Montag, 15. Juni 2026

Die Begeisterung für das "alte Blech" ist nach wie vor ungebrochen

Friedrichshafen - 40.600 BesucherInnen an drei Messetagen. Und damit noch einmal 300 mehr als im vergangenen Jahr. Und das, obwohl es das Wetter am Freitag mit den Fans der klassischen Mobilität nicht besonders gut gemeint hatte. Dafür strahlten die Oldtimer-Fans am Samstag und Sonntag bei der "Klassikwelt Bodensee" (Foto: TS) mit der Sonne um die Wette.

 

Und auch die Verantwortlichen der Messe Friedrichshafen zogen ein positives Fazit: "Das Interesse an klassischen Automobilen bleibt weiterhin hoch – das zeigte sich vor allem an der durchweg positiven Stimmung auf dem Gelände", bilanzierten Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann und Projektleiter Holger Ewald. 

Publikumsmagnet war - wie in den vergangenen Jahren eigentlich immer - das "Vintage Demo Racing" im Freigelände sowie der angrenzenden Straße beim Zeppelin-Hangar. Egal, ob auf zwei oder vier Rädern. Und auch die Motorradgespanne sowie die Flieger bei der Airshow gewannen zahlreiche neue Fans hinzu.

Ja, die Messemannschaft und alle AustellerInnen und HelferInnen hatten es abermals geschafft, einen tollen Event auf die Beine zu stellen. Frei nach dem Motto: "Kriegen wir hin!". Das war der Leitsatz des kürzlich überraschend verstorbenen Roland Bosch, dem langjährigen Projektleiter der Klassikwelt.  

Diesen Satz sagte er oft und gerne, aber alles funktionierte und wurde auch umgesetzt. So, wie unser spontanes Interview im Jahr 2022 für die Kollegen von RegioTV. Auch die Rennfahrer gedachten ihm mit Plakaten und Aufklebern. "Racing for Roland" war darauf zu lesen. 

Die Fans des "alten Blechs" sind eben wie eine große Familie, die auch mal gemeinsam schraubt, sich gegenseitig Werkzeug ausleiht oder Starthilfe gibt, damit auch alle der 90 angemeldeten Fahrzeuge am Freitagabend zum "Sunset am See" fahren konnten. Auch so ein Highlight einer gelungenen Veranstaltung.

Die nächste "Klassikwelt Bodensee" ist vom 4. bis 6. Juni 2027 geplant. Und es ist davon auszugehen, dass auch dieser Event wieder für große Begeisterung und viel positive Resonanz sorgen wird. Am Boden, in den Hallen, draußen an der Rennstrecke oder eben auf dem See sowie in luftiger Höhe.

Weitere Infos unter https://www.klassikwelt-bodensee.de/ 

Montag, 1. Juni 2026

Gastbeitrag: "Ja, ich liebe und lebe für den Handball!"

Hamburg - Jedes Jahr ein neues Buch. Und das seit seinem Debütroman im Sommer 2012. Ja, Thomas Schlichte, Journalist und Autor aus Friedrichshafen am Bodensee, hat nach wie vor Lust am Schreiben. In "20 Jahre beruflicher Hallenduft" erzählt er von ausgewählten Erlebnissen vor Ort in den Sporthallen. 

Das 60 Seiten starke Büchlein ist bei Schlichtes langjährigem Partner und Verlag "Books on Demand" - kurz BOD - erschienen und natürlich nicht nur dort im Online-Shop zu bekommen. Nein, sondern auch bei vielen weiteren Händlern im Internet wie z.B. Amazon sowie in zahlreichen Buchhandlungen.

Schließlich trägt das Taschenbuch im Paperback-Format eine eigene ISBN-Nummer und kostet im Handel 6,99 Euro. Die E-Book-Version ist ebenfalls bald zu bekommen und schlägt mit 4,99 Euro zu Buche. "Ja, ich liebe und lebe für den Handball!", sagt der Journalist mit Magisterabschluss.

