Freitag, 17. September 2021

HSG-Handballer möchten die erzielten Fortschritte umsetzen

Friedrichshafen - Nach wochenlanger Vorbereitung geht es nun auch für die Landesliga-Herren der HSG Friedrichshafen-Fischbach um die ersten Punkte im regulären Spielbetrieb. Los geht’s für die Mannschaft von Coach Andreas Rohrbeck (im Bild links mit Marius Ratt, Foto: TS) am Samstag, 18. September, beim HC BW Feldkirch I (20 Uhr, Reichenfeldhalle). 

 
„Wir haben uns im letzten Teil der Vorbereitung und im speziellen im Trainingslager am vergangen Wochenende der Wettkampfvorbereitung gewidmet“, erzählt HSG-Cheftrainer Rohrbeck, der in der Vorbereitung von Marius Ratt und Ingo Ortlieb unterstützt wurde. „Hier konnten wir einige Fortschritte erzielen.“

Heißt, dass beispielsweise Sebastian Neher und Jannis Lunkwitz zusehends gelernt hätten - auch aufgrund des langfristigen Ausfalls von Tim Nothelfer - auf der Position „Rückraum Mitte“ Regie zu führen und das Heft in Hand zu nehmen. In der Abwehr habe die Häfler Spielgemeinschaft aufgrund der lang andauernden Verletzung von Klemen Kotnik, der nach einem Mittelhandbruch noch Trainingsrückstand hat, neue Konstellationen testen müssen.

„Klar, dass das eine gewisse Zeit braucht, bis sich neue Innenblock-Pärchen zu einer stabilen Alternative etablieren“, erklärt Rohrbeck. „Aber auch hier haben wir im Trainingslager - und ganz speziell am Montag beim Test in Steißlingen - klare Verbesserungen gesehen.“

Erfreulicherweise habe Rückraumshooter Kotnik nach seinem Mittelhandbruch - schneller als gedacht - wieder ins Spielgeschehen eingreifen können. Auf der Torhüterposition haben die „Blisshards“ mit Julian Wenzel (kam von der HSG Langenargen-Tettnang, Anmerkung der Redaktion) eine junge Verstärkung bekommen.

„Ich bin mit dem Dreier-Gespann sehr zufrieden, da ein dritter Torhüter natürlich den Konkurrenzkampf belebt und daraus ist aus meiner Sicht eine Leistungssteigerung aller drei zu erwarten“, ist Andreas Rohrbeck überzeugt, der - neben Wenzel - weiterhin auf Enrico Göser und David Pietsch zählen kann. Dafür fällt Lars Keller vorerst aus privaten Gründen aus.

„Wir sind sehr heiß auf das erste Saisonspiel in Feldkirch. Endlich dürfen wir wieder auf der Platte stehen, um für etwas Zählbares zu kämpfen. Dafür stehen wir ja schließlich regelmäßig im Training“, betont Rohrbeck, der den finalen Kader nach dem Abschlusstraining am Freitagabend benennen möchte und gegen Feldkirch, die kaum Veränderungen im Kader haben, eine „enge Partie auf Augenhöhe erwartet“.

„Wir werden alles in die Waagschale werfen, um die ersten Punkte der neuen Spielzeit einzufahren und somit einen positiven Start in die Landesliga-Saison verbuchen zu können“, blickt der 41-jährige Familienvater auf das erste Rundenspiel seit elf Monaten voraus.

Montag, 30. August 2021

Mona Mitterwallner ist neue Weltmeisterin

Langenargen - Nach vier Weltcup-Siegen und dem Titel der Staats- und Europameisterin, hat sich die 19-jährige Mona Mitterwallner nun den WM-Titel in der U23-Klasse geholt. Die Ausnahmeathletin des Teams TREK | VAUDE traf im großen Show-Down auf die besten Cross-Country-Athletinnen bei der 34. Weltmeisterschaft im italienischen Val di Sole.

Und: Mitterwallner zeigte in Val di Sole, dass sie derzeit kaum zu schlagen ist. Mit deutlichem Vorsprung holte sie sich den Titel der Weltmeisterin. „Du bist Weltmeisterin. Fünf Stunden nach dem Rennen sagte diesen Satz jemand zu mir und erst dann begann ich wirklich zu realisieren, dass ich meinen großen Traum, all das wofür ich gearbeitet habe, erreicht habe“, erklärte die junge Österreicherin.

Und weiter: „Für sein Ziel alles zu geben, bedeutet alles auf eine Karte zu setzen und seine gesamte Energie nur in dieses eine Vorhaben zu stecken. Es ist ein steiler Weg nach oben, der Fall wäre tief, doch wenn du es schaffst, fliegst du. Ich bin so stolz Weltmeisterin in meinem ersten U23-Jahr zu werden. Danke an alle, die an meiner Seite sind.“

Bereits nach der ersten Runde forcierte Mona Mitterwallner das Tempo und nur noch ihre Landsfrau Laura Stigger konnte ihr noch folgen, bevor auch sie ihr nicht mehr hinterherkam. Es war jedoch alles andere als ein sicherer Sieg, denn trotz des Vorsprungs auf die Konkurrentinnen lauerten an vielen Stellen des vier Kilometer langen Rundkurses einige Gefahren.

Ob im steilen „Rockgarden“ oder in den engen Wurzelpassagen - es galt, höchste Konzentration zu bewahren, denn ein Sturz oder ein Defekt konnte den Abschied vom begehrten Edelmetall bedeuten. Am Ende siegte Mitterwallner in 1:06:57 Stunden mit einem Vorsprung von 2:04 Minuten auf Laura Stigger (A) (1:09:01 Stunden). Caroline Bohe aus Dänemark sicherte sich in einer Zeit von 1:10:23 Stunden den 3. Podiumsplatz.

