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Samstag, 12. Januar 2019

Bei der Stimmung ist noch Luft nach oben

München - Die am Donnerstag begonnene 26. Handball-Weltmeisterschaft der Männer hat stimmungstechnisch noch nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft. Zumindest war am Freitag an Turniertag zwei in München zuschauertechnisch noch reichlich Luft nach oben.


Während die erste Partie in Gruppe B zwischen Japan und Mazedonien (29:38) gerade einmal 7.500 Zuschauer unters Zeltdach der Münchner Olympiahalle zog (Foto: TS), versammelten sich beim Top-Duell des Spieltages zwischen Island und Kroatien (27:31) satte 12.000 Fans im Spiridon-Louis-Ring. Somit vermeldete der Hallensprecher ein zufriedenes "Ausverkauft", während sich am Abend die Reihen abermals lichteten.

Denn die Ansetzung zwischen Bahrain und Spanien (23:33) wusste gerade einmal 9.800 Handballfreunde zu begeistern. Und das, obwohl die Iberer als aktueller Europameister zum engen Favoritenkreis gehören. Wesentlich prächtiger war da schon die Atmosphäre in der Hauptstadt.

Dort sind allerdings auch die Deutschen Zuhause und haben sich mit zwei klaren Siegen gegen Korea (30:19) und Brasilien (34:21) schon einmal in Position gebracht. Nun warten jedoch mit Russland, Frankreich und Serbien ganz andere Kaliber auf die "BadBoys".

Zurück in die bayrische Landeshauptstadt: Dort gab es reichlich zu trinken für die Gäste - aber natürlich nicht nur Bier. Insbesondere die "Smoothies" von Sponsor Lidl erfreuten sich großer Beliebtheit. Ebenso wie die Mitmachaktionen und Merchandising-Stände im Ober- und Zwischengeschoss der prestigeträchtigen Sportstätte, die insgesamt einen guten Eindruck hinterließ.

Und das, obwohl der Austragungsort im Vorfeld des Turniers viel Kritik erntete, weil es an der Isar ja keine Top-Mannschaft gibt - also zumindest nicht im Handball. Doch die Aufteilung der vier Spielorte in der Bundesrepublik (Köln, Hamburg, Berlin, München) macht durchaus Sinn. So haben Handballer aus ganz Deutschland die Chance, bei der WM hautnah mit dabei zu sein.

Samstag, 2. Dezember 2017

Die Weisweiler-Elf hat die besseren Nerven!

Friedrichshafen - Die Weisweiler-Elf hat die 1. Auflage des ISDB-Legenden-Cups für sich entschieden. Im Penalty-Shootout schlug die Traditionsmannschaft des VfL Borussia Mönchengladbach in Friedrichshafen am Bodensee die Oberschwaben-Auswahl mit 7:6. Nach der regulären Spielzeit hatten sich beide Teams in der Häfler ZF-Arena 4:4-Unentschieden getrennt.


Hinterher ließen sich Karlheinz Pflipsen, Jörg Albertz und Co. von ihren mitgereisten Fans (Foto: TS) feiern  und präsentierten stolz ihre Siegertrophäe sowie den Wanderpokal, den es dann im kommenden Jahr zu verteidigen gilt. Den dritten Platz belegte der sportliche Erzfeind der Gladbacher Fohlen, der 1. FC Köln um Stephan Engels, ebenfalls per Entscheidung vom Punkt gegen die Ex-Stars von Dinamo Zagreb.

Für die Nordlichter von der Weser, den SV Werder Bremen um Torhüter Dieter Burdenski und Viktor Skripnik, reichte es am Schwäbischen Meer ganz bescheiden "nur" zum fünften Rang. Immerhin durfte sich Burdenski den Preis des Publikumslieblings abholen und zeigte zuvor auf dem Kunstgrün, dass er trotz fortgeschrittenen Alters noch lange nichts verlernt hat.