Früher selbst am Ball aktiv und für so manches entscheidende Tor gut, zwang eine angeborene Behinderung den sportbegeisterteten Schwaben zum Wechsel auf die Tribüne, wo er seit nunmehr 20 Jahren für die Schwäbische Zeitung über das Handballgeschehen in der Region berichten darf.

Und - wer weiß - vielleicht hat "Tommy", wie ihn seine Familie und die meisten Freunde nennen, ja schon die nächste Idee in der Schublade. "Stillstand bedeutet aus meiner Sicht immer Rückschritt. Und man lernt schließlich nie aus", ist Thomas Schlichte überzeugt und verabschiedet sich sogleich zum nächsten Termin.   

Mittwoch, 29. April 2026

Wahrscheinlich eines der besten Spiele der CL-Geschichte!

Paris - "Für den Fußball war's mal wieder Werbung". Diesen Satz sagte FCB-Mittelfeldmotor Joshua Kimmich spät am gestrigen Abend. Und zwar im Gespräch mit den Kollegen von "Amazon Prime".

Ja, diese Aussage hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Denn das, was Paris St. Germain und der FC Bayern München da im historischen Prinzenpark in die milde Pariser Nacht gezaubert haben (Screenshot: Google.de), war ein Kunstwerk. 

Insbesondere die beiden Dreier-Offensivreihen der großen Kontrahenten hatten im Hinspiel des Halbfinals der UEFA Champions League ihren Spaß. Die Abwehrspieler und die beiden Torhüter wohl eher weniger. Denn von gut organisierter Defensivarbeit war über die volle Distanz eigentlich kaum etwas zu sehen. 

Neun Tore nach nicht einmal 70 Minuten. Und es hätten auf beiden Seiten unter dem Strich weitere Treffer fallen können - oder sogar müssen. Jetzt geht das französische Starensemble dank des 5:4-Erfolges mit einem kleinen Vorteil ins Rückspiel.

Nun, würde es noch die Auswärtstor-Regel geben, dann wären die Bayern sogar einen "Tick vorne". Also, zumindest auf dem Papier. Moralischer Sieger ist der deutsche Rekordmeister allerdings trotzdem. Das hat man auch hinterher beim Abklatschen und bei der Verabschiedung von den Fans gemerkt.

Warum? Nun, weil die Bayern nach Kanes Strafstoß zum 1:0 (17.) gleich mehrfach zurückkamen. Erst machten sie aus einem 1:2 den 2:2-Zwischenstand (41.) und holten dann auch noch ein 2:5 (58.) auf. Das spricht für den starken Willen der Bayern in dieser Saison. 

Und die haben im Rückspiel zudem ihren Coach zurück. Auch den hatte man oben auf der Tribüne selten so staunen gesehen. Ja, es arbeitete in ihm - und wie. Hinterher in der "Mixed Zone" scherzte er mit seinem Kollegen auf Pariser Seite, Luis Enrique. 

Dem war durchaus auch bewusst, dass das Rückspiel in München noch einmal ein wahres Spektakel verspricht. Vielleicht ja erneut mit vielen Treffern auf beiden Seiten. Aber mit Sicherheit auf einem taktisch und spielerisch sehr hohem Niveau. 

Darüberhinaus vor stimmungsvoller Kulisse im längst ausverkauften bayrischen Wohnzimmer in Fröttmaning. Ein Sieger steht schon heute fest - der neutrale Fußballfan. Denn der war auch gestern schon auf seine Kosten gekommen. Den kommenden Mittwoch sollte man sich also besser freihalten. 

Freitag, 5. September 2025

Gastbeitrag: "Ich wollte mit diesem Buch ein paar Emotionen wecken!"

