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Montag, 16. August 2021

Mona Mitterwallner ist Europameisterin in der U23-Klasse

Novi Sad - In der Hitzeschlacht im serbischen Novi Sad hat Mona Mitterwallner den ersten internationalen Titel in der U23-Klasse eingefahren und bewies auch bei diesem außergewöhnlichen Rennen ihre Stärke. 

Bei 33 Grad gingen die besten 50 Athletinnen aus Europa um die europäische Krone im Cross-Country auf die Strecke. Der Kurs durch die alte Festung von Novi Sad war nicht zu vergleichen mit den gewohnten Strecken. Mehr als 100 Treppen, steile Rampen über Kopfsteinpflaster und staubige Abfahrten prägten diesen vier Kilometer langen Rundkurs. 

Besonders der Staub machte den Athletinnen und Athleten zu schaffen - nicht nur die Sicht war stark beeinträchtigt, auch die Kopfsteinpflaster wurden hierdurch sehr rutschig. Aus der ersten Reihe startend konnte sich Mona Mitterwallner sehr schnell in einer ersten Führungsgruppe festsetzen. Ab Runde zwei machte sie gemeinsam mit Puck Pieterse aus den Niederlanden das Tempo und beide konnten sich etwas absetzen.

Mona Mitterwallner fuhr taktisch außerordentlich clever, behielt sich noch Reserven, die sie ab Runde fünf eindrucksvoll aktivierte. In nur einer Runde fuhr sie einen Vorsprung von 30 Sekunden auf die spätere Zweitplatzierte heraus. Am Ende siegte Mona Mitterwallner mit einem Vorsprung von 53 Sekunden auf Puck Pieterse (NL) - auf Rang drei kam Ronja Eibl aus Deutschland, die beide für das Team Alpecin Fenix starten.

„Ich bin überglücklich, Europameisterin in meinem ersten U23-Jahr geworden zu sein. Das ist unglaublich, ich freue mich wirklich sehr. Ich bin so stolz. Jetzt heißt es, das zu genießen und dann den vollen Fokus auf die Weltmeisterschaft zu richten“, erklärte die frischgebackene Europameisterin. Für die EM qualifiziert waren auch Karl Markt und Gregor Raggl und lieferten eine beachtliche Leistung bei beinahe 40 Grad.

Nach einem sehr guten Start hatte Karl Markt etwas Pech, da er in eine Kollision verwickelt war und wichtige Zeit in der Startrunde verlor. Mit „all-in“ ging es auf die Aufholjagd durch die staubige Strecke und am Ende überquerte Karl Markt die Ziellinie auf Platz 25. Gregor Raggl fuhr ein hervorragendes Rennen konnte sich mit Platz 18 in den Top 20 der europäischen Profis platzieren und somit ein tolles Rennergebnis erzielen.

„In den Momenten der großen Erfolge gilt unser Blick in die Zukunft und unserem strategischem Ziel, als Team TREK | VAUDE jungen Talenten die bestmöglichen Voraussetzungen für deren sportliche und persönliche Entwicklung zu bieten. Hierin sehen wir unsere Aufgabe, die wir mit vollem Einsatz, Leidenschaft und Freude erfüllen wollen“, betonte Teamchef Bernd Reutemann.

Montag, 9. August 2021

Gregor Raggl ist Staatsmeister im Short-Track

Langenargen - Zum ersten Mal haben in Dornbirn, genauer gesagt am Zanzenberg, die Österreichischen Meisterschaften im „Cross Country Short Track“ für Mountainbiker stattgefunden. Gregor Raggl siegte bei der Premiere dieses Formats, das schon in den Weltcups und 2021 erstmals auch bei den Weltmeisterschaften im Programm sein wird.

Raggl (Foto: Trek-Vaude) setzte sich in einem spannenden Rennen um den ersten österreichischen Meistertitel in dieser Disziplin knapp gegen den Olympiateilnehmer Maximilian Foidl und dessen Teamkollegen Moritz Bscherer durch - Vierter wurde Karl Markt. Erst in der letzten Runde kam der entscheidende Angriff von Gregor Raggl.

