Freitag, 26. Juli 2019

VfB-Fußballer bestätigen Vorstand im Amt

Friedrichshafen - Die Fußball-Abteilung des VfB Friedrichshafen setzt auch in Zukunft auf ihre bewährte Führungsmannschaft. Bei der Hauptversammlung im VfB-Stadionrestaurant ist Vorstand Dalibor Buspanovic für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt worden (Foto: Günter Kram). Ehrengast Martin Herzog, ehemals Häfler Oberbürgermeister und Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, erhielt darüber hinaus eine Ehrung für 40 Jahre VfB-Mitgliedschaft. 


Auch Rolf Langenstein, der den VfB seit Jahren unterstützt, wurde geehrt. Langenstein ist mittlerweile bereits seit 25 Jahren in Blau-Weiß im und rund um das Zeppelinstadion unterwegs. Dort machten insbesondere die "Erste" in der Landesliga Württemberg und deren Reserve in der Kreisliga A II Bodensee von sich reden. 
 
Während die Mannschaft um Spielertrainer Daniel Di Leo, "Co" Giovanni Rizzo und dem sportlichen Leiter Alex Heumann dank einer starken Rückrunde (19 Spiele in Serie ungeschlagen) noch den zweiten Tabellenplatz erreichte, jedoch in der Relegation zur Fußball-Verbandsliga in Runde zwei scheiterte (die SZ berichtete), beendete die "Zweite" um Spielertrainer Oliver Senkbeil ihre Saison auf einem ordentlichen vierten Tabellenplatz und blieb nach der Winterpause ebenfalls ohne Niederlage. 
 
Auf dieser Grundlage möchte die VfB-Führung aufbauen, hat mit der Zeppelin GmbH einen zusätzlichen Trikot-Sponsor gewonnen und wird die Verjüngung des Kaders des Landesliga-Teams konsequent vorantreiben. Aktuell bestehen die erste Mannschaft sowie die VfB U23 überwiegend aus eigenen Nachwuchskräften. 
 
"Da bei unserer Ersten viele etablierte Kräfte aufgehört haben, brauchen wir in dieser Phase des Umbruchs vor allem Geduld", betonte Dalibor Buspanovic, der sich über seine einstimmige Wiederwahl als 1. Vorsitzender freuen durfte. Ihm zur Seite stehen die Stellvertreter Roland Jäger, Klaus Segelbacher, Kristijan Jakic sowie Sandro Musso, während sich Thomas Müller als Kassier um die Finanzen kümmert. Beisitzer im VfB-Vorstand sind Alexander Heumann, Oktay Korkmaz, Andreas Müller und Philipp Meier. 
 
Obwohl die Vorstandschaft aus altbekannten Köpfen bestehen bleibt, erhält das Jugendkonzept ein neues Gesicht. Ab sofort setzt der VfB, mit den Jugendleitern Sandro Musso und Oktay Korkmaz, an der Teuringer Straße 2 noch stärker auf eine gute Jugendausbildung und bietet dafür nicht weniger als 26 Nachwuchstrainer auf. 
 
Von den Bambinis bis zur ersten Mannschaft werden alle VfB-Kicker nun nach einem einheitlichen Konzept gefördert, für das Jugendkoordinator Boban Savic Unterstützung durch Gianpiero Di Nicola als weiteren Jugendkoordinator erhält. Auch die Firmen Trends-Sport und das Stadtwerk am See intensivieren die Zusammenarbeit nachhaltig für die VfB-Junioren. 
 
In seiner Abschlussrede würdigte Martin Herzog die gute Arbeit des VfB und wünschte "seinem Verein" weiterhin alles Gute. Schließlich habe sein ehemaliger Chef, Ex-Ministerpräsident Lothar Späth, einst sogar versucht, Herzog für einen anderen VfB - also den mit dem roten Brustring aus der Landeshauptstadt - zu begeistern, woraufhin er sagte: Der VfB Friedrichshafen wird meine Heimat bleiben. Dafür erntete er lauten Applaus.