Friedrichshafen - Thomas Schlichte, Autor aus Friedrichshafen, ist eigentlich im Handballsport zuhause und wagte sich in seinem neuesten Buch dann doch auf bisher "unbekanntes Terrain". Denn der studierte Journalist schrieb in "Ey, Schiri, Ey!" über das Fußballgeschehen in der Bodenseeregion.

 

Herr Schlichte, wie sind Sie auf die Idee gekommen, "Ey, Schiri, Ey!" zu veröffentlichen?

Nun, wissen Sie, ich bin beruflich und privat regelmäßig auf den Sportplätzen der Region unterwegs. Und da ich von Beruf aus neugierig bin, habe ich immer wieder einige Kommentare und Stimmungen eingefangen.

Und dann haben Sie sich gedacht, dass das Erlebte doch in einem solchen Buch landen könnte?

Ich bin, um ganz ehrlich zu sein, ein bisschen dazu getrieben worden. Sprich, ich wurde auf eine lustige Art und Weise provoziert, in dem mir Freunde und Weggefährten zwischen Bier und Bratwurst dazu geraten haben, diese Geschehnisse doch einfach mal aufzuschreiben. Und irgendwann hatte ich Zeit dafür.

Haben Sie sich überhaupt noch ein Konzept überlegt oder zunächst ein paar Notizen gemacht?

Eigentlich nicht. Ich habe einfach drauf los geschrieben. Ich habe mir das eine oder andere Spiel vorgestellt und was ich dort vor Ort so miterlebt habe. Und dann lief es eigentlich ganz flüssig. 

So wie damals beim Elfmeter von Paul Breitner im WM-Finale 1974?

Chapeau, Sie haben meine Anspielung sofort verstanden. Ich wollte mit diesem Buch ein paar Emotionen wecken. Denn ich bin selbst jemand, der sich beim Fußball gerne an den typischen Floskeln bedient.

Wäre ein solches Werk nicht auch mal über Ihren Lieblingssport, den Handball, angedacht?

Das ist bisher nicht in Planung und es gibt solche Bücher ja schon zuhauf. Ich hätte dann schon etwas Bammel, mich beruflich - oder auch nur privat - wieder in den Hallen zu zeigen. Es würde da zu viele SpielerInnen und Vereine geben, die sich sofort darin wiedererkennen könnten. Das muss ja nicht sein...

Mittwoch, 27. August 2025

Das Karriere-Ende verhindert ein plötzlicher Anruf aus Halle

Halle – Jennifer Grathwohl (Foto: SV Union Halle-Neustadt) hat in ihren jungen Jahren schon vieles erlebt – auf und abseits des Handballfeldes. Erst im Frühjahr dieses Jahres sah es für die 32-Jährige wieder nach dem Ende ihrer Laufbahn aus.

 

Und das nicht nur aufgrund einer erneuten Verletzung. Nein, denn auch ihr aktueller Verein, der HSC Kreuzlingen, wollte neue Wege gehen, was die erste Frauenmannschaft angeht. Zur neuen Spielzeit will der HSC in der 2. Schweizer Liga antreten und dabei vermehrt auf junge Talente setzen.

Bedeutete, dass sich die gelernte Physiotherapeutin einen neuen Verein suchen musste. Oder eben, ihre Schuhe an den Nagel hängen. „Ich hatte in dieser Zeit tatsächlich intensiver mit dem Gedanken gespielt, mit dem Handball aufzuhören“, erinnert sich Grathwohl.

„Als dann aber der Anruf kam, war ich relativ schnell davon überzeugt, es doch noch einmal wissen und alles reinwerfen zu wollen“, erklärt Grathwohl. Die Anfrage per Telefon kam am westlichen Bodenseeufer aus Richtung Sachsen-Anhalt, genauer gesagt aus Halle an der Saale.

Dort sind die „Wildcats“ zuhause, also der SV Union Halle-Neustadt, der sich als Zweitliga-Meister souverän für höhere Aufgaben empfahl. Heißt, für einen Platz in der 1. Bundesliga. Und Jennifer Grathwohl ist jetzt eine von sieben Neulingen im Team.

