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Mittwoch, 25. Mai 2016

Der FCB Basketball steht mit dem Rücken zur Wand!

München - Die Basketballer des FC Bayern München haben den Ausgleich in der Playoff-Halbfinalserie gegen die Brose Baskets Bamberg verpasst. Vor über 6.000 Fans im fast ausverkauften Audi-Dome machten die Bayern insbesondere im letzten Viertel zu wenig aus ihren Möglichkeiten.

Am Ende unterlag der Vizemeister dem Titelverteidiger aus Franken mit 76:90. Und das, obwohl die "Roten" von der Isar im ersten Viertel, zur Halbzeit und nach dem dritten Spielabschnitt vorne gelegen hatten. Allen voran im Blockspiel wussten die Hausherren in der Anfangsphase zu überzeugen und trieben Gästecoach Andrea Trinchieri so manche Sorgenfalte auf die Stirn.

Während Uli Hoeneß diesen Zustand in der zweiten Reihe des VIP-Bereichs mit einer Klatschpappe in der Hand verhältnismäßig gelassen hinnahm, wippte ein gewisser Holger Badstuber schräg vor ihm nervös mit den Beinen. Ein paar Plätze weiter verfolgte Pep Guardiola zwischen ein paar Freunden das Geschehen auf der Platte, jubelte mit oder spendete zufrieden Applaus.

Zur Halbzeit lag der Gastgeber gegen den Meister mit 43:34 vorne - so mancher Zuschsuer strahlte so etwas wie Zuversicht aus. Diese sollte jedoch im und vor allem nach den dritten zehn Minuten immer kleiner werden, weil die Bamberger um Brad Wanamaker treffsicherer wurden und von einigen nicht ganz cleveren Fouls des Gegners profitierten.

Die "Bamberger"-Rufe wurden nun immer lauter, Guardiola unruhiger und die Atmosphäre aufgeheizter. Als Daniel Theis gute acht Minuten vor der Schlusssirene nach einer Balleroberung zum sogenannten "Monster-Dunk" ausholte, war die Partie endgültig gekippt. In der Folge leistete sich Bayern-Trainer Svetislav Pesic ein technisches Foul, das den Brose Baskets in die Karte spielte.

Statt den Rückstand nochmals zu verkürzen, zielten die Jungs um FCB-Kapitän Bryce Taylor plötzlich zu ungenau und ließen dem Kontrahenten aufgrund weiterer drohender Fouls in der Defensive zu viel Platz. Dieser bedankte sich mit sicheren Treffern artig, gewann verdient mit 90:76 und hat am Sonntag, ab 19.30 Uhr, den ersten Matchball zum erneuten Finaleinzug.

Während der mitgereisten Anhang "Die Nummer eins, die Nummer eins, die Nummer eins im Land sind wir" sangen, verschwand Guardiola nach ein paar Fotos mit den Fans in der Audi-Lounge. Ein paar Augenblicke später folgte ihm Hoeneß nach - beide blickten ähnlich drein wie einst nach der "Watschn" im Halbfinale der Champions League gegen Real Madrid im Jahre 2014.

Sonntag, 20. Dezember 2015

FC Bayern: Guardiola geht, Ancelotti kommt!

München - Seit Sonntagmittag um 12 Uhr ist es offiziell: Josep "Pep" Guardiola wird den FC Bayern München am Saisonende im kommenden Sommer verlassen. Für den spanischen Coach übernimmt ab 1. Juli 2016 der Italiener Carlo Ancelotti das Kommando beim deutschen Rekordmeister (Foto: UEFA).


Zwar hatte der FC Bayern in den vergangenen Wochen stets ein großes Geheimnis um die Zukunft des Titelsammlers aus Santpedor gemacht, doch gewusst hat man es schon länger. Es ist nicht als erste Mal, dass Guardiola einen klaren Cut macht und eine funktionierende Mannschaft verlässt. Den gleichen Entschluss hatte er 2012 bei "seinem" FC Barcelona gefasst.

Nun wird es den 44-jährigen Taktiktüftler auf die britische Insel ziehen - schon in der Vergangenheit hatte er immer wieder von der Premier League geschwärmt. Ich denke, dass der nächste Arbeitgeber bereits feststeht und der dreifache Familienvater längst zweigleisig fährt und den Kader seines neues Klubs Manchester City plant.

Doch vorher möchte sich "Pep" aus der bayrischen Landeshauptstadt mit weiteren Titeln im Gepäck verabschieden - am liebsten mit deren drei. Dass er an der Seitenlinie in der Rückrunde zu einer Art "lame duck" werden könnte, kann ich mir nicht vorstellen. Zu gesund und homogen ist der Geist im erfolgsbessenen Team von der Säbener Straße, das mit ihm perfekt harmoniert und bestens funktioniert.

Und der Nachfolger? Der kann sich auf einen tollen Kader freuen, der im Sommer durch weitere Stars ergänzt wird. Und zwar unabhängig davon, was unter dem Strich erreicht wurde. Ancelotti wird nämlich schon den einen oder anderen Spieler im Auge haben, mit dem er in den kommenden drei Jahren seine vierte Trophäe in der europäischen Königsklasse holen möchte oder will.

Montag, 24. Juni 2013

Vorstellung Josep "Pep" Guardiola: "Ich bin bereit!"

München - 263 akkreditierte Journalisten aus elf Nationen live vor Ort sowie Millionen von Radiohörern und Fernsehzuschauern sind heute Mittag Zeugen einer interessanten Pressekonferenz geworden. Der Grund: Josep "Pep" Guardiola hat sich in der Fröttmaninger Allianz Arena als neuer Trainer des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München vorgestellt. 


"Es ist ein Geschenk, ein Glück heute hier zu sein", sagte der neue Mann an der Seitenlinie. "Ich möchte mich beim FC Bayern für diese Gelegenheit bedanken, hier trainieren zu dürfen." Zuvor bat er um Verzeihung für "mein Deutsch". Dabei wirkte der 42-Jährige (Foto: Thomas Schlichte) nervös und entspannt zugleich - die Vorfreude in seinen Augen auf die erste Einheit war nicht zu übersehen. Er ergänzte: "Ich bin bereit!"

"Wir hatten damals beim Audi-Cup den Eindruck, dass Pep ein Faible für diesen Klub, für diese Mannschaft hat", betonte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. "Wir haben es als großes Glück und große Herausfordung empfunden, diesen Trainer zum FC Bayern München zu holen. Das ist nicht nur für den deutschen Fußball eine tolle Geschichte."

"Wir alle haben mit seinem Bruder und seinen Beratern in München mehrere Gespräche geführt. Als ich dann das erste Mal seine Wohnung in der Nähe des Central Parks von New York betreten habe, hatte ich sofort ein gutes Gefühl", ergänzte Präsident Uli Hoeneß in der gespannten Stille des voll besetzten Raumes. "Wir haben drei bis vier Stunden intensiv über Fußball geredet." "Oben zu sein ist das eine, oben zu bleiben das andere", fuhr Hoeneß nach einem kleinen TV-Portrait fort. 

"Ob er sich das zutraue?", fragte Mediendirektor Markus Hörwick. "Ich muss in der Lage sein, damit zu leben. Als Trainer hast Du immer großen Druck - auch hier", erklärte "Pep" Guardiola, dessen grauer Anzug perfekt saß. "Mein größter Wunsch ist es, dass sich die Familie Guardiola so schnell wie möglich in München wohlfühlt", äußerte sich Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer. "Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir sofort Erfolg haben werden."