„Was gerade passiert ist einmalig. Wir sind uns aber bewusst, dass dies nicht der Maßstab für die Zukunft sein kann. Die vergangenen Monate fühlten sich richtig gut an und ich bin dankbar, dass wir dies so erleben dürfen. Unser Mut wird belohnt, denn viele hielten es für verrückt in dieser Zeit ein neues Team zu gründen“, gab Teamchef Bernd Reutemann sichtlich stolz zu Protokoll.

„Aber manchmal musst du verrückt sein und - wie im Sport üblich - bereit sein mehr zu geben, als es andere für notwendig halten. Aber alle gute Ideen brauchen Menschen, die diese zur Realität werden lassen und mein Dank gilt meinem Team und unseren Unterstützern, die uns ihr Vertrauen schenken.“

Bei den Herren waren Gregor Raggl und Karl - genannt „Charly“ - Markt am Start im internationalen Elitefeld. Markt begann sehr umsichtig und setzte auf seine Ausdauerstärke, die sich auch am Ende auszahlen sollte. Mit Rang 32 zeigte er bei seiner 22. Teilnahme an einer Weltmeisterschaft wieder einmal eine solide Leistung.

Das beweist, dass Leistungssport auf hohem Niveau auch viele Jahre möglich ist. Gregor Raggl ging mit hohem Tempo in die ersten Runden und folgte dem Grundsatz „auch mal etwas zu riskieren“. Doch dies ging nicht ganz auf und am Ende kam Raggl auf Platz 40 ins Ziel.

Bei der 40. Auflage des Ötztaler Radmarathons ging Philip Handl als amtierender Ultra-Europameister an den Start. Bei nicht gerade sommerlichen Bedingungen machten sich mehr als 2800 Starter auf die 238 Kilometer durch die Ötztaler Alpen, um bei vier Pässen mehr als 5500 Höhenmeter zu überwinden.

Nach einer Rennzeit von 7:49:31 Stunden kam Philip Handl auf einem hervorragenden 16. Platz ins Ziel und ließ 2654 Fahrer hinter sich. „Die vergangenen Wochen waren für mich sehr kräftezehrend - aber ich freue mich auf eine kleine Pause, bevor es zum Saisonfinale geht“, betonte Philip Handl.

Montag, 16. August 2021

Mona Mitterwallner ist Europameisterin in der U23-Klasse

Novi Sad - In der Hitzeschlacht im serbischen Novi Sad hat Mona Mitterwallner den ersten internationalen Titel in der U23-Klasse eingefahren und bewies auch bei diesem außergewöhnlichen Rennen ihre Stärke. 

Bei 33 Grad gingen die besten 50 Athletinnen aus Europa um die europäische Krone im Cross-Country auf die Strecke. Der Kurs durch die alte Festung von Novi Sad war nicht zu vergleichen mit den gewohnten Strecken. Mehr als 100 Treppen, steile Rampen über Kopfsteinpflaster und staubige Abfahrten prägten diesen vier Kilometer langen Rundkurs. 

Besonders der Staub machte den Athletinnen und Athleten zu schaffen - nicht nur die Sicht war stark beeinträchtigt, auch die Kopfsteinpflaster wurden hierdurch sehr rutschig. Aus der ersten Reihe startend konnte sich Mona Mitterwallner sehr schnell in einer ersten Führungsgruppe festsetzen. Ab Runde zwei machte sie gemeinsam mit Puck Pieterse aus den Niederlanden das Tempo und beide konnten sich etwas absetzen.

Mona Mitterwallner fuhr taktisch außerordentlich clever, behielt sich noch Reserven, die sie ab Runde fünf eindrucksvoll aktivierte. In nur einer Runde fuhr sie einen Vorsprung von 30 Sekunden auf die spätere Zweitplatzierte heraus. Am Ende siegte Mona Mitterwallner mit einem Vorsprung von 53 Sekunden auf Puck Pieterse (NL) - auf Rang drei kam Ronja Eibl aus Deutschland, die beide für das Team Alpecin Fenix starten.

„Ich bin überglücklich, Europameisterin in meinem ersten U23-Jahr geworden zu sein. Das ist unglaublich, ich freue mich wirklich sehr. Ich bin so stolz. Jetzt heißt es, das zu genießen und dann den vollen Fokus auf die Weltmeisterschaft zu richten“, erklärte die frischgebackene Europameisterin. Für die EM qualifiziert waren auch Karl Markt und Gregor Raggl und lieferten eine beachtliche Leistung bei beinahe 40 Grad.

Nach einem sehr guten Start hatte Karl Markt etwas Pech, da er in eine Kollision verwickelt war und wichtige Zeit in der Startrunde verlor. Mit „all-in“ ging es auf die Aufholjagd durch die staubige Strecke und am Ende überquerte Karl Markt die Ziellinie auf Platz 25. Gregor Raggl fuhr ein hervorragendes Rennen konnte sich mit Platz 18 in den Top 20 der europäischen Profis platzieren und somit ein tolles Rennergebnis erzielen.

„In den Momenten der großen Erfolge gilt unser Blick in die Zukunft und unserem strategischem Ziel, als Team TREK | VAUDE jungen Talenten die bestmöglichen Voraussetzungen für deren sportliche und persönliche Entwicklung zu bieten. Hierin sehen wir unsere Aufgabe, die wir mit vollem Einsatz, Leidenschaft und Freude erfüllen wollen“, betonte Teamchef Bernd Reutemann.

Montag, 9. August 2021

Gregor Raggl ist Staatsmeister im Short-Track

Langenargen - Zum ersten Mal haben in Dornbirn, genauer gesagt am Zanzenberg, die Österreichischen Meisterschaften im „Cross Country Short Track“ für Mountainbiker stattgefunden. Gregor Raggl siegte bei der Premiere dieses Formats, das schon in den Weltcups und 2021 erstmals auch bei den Weltmeisterschaften im Programm sein wird.