Die 1,69 Meter große Kreisläuferin begann ihre Handball-Laufbahn einst beim TV Überlingen, bevor es sie nach Salem zur dort beheimateten HSG Mimmenhausen-Mühlhofen verschlug. 

Da war „Jenny“, wie sie von der Familie und ihren Freunden genannt wird, jahrelang als Spielerin und Jugendtrainerin aktiv, bevor sie schon einmal beim HSC Kreuzlingen landete.

Eine schwere Verletzung und die Pandemie zwangen die Linkshänderin, die auch mit rechts werfen kann, zu einer längeren Pause. Und schon damals sah es nach dem vorzeitigen Karriere-Ende aus.

Grathwohl biss jedoch im wahrsten Sinne des Wortes auf die Zähne, kam zurück und wurde vom Drittliga-Team des SV Allensbach verpflichtet. „Ich will es einfach noch einmal wissen“ war von ihr damals in der Presse zu lesen.

Nach nur einer Saison wechselte sie zum TuS Steißlingen, der damals in der gleichen Liga spielte wie der SVA. Von dort ging es im Winter 2023 abermals ins Nachbarland zum Handballsportclub Kreuzlingen.

„Ich bin ein Mensch der immer 100 Prozent gibt und am liebsten sogar zweimal am Tag trainieren würde“, betont Jenny Grathwohl, die inzwischen als Sportmentaltrainerin tätig ist. Außerdem arbeitet sie für die in Heidelberg ansässige Firma „entorch“, die sich auf Sport-Kompressionskleidung spezialisiert hat.

„Die ersten Gespräche haben sich trotz meines fortgeschritteneren Alters, was den Handball angeht, sehr gut angefühlt. Und ich freue mich einfach darauf, mich nun sogar in der 1. Bundesliga in Deutschland weiterentwickeln zu dürfen. Die hiesige 1. Liga ist schon noch einmal etwas anderes als die in der Schweiz“, stellt Grathwohl klar.

Seit Mitte Juli ist Halle an der Saale ihr neues zuhause und nicht mehr Hödingen unweit des Überlinger Sees. „Es ist mir sicherlich nicht leichtgefallen, die Heimat mit einer so hohen Lebensqualität zu verlassen. Aber ich komme ja wieder zurück“, versichert die neue Nummer zwei der „Wildcats“.

„Meine Familie und meine Freunde stehen vollkommen hinter mir. Alle haben gesagt, dass ich das auf jeden Fall machen soll. Und sie tun alles, damit das Heimweh nicht zu groß wird.“ Den ersten Sieg hat sie im neuen Trikot, das sie vorerst eine Spielzeit mit der Option auf eine weitere Saison tragen wird, bereits eingefahren.

Und zwar im Derby gegen den HC Leipzig in der 1. Runde des DHB-Pokals. Am Sonntag, 31. August, wird es in der Liga ernst, wenn Halle-Neustadt beim Thüringer HC antritt. Der amtierende Europapokalsieger hatte sich in München gerade erst den Supercup-Sieg gesichert.

„Wir hatten aus meiner Sicht eine sehr gute Vorbereitung und wachsen als Team immer besser zusammen. Dennoch ist uns klar, dass wir es als Aufsteiger in der ersten Liga nicht einfach haben. Der THC wird uns bestimmt nicht unterschätzen.“

„Davon abgesehen, glaube ich, dass wir bei entsprechendem Einsatz mit 100 oder 120 Prozent die Liga auf einem guten Platz abschließen können“, sagt Grathwohl. Das, ja das, würde nicht nur ihre Liebsten in der Heimat total freuen.

Dienstag, 29. April 2025

Der Fußball, wie wir ihn kennen und lieben?!

