das völlig zurecht. Denn die Volleyballer des VfB Friedrichshafen haben ihre Fans, Freunde und Förderer zum Empfang in ihrer Heimspielstätte gebeten. Grund der Feierlichkeiten am Rosenmontag: der insgesamt 12. Pokaltriumph auf DVV-Ebene für den VfB.


Bei Freigetränken, heißen Würstchen und Pizza ließ es sich die VfB-Familie im Foyer der Arena gut gehen, angeführt von "König Max" (Foto: Günter Kram). Der hat(te) noch immer - oder inzwischen wieder - seine goldene Pappkrone einer benachbarten Fast-Food-Kette auf dem noch müde aussehenden Haupt. Erst gegen 5 Uhr morgens waren die Helden aus Westfalen an den See zurückgekehrt.

Zu den Klängen der Lumpenkapelle "Shakes-Bier" klatschten die Besucher begeistert Applaus, die kleinen Fans sammelten Autogramme von Kapitän Max Günthör und Co. Der 2,08 Meter lange Mittelblocker des Rekordmeisters hatte im Gerry-Weber-Stadion seine bereits sechste Kuhglocke in die Höhe gestemmt oder besser: er stemmte den DVV-Pokal bereits zum sechsten Mal im bunten Konfettiregen in die Höhe. Es wird womöglich nicht der letzte Streich von "Mäxe" gewesen sein.

Denn wenn es nach ihm, seinen Mitspielern und Geschäftsführer Jürgen Hauke geht, schon diese Saison nicht. Denn spätestens im Mai will die VfB-Familie abermals feiern - und das am liebsten mit der Schale. Die war in den vergangenen beiden Jahren stets an den gestrigen Endspielgegner nach Berlin gegangen. Eine lange, für viele "Blau-Weiße" zu lange Zeit. Doch: Die Recycling Volleys aus der Hauptstadt dürften nach dem gestrigen Fünf-Satz-Krimi mehr als nur gewarnt sein.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

"In unserer Mannschaft steckt wesentlich mehr drin"

Friedrichshafen - Sie hätten gerne den Titel beim MTU-Hallencup als erste Mannschaft überhaupt verteidigt, doch es kam anders. Am Ende mussten sich die C-Junioren des FC Bayern München mit dem siebten Platz zufrieden geben. Und das auch, weil der Bayern-Nachwuchs nicht das zeigen konnte, was er wollte. Das gab FCB-Trainer Harald Cerny (Foto: gkr) im Gespräch mit Thomas Schlichte zu.


Herr Cerny, sind Sie traurig, dass es für Sie mit der Titelverteidigung nicht geklappt hat?

Harald Cerny: Unser Ziel bei einem Turnier ist es immer, einen solchen Wettbewerb nach Möglichkeit auch zu gewinnen. Das ist klar. Aber der MTU-Cup ist richtig gut besetzt. Deswegen kann ich nicht wirklich sagen, dass ich traurig bin.

Doch Sie hätten sich eine bessere Platzierung gewünscht?

Cerny: Natürlich. Wir wären sehr gerne mindestens ins Halbfinale gekommen. Von dem her ist der siebte Platz natürlich zu wenig. In unserer Mannschaft steckt wesentlich mehr drin.

Woran hat es denn gelegen, wenn man das überhaupt genau beziffern kann?

Cerny: Nun, wir haben an beiden Tagen leider nicht das zeigen können, was wir können.

Lag's auch daran, dass es gerade im Viertelfinale gegen Basel (0:3) mitunter intensiv zur Sache ging?

Cerny: Ich denke, dass wir uns beide da rein gar nichts geschenkt haben. Beide Teams haben beherzt agiert und sind keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen.

Hinterher hat es ja deswegen auch ein paar Meinungsverschiedenheiten gegeben, oder?

Cerny: Sicherlich ging es in ein, zwei Situationen vielleicht zu aggressiv zur Sache, so dass es nach dem Abpfiff ein paar Nickligkeiten gegeben hat. Aber danach sind die Jungs zueinander in die Kabine gegangen und haben sich die Hand gereicht. Emotionen gehören eben dazu.

Sehen wir Sie und den FC Bayern denn nächstes Jahr hier am Bodensee wieder?

