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Samstag, 4. April 2020

"Spende deine Trikotnummer!" findet Anklang!

Köln - Simon Zoller, Fußball-Profi beim Zweitliga-KlubVfL Bochum, hat zusammen mit zwei Partnern eine Spendenaktion mit dem Namen "Spende deine Trikotnummer!" auf den Weg gebracht. Inzwischen hat der aus Friedrichshafen stammende Offensivmann unzählige Unterstützer gefunden. 


"Jeder kann sich daran ganz einfach beteiligen", sagt Zoller, der einst beim TSV Fischbach mit dem Vereinsfußball loslegte. "Jeder, der mitmachen möchte, kann bei Instagram oder Twitter ein Foto von sich im oder mit seinem Trikot posten - ganz egal, welche Liga, welcher Verein oder selbst von einer Hobbytruppe oder von anderen Sportarten. Denn wir alle lieben diesen Sport", stellt "Zolli" klar.

 Lässt man sich also mit einem Leiberl mit der Rückennummer fünf  fotografieren, würde das einer Spendensumme von fünf Euro entsprechen. Wobei es vom Initiator durchaus begrüßt wird, wenn man die Summe aufzurundet oder aufstockt. Wichtig sei, dass man den Hashtag "spendedeinetrikotnummer" benutzt und die Accounts von Simon Zoller (bei Instagram @simonzoller9 oder bei Twitter @SiZolli) - auf seinem Beitrag verlinkt. 

"Wer ein Torwarttrikot mit der 'Eins' präsentiert, darf natürlich gerne eine oder zwei Nullen hinten dranhängen beim Spendenbetrag", schnumzelt Zoller, der zum Start der Aktion selbst mit denTrikots seiner letzten Profistationen beim Karlsruher SC, dem VfL Osnabrück, dem 1. FC Kaiserslautern, dem 1. FC Köln sowie seines aktuellen Vereins, dem VfL Bochum 1848, posiert (Foto privat).

Damit sein Hilfsprojekt eine noch größere Reichweichte erzielt, arbeitet der 28-Jährige mit "#GABFAF - Gemeinsames Aktionsbündnis zur Förderung des Amateurfußballs" sowie dem FC Playfair! e.V. zusammen. Inzwischen sind zahlreiche ehemalige und aktuelle Weggefährten von Simon Zoller mit von der Partie und ließen sich bereits mit ihren Trikots ablichten.

Neben Kölns Nationalspieler Jonas Hector, Bremens Leonardo Bittencourt oder Heidenheim-Kapitän Marc Schnatterer, sind - neben vielen anderen - zum Beispiel auch die TV-Kommentatoren Robby Hunke, Wolff Fuss und natürlich Zolli's Ehefrau Laura Wontorra mit dabei.

"Jeder Euro, der gespendet wird, soll zu 100 Prozent da ankommen, wo er benötigt wird", betont die „Nummer 9“ in der VfL-Offensive. "Es geht bei vielen Personen und Vereinen um Existenzen und da möchte ich gerade im Amateursport, in dem wir alle angefangen haben, sehr gerne helfen."

Wer an "Spende deine Trikotnummer!" teilnehmen möchte, kann dies bei PayPal unter spendedeinetrikotnummer@fcplayfair.org oder per Überweisung mit der IBAN DE25 6045 0050 0030 1894 89.

Montag, 9. Juni 2014

Simon Zoller wechselt zum 1. FC Köln

Kaiserslautern - Simon Zoller, Stürmer aus Berg bei Friedrichshafen, spielt zur kommenden Saison in der 1. Fußball-Bundesliga. Nach wochenlangen Verhandlungen einigten sich sein bisheriger Arbeitgeber, Zweitligist 1. FC Kaiserslautern, und Aufsteiger 1. FC Köln auf rund drei Millionen Euro Ablöse für den Angreifer, dessen Abschied aus der Pfalz nach dem verpassten Aufstieg immer wahrscheinlicher wurde.


Auch der VfL Borussia Mönchengladbach sowie der SV Werder Bremen hatten Interesse am 22-jährigen Rechtsfuß (Archivfoto: Nadia Saini) gezeigt, der seine Tore gerne auch mit dem Kopf oder dem linken Fuß erzielte. 13 Treffer in 28 Pflichtspielen markierte Zoller, der bereits in der Winterpause vom FC Fulham aus England umworben wurde. Damals hatte der FCK einem Wechsel allerdings einen klaren Riegel vorgeschoben.

Ein halbes Jahr später zieht es den Mann mit den vielen Tattoos, der erst im vergangenen Sommer aus Osnabrück nach Kaiserslautern kam, nun also an den Rhein. Dort wird dem gebürtigen Obeschwaben, der diesen Monat noch seinen 23. Geburtstag feiert, einiges zugetraut. "Ich will nur nach Köln", hatte Simon Zoller zuletzt gesagt, als es erste Wechselgerüchte gab. Nun ist sein Wunsch in Erfüllung gegangen.