Raggl (Foto: Trek-Vaude) setzte sich in einem spannenden Rennen um den ersten österreichischen Meistertitel in dieser Disziplin knapp gegen den Olympiateilnehmer Maximilian Foidl und dessen Teamkollegen Moritz Bscherer durch - Vierter wurde Karl Markt. Erst in der letzten Runde kam der entscheidende Angriff von Gregor Raggl.

Dieser setzte am finalen Anstieg zur Attacke an, die der aus Tokio zurückgekehrte Maximilian Foidl nicht mehr kontern konnte. „Ich habe mich immer gut gefühlt am Anstieg. Im Rennen habe ich versucht, mir einige Körner zu sparen und auf den richtigen Moment zu warten“, erklärte der neue Staatsmeister.

In Ischgl traten Sacha Weber, Philip Handl und Antonia Daubermann für das Team TREK | VAUDE in die Pedale. Sascha Weber gewann zum Auftakt den Prolog und konnte im Gelben Trikot des Führenden ins Etappenrennen starten. Nach vier anstrengenden Tagen - mit Bergzeitfahren, Shorttrack, Einzelzeitfahren und Marathon - beendete Sacha Weber das Rennen auf einem hervorragendem 5. Platz.

In der Vorwoche beim M3 in Schruns hatte er das Rennen noch als Sieger beendet. Eine tolle Leistung zeigte auch Antonina Daubermann, die im Gesamtklassement auf Rang sechs landete. Philip Handl konnte das Rennen nicht beenden, da die Ultra-Distanzen der vergangenen Wochen ihn zu einer Pause zwangen, damit er zu den anstehenden Marathonrennen wieder mit seiner gewohnten Ausdauerstärke an den Start gehen kann.

Am Sonntag stand Mona Mitterwallner nach vier Wochen Rennpause wieder an der Startlinie, absolvierte die Generalprobe für die Europameisterschaften und wollte die Chance nutzen, sich mit den aus Tokio zurückgekehrten Athleten zu messen. Das Starterfeld zeigte, dass sich nicht nur Mitterwallner nochmals einen Rennimpuls vor den großen Internationalen Meisterschaften holen wollte.

Nachdem der Regen über Nacht die Strecke eingenässt hatte, waren die Bedingungen schwer für die Fahrerinnen am anspruchsvollen Kurs in Vorarlberg. Zum Glück aber waren den Teilnehmenden ähnliche Rutschpartien wie vor einem Jahr, als das Rennen bei Starkregen über die Bühne gehen musste, erspart geblieben.

Nach einem schwachen Start kam Mona Mitterwallner auf Platz zehn aus der Startrunde und startete eine Aufholjagd auf der engen sowie teilweise sehr rutschigen Strecke. Das Führungsduo mit Laura Stigger und der Schweizerin Alexandra Keller forcierte das Tempo und lag teilweise mehr als 60 Sekunden vor Mitterwallner.

In der fünften von sieben Runden konnte Mona Mitterwallner die Führung übernehmen und gab diese nicht mehr ab. Am Ende siegte die 19-Jährige nach 1:22.19 Stunden mit einem Vorsprung von rund 50 Sekunden auf Laura Stigger (Specialized Racing). Auf dem 3. Platz landete die Schweizer Silbermedaillen-Gewinnerin von Tokio - Sina Frei - in 1:23.42 Stunden.

„Ein weiterer Sieg im Matsch. Nach vier Wochen intensiver Vorbereitung für EM und WM, bin ich am Zanzenberg in Teil zwei der Saison 2021 gestartet. Nach der Startrunde arbeitete ich mich auf der regennassen Strecke von Platz zehn nach vorne. Der Schlamm und die schmale Strecke ließen nicht viele Überholmanöver zu und so bin ich sehr froh, dass es zum Sieg bei diesem starken Starterfeld gereicht hat“, bilanzierte Mona Mitterwallner.

Und weiter: „Danke an den RV Dornbirn für die Organisation des tollen Events und an alle, die mich angefeuert haben! Außerdem war dieser Erfolg ein Booster für das Selbstbewusstsein und gibt mir Sicherheit für die EM in Serbien nächste Woche. Ich hoffe, dass ich dort an meine Leistung anknüpfen und um eine Medaille mitkämpfen darf.“

Auch Teamchef Bernd Reutemann war voller Stolz, wenn er sagt: „In der laufenden Saison konnte unser Team bereits 20 Siege einfahren, das hätte ich nie für möglich gehalten. Ich bin froh, dass wir den Schritt der Neugründung gewagt haben und es macht riesigen Spaß, diese Athleten in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“

Montag, 2. August 2021

Doppelerfolg beim Hitzerennen in der Türkei

Langenargen - Im türkischen Sarkaya, dem Austragungsort der Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr, haben sich die Cross-Country- und Marathon-Athleten zum internationalen Kräftemessen getroffen. Bei 40 Grad starteten Gregor Raggl (Foto: TREK | VAUDE) und Karl Markt beim UCI-Rennen und erzielten einen beachtlichen Doppelsieg. 

 
Auf einer hervorragend ausgebauten Strecke im „Velodrom“ konnten sich die Fahrer von TREK | VAUDE ab der dritten von fünf Runden vom Feld absetzen und wechselten sich in der Führungsarbeit ab. Am Ende siegte Gregor Raggl von „Charly“ Markt - auf dem dritten Platz folgte mit einem Abstand von 1:30 Minuten Gian Schmid aus der Schweiz.

„Die Hitze war eine Herausforderung - doch ich fühlte mich super und meine Trainingsumstellung in den vergangenen Wochen ist deutlich zu spüren. Der Doppelsieg ist ein tolles Gefühl, so kann es weitergehen“, erklärte Gregor Raggl nach der Zieleinfahrt.

Im Montafon - beim traditionellen M3-Marathon - traten derweil Sascha Weber und der Ultra-Europameister Philip Handl in die Pedale. Das Starterfeld war geprägt von großen Namen der Marathonszene. Mit 130 Kilometern Renndistanz und 4700 Höhenmetern gehört der „M3“ zu den längsten und wohl auch schönsten Strecken in den Alpen.