Cerny: Ich denke schon. Denn dieses Turnier ist fix in unserem Turnierplan drin. Wenn wir wieder eingeladen werden, kommen wir sehr gerne zum nächsten Turnier in Friedrichshafen zurück.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute!

Sonntag, 2. Juni 2013

Das erste "Triple" der FCB-Geschichte ist perfekt

Berlin - Der FC Bayern München hat seine Rekordsaison gekrönt. Dank des hart erkämpften 3:2-Erfolges im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart sicherte sich der Rekordmeister das geschichtsträchtige Triple. Das hatte zuvor nicht einmal die sagenhafte Elf um Franz "Kaiser" Beckenbauer in den 1970er Jahren geschafft.


Um exakt 22:11 Uhr Ortszeit war es im Berliner Olympiastadion soweit, als FCB-Kapitän Philipp Lahm den goldenen Pokal in die Höhe reckte. Seine Mitspieler tanzten und jubelten im gleichfarbigen Konfettiregen, als wäre es der erste Titel nach Jahren gewesen (Foto: dpa). Dabei durfte sich der FC Bayern vergangenen Samstag über den Champions League-Sieg und eine Woche zuvor über die Meisterschale freuen.

Es war und ist exakt diese Freude oder dieser Hunger, der die "Roten" von der Isar auszeichnete - diese Gier nach Titeln. Dabei war der VfB nicht weniger entschlossen, insbesondere Martin Harnik ging giftig und körperbetont zur Sache. Und das von Anfang an, als die Bayern - wie schon gegen Borussia Dortmund - nicht richtig bei der Sache waren. Folgerichtig hatten die Schwaben zwei riesige Möglichkeiten.

So zum Beispiel in der 22. Minute, als Manuel Neuer gleich zweimal überragend parierte. Eine Viertelstunde später brachte Ibrahima Traoré den mutig in den Strafraum marschierenden Lahm zu Fall - Elfmeter. Thomas Müller zeigte keine Nerven und verlud den machtlosen Sven Ulreich im VfB-Tor (37.). In dieser Phase wurde der Favorit stärker, Franck Ribéry und Arjen Robben rissen das Spiel an sich. Im Sturmzentrum bekam überraschend Mario Goméz den Vorzug vor Mario Mandzukić - mit Recht.

Denn in der 48. und 61. Minute war der Torjäger zur Stelle und machte das, was er am besten kann - einnetzen. Da war die Partie eigentlich entschieden. Bis, ja bis der FC Bayern München nur noch für die Galerie spielte und den VfB Stuttgart teils vorführen wollte. Das ließen sich Harnik und Co. nicht gefallen und gingen auf Risiko. Dieser Offensivdrang sollte sich lohnen, denn Martin Harnik traf gleich doppelt (71., 80.). Doch am Ende schaukelte die Heynckes-Elf das spannende Spiel souverän nach Hause.

Sonntag, 24. März 2013

Mit Sport hat das nichts mehr zu tun

Sepang - "Das ist Rennsport" sagte der eine oder andere Teamchef der Formel 1 nach Rennende vor der Siegerehrung. Doch - mal ehrlich - von Ehrung kann an dieser Stelle keine Rede sein. Weltmeister Sebastian Vettel gewann den Großen Preis von Malaysia im Red Bull vor Teamkollege Mark Webber und Mercedes-Pilot Lewis Hamilton.


Doch, was hatte Vettel denn eigentlich gewonnen? Gut, er bekam den Siegerpokal, durfte sich ein Tröpfchen Champagner gönnen - den Rest verspritzte er. Richtige Freude kam beim Großen Preis von Malaysia (Foto: Eurosport) jedoch nicht auf, alle drei Fahrer standen wie die begossenen Pudel mit finsteren Mienen auf dem Podest.

Zur gleichen Zeit dürfte ein gewisser Nico Rosberg seinen Helm in die Garage gepfeffert haben, während Motorsport-Chef "Toto" Wolff von einer Entscheidung für das Team sprach - ähnliche Worte hatte Christian Horner - sein Pendant bei Red Bull - vor laufenden Kameras parat. Was war denn eigentlich passiert?

Ganz einfach: Mark Webber wurde der erste Saisonsieg gestohlen, Sebastian Vettel setzte sich über die Devise der letzten Runden (Reifen und Getriebe schonen) hinweg. Er quetschte sich am Australier vorbei, beide riskierten auf der Zielgeraden einen sicherlich folgenschweren Crash. Auch in den nächsten Kurven wurde es ganz eng zwischen den beiden Fahrern.