Donnerstag, 17. April 2014

Zoller trifft - FCK geht dennoch mit 1:5 unter

München - Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Bayern München nicht wirklich viel zu bestellen gehabt. Denn am Ende gewannen die Hausherren in der bayrischen Landeshauptstadt deutlich mit 5:1. Damit kommt's zum großen Duell mit Borussia Dortmund am 17. Mai im Berliner Olympiastadion.


Zwar erzeugte der Außenseiter um Angreifer Simon Zoller (Foto: Nadia Saini) wesentlich mehr Torgefahr, als es beispielsweise Manchester United in der UEFA Champions League im Münchner Norden unlängst noch getan hatte. Doch mehr als der Anschlusstreffer zum 1:3-Zwischenstand war für die Elf von FCK-Coach Kosta Runjaic nicht drin an diesem Abend. 

Schütze des Ehrentreffers in der 60. Minute war ausgerechnet der 22-jährige Zoller, Stürmer aus Berg bei Friedrichshafen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der FC Bayern die Partie in der mit 71.000 Zuschauern restlos ausverkauften Allianz Arena allerdings längst entschieden. 

Bastian Schweinsteiger (23.), Toni Kroos (32.) und Thomas Müller (50., Foulelfmeter) sorgten für eine Art Vorentscheidung, bevor Mario Mandzukic (78.) und Mario Götze (90.+1) den 5:1-Endstand markierten. Simon Zoller wurde nach 80 Minuten ausgewechselt und tröstete seine Kameraden nach dem Abpfiff als Erster.

Samstag, 4. Januar 2014

Simon Zoller: Vom Berger Bolzplatz auf den Pfälzer Betzenberg

Kaiserslautern - Als ihn "seine Jungs" als kleinen Steppke erstmals mit auf den Bolzplatz im Häfler Ortsteil Berg nahmen, hat wohl noch keiner gewusst, dass aus dem kleinen Simon von damals heute einer der treffsichersten Angreifer der 2. Fußball-Bundesliga wird. 


 Mittlerweile hat Simon Zoller (Foto: FCK) zehn Tore in 18 Liga-Partien auf dem Konto, stand dabei als Neuzugang insgesamt zwölf Mal in der Startelf des 1. FC Kaiserslautern. "Ich kann wirklich sagen, dass ich mich zum ersten Mal angekommen fühle im Profifußball", sagt der 22-Jährige, der bei den "Roten Teufeln" das denkwürdige Trikot mit der "Nummer 9" trägt. 

Prominente Vorbesitzer dieses Leibchen waren unter anderen Vratislav Lokvenc oder Pavel Kuka. Mit denen möchte sich der Linkshänder, der eigentlich Rechtsfuß ist, nicht vergleichen, doch in Zukunft gerne mit ihnen messen. Es ist sein Ehrgeiz, seine Verbissenheit und Zielstrebigkeit, die Torjäger auszeichnet und beim VfL Osnabrück zum Publikumsliebling werden ließ. 

Dort netzte er in der abgelaufenen Drittliga-Saison insgesamt 15 Mal ein, erregte dadurch natürlich das Interesse anderer Klubs, schrammte jedoch mit dem VfL in der Relegation gegen Dynamo Dresden nur knapp am Aufstieg vorbei. Den schaffte er nach dem Wechsel nach Rheinland-Pfalz dennoch, das erste Gespräch hatte der Tattoo-Fan mit einem gewissen Stefan Kuntz. 

Der Europameister von 1996 und jetzige FCK-Vereinsboss war von Beginn an vom 1,79 Meter großen Offensivmann überzeugt, der auch deshalb die "9" trägt, weil er sich im Sturm am wohlsten fühlt. Dass er dabei mit Mohamadou Idrissou und Olivier Occean berühmte Mitspieler und zugleich namhafte Konkurrenz hat, stört den gebürtigen Häfler nicht - ganz im Gegenteil. 

"Wir verstehen uns auf und abseits des Platzes richtig gut, pushen uns in jedem Training gegenseitig", erklärt der Musik- und Kunstliebhaber, der seine Familie nicht nur im Herzen, sondern auch farbig eingestochen auf den Armen trägt. "Schließlich haben wir alle ein großes Ziel." Natürlich ist damit der Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga gemeint, den der FCK in der abgelaufenen Spielzeit - damals noch ohne Simon Zoller - in der Relegation gegen die TSG 1899 Hoffenheim verpasste. 

Bereits Anfang Januar bittet Coach Kosta Runjaic wieder zum Training, das der ehemalige Karlsruher und Ulmer selbst bei dem derzeitigen Schmuddelwetter gerne besucht. "Ich bin bei solchen Bedingungen lieber am Ball, als bei 40 Grad", schmunzelt Zoller und ergänzt: "Bei Fritz-Walter-Wetter sind wir noch besser." Es scheint, als habe sich der Schwabe in der Pfalz bestens eingelebt.

Freitag, 2. August 2013

"Die Roten Teufel kehren in die Bundesliga zurück"

Kaiserslautern - Simon Zoller kommt aus Friedrichshafen und wechselte zum 1. Juli vom VfL Osnabrück zum 1. FC Kaiserslautern, bei dem er sofort als Torjäger überzeugte. Wie er sich dabei fühlt und was seine Fans als Nächstes erwartet, das hat der 22-jährige Fußballprofi (Foto: FCK) im Interview mit Thomas Schlichte verraten.


