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Sonntag, 24. März 2013

Mit Sport hat das nichts mehr zu tun

Sepang - "Das ist Rennsport" sagte der eine oder andere Teamchef der Formel 1 nach Rennende vor der Siegerehrung. Doch - mal ehrlich - von Ehrung kann an dieser Stelle keine Rede sein. Weltmeister Sebastian Vettel gewann den Großen Preis von Malaysia im Red Bull vor Teamkollege Mark Webber und Mercedes-Pilot Lewis Hamilton.


Doch, was hatte Vettel denn eigentlich gewonnen? Gut, er bekam den Siegerpokal, durfte sich ein Tröpfchen Champagner gönnen - den Rest verspritzte er. Richtige Freude kam beim Großen Preis von Malaysia (Foto: Eurosport) jedoch nicht auf, alle drei Fahrer standen wie die begossenen Pudel mit finsteren Mienen auf dem Podest.

Zur gleichen Zeit dürfte ein gewisser Nico Rosberg seinen Helm in die Garage gepfeffert haben, während Motorsport-Chef "Toto" Wolff von einer Entscheidung für das Team sprach - ähnliche Worte hatte Christian Horner - sein Pendant bei Red Bull - vor laufenden Kameras parat. Was war denn eigentlich passiert?

Ganz einfach: Mark Webber wurde der erste Saisonsieg gestohlen, Sebastian Vettel setzte sich über die Devise der letzten Runden (Reifen und Getriebe schonen) hinweg. Er quetschte sich am Australier vorbei, beide riskierten auf der Zielgeraden einen sicherlich folgenschweren Crash. Auch in den nächsten Kurven wurde es ganz eng zwischen den beiden Fahrern.

Um ein Haar wäre es auch zwischen Rosberg und Hamilton so gekommen, der Deutsche war klar schneller, der Brite sollte - so die Anweisung - "Sprit sparen". Gut, dass Rosberg sich und seine Wut besser kontrollierte, als es der dreifache Champion aus Heppenheim machte. Ich hoffe, dass so etwas in den kommenden Rennen nicht mehr vorkommt. Denn das "ist und war kein Rennsport"!

Montag, 25. Juni 2012

Der "Altmeister" mischt das "Jungvolk" auf

Valencia - Fernando Alonso hat das Formel 1-Rennen im südspanischen Valencia gewonnen. Dabei verwies der Ferrari-Pilot bei seinem zweiten Saison-Heimspiel im Großen Preis von Europa den Finnen Kimi Räikkönen (Lotus) auf den zweiten Platz. Strahlender Dritter wurde „Altmeister“ Michael Schumacher, der mit seinem Mercedes in der Schlussphase das Feld von hinten aufrollte.


Dabei hatte der siebenfache Weltmeister (Foto: Mercedes GP) auch Glück, dass der Lotus von Romain Grosjean (Frankreich) mit einer defekten Lichtmaschine auf Position zwei liegend ausrollte und der Venezolaner Pastor Maldonado im Williams gegen Ex-Champion Lewis Hamilton (England, McLaren-Mercedes) zu viel riskierte. Beide kollidierten und schieden mit demolierten Fahrzeugen aus.

Pech hatte dagegen Titelverteidiger Sebastian Vettel aus Heppenheim. Der Red Bull-Pilot rollte nach einer Safety-Car-Phase in Führung liegend aus – auch ihm hatte seine Lichtmaschine den Dienst versagt. Zuvor hatte Vettel das Rennen und seine Gegner mühelos bestimmt, er setzte sich von Startplatz eins Runde um Runde ab. Zwischenzeitlich betrug sein Vorsprung bis zu 20 Sekunden.

„Des einen Pech, des anderen Glück“ könnte man sagen, als Alonso in seiner „Roten Göttin“ die Führung unter dem tosenden Beifall der überwiegend spanischen Tribünengäste übernahm. Zu diesem Zeitpunkt pflückte Schumacher noch abgeschlagen durchs Mittelfeld, die Strategie von Superhirn Ross Brawn – er hatte den 43-Jährigen mit harten Reifen starten lassen – schien nicht aufzugehen. Doch es kam anders, denn der Wahl-Schweizer gab in der Schlussphase auf stabilen Reifen ordentlich Gummi.

In seinem Windschatten lauerte der Australier Mark Webber (Red Bull), der dem Rekordchampion im Rennen um Rang drei beinahe noch gefährlich geworden wäre. Der Bullen-Verdacht, Schumacher habe verbotenerweise DRS benutzt, erhärtete sich nicht. Wie sonst hätte Webber ihm auch folgen sollen, ohne es selbst einzusetzen. So blieb es für den überglücklichen Michael Schumacher bei der Rückkehr aufs Podium – und das nach fast sechs Jahren.