Um ein Haar wäre es auch zwischen Rosberg und Hamilton so gekommen, der Deutsche war klar schneller, der Brite sollte - so die Anweisung - "Sprit sparen". Gut, dass Rosberg sich und seine Wut besser kontrollierte, als es der dreifache Champion aus Heppenheim machte. Ich hoffe, dass so etwas in den kommenden Rennen nicht mehr vorkommt. Denn das "ist und war kein Rennsport"!

Mittwoch, 20. Februar 2013

Ein schöner Sieg mit vielen Höhen und wenigen Tiefen

London - Einen Auftakt nach Maß hat der FC Bayern München in die K.O.-Phase der UEFA Champions League gefeiert. Vor 59.974 Zuschauern im ausverkauften Londoner Emirates Stadium schlug der deutsche Rekordmeister den FC Arsenal im Achtelfinal-Hinspiel verdient mit 3:1 (2:0). Lediglich nach dem Anschlusstreffer durch Lukas Podolski nach knapp einer Stunde schwächelten die Bayern etwas.


Und das auch, weil sich der FC Bayern nach der dominanten ersten Hälfte und einer deutlichen 2:0-Führung nach etwas mehr als 20 Minuten - wie schon in der Vergangenheit in der europäischen Königsklasse öfter erlebt - wohl etwas zu sicher fühlte und die "Gunnars" als mental am Boden angesehen hatte. Dabei war es ausgerechnet FCB-Keeper Manuel Neuer, der sich nach einer Ecke einen gedanklichen Aussetzer leistete.

Ob es diesen Eckball - der angeblich keiner war - nach gespielten 55 Minuten hätte geben müssen, das sei einmal dahin gestellt. Fakt ist nur, dass der deutsche Nationaltorwart diesen Ball haben und nicht übermotiviert aus seinem Kasten eilen musste. Das verwirrte seinen Mitspieler David Alaba - der ohnehin einen gebrauchten Tag erwischte - und Bastian Schweinsteiger derart, dass sie sie Podolski gewähren ließen.

Plötzlich wurde aus dem souveränen Vorsprung ein knapper Rückstand und die Gäste von der Isar gerieten an der Themse in Seenot. Dass sie sich nach 73 Minuten wieder fingen, haben sie der Einwechslung von Luiz Gustavo zu verdanken, der den Bayern etwas mehr Stabilität in der Defensive gab. Gustavo kam für Toni Kroos in die Partie, der sein Team mit einem sehenswerten Volley-Aufsetzer zeitig  in Führung brachte (7.).


Kurz vor seiner Auswechslung stolperte Stürmer Mario Mandžukić das Spielgerät irgendwie mit der Hacke ins Tor (77.)  und wurde kurz darauf durch Mario Gomez ersetzt. Mann des Tages war der sehr lauffreudige Flügelspieler Thomas Müller (Foto: dpa) auf der rechten Außenbahn, der in Arjen Robben - nach 63 Minuten für den blassen Franck Ribéry gekommen - immer wieder die Seiten tauschte. Einziger Wermutstropfen ist die dritte "Gelbe" für Schweinsteiger, der für das Rückspiel am 13. März in der Allianz Arena gesperrt ist.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

"Ich genieße es sehr, bei Arsenal zu sein"

London - Lukas Podolski ist einer der beliebtesten Profis der deutschen Fußball-Szene. Der 27-jährige Linksfuß (Foto: FC Arsenal) ist seit dieser Saison für den FC Arsenal London aktiv und fühlt sich auf der britischen Insel richtig wohl. Die Fragen an den deutschen Nationalspieler stellte Thomas Schlichte.


Lukas, genießen Sie Ihr Leben in England?

Ja, ich genieße es sehr, bei Arsenal zu sein. Bisher fühle ich mich sehr wohl. Ich habe jedoch für vier Jahre und nicht nur für fünf oder sechs Monate unterschrieben. Ich komme gut zurecht, verstehe mich gut mit der Mannschaft und komme im Verein bestens zurecht. Aber wir brauchen ein paar mehr Punkte, um in der Premier League weiter nach oben zu kommen.Doch wenn wir so spielen, wie zuletzt gegen Tottenham, dann werden wir diese Punkte holen.