Simon, Sie haben im ersten Spiel gleich das Siegtor in Paderborn gemacht und jetzt am „Betze“ gegen Ingolstadt sogar einen Doppelpack geschnürt. Was folgt nun?

Simon Zoller: Weiter arbeiten, es ist nämlich noch nichts erreicht. Als Stürmer freuen mich meine Treffer natürlich ungemein, aber am wichtigsten ist es, wenn wir als Team erfolgreich sind und da läuft es gerade richtig gut. Wir sind eine gute Truppe, das passt.

Zuerst den Torwart mit links getunnelt, dann der Heber mit rechts. Und nun ein Kopfballtor?

Zoller: Mein Zeh ist gerade so dick, da wäre es wirklich mit dem Kopf einfacher (lacht). Aber ernsthaft: Ich möchte einfach weiter erfolgreich mit dem FCK auftreten und wenn dann noch Tore auf dem Betzenberg dabei rausspringen, umso schöner.

Nach dem Heber sieht man FCK-Coach Franco Foda im TV „Wahnsinn, einfach der Wahnsinn“ sagen. Wie ging es Ihnen in diesem Moment und was hat er zu Ihnen gesagt?

Zoller: Das sind einfach unbeschreibliche Gefühle, die kann man nicht in Worte fassen. Und was der Trainer und ich besprechen, das behalten wir für uns. Es ist in jedem Fall besonders gut, wenn Abläufe aufgehen, die man vorher im Training durchgespielt hat.

Sie hatten mir fünf Stunden vor dem Anpfiff ein Tor angekündigt. Was ist in Fürth drin?

Zoller: Fürth wird ein ganz anderes Spiel, denn dort wird die Heimmannschaft wahrscheinlich mehr das Spiel machen. Ich freue mich drauf und hoffe, wir können an unsere Leistungen anknüpfen.

Zuvor müssen Sie aber noch im Pokal in Heilbronn ran. Freuen Sie sich schon?

Zoller: Auch wenn wir gegen einen Sechstligisten spielen, dürfen wir das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir werden voll konzentriert antreten und uns keine Blöße geben.

Sie sind nun punktgleich mit Fürth Zweiter. Erobern Sie übernächste Woche die Tabellenspitze?

Zoller: Die Tabelle sagt bisher noch rein gar nichts aus und ist uns auch völlig egal. Wo wir am Ende der Saison – nach dem 34. Spieltag – stehen, das ist wichtig und sonst gar nichts.

Sie haben beim FCK einen Vertrag bis 2017 unterschrieben. Träumen Sie danach vom Ausland?

Zoller: Ich bin jetzt gerade beim FCK angekommen und fühle mich pudelwohl, warum sollte ich mich jetzt mit solchen Themen beschäftigen?

Und welche Schlagzeile würden Sie gerne nächsten Sommer über sich lesen?

Zoller: Die Roten Teufel kehren in die Bundesliga zurück und Simon Zoller ist dabei!

Vielen Dank für Ihre Zeit und alles Gute für die kommenden Aufgaben.

Freitag, 5. Juli 2013

Ein "Häfler" erobert die Pfälzer Fußballwelt

Kaiserslautern - Simon Zoller hat einen neuen Verein gefunden. Den 22-jährigen Stürmer aus Friedrichshafen zieht es in die Pfalz. Dort unterschrieb der Fußballprofi, der in Berg aufwuchs und das Fußballspielen in Fischbach und Ailingen lernte, einen Vierjahresvertrag beim 1. FC Kaiserslautern. 


”Es gab mehrere Interessenten, aber der FCK hat sich ja schon seit dem Winter um mich bemüht”, erzählt Zoller, der im vergangenen Jahr für den VfL Osnabrück auf Torejagd ging. 15 Treffer erzielte der Angreifer (Foto: FCK) dabei und führte den Drittligisten, der an der Bremer Brücke zu Hause ist, sogar in die beiden Relegationsspiele gegen Dynamo Dresden. Am Ende hielten allerdings die Sachsen die Klasse in Liga zwei. 

Warum sich der 1,79 Meter große Offensivmann für den Traditionsklub aus dem Südwesten entschied, beschreibt er wie folgt: „Die Gespräche mit dem Vereinsboss und dem Trainer, der Besuch im Stadion. Da war mir klar: Ich will hier her – und nur hier her.“ Klingt nach echter Überzeugung, festem Willen und großer Leidenschaft. 

Mit diesen Eigenschaften dürfte Zoller, dem sie beim Karlsruher SC den großen Durchbruch nicht zugetraut hatten, beim für seine Emotionalität bestens bekannten Publikum auf dem Betzenberg sehr gut ankommen. Und was erwartet Simon Zoller von sich selbst? „Als junger Spieler kann man in allen Sachen lernen. Man muss in der neuen Liga körperlich, physisch und psychisch bestehen, um seine Leistung auf dem Platz bringen zu können."