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Sonntag, 5. Juli 2015

Ein Festival mit vielen Höhen und wenigen Tiefen

Friedrichshafen - Das ZF-Festival zum 100-jährigen Bestehen der ZF Friedrichshafen AG hat (fast) auf ganzer Linie gepunktet - vor allem musikalisch. Neben Stefanie Heinzmann sorgten Rea Garvey und vor allem "Die Fantastischen Vier" (Foto: TS) für eine tolle Stimmung unter 30.000 Besuchern auf dem Gelände der Zeppelin-Reederei GmbH gegenüber des Häfler Messegeländes.


Doch es gab beim "ZF-Festival" auch einige kritische Stimmen. Vor allem die ordentlichen Getränkepreise und recht überschaubaren Sitzmöglichkeiten stießen so manchem Gast sauer auf. Sofern man mit (s)einer Familie den ganzen Tag und den Abend bei sommerlicher Hitze mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius an der Messestraße 132 verbrachte, (trotz Gutscheinen) mitunter ein teurer Spaß.

Insbesondere im Schwabenland eine Sache, die in den Köpfen hängen bleibt beziehungsweise bleiben wird. Dass darüber hinaus das Bier von zwei Marken kam, die hier in der Gegend auf Festen oder bei Feiern sonst gar nicht ausgeschenkt werden, war auch so eine Sache gewesen. Abgesehen davon blieb die Veranstaltung von größeren Gesundheitszwischenfällen verschont und die Fans feierten friedlich.

Die machten - vor allem ganz vorne an der Bühne - ihre ganz eigene Party, sangen und tanzten konditionsstark mit. Auch aus anderen ZF-Standorten aus ganz Deutschland un dem benachbarten Ausland waren Mitarbeiter (mit ihren Familien) in die ZF-Gründungsstadt gekommen, um den 100. Geburtstag ihres Arbeitsgebers (mit) zu feiern. 

Diese Zahl beeindruckte auch Heinzmann, Garvey sowie die "Fantas", die sich allesamt artig dafür bedankten, "hier sein zu dürfen". Und so packten sie alle eine Vielzahl ihrer größten Hits aus - vor allem die vier Jungs aus Stuttgart animierten das transpierende Publikum zu weiterer Schweißarbeit. Um Punkt 23 Uhr war die Zugabe beendet und die Massen strömten beseelt gen Ausgang.

Sonntag, 23. Juni 2013

Kalkbrenner brennt ein wahres Feuerwerk ab

Neuhausen ob Eck - Lange haben sie warten müssen vor die "Blue Stage". Dicht gedrängt, aber in bester Tanz- und Feierlaune - und das teils mit schrillen Outfits, mutigen Frisuren oder dicken Sonnenbrillen. Doch es hatte sich gelohnt, als Paul "Paule" Kalkbrenner mitten in der Nacht auf die Bühne kam.


Der Star-DJ aus der Hauptstadt (Foto: privat) hatte nicht zuviel versprochen, brachte neben vielen seiner größten Hits auch jede Menge gute Laune mit in den Süden. Bei den wummernden Beats nickte und groovte die Menge mit, immer wieder flogen die Hände nach oben. Manche hielten sich aneinander fest - für einen Moment herrschte eine verträumte Stimmung über dem Festivalgelände auf dem ehemaligen Militärflugplatz.

Dann nahm das Tempo und der Takt in den Raves zu, hektische Lichtblitze in allen Farben zuckten umher. Das schwarz-verhüllte Pult ging vor dem dunklen Blau des Hintergrundes beinahe unter - vom Künstler selbst waren nur noch die Umrisse zu erkennen. Lautes Gekreische vermischte sich mit rhythmischem Applaus, in den ersten Reihen zeigte sich die Menge äußerst "textsicher".

Manch einer hatte ein Shirt mit dem Aufdruck "Kalkbrenner" in den Händen, andere hatten da lieber ihr Getränk oder ihren Schatz in oder an der Hand. Nach gut zweieinhalb Stunden war die Show auch schon vorbei, nicht nur der Bruder von Fritz kam ordentlich ins Schwitzen. Bis einschließlich heute Abend geht das "Southside Festival" weiter - mit jeder Menge Stars und - zum Glück - dieses Mal deutlich weniger Schlamm.