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Donnerstag, 14. September 2017

Eine vielseitige Perle am Schwarzen Meer

Varna - Als absoluter Reisefan ist es in diesem Spätsommer mal wieder an der Zeit gewesen, ein neues Land zu entdecken. Dieses Mal waren wir in Bulgarien unterwegs und hatten dabei nicht nur die Gelegenheit, das Partyleben am Goldstrand auszuprobieren (Fotos: TS).


Nein, ganz im Gegenteil. Denn vor allem im Hinterland hat dieses Land in Südosteuropa seine Reize. Dort lernt man das Leben, die Sprache und die Kultur des aufstrebenden Bulgarien am intensivsten kennen.

Typische Speisen wie Tomaten- und Gurkensalat, Bohnensuppe und Hühnchen mit Reis werden dort serviert - dazu passend selbstgemachtes Brot, gekelterter Wein und gebrannter Traubenschnaps.

 

Um dieses kleinen Orte mit großer Tradition zu erreichen, geht es zunächst über Schotter und Stein, bevor wir unseren Ausflug mit Esel- und Pferdekarren fortzusetzen. Angekommen in Solnik, einem kleinen Dorf südöstlich der 450.000-Einwohner-Stadt Varna fühlen wir uns sofort angekommen und heimisch.

Diese Freundlichkeit und Herzlichkeit, mit der einem die Einwohner begegnen, ist weltweit ein seltenes Gut geworden - leider. Hier ist wenig zu spüren von Termindruck oder Stress, der uns im Alltag begleitet. Nein, hier nimmt man sich Zeit.


Wer es hektischer und lebhafter möchte, der ist natürlich direkt am Goldstrand richtig. Dort wummern die Bässe, klirren die Gläser und locken die Angebote von literweise Alkohol - wahlweise in Maßkrügen oder 5-Liter-Eimern. Für einen kurzen Moment glaubt man direkt, am Ballermann von Mallorca zu sein.

Wer den Marathon beispielsweise in der "Ballermann-Beach-Bar", dem "Mega-Park-Dolphin" oder im "Bierkönig" genossen hat, der darf sich - neben deutscher Schlagermusik - über ein gratis T-Shirt freuen und kommt bestimmt wieder. Spätestens dann, wenn es zweimal am Tag kostenlos Sangria für alle Gäste gibt. Na dann, zum Wohl!


Gehen wir wieder zurück ins Hinterland, in dem wir eine Fahrt entlang der malerischen Auen des Flusses Kamchia empfehlen können. Zwischen den Wäldern haben sich Einheimische ein Häuschen oder ihren Sommersitz gebaut. Bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad fällt das Verweilen dort leicht.

In den Städten wie Varga oder im südlich davon gelegenen Burgas isst man in den großen und kleineren Restaurants nicht nur sehr gut, sondern auch vergleichsweise günstig. Für einen Euro erhält man in den zahlreichen Hotels am Goldstrand aktuell 1,80 Leva. Ein Tipp: Es empfiehlt sich, trotz besseren Wechselkurses nicht auf oder an den Straßen zu wechseln.


Damit das Heimweh nicht allzu groß ist oder wird, sind viele Hinweise auf Deutsch geschrieben. Auch in den Hotels oder in den Bars und Shops verstehen und sprechen fast alle die deutsche Sprache, die einem auch dann begegnen kann, wenn einem plötzlich der "Stadtbus Tuttlingen" entgegenkommt. Ja, in der Bundesrepublik ausgemusterte Fahrzeuge haben dort eine neue Heimat und Bestimmung gefunden.

Das Essen in den Unterkünften wie dem "Hotel Kristal" ist in Büffetform gehalten - die Auswahl riesig groß. Und das morgens, mittags und abends. Frischer Salat, verschiedene Fleisch- und Gemüsesorten sind neben Pasta und Fisch drapiert. Aber auch landestypische Wurst oder Käse werden tagtäglich serviert. Keine Frage: Wir werden ganz bestimmt wiederkommen!

Samstag, 4. März 2017

Reisebericht: Wenn Skepsis Zufriedenheit weicht!

Hurghada - Ein (Erlebnis)Urlaub im Wüstenstaat Ägypten lohnt sich, gar keine Frage: Selten durfte ich in einer Woche so viel erleben, bestaunen und kennenlernen. Land, Leute und Kultur dieser arabischen Perle in Nordafrika bleiben für immer unvergessen.
 
 
Sicherlich gab es zu Beginn der Reiseplanung einige Bedenken ob der Sicherheit. Und doch war ich felsenfest davon überzeugt, diesen Schritt beziehungsweise Trip zu wagen. Spätestens nachdem die Anreise vom Schwäbischen ans Rote Meer mit Germania problemlos und pünktlich klappte, war ich beseelt und voller Vorfreude.
 
Nachdem man das Visa gekauft und die vielen Sicherheitskontrollen passiert hatte, konnte das Abenteuer im über 90 Millionen Einwohner starken Land beginnen. Vom neuen Flughafen in Hurghada waren es gerade einmal zehn Minuten Fahrt zu meiner Unterkunft, dem Beach Albatros Resort.
 
Schon der Name des mehrteiligen Gebäudekomplexes, mit Tennisplätzen, Einkaufsmöglichkeiten und einem riesigen Aqua-Park, klang nach Erholung pur. Und tatsächlich, ich fühlte mich in meinem geräumigen Zimmer mit Balkon und Sicht auf die Poollandschaft sofort wohl. Nicht weniger als sechs Restaurants und neun Bars bieten feste und flüssige Köstlichkeiten an - und das beinahe rund um die Uhr.
 
Ins Stadtzentrum der 120 000 Einwohner Stadt ist es nicht weit - weder zu Fuß, noch mit einem der unzähligen Taxen, die auf (neue) Kundschaft warten. Auch ein Abstecher nach El Gouna lohnt - ganz egal, ob mit oder ohne Golf-Schnupperkurs auf dem satten Grün. Regentage null, keine Sorgen und ein herrlich blaues Meer - besser abschalten geht kaum. Und das gerade einmal vier bis fünf Stunden vom Bodensee entfernt. Tagsüber und in den Abendstunden sorgen freundliche Animateure für Unterhaltung.
 
Den Rest macht ein sauberer und jeden Morgen frisch gepflegter Sandstrand (Foto: TS) mit kostenlosen Liegen und Handtüchern, die gegen eine Karte eingetauscht werden. Sonnenschutz bieten Schirme und Bedachungen, während die Windfänge einen von "kalten" Lüftchen verschonen. Selbst im Sand ist das zuvorkommende Barpersonal aufmerksam und bringt einem die Getränke ans Wasser.
 
Zugegeben: Vor dem Abflug vom "Bodensee Airport" in Friedrichshafen bin ich sehr skeptisch gewesen. Eine Woche und jede Menge einzigartiger Momente später ist diese Skepsis verflogen und die pure Entspannung geblieben. Ich fühl(t)e mich rundherum erholt und werde wiederkommen - ganz bestimmt.