Hamburg - Pünktlich zum Saisonendspurt bei den Profis, aber insbesondere auch bei den Amateuren, hat Thomas Schlichte, 1982 geborener Autor aus Friedrichshafen am Bodensee, ein weiteres Buch veröffentlicht. Die Idee entstand beim gemeinsamen Sportplatzbesuch mit Freunden.

 

"Ey, Schiri, Ey!" (Foto: BOD) nimmt dabei das Geschehen auf und abseits des Platzes im regionalen Fußball nicht ganz ernst gemeint unter die Lupe. Das 32-Seiten-starke Büchlein, das es auch als E-Book gibt, soll zum Schmunzeln anregen oder als kleine Erinnerung an die eigene Fußballzeit dienen. 

Der Fußball ist ein Sport, der uns von Kindesbeinen an intensiv begleitet. Sei es aktiv mit dem ersten Schussversuch, dem einen oder anderen Dribbling sowie der ersten Anmeldung im nahegelegenen Sportverein. Später aber auch als reiner Fan, bloßer Tribünengast oder spontaner Zuschauer. 

Aber stets total mittendrin. Zwischen den ehemaligen Legenden und den neuen Stars des Vereins. Oder auch unter denjenigen, die sich dafür halten beziehungsweise gehalten haben. Ja, dieses nicht ganz so ernst gemeinte Buch beschreibt den "typischen" Alltag im hiesigen Amateurfußball in all seinen Facetten...

Montag, 16. Dezember 2024

Leon Goretzka auf Weihnachts-Besuch in Baindt

Baindt - Die "Munich Supporters Schwaben" aus Baindt haben nach 2019 erneut Besuch von einem Bayern-Star bekommen. Nach Javi Martinez war es in diesem Jahr abermals die aktuelle "Nummer 8" des deutschen Rekordmeisters, der die großen und kleinen Fußballfans mit seiner lockeren Art begeisterte.

Die Rede ist von Leon Goretzka (Foto: Thomas Schlichte), der nicht nur auf dem Platz mit seiner guten Kondition auffällt, sondern auch wenn es darum geht, den Stift zu schwingen. Unzählige Autogramme schrieb der 29-Jährige - und zwar nicht nur auf die mitgebrachten 500 Autogrammkarten.

Nein, der gebürtige Bochumer signierte auch Trikots, Schals, Mützen und sogar einen Schuh oder eine Christbaumspitze. Gut gelaunt und mit einem Lächeln im Gesicht nahm sich der Triple-Sieger des Jahres 2020 auch jede Menge Zeit für Fotos - sei es mit einzelnen Fans oder auch ganzen Gruppen.

Rund zwei Stunden dauerte der Besuch des Mittelfeldstars des FC Bayern, der jede Menge Fragen meisterte und in einer Schnellfrage-Runde ordentlich punktete. Und zwar als er danach gefragt wurde, ob er 2025 lieber Deutscher Meister werden oder die Champions League gewinnen möchte. 

"Na beides!", antwortete der Ehrengast in der Baindter Schenk-Konrad-Halle ohne lange zu überlegen. Dass er darüber hinaus am Taktstock eine gute Figur machte und sich ins Goldene Buch der Gemeinde Baindt eintrug, sollte nicht unerwähnt bleiben. 

Und schon heute dürften die Bayern-Fans dem nächsten Besuch entgegenfiebern. Falls man abermals Losglück haben sollte. Für Leon Goretzka ging es noch am Nachmittag aus Oberschwaben zurück nach München. Am Montag stand bereits das nächste Training an der Säbener Straße auf dem Programm.

Freitag, 13. September 2024

Gastbeitrag: "Ich bin auf 'Thomas Martin' getauft worden."

Norderstedt - Seit 15. Juli ist der dritte Teil von "Lyrischer Bodensee" auf dem Markt. Autor ist der am Bodensee geborene, aufgewachsene und noch immer dort lebende "Thomas Martin". Über dessen Biograpie war bisher nicht allzu viel bekannt. Bis, ja bis vor wenigen Wochen.

