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Donnerstag, 30. Juli 2020

Eine gute Idee lebt wieder - zumindest online!

Bad Waldsee - Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So oder so ähnlich dürfte es so Manchem in diesen Stunden ergehen, wenn er an das "Wochenblatt" denkt. Denn das gerade erst als insolvent abgewickelte Unternehmen - die Unabhängiges Wochenblatt GmbH aus Ravensburg - ist "zurück" - also die Idee - und zwar mit neuem Namen, einem anderen Dienstsitz sowie ohne Printprodukt(e).

Nach dem letzten Restart im Frühjahr 2018 seit der ersten Insolvenz war es der "Unabhängiges Wochenblatt GmbH" mit Stammsitz im Gewerbegebiet Erlen bei Ravensburg seit Anfang des Jahres immer schlechter ergangen. Die Umsätze brachen insbesondere durch die Corona-Pandemie ein, Mitarbeiter gingen von Bord und (Stamm)Kunden vertrauten sich lieber anderen Medien an.

Außerdem brachte das selbst auferlegtes Schutzschirmverfahren im März für Geschäftsführer Sven Jetter und seine Belegschaft nicht den erhofften "Turnaround" mit sich, sodass in der letzten Maiwoche letztmals eine Ausgabe erschien und alle Mitarbeiter wegen Zahlungsunfähigkeit ihre Arbeit verloren. 

Nun ist das "Wochenblatt" wieder da - aber unter neuem Namen, an einem anderen Stammsitz und mit einer ganz neuen Ausrichtung. Denn der nun unter "Wochenblatt-online Karin Boukaboub, Michael Conzelmann, Oliver Hofmann GbR" fungierende Zusammenschluss von Freelancern mit Sitz in Bad Waldsee hat unter www.wochenblatt-online.de eine neue Plattform geschaffen, die kostenlose Nachrichten ohne Abo-Abschluss anbietet.

Die Betreiber bieten auf ihrer Website und den gleichnamigen Social-Media-Kanälen bei Facebook und auf Instagram fortan Aktuelles aus dem Allgäu, vom Bodensee, aus Oberschwaben und aus den Landkreisen Biberach und Sigmaringen an. Um sich zu (re)finanzieren, arbeitet das Portal mit Werbeflächen, die zu verschiedenen Größen gebucht werden können.

Interessierte bekommen weitere Informationen auf der Website oder per E-Mail unter: info@wochenblatt-online.de

Mittwoch, 1. November 2017

TSV 1848 Bad Saulgau verpasst möglichen Heimsieg!

Bad Saulgau - Die Württembergliga-Handballer des TSV 1848 Bad Saulgau haben eine faustdicke Überraschung um Haaresbreite verpasst (Foto: TS). Gegen den favorisierten TSV Wolfschlugen reichte es für die Mannschaft des Trainergespanns Csaba Horvarth und Stephan Utzinger "nur" zu einer Punkteteilung. Beim 26:26-Unentschieden vor 800 Zuschauern im Kronried hatte der TSV die vorzeitige Entscheidung mehrfach auf der Wurfhand gehabt.
 
 
Denn es sollte anders kommen, weil sich die Hausherren beim Stand von 16:14 nach 35 Minuten eine kleine Schwächephase leisteten. In dieser ließ Bad Saulgau - sehr zum Ärger des lautstarken Publikums - mitunter auch freie Würfe liegen und kassierte in der 40. Minute folgerichtig den Ausgleich zum 16:16-Zwischenstand.
 
"Für mich ist das ein verlorener Punkt - ganz klar", sagte Co-Trainer Utzinger hinterher - und das ohne wirklich lange nachzudenken. Dabei hätte sein Team den Vergleich gegen den favorisierten Tabellendritten durchaus auch (noch) verlieren können. Schließlich geriet der TSV 1848 in der 52. Minute erstmals wieder mit zwei Treffern ins Hintertreffen - 21:23.
 
Doch die Hausherren bewiesen - wie auch schon bei der kleinen Aufholjagd im ersten Durchgang, als man aus einem 6:9-Rückstand binnen Minuten einen 11:10-Vorsprung machte - Moral. Während die 3:2:1-Deckung in der Schlussphase sehr gut funktionierte, stimmte auch die Chancenauswertung im Angriff: Insbesondere TSV-Neuzugang David Tovmasyan setzte hierbei einige Nadelstiche.
 
Sechs Sekunden vor der Schlusssirene schaffte Andreas Csuka - der zudem als sicherer Siebenmeterschütze zu gefallen wusste - den 26:26-Ausgleich, der gleichbedeutend mit dem Endstand gewesen war. So blieb der TSV 1848 im dritten Spiel in Serie ungeschlagen, obwohl es dieses Mal nicht für beide Zähler reichen sollte. In Anbetracht der Tatsache, dass Wolfschlugen klar favorisiert gewesen ist, sollte man im Saulgauer Lager mit dem Endergebnis zufrieden sein.

TSV: Engler, Bakos (Tor), Csuka (8/5), Gaspar (6), Tovmasyan (5), Kaumann (4), Osterc (2), Schäfer (1), Schwendele, Fritz, Kohler, Reck, Rosca, Balan.