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Montag, 17. Mai 2021

Mona Mitterwallner bleibt in der Erfolgsspur

Nové Město - Eine Woche nach dem Weltcup in Albstadt ist der Tross der weltbesten Cross-Country-Teams ins tschechische Nové Město weiter gereist und kämpfte dort nicht nur um Weltcup-Punkte, sondern auch um die begehrten Startplätze für Olympia.

In Rennen zwei des Tages ging auch Mona Mitterwallner (Foto: TREK-VAUDE) an den Start . und das zum ersten Mal im Leader-Trikot und somit in der für sie ungewohnten Favoritenrolle. Mit der Startnummer eins ging es für sie auf die 26 Kilometer lange Renndistanz. Sechs Mal durchquerten die 70 Starterinnen aus 26 Ländern den anspruchsvollen Parcours mit Rock-Garden, Sprüngen und steilen Wurzelpassagen.

Teilweise waren die Streckenabschnitte richtig aufgeweicht und rutschig, sodass die steilen Aufstiege nur noch zu Fuß zu meistern waren. Und: Beim Start verlor Mitterwallner die Führung, bog "nur" auf Position fünf in die erste Runde ein und kämpfte sich durch die tiefe Strecke.

Schon bald hatte sie zur führenden Caroline Bohe (Dänemark) aufgeschlossen, doch es gelang der 19-Jährigen nicht, sich abzusetzen. Strömender Regen, eisige Kälte und äußerst schwierige Streckenbedingungen führten dazu, dass lange Zeit ein Führungsquartett auf Sichtweite zusammenblieb.

Und: Die Führung wechselte mehrmals zwischen Mitterwallner und Caroline Bohe hin und her - am Ende trennten die beiden nur zwei Sekunden und die 19-Jährige feierte ihren 2. Weltcup-Erfolg innerhalb von sieben Tagen. Am Ende siegte Mona Mitterwallner in einer Zeit von 1:25:21 Stunden. Auf Platz drei folgte die ungarische Meisterin Kata Blanka Vas mit einem Rückstand von 1:17 Minuten.

„Zweiter Weltcup, zweiter Sieg. Es war auf jeden Fall ein harter Tag, ‚Schlamm-Königin’ Caroline Bohe und Cyclocross-Expertin Vas Kata Blanka lieben den Schlamm und haben für einen spannenden Tag gesorgt. Gratulation an beide. Ich habe mir natürlich Druck gemacht und wollte der Nummer eins und dem Leader-Jersey alle Ehre machen. Umso glücklicher bin ich, wieder ganz oben stehen zu dürfen“, erklärte Siegerin Mitterwallner.

Mittwoch, 30. Dezember 2020

THW-Handballer erkämpfen sich den Champions-League-Titel

Köln - Der THW Kiel hat sich zum vierten Mal den Titelgewinn in der Handball-Champions League gesichert. Am Dienstagabend setzte sich die Mannschaft von Filip Jícha gegen den FC Barcelona mit 33:28 durch und schaffte somit die kleine Sensation in der Kölner Lanxess-Arena.


Im Vorfeld des zweitägigen Finalturniers galten eigentlich die Spanier als die ganz großen Favoriten auf den Gewinn der europäischen Königsklasse und schlugen im Halbfinale des Starensemble von Paris St. Germain relativ problemlos. Doch von Beginn an stellte der THW (Screenshot: Eurosport) den Favoriten vor arge Probleme, weil man in der Abwehr wenig zuließ und die sich bietenden Torchancen eiskalt verwandelte.

Beide Teams drückten ordentlich aufs Tempo und suchten über die erste und zweite Welle sowie mit der schnellen Mitte konsequent den Abschluss. Lohn dieser Entwicklung war eine torreiche erste Hälfte, an deren Ende die Kieler einen 19:16-Vorsprung mit in die Pause nahmen. Und: Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte der THW Kiel alles unter Kontrolle.

Bis, ja bis die Wurfgenauigkeit etwas abnahm, Barça die Defensive stabilisierte und die Torausbeute steigerte. In dieser Phase wackelte der Außenseiter aus Deutschland zunächst etwas, konnte sich wenige Zeigerumdrehungen später aber insbesondere auf Niklas Landin zwischen den Pfosten verlassen, der Mitte des zweiten Durchgangs seinen Kasten quasi vernagelte. Dennoch machten seine Mitspieler vorne die Tore nicht. Doch auch Barcelona schwächelte.

Bis in die Schlussminuten hinein blieb der Rückstand der Spanier beinahe unverändert und auch Unterzahlsituationen steckten die „Zebras“ weg. Selbst als Barcelona offensiver deckte, blieben die THW-Handballer ruhig und hatten die richtigen Lösungen parat. Als die Sirene ertönte, stand es 33:28 aus Kieler Sicht und die Spieler übten Freudentänze aus.

„Ich bin unheimlich stolz auf uns alle. Jetzt freue ich mich auf ein kühles Bier“, sagte THW-Kreisläufer Patrick Wiencek bei Eurosport. Und es wird sicherlich nicht bei einem geblieben sein, mag man nach diesem Überraschungscoup noch hinzufügen. Den dritten Rang sicherte sich Paris dank eines 31:26-Erfolges über Telekom Veszprém.