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Samstag, 25. April 2015

„So ein richtiges Vorbild habe ich eigentlich nicht“

Hamburg - Pauline Afaja (Foto: privat) hat sich den Traum vieler junger Mädchen und Frauen erfüllt: denn die 24-Jährige ist inzwischen staatlich geprüfte Schauspielerin. 2010 war die damalige Gymnasiastin aus Friedrichshafen bei „Wetten, dass..?“ in der Häfler Messe entdeckt worden und belegte beim Casting-Format „Germany’s Next Topmodel“ bei Pro Sieben den siebten Platz. Thomas Schlichte hat sich mit der Wahl-Hamburgerin unterhalten.


Pauline, herzlichen Glückwunsch zum Abschluss. Bist du erleichtert?
 
Danke, aber ehrlich gesagt hält sich die Erleichterung in Grenzen. Schließlich geht es jetzt erst richtig los und ich muss mich nun in der Branche durchsetzen.
 
Du darfst dich jetzt staatlich geprüfte Schauspielerin nennen. Ein gutes Gefühl?
 
Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl, nun offiziell „staatlich anerkannte Schauspielerin“ genannt zu werden. Es gibt mir das Gefühl, in meinem Beruf ernster genommen zu werden.
 
In welchem Film wirst du mitwirken und in welcher Rolle?
 
Nun, ich hatte zuvor schon bei ein paar Produktionen mitspielen dürfen. Die erste Rolle als „fertige Schauspielerin“ spiele ich bei „Kartoffelsalat“ von Michael Pate und Fresh Torge. Ich habe die Rolle der „Sandrina“ bekommen und spiele eine arrogante und gleichzeitig eingebildete Freundin einer „Schulprominenten“.
 
Klingt nach einer vielseitigen und recht spannenden Aufgabe?
 
Ja, die Rolle macht mir viel Spaß und wir haben einiges zu lachen bei den Dreharbeiten. Schwierig fällt uns, nach Drehschluss als „Girlie-Clique“ wieder aus den Rollen heraus zu kommen. Und: Das ständige Kaugummikauen führt zu Kieferschmerzen (lacht).
 
Ist es denn merkwürdig, sich selbst im Fernsehen zu sehen?
 
Stimmt. Neu ist es für mich nicht, mich auf der Leinwand oder im Fernsehen zu sehen. Aber es ist für mich immer wieder aufregend und es bringt mich oft zum schmunzeln, weil ich ja weiß, wie oft man bestimmte Szenen nachspielen musste oder mit was getrickst wurde.
 
Was denkt man denn in einer solchen Situation als Erstes?
 
Meistens denke ich als Erstes: „Oh, oh – jetzt kommt‘s!“ Und das aus der Befürchtung heraus, es könnte gleich etwas Peinliches kommen: Aber nach einiger Zeit beruhige ich mich (lacht). Mein weiß ja letztendlich nie, welche Szene nun genommen oder rausgeschnitten wurde.
 
Hast du ein Vorbild? Falls ja –habt ihr euch schon einmal getroffen?
 
So ein richtiges Vorbild habe ich eigentlich nicht. Ich sehe in meiner Familie und bei meinen Freunden einzelne Stärken, die ich bewundere. Menschen, die ein enormes Selbstvertrauen haben und nach vielen Niederschlägen wieder aufstehen – das ist für mich erstrebenswert.
 
Und in schauspielerischer Hinsicht?
 
Was das Schauspielern angeht, da finde ich Meryl Streep und Cate Blanchett sehr ausdrucksstark. Mir geht immer wieder mein Herz auf, wenn ich die beiden im Fernsehen oder auf der Leinwand sehe.
 
Gibt es denn einen Film/eine Serie, die du ganz besonders magst?
 
Oh, das gibt es viele – und das auch immer wieder aktuell. Momentan schaue ich „Orange is the new black“ oder „Pushing daisies“ ganz gerne. Doch was ich nach Jahren immer noch gucken kann, ist „Malcolm mittendrin“ und „Gilmore Girls“. Da fühle ich mich auch gleich wieder in meine Jugendzeit zurückversetzt.
 
Was würdest du denn gerne darin spielen oder als Filmfigur anders machen?
 
Bei „Gilmore Girls“ wäre ich natürlich gerne „Rory“. Und bei „Malcolm mittendrin“ wäre ich „Malcolm“, der sich nicht immer so schnell verunsichern lässt.
 
Wirst du nebenher als Model weiterarbeiten?
 
Da mir Modeln immer noch Spaß macht, ja. Jedoch konzentriere ich mich mehr aufs Schauspielern. Das Spielen auf der Bühne oder im Film sowie Hörbücher aufnehmen oder Synchronsprechen finde ich wesentlich spannender und anspruchsvoller.
 
Gibt es eine absolute Traumrolle oder einen Traumpartner auf der Leinwand?
 
Meine Traumrolle sollte facettenreich sein. Gerne auch interessant und geheimnisvoll – mitunter auch witzig. Als Traumpartner wären die oben genannten Schauspielerinnen der Wahnsinn (grinst).

Dienstag, 19. November 2013

Ein gelungenes Comeback mit Gags en masse

München - Viele Fans haben sehnsüchtig gewartet, auch die Kritiker sind so langsam ungeduldig geworden. Und, was soll man sagen? Zumindest die letzt genannte Gruppe dürfte nicht viel Negatives zu berichten haben. Denn Michael "Bully" Herbig ist zurück im Fernsehen - und zwar mit einer eigenen Sitcom auf seinem Haus- und Hofsender Pro 7.
 
 
Fünf Jahre hatte man den heute 45-jährigen Schauspieler, Regisseur, Produzenten und Autor im Fernsehen nicht mehr gesehen, nach einigen Kinokrachern galt es, neue Ideen zu sammeln. Entstanden ist eine sechsteilige Sitcom, die gewisse Ähnlichkeiten zu US-Hits wie "Two and a half man" aufweist. Doch das schadet "Bully macht Buddy" nicht - ganz im Gegenteil.

Denn die Idee, in den Bavaria Filmstudios in seinem Wohnzimmer vor Publikum zu spielen, ähnelt den Formaten aus den Vereinigten Staaten. Auch die Tatsache, dass bekannte Promis wie Sarah Connor oder Roberto Blanco bereits in der gestrigen Folge einen Gastauftritt haben, erinnert an die US-Sitcoms. Und, auch im Leben von "Bully" dreht sich alles um die Schwierigkeiten des Lebens.

Nina, die Freundin des Hauptdarstellers, macht mit Herbig Schluss, weil der nur seinen Beruf beziehungsweise seine Filme im Kopf hat. Kurzerhand quartiert sich dann auch noch Busenkumpel Rick Kavanian bei "Bully" ein und bringt auch noch seine Schwester mit. Die bringt einiges durcheinander, sorgt mit ihrer vulgären Sprache für weitere Probleme im Leben des Michael H. aus München.

"Selbst dann, wenn wir Sex haben, sagst du 'Und Action'!", wirft ihm Nina - gespielt von Sandra Koltai - vor. Besser hätte sie das Beziehungsproblem der beiden nach fünf gemeinsamen Jahren nicht in Worte fassen können. Auch die verzweifelsten Versuche, seine Liebste zurückzugewinnen, scheitern - zumindest in Folge eins. "Bully macht Buddy" ist übrigens gleichzeitig die Werbung für den am 25. Dezember anlaufenden Kinofilm "Buddy". Fazit: Ein wahrlich gelungenes Comeback!