500 Fans hatten den Weg in die Sportstätte im Häfler Sportpark gefunden und beklatschten dabei gleich zwei Akteure der "Local Heroes" für ihre Auszeichnungen. Während Ralf Hermanutz als bester Keeper des Turniers ausgezeichnet wurde, bekam Mitspieler Daniel Dobrovoljski den Titel "bester Torschütze" verliehen. Als bester Spieler des Wettbewerbs wurde Chiquinho im VfL-Trikot ausgezeichnet.

Montag, 5. Juni 2017

Der RK Vardar Skopje düpiert die großen Favoriten!

Köln - Der RK Vardar Skopje (Foto: EHF) hat sich den Titel der Handball-Champions-League gesichert. In letzter Sekunde schlug der Außenseiter im Finale das Starensemble von Paris St. Germain mit 24:23. 19.600 Zuschauer pro Tag hatten in der Kölner Lanxess-Arena vier spannende Partien beim Velux EHF-Final-Four gesehen. Den dritten Platz sicherte sich Telekom Veszprem vor Barcelona Lassa.


Als Raul Gonzalez, Headcoach der Mazedonier, seine Jungs sieben Sekunden vor dem Abpfiff in einer letzten Auszeit noch einmal um sich scharrte, war ihm und seinen Spielern klar, dass es nun um den ganz großen Wurf gehen sollte - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Alex Dujshebaev täuschte in Richtung PSG-Mittelblock an und bediente Ivan Cupic per Bodenpass.

Der fing das Spielgerät, flog am machtlosen Uwe Gensheimer in Richtung Weltklasse-Keeper Thierry Omeyer davon. Dieser war in diesem Duell der zweite Sieger - über den Oberschenkel fand der Ball seinen Weg in die Maschen des rot-weißen Gehäuses. Während Nikola Karabatic, Mikkel Hansen und Co. ihre Enttäuschung nicht verbergen konnten und den Tränen nah waren, feierte der Turnierdebütant seinen Coup mit und vor den eigenen Fans. 

Diese hatten während des hochspannenden Endspiels Unterstützung der spanischen und ungarischen Schlachtenbummler bekommen - auch die vielen neutralen Handballfreunde im weiten Rund drückten Vardar die Daumen. Und das, obwohl ganz speziell Uwe Gensheimer bei der Vorstellung mit frenetischem Beifall gefeiert wurde. Der deutsche Nationalmannschaftskapitän nahm zwar nicht den großen Pokal mit in den Zug an die Seine, aber dafür die Auszeichnung als Topscorer (115 Tore).

Den Pokal als wichtigster Spieler des zweitägigen Wettbewerbs - also sogenannter "MVP" - bekam HC-Torwart Arpad Sterbik, der Mitfavorit Barca im Halbfinale beinahe im Alleingang entzauberte (26:25). Auch das andere Vorschlussrundenduell war nichts für schwache Nerven gewesen. Hier hatte Paris gegen Veszprem, das die meisten Anhänger an den Rhein mitgebracht hatte, das Glück zum 27:26-Endstand auf seiner Seite gehabt.

Vor und am Finaltag stimmte nicht nur das Rahmenprogramm mit Auftritten von Ex-Spice-Girl Melanie C, sondern auch wieder die Kulisse, die von Markus Floth, Anett Sattler und Edit Szalay glänzend unterhalten und zum Mitmachen animiert worden war. Viele Fans werden es kaum erwarten können, bis Floth sein "There's only one thing to say, let's play" ins Mikrofon schmettert. Am 26. und 27. Mai 2018 ist es dann wieder soweit - mal schauen, mit welchen Teilnehmern.

Montag, 24. August 2015

Ein Medienprofi geht unbeirrt seinen Weg!

Köln - Stefan Raab ist seit heute Nachmittag aus der Sommerpause zurück. Gerade eben wird seine erste Sendung des TV-Formats "TV Total" bei ProSieben ausgestrahlt. Der 48-Jährige wirkte bei der Aufzeichnung in den Brainpool-Studios erholt, spontan und witzig wie selten.