Und wie schmeckt Ihnen das Leben abseits des Platzes in London?

Ich bin gut angekommen, habe eine tolle Bleibe gefunden und genieße mein Leben. Ich mag die Menschen in England sehr, mit ihnen kann man schnell sehr gut auskommen. Mir gefällt die Stadt London und die großartige Atmosphäre, die dort herrscht. Ich habe überhaupt keine Probleme, mich zurechtzufinden.

Hat Ihnen dabei auch Ihr sonniges Gemüt geholfen?

Ja, ich denke schon, dass mir das geholfen hat. Ich bin sehr glücklich. Ich versuche immer zu lachen - so bin ich eben. Vielleicht kann ich damit auch der Mannschaft weiterhelfen, denn wir machen in der Umkleidekabine jede Menge Späße miteinander. Der Teamgeist und das Verhältnis der Spieler untereinander ist sehr gut bei Arsenal. Die Jungs sind einfach ein fantastischer Haufen.

Lernen Sie schon fleißig Englisch?

Sicher, ich versuche so viel wie möglich Englisch zu sprechen - und ich denke, dass ich immer besser werde. Wenn du deinen Lebensmittelpunkt von Deutschland nach irgendwo anders hin verlagerst, dann musst du auch die Sprache lernen. Ich lerne jeden Tag dazu und fühle mich immer sicherer. Mein Englisch ist gut, aber ich versuche mich weiter zu verbessern - egal, ob mit den anderen Spielern oder dem Mitarbeiterstab des Vereins.

Hat Sie der englische Fußball in seiner Art überrascht?

Nein, keinesfalls. Die Stimmung in den Stadien ist fantastisch, die Heimspiele im Emirates Stadium sind immer ausverkauft. Die Atmosphäre in unserem großartigen Stadion ist beeindruckend, die Fans sind einfach klasse. Mir gefällt es wirklich gut, hier zu spielen. Auch die Auswärtsspiele sind immer toll, wir haben auch in anderen Städten viele Anhänger, die uns dann hervorragend unterstützen. Das ganze Drumherum und der Fußball selbst sind unglaublich. Es wird sehr hart gespielt, du musst dich in jeder Partie beweisen und kämpfen. Doch das gefällt mir, auch die Fans und die Stadionbesucher an sich. Die Premier League ist eine sehr ausgeglichene Liga und ich genieße die neue Herausforderung sehr - sie ist ein wichtiger Schritt in meiner Karriere.

Sehen wir jetzt den “echten Podolski”?

Ich weiß es nicht, wer oder was ist der “echte Podolski”?! Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich zufrieden mit meiner Leistung und der Art meines Spiels - es läuft ordentlich. Aber ich weiß, dass ich mehr kann. Ich möchte öfter treffen, weitere Vorlagen machen und dadurch der Mannschaft weiterhelfen. Es läuft im Moment super. Aber ich versuche, noch besser zu werden.

Und was raten Sie den Spielern der U15 von Arsenal beim MTU-Hallencup?

Mein Ratschlag für junge Fußballer ist ganz einfach. Trainiert so hart, wie Ihr könnt - und natürlich so oft wie nur möglich. Arbeitet gewissenhaft und versucht immer, Euer Bestes zu geben - egal, ob es im Training, in Spielen oder jetzt beim MTU-Hallencup ist. Ich sage: Versucht immer, das Maximum zu erreichen.

Donnerstag, 8. November 2012

Heute meckern wir mal auf ganz hohem Niveau

München - Der FC Bayern München hat dem LOSC Lille in der Gruppenphase der UEFA-Champions League nicht den Hauch einer Chance gelassen. Beim 6:1-Kantersieg vor 68.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena überrannte der deutsche Rekordmeister seinen Gegner zum 5:0-Halbzeitstand förmlich. Dass sich dann aber in Hälfte zwei der Schlendrian einschlich, war ziemlich unnötig.


Zwar setzte FCB-Coach Jupp Heynckes mit den Einwechslungen  von Toni Kroos für Thomas Müller (61.), Anatoliy Tymoshchuk für Bastian Schweinsteiger (67.) und Xherdan Shaqiri für Frank Ribery nach 72 Minuten neue Akzente, doch das Bayernspiel plätscherte weiterhin vor sich hin. Schon vor den Wechseln hatte Salomon Kalou mit einem sehenswerten Distanzschuss unter die Latte zum 1:5 verkürzt (57.).

