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Mittwoch, 10. August 2016

Der BVB verpatzt die Generalprobe vor dem Supercup!

St. Gallen - Nein, das ist nun wirklich nicht das (Schwarz)Gelbe vom Ei gewesen: Denn die Borussia aus Dortmund verlor den letzten Test vor dem deutschen Supercup-Finale gegen den FC Bayern München (Sonntag) am Dienstagabend mit 0:1. Vor gerade einmal 7127 Zuschauern im schweizerischen St. Gallen machte der BVB in einer schwachen Partie zu wenig aus seinen Chancen.
 
 
Sieger Athletic Bilbao hatte insbesondere nach der Führung durch Sasaeta nach 20 Minuten weitere gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Doch entweder stand Roman Weidenfeller - der für Roman Bürki zwischen den Pfosten stand - goldrichtig, oder es fehlte den Spaniern an der nötigen Schussgenauigkeit. Auf der Gegenseite deuteten Rückkehrer Mario Götze und Neuzugang Andre Schürrle bereits an, auf was sich die Borussen-Fans in der kommenden Spielzeit freuen dürfen.
 
Den möglichen Ausgleich beziehungsweise eine eventuelle Führung hatten jedoch andere auf dem Fuß. Nachdem Pierre-Emerick Aubameyang (Foto: TS) in der 42. Minute einen Handelfmeter nicht im Tor des Gegners unterbringen konnte, scheiterte Christian Pulisic keine ganze Zeigerumdrehung später am Innenpfosten. Nach diesen Szenen raufte sich nicht nur Coach Thomas Tuchel die Haare.
 
Nach dem Seitenwechsel tauschte der Dortmunder Trainer munter durch: Lediglich Weidenfeller, Shinji Kagawa und Dzenis Burnic blieben auf dem Feld, während der eine oder andere nach neun intensiven Trainingstagen eine Pause bekam. Diese vielen Wechsel brachen den Rhythmus des deutschen Vizemeisters, der in diesem zweiten Abschnitt keinen einzigen Torschuss verbuchte.
 
Da jedoch Bilbao trotz einiger guter Szenen kein weiterer Treffer gelang, blieb es beim 1:0-Erfolg von Raul Garcia und seinen Nebenleuten. Nach der Partie begrüßten die Anhänger der Borussia ihre Lieblinge mit "Zieht den Bayern die Lederhosen aus!"-Sprechchören vor der Kurve. Nun, mit einer solchen Leistung dürfte dieses Unterfangen trotz Heimvorteils nicht ganz so einfach werden. 

Dienstag, 24. Juli 2012

"Das Wichtigste ist, dass man geerdet bleibt"

St. Gallen - André Schürrle (Foto: Bayer 04) hat mit seinen 21 Jahren als Fußballprofi schon einiges erlebt. Erst mit dem 1. FSV Mainz 05, dann mit Bayer 04 Leverkusen und nicht zuletzt mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Im Gespräch mit Thomas Schlichte erklärt der Stürmer, warum es sehr wichtig ist, nicht die Bodenhaftung zu verlieren.


André, haben Sie sich nach einer langen Saison gut erholt?

André Schürrle: Ja, herrlich. Nach der EM hatte ich drei Wochen Zeit, mich zu erholen und einmal Dinge außerhalb des Fußballbereiches zu genießen.

Mit welchen Zielen gehen Sie in die neue Spielzeit?

Schürrle: Wichtig ist es, gut in die Saison zu starten, damit die Mannschaft mit Selbstvertrauen an die Aufgaben herangehen kann. Natürlich wollen wir uns verbessern und steigern gegenüber der letzten Saison. Mein persönliches Ziel ist, sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft mit guten Leistungen zu überzeugen und mich weiterzuentwickeln.

Wie wäre das EM-Halbfinale gegen Italien mit Schürrle und/oder Reus ausgegangen?

Schürrle: Warum sollte man über so etwas spekulieren wollen?

Ja, hatten Sie denn nach dem Griechenland-Spiel nicht gehofft, wieder „ran“ zu dürfen?

Schürrle: Natürlich hofft und freut man sich über möglichst viel Einsatzzeit bei so einem Turnier. Aber jeder Spieler hat auch die Verantwortung, die Rolle im Team zu übernehmen, die der Trainer entscheidet. Nur so kann eine Mannschaft funktionieren.

Sie sind 21 Jahre jung. Ging Ihnen das mit Ihrer Karriere manchmal nicht zu schnell?

Schürrle: Das ist schon eine rasante Entwicklung, wenn man darüber nachdenkt. Das ist nicht selbstverständlich und es tragen viele Faktoren dazu bei, dass ein solcher Erfolg möglich wird. Das Wichtigste ist, dass man geerdet bleibt und kontinuierlich an sich weiterarbeitet, da es immer ein Auf und Ab gibt.

Waren Sie denn schon einmal am Bodensee, vielleicht sogar im Urlaub?

Schürrle: Ja, als kleiner Junge mit meinen Eltern... Das ist aber schon lange her.

Sie sind der „Mann der Luftgitarre“. Beherrschen Sie ein richtiges Instrument?

Schürrle: Nein, leider nicht.

Was ist denn Ihre größte Leidenschaft abseits des Fußballs?

Schürrle: Da gibt es im Moment nichts spezielles. Aber ich habe viele Interessen: von Reisen über shoppen, Musik, gute Gespräche und vieles mehr.

Vielen Dank für das Gespräch und ein gutes Spiel!