Auch für die Betreuer ist ein solcher Marathon eine echte Herausforderung, denn es gilt, die Fahrer an neun unterschiedlichen Stationen mit Getränken zu versorgen und technische Hilfe zu leisten, falls diese notwendig sein sollte. Nach einem neutralisierten Start ging es auf den ersten langen Anstieg mit 1000 Höhenmetern und bereits hier teilte sich das Feld und es kristallisierte sich eine Führungsgruppe von zehn Fahrern heraus.

Bis Kilometer 50 war das Rennen in der Führungsgruppe etwas verhalten, doch dann fuhr Sascha Weber gemeinsam mit dem starken Schweizer Hans-Ueli Stauffer auf und davon. Dieses Duo schaffte es, sich einen Vorsprung von zwei Minuten auf die Verfolger zu erarbeiten. Bei Kilometer 90 war Sascha Weber dann mit einer Minute in Führung, verlor diese jedoch beim letzten Anstieg und musste seinen Attacken etwas Tribut zollen.

Mit einer Gruppe von vier Fahrern kam es dann zum Showdown und einem Sprintfinale, das der TREK | VAUDE-Fahrer für sich entscheiden konnte und sich nun in der Siegerliste des M3-Marathons verewigt hat.

„Das war einfach eine Stunde zu lang und ich wäre zwischendurch beinahe eingebrochen, konnte mich aber in der letzten Abfahrt wieder etwas erholen“, kommentierte Sascha Weber. „Vor dem Sprint hatte ich keine Angst. Da weiß ich, dass ich durch meine Straßenrennen gut mithalten kann. Aber wenn du mit vier Mann in den Zielsprint gehst, gehört auch das notwendige Glück dazu.“

Es war Webers 7. Sieg in der laufenden Saison. Die Plätze zwei und drei belegten Hans-Ueli Stauffer (Schweiz) und der Belgier Frans Claes. Philip Handl landete auf einem starken 7. Platz und spürte dabei noch die kräftezehrende Salzkammergut-Trophy in seinen Beinen.

„Es war toll zu sehen, wie die Mannschaft funktioniert. Egal, ob Fahrer oder Betreuer - wenn Menschen zusammenkommen, die ein gemeinsames Ziel haben und respektvoll miteinander umgehen, dann macht das einfach Spaß“, betonte Daniel Duske, der seit 1988 im Mountainbike-Sport aktiv ist.

Am Sonntag gingen Gregor Raggl und „Charly“ Markt beim UCI-Worldseries-Marathon an den Start und wollten das Rennwochenende voll auskosten. Nach dem Doppelsieg beim Cross-Country konnten beide ihre Ausdauerfähigkeiten unter Beweis stellen und zeigten dies in beeindruckender Weise.

Karl Markt fuhr ein sehr starkes Rennen, war von Beginn an in der Spitzengruppe und konnte sich hier auch unter den Marathon-Spezialisten gut behaupten. Er trotzte erfolgreich der Hitze und dem hohen Tempo. Am Ende erreichte Karl Markt einen hervorragenden 5. Platz und Gregor Raggl kam auf Rang neun ins Ziel.

Erfreulich: Mit ihren Ergebnissen schafften sie auch die Qualifikation für die Marathon-Weltmeisterschaft, die im Oktober auf Elba stattfinden wird. „Ich wollte am Anfang aufgrund der Hitze nicht überziehen, hatte großen Respekt vor den Bedingungen und spürte auch noch das Rennen vom Freitag“, bilanzierte Gregor Raggl. 
 
Und weiter: „Ich hielt mich in der Verfolgergruppe auf, aber es wäre mehr drin gewesen. Mit Platz fünf und neun haben wir die Qualifikation für die WM erreicht und dies war unser Ziel.“ Insgesamt hatten Raggl und seine Konkurrenten mehr als fünf Stunden im Sattel verbracht.

Dienstag, 6. Juli 2021

Mona Mitterwallner sichert sich den nächsten Weltcup-Sieg

Les Gets - Mona Mitterwallner hat ihren vierten Weltcup-Erfolg eingefahren. Auch im französischen Les Gets für die Athletin des Langenargener Radsport-Teams TREK | VAUDE der Konkurrenz davon. Durch den abermaligen Sieg verteidigte Mitterwallner ihre Führung im Gesamtweltcup.

Bei teils widrigen Bedingungen mit Starkregen, rutschigen Wurzeln und schlammigen Wiesen, hätten viele Experten und Kenner der Szene im Vorfeld mit einem Sieg für die technisch versierte dänische Meisterin Carolin Bohe gerechnet.

Doch dank optimalem Material und sehr konzentrierter sowie bedachter Fahrweise konnte Mitterwallner nicht nur bergauf, sondern auch in den schwierigen Abfahrten, Zeit gut machen. Am Ende siegte die österreichische Meisterin mit drei Minuten Vorsprung auf Carolin Bohe und Leonie Daubermann aus Deutschland.

„Der Sieg für mich zählt dreifach, da die Strecke aufgrund der starken Regenfälle eine riesengroße Herausforderung war. Und ich spürte die Rennen der vergangenen Wochen sowie den Leistungsdruck. Ich bin wahnsinnig stolz auf das Erreichte, aber auch auf das Team, das mich super unterstützt.“

Und weiter: „Vor allem mein Papa investiert viel Zeit und Energie, damit ich den Sport auf diesem Level betreiben kann“, erklärte die 19-Jährige. „Drei Länder, drei Disziplinen - das Wochenende war eine logistische Herausforderung und am Ende von großen Erfolg für unser Team gekrönt“, freute sich Teamchef Bernd Reutemann.