Denn im Gegensatz zu vielen anderen Shows musste "König Lustig" (Foto: TS) - wie ihn die Medien einst tauften - erstaunlich selten ablesen, leistete sich vergleichsweise wenig Versprecher und lieferte sich mit Ralf Möller das eine oder andere Wortduell, das - im Gegensatz zu vielen anderen Dialogen mit Gästen - nicht abgesprochen oder eigens dafür insziniert wirkte.
 
Dass der Hollywood-Schauspieler dann auch noch Arnold Schwarzenegger per Videotelefonie ins Studio schaltete und dem ehemaligen "Mister Universe" aus Österreich somit zu seinem allerersten Auftritt bei "TV Total" verhalf, brachte den Metzgerssohn aus Köln völlig aus dem Häuschen.

Da fiel es auch kaum ins Gewicht, dass sich "Arnie" aus dem fernen Kalifornien nur zu einem breiten Grinsen und einem knappen "Viel Spaß" hinreißen ließ. Im Gegensatz zum aufgedrehten Raab wirkte der "Terminator" müde und erschöpft, schließlich war Schwarzenegger gerade erst aus China zurückgekehrt.

Ob Stefan Raab, der demnächst wieder den "Bundesvision Song Contest" moderieren wird, sich von Sprungtürmen ins Wasser stürzt oder sich bei "Schlag den Raab" eneut mit ausgewählten Kandidaten um Millionengewinne duelliert, jedoch tatsächlich sein Versprechen einlöst, darf bezweifelt werden.

Denn Raab hatte bei der "EinsLive-Krone" gesagt, er würde mit Möller in einer Fortsetzung von "Haialarm auf Mallorca" mitwirken. Eine Film, über den sich Stefan Raab in den vergangenen Jahren stets und in schönster Regelmäßigkeit lustig gemacht hatte. Ja, das kann er - der, der Ende 2015 in den TV-Ruhestand geht. Aber er kann auch noch immer herzhaft über sich selbst lachen.

Es wird schwer sein, diesen Mann ab 2016 zu ersetzen. Denn es gibt nur wenige, die diese Mischung aus derbem Humor, blanker Selbstironie und "Stand-up-Entertainment" so gut beherrschen, wie es der ehemalige VIVA-Moderator seit 1999 getan hatte. Das wird auch der Privatsender selbst erkennen, dass dessen vermeintlichen Nachfolgern Joko und Klaas diese Fußstapfen viel zu groß sind.

Montag, 9. Juni 2014

Simon Zoller wechselt zum 1. FC Köln

Kaiserslautern - Simon Zoller, Stürmer aus Berg bei Friedrichshafen, spielt zur kommenden Saison in der 1. Fußball-Bundesliga. Nach wochenlangen Verhandlungen einigten sich sein bisheriger Arbeitgeber, Zweitligist 1. FC Kaiserslautern, und Aufsteiger 1. FC Köln auf rund drei Millionen Euro Ablöse für den Angreifer, dessen Abschied aus der Pfalz nach dem verpassten Aufstieg immer wahrscheinlicher wurde.


Auch der VfL Borussia Mönchengladbach sowie der SV Werder Bremen hatten Interesse am 22-jährigen Rechtsfuß (Archivfoto: Nadia Saini) gezeigt, der seine Tore gerne auch mit dem Kopf oder dem linken Fuß erzielte. 13 Treffer in 28 Pflichtspielen markierte Zoller, der bereits in der Winterpause vom FC Fulham aus England umworben wurde. Damals hatte der FCK einem Wechsel allerdings einen klaren Riegel vorgeschoben.

Ein halbes Jahr später zieht es den Mann mit den vielen Tattoos, der erst im vergangenen Sommer aus Osnabrück nach Kaiserslautern kam, nun also an den Rhein. Dort wird dem gebürtigen Obeschwaben, der diesen Monat noch seinen 23. Geburtstag feiert, einiges zugetraut. "Ich will nur nach Köln", hatte Simon Zoller zuletzt gesagt, als es erste Wechselgerüchte gab. Nun ist sein Wunsch in Erfüllung gegangen.