Montag, 17. Juni 2019

VfB muss Traum von Verbandsliga-Aufstieg begraben

Baindt - Der VfB Friedrichshafen ist auch in der kommenden Spielzeit 2019/20 in der Fußball-Landesliga am Start. Im zweiten Aufstiegs-Relegationsspiel um den Einzug in die Verbandsliga Württemberg unterlagen die Männer um Spielertrainer Daniel Di Leo gegen den TSV Heimerdingen verdient mit 1:2.


Verdient deshalb, weil die "Gäste" aus Heimerdingen vor 977 Zuschauern auf dem Geläuf des SV Baindt (Foto: TS) mehr Ballsicherheit an den Tag legten und zudem mehr Durchschlagskraft in der Offensive entwickelten. Dabei waren die "Hausherren" vom Bodensee nach dem frühen 0:1-Rückstand in Minute 13 durch Pascal Dos Santos Coehlo sehenswert zurück gekommen.

Aus dem Nichts setzte Harun Toprak zum Schuss aus der Distanz an und hatte damit Erfolg. An Freund und Feind vorbei schlug die Kugel in der 22. Minute aus 25 Metern zum nicht unverdienten Ausgleich im TSV-Gehäuse ein: ein Treffer der Marke Traumtor, das von den "Häfler Jungs" entsprechend gefeiert wurde.

Bis zum Pausenpfiff passierte in einer recht chancenarmen Partie hüben wie drüben relativ wenig, weil beide Kontrahenten auf defensive Stabilität setzten und die Passgenauigkeit sowohl über die kurze Distanz als auch über lange Diagonalbälle mitunter zu wünschen übrig ließ.

Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff waren es erneut die in Rot spielenden Heimerdinger, die den nächsten erfolgreichen Abschluss zu verzeichnen hatten. Aufgrund einer missglückten Abseitsfalle stand Michele Ancona in halblinker Position plötzlich frei vor dem Gehäuse von VfB-Keeper Heiko Holzbaur.

Ein kurzer Blick, ein eleganter Chip - fertig war die 2:1-Führung für den TSV, der den mitgereisten Anhang in Verzückung versetzte. Währenddessen berieten sich Di Leo und Assistent Giovanni Rizzo, was nun zu tun ist beziehungsweise wäre. Innerhalb von 15 Minuten tauschte man gleich drei Mal.

Nachdem zunächst Joshua Merz für Michael Staudacher kam (55.), ersetzte Eugen Strom Jungspund Sebir Elezi (63.) sowie Michael Metzler Kapitän Denis Nikic (70.). Der VfB agierte nun in einer 4-4-2-Formation und erzeugte wesentlich mehr Druck auf die gut sortierte Heimerdinger Abwehr.

Zählbares sprang jedoch nicht wirklich heraus, obwohl Merz den Ausgleich nach einem schönen Spielzug in der Schlussphase sogar auf dem Fuß gehabt hatte (83.). Inzwischen war auch Daniel Di Leo für seinen Bruder Nico gekommen (74.). Ab sofort agierten die Häfler in einer 3-4-3-Formation, kamen jedoch nicht so richtig in die gefährlichen Abschlusssituationen.

Aber: Da der Gegner die eine oder andere Kontersituationen jedoch nicht sonderlich gut löste, schnupperte der VfB bis in die Nachspielzeit am möglichen Ausgleich. Doch es sollte an diesem Tag einfach nicht sein, sodass sich der TSV Heimerdingen feiern ließ und weiterhin von der Verbandsliga träumen darf.

Und der VfB? Der darf trotz des geplatzten Traums von der erhofften Verbandsliga-Rückkehr auf sich und seine Spielzeit stolz sein. Schließlich war man die komplette Rückrunde ungeschlagen geblieben und hatte sich so den hervorragenden zweiten Tabellenplatz hinter Meister TSV Berg hart erarbeitet.