Dieser setzte am finalen Anstieg zur Attacke an, die der aus Tokio zurückgekehrte Maximilian Foidl nicht mehr kontern konnte. „Ich habe mich immer gut gefühlt am Anstieg. Im Rennen habe ich versucht, mir einige Körner zu sparen und auf den richtigen Moment zu warten“, erklärte der neue Staatsmeister.

In Ischgl traten Sacha Weber, Philip Handl und Antonia Daubermann für das Team TREK | VAUDE in die Pedale. Sascha Weber gewann zum Auftakt den Prolog und konnte im Gelben Trikot des Führenden ins Etappenrennen starten. Nach vier anstrengenden Tagen - mit Bergzeitfahren, Shorttrack, Einzelzeitfahren und Marathon - beendete Sacha Weber das Rennen auf einem hervorragendem 5. Platz.

In der Vorwoche beim M3 in Schruns hatte er das Rennen noch als Sieger beendet. Eine tolle Leistung zeigte auch Antonina Daubermann, die im Gesamtklassement auf Rang sechs landete. Philip Handl konnte das Rennen nicht beenden, da die Ultra-Distanzen der vergangenen Wochen ihn zu einer Pause zwangen, damit er zu den anstehenden Marathonrennen wieder mit seiner gewohnten Ausdauerstärke an den Start gehen kann.

Am Sonntag stand Mona Mitterwallner nach vier Wochen Rennpause wieder an der Startlinie, absolvierte die Generalprobe für die Europameisterschaften und wollte die Chance nutzen, sich mit den aus Tokio zurückgekehrten Athleten zu messen. Das Starterfeld zeigte, dass sich nicht nur Mitterwallner nochmals einen Rennimpuls vor den großen Internationalen Meisterschaften holen wollte.

Nachdem der Regen über Nacht die Strecke eingenässt hatte, waren die Bedingungen schwer für die Fahrerinnen am anspruchsvollen Kurs in Vorarlberg. Zum Glück aber waren den Teilnehmenden ähnliche Rutschpartien wie vor einem Jahr, als das Rennen bei Starkregen über die Bühne gehen musste, erspart geblieben.

Nach einem schwachen Start kam Mona Mitterwallner auf Platz zehn aus der Startrunde und startete eine Aufholjagd auf der engen sowie teilweise sehr rutschigen Strecke. Das Führungsduo mit Laura Stigger und der Schweizerin Alexandra Keller forcierte das Tempo und lag teilweise mehr als 60 Sekunden vor Mitterwallner.

In der fünften von sieben Runden konnte Mona Mitterwallner die Führung übernehmen und gab diese nicht mehr ab. Am Ende siegte die 19-Jährige nach 1:22.19 Stunden mit einem Vorsprung von rund 50 Sekunden auf Laura Stigger (Specialized Racing). Auf dem 3. Platz landete die Schweizer Silbermedaillen-Gewinnerin von Tokio - Sina Frei - in 1:23.42 Stunden.

„Ein weiterer Sieg im Matsch. Nach vier Wochen intensiver Vorbereitung für EM und WM, bin ich am Zanzenberg in Teil zwei der Saison 2021 gestartet. Nach der Startrunde arbeitete ich mich auf der regennassen Strecke von Platz zehn nach vorne. Der Schlamm und die schmale Strecke ließen nicht viele Überholmanöver zu und so bin ich sehr froh, dass es zum Sieg bei diesem starken Starterfeld gereicht hat“, bilanzierte Mona Mitterwallner.

Und weiter: „Danke an den RV Dornbirn für die Organisation des tollen Events und an alle, die mich angefeuert haben! Außerdem war dieser Erfolg ein Booster für das Selbstbewusstsein und gibt mir Sicherheit für die EM in Serbien nächste Woche. Ich hoffe, dass ich dort an meine Leistung anknüpfen und um eine Medaille mitkämpfen darf.“

Auch Teamchef Bernd Reutemann war voller Stolz, wenn er sagt: „In der laufenden Saison konnte unser Team bereits 20 Siege einfahren, das hätte ich nie für möglich gehalten. Ich bin froh, dass wir den Schritt der Neugründung gewagt haben und es macht riesigen Spaß, diese Athleten in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“