Montag, 28. Juni 2021

Tettnang sagt traditionelle Großveranstaltung ab

Tettnang - Das Tettnanger Bähnlesfest findet - laut städtischer Mitteilung - jährlich traditionell am zweiten Sonntag im September in der Innenstadt statt. Doch auch in diesem Jahr muss das Fest mit großem Flohmarkt, Musikern, Akrobaten, schwäbischen Spezialitäten und Tettnanger Bier dem Corona-bedingt ausfallen.

Zwar seien die Inzidenzzahlen aktuell rückläufig. Aber mit Sicherheit könne - so die Stadt Tettnang weiter - niemand sagen, wie sich das Pandemiegeschehen bis Herbst entwickle. „Unter diesen Umständen lässt sich keine Großveranstaltung verbindlich organisieren“, betont Gerd Schwarz, Erster Beigeordneter der Stadt Tettnang.

Der Stadtmarketing-Verein „Tettnang erleben“ prüfe derzeit allerdings Alternativen. Denkbar sei zum Beispiel ein verkaufsoffener Sonntag mit kleinem Rahmenprogramm. Aber eine Aktion mit über 300 Flohmarkt-Beschickern und tausenden Besuchern werde es wohl erst 2022 wieder geben können.

Die Tourist Information Tettnang danke den zahlreichen Beschickern, die ihr Interesse an einen Flohmarktstand bekundeten. Das Organisationsteam freue sich schon heute auf ein buntes und fröhliches 45. Bähnlesfest im nächsten Jahr.

Freitag, 4. Juni 2021

Mona Mitterwallner wird österreichische Staatsmeisterin

Graz - Mona Mitterwallner hat ihrer ärgsten Konkurrenz abermals das Hinterrad gezeigt und sich zur österreichischen Staatsmeisterin gekürt. Mitterwallner - die für das Langenargener Team TREK | VAUDE fährt - verwies Laura Stigger, Titelverteidigerin und Olympiakandidatin der Alpenrepublik, mit deutlichem Vorsprung auf Platz zwei.
 
 
 
Bei guten Bedingungen und sommerlichen Temperaturen machten sich die Spitzenathletinnen aus Österreich auf die Jagd nach dem Titel durch die Hügellandschaft rund um Graz. Die Strecke sei mit steilen Anstiegen, Sprüngen und technisch anspruchsvollen Abfahrten gespickt gewesen.

Und: Am Start war es Laura Stigger, die mit hohem Tempo in den ersten Anstieg fuhr und die Konkurrenz auf Abstand halten wollte, was ihr auch in der ersten Runde gelang. Die 19-jährige Mitterwallner benötigte nicht viel Zeit, um von Platz sieben auf die Führende aufzuschließen. Kurz vor Ende der Startrunde übernahm sie die Führung, die sie dann nicht mehr abgab.

Nach 1:12:47 Stunden überquerte sie als neue Staatsmeisterin die Ziellinie und fuhr einen gewaltigen Vorsprung von 4:09 Minuten gegenüber der Zweitplatzierten Laura Stigger heraus. „Ich kann noch gar nicht sagen, wie glücklich ich über diesen Titel bin. Nach der Enttäuschung über die Nichtnominierung zu Olympia wollte ich zeigen, wie gut meine Form ist und habe alles gegeben“, betonte die 19-Jährige.

Und weiter: „Endlich gab es auch mal ein Rennen ohne Matsch, Dauerregen und Schneefall und die steilen Anstiegen kamen mir sehr entgegen. Ich bin sehr stolz, nun das Trikot der österreichischen Staatsmeisterin tragen zu dürfen.“

Bei den Herren gingen Titelverteidiger Karl Markt sowie Gregor Raggl für den Rennstall aus Langenargen an den Start. In der Favoritenrolle war aber ein anderer Österreicher. Max Foidl nutzte auch von Beginn an seinen Heimvorteil und wollte seine Olympiakandidatur sogleich untermauern.

Nach dem ersten Anstieg waren Markt und Raggl noch am Hinterrad des Führenden, konnten dessen Tempo aber dann nicht mehr halten. Beide versuchten zwar - auf Position zwei und drei liegend - immer wieder auf den Lokalmatadoren aufzuschließen, mussten diesen schließlich allerdings ziehen lassen.

Aber: In der letzten Runde sei es nochmals turbulent geworden, als Gregor Raggl einen technischen Defekt hatte. Am Ende konnte sich Markt über den Titel des Vizemeisters freuen und Raggl schaffte als Dritter ebenfalls einen Platz auf dem Podest.

„Ich wollte natürlich meinen Titel gerne verteidigen und fühlte mich auch gut - aber Max Foidl war einfach stärker und ich konnte die Lücke, die entstand, nicht mehr schließen. Aber: Ich habe mein Bestes gegeben und bin Vizemeister geworden“, freute sich Markt.

Donnerstag, 20. Mai 2021

Der Katamaran weitet seinen Fahrplan wieder aus

Konstanz - Der Katamaran (Foto: TS) ist ab Samstag, 22 Mai, wieder im Zwei-Stunden-Takt unterwegs - und das auch am Wochenende. Damit reagiert die Reederei - laut Pressemitteilung - auf die Lockerungen bei den Corona-Vorschriften. 
 
 
„Die vergangenen fünf Monate fuhren wir nur noch im stark reduzierten Pendler-Fahrplan“, erklärt Christoph Witte, einer von zwei Geschäftsführern bei der Katamaran Reederei-Bodensee. „Wir alle atmen ein wenig auf, dass wir nun mit unserem Zwei-Stunden-Takt wieder etwas Fahrt aufnehmen.“ Sinkende Infektionszahlen und landesweite Lockerungen gingen der Entscheidung voraus.

