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Mittwoch, 20. Juli 2016

Der FC Bayern schlägt die "Citizens" aus Manchester!

München - Der FC Bayern München hat das Testspiel gegen Manchester City am Mittwochabend für sich entschieden. Bei hochsommerlichen Temperaturen sorgte Erdal Özturk durch einen abgefälschten Schuss in der 76. Minute für die Entscheidung. Beide Teams hatten zahlreiche Leistungsträger in der nicht ausverkauften Allianz-Arena (urlaubsbedingt) nicht dabei gehabt.


Dabei begann die Partie (Foto: TS) aus Münchner Sicht recht vielversprechend. Und das auch, weil der neue Trainer auf der Bank des deutschen Rekordmeisters - Carlo Ancelotti - seine Elf in einem vergleichsweise offensiven 4-4-2-System auf den Rasen schickte. Auch die "Citizens" probierten eine andere (defensivere) Grundordnung aus - alles andere wäre auch eine zu große Überraschung gewesen.

Warum? Ganz einfach deshalb, weil in Manchester nun ein gewisser Josep "Pep" Guardiola an der Seitenlinie das Sagen hat. Der betrat das weite Rund seiner ehemaligen Wirkungsstätte vor den Anpfiff gefühlt als Letzter, umarmte erst einmal Ancelotti, herzte dann beinahe alle(s) an oder auf der bayrischen Bank und winkte kurz ins Publikum. Dafür erntete "Pep" anerkennendenen Applaus.

Es wirkte beinahe so, as wäre er gar nicht weg (gewesen), sondern stünde nur in der falschen Coachingzone. Diese machte er sich in Eigenregie - wie so oft - etwas größer und gestikulierte mitunter wild. Seine neuen Jungs verstanden es und setzten den einen oder anderen Konter(versuch). Die besseren Chancen hatten jedoch die "Roten". Vor allem Julian Green hätte in Halbzeit eins zwei Tore machen können beziehungsweise müssen.

Ancelotti nahm das alles recht regungslos und ruhig zur Kenntnis, wechselte in Abschnitt zwei noch mehr frisches Blut (aus der Reserve) ein - unter anderen einen gewissen Götze. Ja, Felix - der jüngere Bruder von Mario, dessen BVB-Wechsel FCB-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge im Stadion beim ZDF-Interview quasi (schon) bekannt gab. Irgendwie war an diesem Abend, an dem einige Fans in der U-Bahn feststeckten, einiges anders. Aber nur einiges - schließlich hatten (wieder) die Bayern gewonnen!

Sonntag, 20. Dezember 2015

FC Bayern: Guardiola geht, Ancelotti kommt!

München - Seit Sonntagmittag um 12 Uhr ist es offiziell: Josep "Pep" Guardiola wird den FC Bayern München am Saisonende im kommenden Sommer verlassen. Für den spanischen Coach übernimmt ab 1. Juli 2016 der Italiener Carlo Ancelotti das Kommando beim deutschen Rekordmeister (Foto: UEFA).


Zwar hatte der FC Bayern in den vergangenen Wochen stets ein großes Geheimnis um die Zukunft des Titelsammlers aus Santpedor gemacht, doch gewusst hat man es schon länger. Es ist nicht als erste Mal, dass Guardiola einen klaren Cut macht und eine funktionierende Mannschaft verlässt. Den gleichen Entschluss hatte er 2012 bei "seinem" FC Barcelona gefasst.

Nun wird es den 44-jährigen Taktiktüftler auf die britische Insel ziehen - schon in der Vergangenheit hatte er immer wieder von der Premier League geschwärmt. Ich denke, dass der nächste Arbeitgeber bereits feststeht und der dreifache Familienvater längst zweigleisig fährt und den Kader seines neues Klubs Manchester City plant.

Doch vorher möchte sich "Pep" aus der bayrischen Landeshauptstadt mit weiteren Titeln im Gepäck verabschieden - am liebsten mit deren drei. Dass er an der Seitenlinie in der Rückrunde zu einer Art "lame duck" werden könnte, kann ich mir nicht vorstellen. Zu gesund und homogen ist der Geist im erfolgsbessenen Team von der Säbener Straße, das mit ihm perfekt harmoniert und bestens funktioniert.

Und der Nachfolger? Der kann sich auf einen tollen Kader freuen, der im Sommer durch weitere Stars ergänzt wird. Und zwar unabhängig davon, was unter dem Strich erreicht wurde. Ancelotti wird nämlich schon den einen oder anderen Spieler im Auge haben, mit dem er in den kommenden drei Jahren seine vierte Trophäe in der europäischen Königsklasse holen möchte oder will.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Ein Abend, an dem eigentlich alles wie immer ist

München - Es ist ein kalter und nebliger Abend gewesen, an dem es im Kurt-Landauer-Weg in Fröttmaning nach Bratwurst und Punsch duftete. 62.000 Menschen waren gerade in der Allianz Arena unterwegs, fast alle mit Trikots, Schals, Handschuhen und Mützen bekleidet, auf denen das Bayern-Wappen prangte. Es war eigentlich alles wie immer.


Denn die anderen 6.000 Zuschauer trugen anstatt der roten Farben des deutschen Rekordmeisters eine andere Farbe am Körper - dieses mal ein zartes himmelblau. An den Verpflegungsständen herrschte Hochbetrieb, der Senf tropfte in großen Mengen aus den Spendern - einige verschütteten etwas von ihrem Bier - alkoholfrei. Oben in den VIP-Logen wurde gelacht, gefachsimpelt und angestoßen.

Unten auf dem Rasen hatten sich die beiden Mannschaften aufgewärmt, stellten sich zur Champions League-Melodie in einer Reihe auf und klatschten sich miteinander ab. Inzwischen waren fast alle der 68.000 Stadionesucher auf ihren Plätzen angekommen - eigentlich war alles wie immer in letzter Zeit. Die Bayern legten los wie die Feuerwehr, lagen nach gerade einmal zwölf Minuten bereits mit 2:0 vorne. Thomas Müller (Foto: dpa) und Mario Götze hatten getroffen, Franck Ribery wirbelte wie gewohnt.

Auf den Rängen wurde bereits über die Höhe des Sieges diskutiert, die FCB-Anhänger in der Südkurve stimmten ihr typisches "Europapokalsieger, Europapokalsieger, Europapokalsieger F-C-B" an. Es war still im Block der Supporters von Manchester City. Bis, ja bis die bayrische Abwehr abschaltete. Nach Stellungsfehlern von Dante und Boateng stand es 1:2, nach weiteren Patzern der beiden Innenverteidiger hieß es nach einem Elfmeter und einem Schlenzer plötzlich 2:3. 

So endete das Spiel auch, sehr zum Erstaunen des Publikums. Das war nämlich auf einen Abend eingestellt, an dem alles wie immer sein sollte. Auch Minuten nach dem Abpfiff roch es in den Katakomben nach Gebratenem und fruchtigen Heißgetränken. Auch der Senf tropfte in großen Mengen aus den Spendern. Es war eigentlich alles wie immer im Münchner Norden - eben bis auf's Ergebnis.