Dass dann Toni Kroos in der 66. Minute den sechsten Treffer des Abends für die Gastgeber erzielte und somit den alten Abstand wieder herstellte, war dem plötzlichen Tempowechsel und dem unermüdlichen Offensivdrang von Kapitän und Außenverteidiger Philipp Lahm geschuldet. Kurz danach nahm Heynckes Schweinsteiger vom Feld, der sich nach einer umstrittenen gelben Karte gegen ihn kaum beruhigen konnte.

Auch Ribery musste gegen seinen Ex-Klub vorzeitig weichen, auch er hatte sich mit dem ungarischen Schiedsrichter angelegt und sah - noch während seines Abgangs - für eine abfällige Geste den gelben Karton. In der Folge kurbelte der quirlige Shaqiri das Spiel der Bayern (Foto: dpa) mit Ball gehörig an, suchte immer wieder den bis dato dreifachen Torschützen Claudio Pizarro, Arjen Robben oder Toni Kroos.

Besonders Robben hätte für noch mehr Tore, vielleicht sogar ein zweistelliges Resultat sorgen können - nein, müssen. Er vergab vier Hochkaräter, drei davon freistehend und unbedrängt. Statt die Kugel locker am Torwart vorbei zu schieben - wie Pizarro beim 2:0 und Kroos zum 6:1 - wollte es der Niederländer besonders schön machen und entschied sich fürs Lupfen - keine gute Idee. Aber das ist Meckern auf ganz hohem Niveau.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Das Wunder von der Ostalb ist ausgeblieben

Aalen - "Oh, wie ist das schön; oh, wie ist das schön; so was hat man lange nicht geseh'n; so schön; so schön." Dieses Lied haben die Anhänger des VfR Aalen zwar auswendig in ihrem Repertoire, doch Grund es zu singen hatten sie nicht. Denn nach 90 einseitigen Minuten in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund war es der Titelverteidiger, der sich beim locker herausgespielten 4:1-Sieg feiern lassen konnte.


Schade für die Mannschaft von VfR-Coach Ralph Hasenhüttl, der zusammen mit seinem Kollegen Jürgen Klopp den Trainerschein gemacht hatte. Entsprechend herzlich fiel die Begrüßung zwischen dem Österreicher und dem gebürtigen Schwaben aus, dessen Team anschließend nicht mit schönem Offensivfußball geizte. Die Hausherren rannten zumeist hinterher, kamen oft den entscheidenden Schritt zu spät. Ja, man konnte den vielbesungenen Klassenunterschied in der Hans-Scholz-Arena klar erkennen.

Vor 13 251 Zuschauern belegten die Treffer von Mats Hummels (22.), Marcel Schmelzer (32.), Mario Götze (50.) und Julian Schieber (79.) eindrucksvoll, zu was der BVB im Spiel nach vorne in der Lage ist. Besonders der feine Lupfer von Shootingstar Götze sorgte für Erstaunen auf der Ostalb. Der Tabellenachte aus Liga zwei, bei dem Michael Klaus mit einem direkt verwandelten Freistoß traf (87.), war "Schwarz-Gelb" einfach nicht gewachsen. 

Zwar begannen die Gastgeber couragiert, versuchten früh zu stören und selbst das Spiel zu machen (Foto: Aron Willers). Allerdings verlor Aalen mit zunehmender Spieldauer den Zugriff aufs Mittelfeld, die Abstände in der Defensive waren zu groß. Genau in diese Lücken stieß der Favorit aus Westfalen immer wieder hinein, kombinierte ähnlich erfrischend wie vor einer Woche gegen die "Königlichen" von Real Madrid.

Dass aber die Elf aus der 67.000-Einwohner-Stadt nichts mit dem Starensemble aus der spanischen Hauptstadt gemeinsam hat - außer vielleicht der weißen Farbe im Trikot - spielte dem Meister in die ohnehin sehr guten Karten. Dortmund war in den Zweikämpfen körperlich robuster, ließ den Ball schneller zirkulieren und nutzte Fehlpässe des Aufsteigers ins Fußball-Unterhaus gnadenlos aus. Es hätte eben alles passen müssen beim VfR, doch das Wunder von der Ostalb blieb aus.