Und dennoch: Vom regulären Fahrplan sei die Reederei einen großen Schritt entfernt. „Wir sind vorsichtig, denn im Schnitt haben wir noch keine 100 Fahrgäste am Tag“, betont Geschäftsführungskollege Norbert Schültke. „Diese Zahlen lassen eine Rückkehr zum Stundentakt noch nicht zu.“

Mit der schrittweisen Wiederöffnung von Handel, Gastronomie und Museen und den zeitgleich einsetzenden Ferien rechne man bei der Reederei mit einer Zunahme an Fahrgästen. „Wir sind vorbereitet und können auch kurzfristig den Takt erweitern, wenn es die Nachfrage zulässt“, fügt Schültke hinzu.

Auf dem Katamaran gilt wie auch in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln - so die Reederei weiter - die Pflicht, eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen. Die Schiffsführer kontrollieren weiterhin die Fahrscheine auf Sicht. „Fahrgäste ohne Maske dürfen wir nicht mitnehmen“, stellt Schültke klar. Das gelte gemäß der Gesetzgebung für Erwachsene und Kinder ab sieben Jahren.

Der Katamaran fährt ab Samstag bis auf Weiteres täglich im Zwei-Stunden-Takt. Start ist montags bis freitags um 6 Uhr in Friedrichshafen, im weiteren Tagesverlauf ab Friedrichshafen dann immer zur geraden Stunde. In Konstanz startet der Kat werktags ab 7 Uhr und weiter jeweils zur ungeraden Stunde. Die letzte Fahrt in Friedrichshafen ist um 18 Uhr und in Konstanz um 19 Uhr.

Samstags und sonntags fahre der Katamaran in Friedrichshafen um 8 Uhr, 10 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr und 18 Uhr. Von Konstanz nach Friedrichshafen gehe es um 9 Uhr, 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr, 17 Uhr und 19 Uhr. Auch das Bistro soll - in den Kernzeiten zwischen 10 und 16 Uhr - im SB-Betrieb geöffnet sein. Hier gibt es während der Überfahrt Getränke und Snacks zur Mitnahme.

Aktuell gibt es ein Tarifangebot der Reederei, bei der Fahrten nach 14 Uhr günstiger sind. Die Hin- und Rückfahrt kostet mit dem „14 Uhr-Ticket“ nur 16,50 Euro statt 28 Euro. Kinder bis 14 Jahre zahlen 8,20 Euro und das Familienticket für zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern liege bei 41,20 Euro.

Aktuelle Informationen und Fahrzeiten sind unter www.der-katamaran.de hinterlegt.

Montag, 17. Mai 2021

Mona Mitterwallner bleibt in der Erfolgsspur

Nové Město - Eine Woche nach dem Weltcup in Albstadt ist der Tross der weltbesten Cross-Country-Teams ins tschechische Nové Město weiter gereist und kämpfte dort nicht nur um Weltcup-Punkte, sondern auch um die begehrten Startplätze für Olympia.

In Rennen zwei des Tages ging auch Mona Mitterwallner (Foto: TREK-VAUDE) an den Start . und das zum ersten Mal im Leader-Trikot und somit in der für sie ungewohnten Favoritenrolle. Mit der Startnummer eins ging es für sie auf die 26 Kilometer lange Renndistanz. Sechs Mal durchquerten die 70 Starterinnen aus 26 Ländern den anspruchsvollen Parcours mit Rock-Garden, Sprüngen und steilen Wurzelpassagen.

Teilweise waren die Streckenabschnitte richtig aufgeweicht und rutschig, sodass die steilen Aufstiege nur noch zu Fuß zu meistern waren. Und: Beim Start verlor Mitterwallner die Führung, bog "nur" auf Position fünf in die erste Runde ein und kämpfte sich durch die tiefe Strecke.

Schon bald hatte sie zur führenden Caroline Bohe (Dänemark) aufgeschlossen, doch es gelang der 19-Jährigen nicht, sich abzusetzen. Strömender Regen, eisige Kälte und äußerst schwierige Streckenbedingungen führten dazu, dass lange Zeit ein Führungsquartett auf Sichtweite zusammenblieb.

Und: Die Führung wechselte mehrmals zwischen Mitterwallner und Caroline Bohe hin und her - am Ende trennten die beiden nur zwei Sekunden und die 19-Jährige feierte ihren 2. Weltcup-Erfolg innerhalb von sieben Tagen. Am Ende siegte Mona Mitterwallner in einer Zeit von 1:25:21 Stunden. Auf Platz drei folgte die ungarische Meisterin Kata Blanka Vas mit einem Rückstand von 1:17 Minuten.

„Zweiter Weltcup, zweiter Sieg. Es war auf jeden Fall ein harter Tag, ‚Schlamm-Königin’ Caroline Bohe und Cyclocross-Expertin Vas Kata Blanka lieben den Schlamm und haben für einen spannenden Tag gesorgt. Gratulation an beide. Ich habe mir natürlich Druck gemacht und wollte der Nummer eins und dem Leader-Jersey alle Ehre machen. Umso glücklicher bin ich, wieder ganz oben stehen zu dürfen“, erklärte Siegerin Mitterwallner.

Montag, 10. Mai 2021

Mona Mitterwallner feiert ihren ersten Weltcup-Sieg

Albstadt - Mona Mitterwallner hat bei der internationalen Konkurrenz abermals für Aufsehen gesorgt - und das bei ihrem ersten Weltcup-Rennen in der U-23-Klasse. Denn die 19-jährige ließ auch in Albstadt wieder einmal alle ihre Konkurrentinnen hinter sich.

Die besten Cross-Country Athleten der Welt haben sich zum großen Kräftemessen beim ersten Weltcup der Saison in Albstadt versammelt. Bereits am Freitag starteten die 40 besten Männer und Frauen zum Shorttrack-Race. Mit dabei war auch Karl Markt im Trikot von TREK | VAUDE, der sich im Feld gut behauptete und als 32. über die Ziellinie rollte. 

Am Samstag gingen in der U-23-Kategorie mit Alex Miller und Mona Mitterwallner die beiden Nachwuchsathleten der Langenargener Equipe an den Start. Für Alex Miller entwickelte sich das Rennen anders als erwartet - er beendete das Rennen auf Platz 44 von 142 gestarteten Athleten.