Freitag, 28. September 2012

Mehr als „mitspielen“ ist dann eben nicht

Schaffhausen - Die Kadetten Schaffhausen haben ihr Gruppenspiel in der EHF-Champions League gegen den Titelmitfavoriten FC Barcelona deutlich mit 23:33 verloren. Vor 2.900 Zuschauern in der nicht ausverkauften BBC Arena leisteten sich die Gastgeber zu viele Fehlwürfe und Ballverluste.


Etwas, das ein Top-Team wie das von Barcelona sofort bestraft. Schon zur Pause hatten sich die Gäste auf 17:12 abgesetzt und ließen auch im zweiten Abschnitt nichts anbrennen. Vor allem im Angriff wusste der siebenfache CL-Sieger immer wieder seine Klasse aufblitzen. Sei es mit schönen Anspielen an den Kreis oder druckvollen Würfen aus dem Rückraum.

Einzig Kadetten-Schlussmann Arunas Vaskevicius wusste konstant zu gefallen, parierte unter anderem gleich zwei Siebenmeter. Ansonsten rannte sich der Außenseiter immer wieder an der schnellen und sicheren Deckung der Spanier fest (Foto: Aron Willers) , in deren Mittelblock der Schwede Magnus Jernemyr den sogenannten „Laden dicht hielt“.

Bis in die Schlussphase versuchten die Hausherren alles - sie kämpften, wechselten und stellten taktisch um. Gleich drei Auszeiten nahm Coach Petr Hrachovec, doch gegen Kreisläufer Cedric Sorhaindo und Co. war an diesem Abend einfach kein Kraut gewachsen.

Schon am Samstag sind die Kadetten wieder im Ligaalltag gefordert. Dort werden sie sicherlich besser aussehen, als gegen eine Mannschaft, die zum Besten gehört, was der europäische Handballsport derzeit zu bieten hat.

Sonntag, 19. August 2012

Es mangelt an der Chancenauswertung

Heidenheim - 12:1 Ecken, sieben zu drei Großchancen und eine Drangperiode nach gut einer Stunde haben dem 1. FC Heidenheim nicht gereicht. Denn nach 90 Minuten in der 1. Runde des DFB-Pokals hieß der Sieger VfL Bochum. Der Zweitligist gewann den Vergleich mit 2:0, hatte die Partie schon zur Pause entschieden.


Denn der Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann genügten zwei starke Aktionen in Abschnitt eins - und das immer dann, wenn der gastgebende Drittligist gerade zu seiner spielerischen Linie gefunden hatte. So zum Beispiel in der 6. Minute, als der 1. FCH seine Anfangsnervosität abgelegt hatte. Alexander Iashvili setzte sich am linken Flügel durch, passte scharf zur Mitte. Dort reagierte Sturmpartner Zlatko Dedic am schnellsten und es stand 0:1.

In der Folge machte Bochum die Räume eng, gestaltete die Raumaufteilung im Mittelfeld äußerst kompakt. Dennoch versuchten FCH-Kapitän Marc Schnatterer und seine Nebenleute alles - "auf geht's Heid'ne schießt ein Tor" skandierte die Osttribüne unter den insgesamt 7.500 Zuschauern bei sommerlicher Hitze.

Jedoch waren es erneut die Gäste, die abermals ins Tor trafen (Foto: Aron Willers). Wieder war es Dedic und erneut hatte sich der Außenseiter zuvor einen leichtfertigen Ballverlust geleistet, der zum zweiten Bochumer Treffer in der 43. Minute führte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Hausherren mächtig Musik, der eingewechselte Routinier Michael Thurk sorgte für ständige Unruhe und wusste mit Übersicht zu gefallen. Schnatterer biss derweil auf die Zähne, nachdem er ab der 75. Minute unter Wadenkrämpfen litt.

Fünf Minuten später hätte der VfL den so genannten "Deckel drauf" machen können - aber Iashvili scheiterte völlig freistehend am schnell reagierenden Frank Lehmann im Tor der Elf von Coach Frank Schmidt. Bis in die Nachspielzeit versuchte seine Mannschaft alles, doch ein Treffer wollte einfach nicht (mehr) fallen.