Deutlich positiver lief der Tag für Mona Mitterwallner, die aufgrund der Top-Leistungen der vergangenen Wochen in ihrem ersten U-23-Rennen bereits als „Podiumsanwärterin“ gehandelt wurde. Auf Platz 19 startend, ging es gleich zu Sache. Denn bereits kurz nach dem Start kam es zu einem Sturz und viele Fahrerinnen verloren dabei wichtige Zeit. 

Mitterwallner war hingegen darin nicht verwickelt und konnte bereits am ersten langen Anstieg attackieren. Nach der ersten Runde noch auf Rang zwei liegend setzte sich die Österreicherin in einem weiteren Anstieg an die Spitze, konnte ihr Renntempo fahren und setzte sich Runde für Runde von ihren Konkurrentinnen ab.

„In den rutschigen Abfahrten habe ich nichts riskiert, weil ich um nichts in der Welt meinen ersten U-23-Weltcup-Sieg gefährden wollte“, sagte Mona Mitterwallner hinterher. Am Ende siegte sie in einer Zeit von 1:08:02 Stunden mit einem Vorsprung von 2:38 Minuten auf die Dänin Caroline Bohe - auf Platz drei folgte die ungarische Meisterin Kata Blanka Vas mit einem Rückstand von 3:49 Minuten.

Montag, 3. Mai 2021

Mona Mitterwallner nicht zu stoppen - Sascha Weber hält gut mit!

Langenargen - Ein erfolgreiches Wochenende hat das Radsport-Team TREK | VAUDE hinter sich gebracht. Sascha Weber landete einen Achtungserfolg beim Straßenrennen in Vorarlberg und Mona Mitterwallner unterstrich ihre ohnehin herausragende Form mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in Leukerbad.
 

Bei recht widrigen Bedingungen mit Schneeregen und eisigen Temperaturen absolvierten 100 Starterinnen das erste Rennen zum Swiss-Bike-Cup im schweizerischen Leukerbad. Nach Mitterwallners außerordentlichen Ergebnissen der vergangenen Rennen, waren die Konkurrentinnen um die mehrfache Weltmeisterin Jolanda Neff gewarnt.

Und: Im vorigen Jahr gelang Mona Mitterwallner der Sieg bei den Juniorinnen und entsprechend konnte sie aus Reihe zwei an den Start gehen. Bereits in der ersten Runde übernahm das Top-Talent die Spitze und zog ihren Konkurrentinnen davon. Zu diesen zählten die amtierende Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot, Kate Courtney aus den USA sowie die für „Canyon“ fahrende Emily Battey (Kanada).

Trotz erschwerter Bedingungen siegte die 19-Jährige nach fünf kräftezehrenden Runden mit einer Zeit von 1:15:32 Stunden und einem Vorsprung von 1:41 Minuten auf Kate Courtney (USA). Auf Platz drei - mit einem Rückstand von 2:52 Minuten - kam die Welt- und Europameisterin Pauline Ferrand Prevot ins Ziel. „Was für ein riesen Erfolg für Mona und unser Team. Dabei sind wir im Januar unter nicht ganz einfachen Bedingungen gestartet“, blickte Teamchef Bernd Reutemann zurück.

Durch die vielen Rennausfälle sind die TREK | VAUDE-Fahrer Gregor Raggl, Philipp Handl und Sascha Weber beim Großen Preis von Vorarlberg in Nenzing angetreten. Alle drei wollten sich bei den Straßenprofis auf der 160 Kilometer langen und mit rund 2000 Höhenmetern anspruchsvollen Strecke etwas Rennhärte holen, bevor es kommende Woche wieder ins Gelände geht.

200 Starter aus 14 Nationen hatten für ein top-besetztes Rennen gesorgt und der Aufstieg auf den Rönsberg war der Gradmesser. Indiz dafür war der Rekordschnitt von 43,3 Stundenkilometern. Und: Die Entscheidung fiel erst am letzten Anstieg, nachdem Sascha Weber das ganze Rennen über attackierte und in den Anstiegen seine Bergfahrerqualitäten unter Beweis stellte.

Zeitgleich - im Foto-Finish - kam er auf dem siebten Rang ins Ziel. „Ich bin sehr zufrieden und konnte das Rennen ideal zur Vorbereitung nutzen. Ich wollte an den Anstiegen das Tempo forcieren, meine Stärke ausspielen und die Straßenfahrer so etwas ärgern“, bilanzierte Sascha Weber, der von Raggl und Handl gut unterstützt wurde.

Und weiter: „Mir war klar, dass ich am Ende alleine gegen das stark fahrende Jumbo-Visma-Team keine Chance habe und mit knapp 60 Kilo habe ich auch nicht gerade der ideale Sprinterstatur.“ So oder so konnten alle Fahrer / innen mit ihrer Leistung hochzufrieden sein und dürften motiviert in die kommenden Rennen gehen.

Montag, 19. April 2021

Mona Mitterwallner legt furiose Aufholjagd hin

Haiming - Auch bei ihrem Heimrennen, dem Haiminger Bikefestival im Ötztal, hat TREK | Vaude-Fahrerin Mona Mitterwallner ein Ausrufezeichen gesetzt. Trotz eines mäßigen Starts und eines großen Zeitverlusts infolge eines Defekts fuhr die 19-Jährige noch auf den vierten Rang vor. 

Dabei reihte sich die Österreicherin in ihrem Heimatland auf der 4,3 Kilometer langen Rundendistanz im insgesamt 26 Kilometer langen Rennen zunächst auf Platz 27 ein, kam im weiteren Verlauf immer besser in ihren Rhythmus und verbesserte sich auf die 22. Position. Doch die Aufholjagd wurde abrupt gestoppt, weil Mitterwallner (Foto: EGO-Promotion) einen Felsvorsprung übersah.

Folgerichtig musste sie die knapp ein Kilometer entfernte Wechselzone zu Fuß erreichen, um ihr Bike wieder fahrtüchtig zu bekommen. Mit ordentlich Wut im Bauch und der sogenannten zweiten Luft, kämpfte sich das Nachwuchstalent von Rang 30 erst heran und dann sogar bis auf den vierten Platz nach vorne - und das bei wechselnden Bedingungen auf herausforderndem Untergrund.

„Lange und intensiv habe ich mich auf das Heimrennen in der Ötztaler Höhe vorbereitet. Ich fühlte mich wirklich sehr gut und körperlich hätte für eine Top-drei-Platzierung alles gepasst. Leider hatte ich genau bei meinem Heimrennen Pech mit der sonst so zuverlässigen Technik und es begann ein sehr harter Tag für mich“, kommentierte Mona Mitterwallner hinterher.

„Es war wie verhext und ich habe hierdurch rund vier Minuten verloren. Das war vor allem mental sehr hart. Ich kämpfte mir mit den schnellsten Rundenzeiten des ganzen Felds meinen Weg von Platz 30 auf Platz vier und bin mit meiner eigenen Leistung zufrieden, aber dennoch traurig, dass all das beim Heimrennen passiert ist.“

Mittwoch, 17. Februar 2021

Der Vereinsgaststätte der Häfler Sportfreunde droht das Aus

Friedrichshafen - Wie bei vielen anderen Gastronomie-Betrieben in und rund um Friedrichshafen, geht es auch dem Vereinsheim der Häfler Sportfreunde (Foto: privat) in Zeiten der Corona-Pandemie aufgrund der dauerhaften Schließung alles andere als gut. Und auch die Aussichten sind nicht gerade rosig, weil Familie Meissner allmählich die Reserven ausgehen. 
 
 
„Wir bekommen leider keine staatliche Unterstützung und ich versuche seit Monaten mit Nebenjobs einen weiteren Fortbestand zu erreichen - doch dies reicht langsam nicht mehr aus“, sagt Anja Meissner, die das Lokal - zusammen mit ihrer Familie - bereits in zweiter Generation betreibt.

Um zumindest etwas Licht am Ende des seit fast einem Jahr andauernden schwarzen Tunnels zu sehen, greift man an der Waggershauser Straße 37/9 zu einem Art letzten Strohhalm, in dem Anja Meissner und ihr Team ab sofort an den Wochenenden „Speisen to go“ anbieten.

Samstags und sonntags gibt’s in der Zeit von 14 bis 20 Uhr verschiedene Burger-Klassiker, heiße Seelen oder Wurstsalate zwischen 5,50 und 7 Euro. Darüber hinaus kann man verschiedene Getränke oder Erzeugnisse der umliegenden Landwirte für Zuhause bestellen.

„Wir würden uns freuen, wenn es Menschen gibt, die uns dabei helfen möchten, das Vereinsheim zu halten“, erklärt Anja Meissner, die als Staffelleiterin der Fußball-Kreisliga A II Bodensee vielen Fußballerinnen und Fußballern aus der Region bestens bekannt sein dürfte.

Bestellungen sind telefonisch oder per WhatsApp unter 0177 / 277 45 24 möglich.
 

Dienstag, 12. Januar 2021

„Frucht und Genuss am See“ öffnet am 14. Januar

Kressbronn - Was 1977 seinen Anfang genommen hat und jahrelang - im wahrsten Sinne des Wortes - reichlich Früchte trug, ist weiterhin fester Bestandteil von Kressbronn. Denn das Früchtehaus Mlodzian in der Hauptstraße 29 bleibt für seine Kunden geöffnet. Am 14. Januar, ab 9 Uhr, startet „Frucht und Genuss am See“. 

Von Mittwoch bis Samstag ist das Ladengeschäft, das altersbedingt eigentlich schließen sollte, unter neuem Namen, aber mit altbewährter Qualität - für seine Kundschaft jeweils von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Das Kressbronner Traditionshaus, das vor fast 44 Jahren öffnete, wird ab sofort von Stefanie Raaf betrieben, die in Nonnenhorn wohnt und deren Mutter selbst jahrelang Stammkundin gewesen ist.  

Raaf, die sich mit ihrem Unternehmen „embodi Training & Coaching“ mit Themen rund um die Ernährung beziehungsweise dem Gesundheitsmanagement sehr gut auskennt, wollte helfen und entschloss sich Ende November - nach Rücksprache mit ihrer Familie - dazu, das Früchtehaus selbst zu betreiben.

Das einzig Neue ist der Name, das Sortiment bleibt erhalten. „Ich liebe Gemüse und Obst und baue dieses auch selbst gerne an. Das hat mir mein Opa schon früh beigebracht“, erzählt die Unternehmerin, die vielen in der Region darüber hinaus als langjährige Handballspielerin und jetzige -trainerin ein Begriff ist.

Das Sortiment, das in Zukunft schrittweise erweitert werden soll, bringt Südfrüchte, Obst und Gemüse, Nüsse, Kräuter, Pilze aber auch Feinkost mit sich. „Unser ‚Frucht und Genuss am See’ vereint die Vielfalt aus der ganzen Welt, mit Produkten aus der regionalen Landwirtschaft und ausgewählten Feinkostwaren“, erklärt die Inhaberin, die beim Renovieren natürlich kräftig mitmischte.

„Sogar unsere Südfrüchte und Exoten erreichen uns reif geerntet auf direktem Weg - ohne lange Transportwege und Umwege über Reifekammern“, betont Raaf. „Unsere Ware darf in Ruhe reifen, bevor sie zu uns kommt. Ich freue mich, wenn viele dieses unvergleichliche Geschmackserlebnis erleben möchten und uns in der Hauptstraße 29 in Kressbronn am Bodensee besuchen kommen.“

Weitere Infos gibt’s zeitnah online unter www.fruchtundgenussamsee.de