Denn inzwischen ist klar, dass hinter dem Pseudonym der 1982 in Friedrichshafen geborene Autor Thomas Schlichte steckt. Nach seinem Studium im Schwarzwald zog es den waschechten Häfler in seine Heimat zurück, wo er dank der Unterstützung der Schwäbischen Zeitung als freier Journalist Fuß fasste.

Über die Jahre veröffentlichte er verschiedene Bücher unterschiedlicher Genres - seit 2012 jedes Jahr eines. Zwei davon eben unter diesem Pseudonym, das er im Sommer nun auch für den dritten Band seiner Gedichtsammlung verwendete. Dabei ist das Pseudonym eigentlich ja gar keines.

"Ich bin auf Thomas Martin getauft worden. Der Zweitname ist der Vorname meines Vaters", erklärt der Autor. "Ich wollte mit 'Lyrischer Bodensee' einfach testen, ob sich die Bücher auch dann verkaufen, wenn sie nicht als von 'Thomas Schlichte' geschrieben veröffentlicht werden."

Eigentlich sei dies ein kluger Schachzug gewesen, da Liebesgedichten eine etwas eher untergeeordnete Rolle zugesprochen würde. Und es sei ihm wichtig, dass LeserInnen nicht zu vieles in sein eigenes Leben hinein interpretieren. "Daher habe ich mich für das Pseudonym entschieden, das eigentlich keines ist."

"Lyrischer Bodensee, Vol. III" ist bei "Books on Demand" aus Norderstedt erschienen, kann im dortigen Shop als Paperback oder E-Book gekauft werden, ist aber auch bei vielen anderen Händlern im Internet oder dem gut sortierten Buchhandel zu bekommen.

Freitag, 26. Juli 2024

Alle guten Dinge sind drei? Neue Lyrik vom Bodensee!

Friedrichshafen - Thomas Martin hat Mitte des Monats den dritten Teil seiner Poesiesammlung "Lyrischer Bodensee" auf den Markt gebracht und hofft dabei auf eine ähnlich positive Resonanz wie bei den ersten beiden Ausgaben, die 2019 und 2021 erschienen sind.

Im Zentrum des dritten Teil stehen auch dieses Mal Gedichte, die von der frischen Liebe, einer festen Partnerschaft, aber auch von Trennungsschmerz und gescheiterten Beziehungen handeln. Manche Gedichte nehmen dabei auch das Leben am "Schwäbischen Meer" etwas genauer unter der Lupe.

Die dritte Ausgabe  ist - wie seine beiden Vorgänger bei "Books On Demand" -  kurz BOD - aus Norderstedt erschienen, aber natürlich nicht nur im dortigen Buchshop zu bekommen. Die Paperback-Ausgabe kostet 6,99 Euro und das E-Book ist zu Beginn zum Aktionspreis von 2,99 Euro zu haben.

Mittwoch, 23. August 2023

Den "Ulmer Spatzen" gelingt der erste Sieg im Profifußball seit 22 Jahren

Ulm - Sehr lange haben Spieler, Betreuer, Fans, Vereinsverantwortliche und Sponsoren auf diesen Moment warten müssen, doch nach einer ansprechenden Leistung - insbesondere, was die Zweikampfführung und die Laufbereitschaft angingen - ist der erste "Dreier" im Profifußball für den SSV Ulm 1846 in trockenen Tüchern gewesen.

 
 
1:0 gewannen die "Ulmer Spatzen" vor knapp 10.000 Zuschauern im heimischen Donaustadion gegen Arminia Bielefeld (Foto: TS), das bei sommerlicher Hitze vor allem das Geschehen in der Anfangsphase dominierte. Früh setzte man die Hausherren mit einer recht offensiven Pressingkette im 3-4-3-System unter Druck, sodass die SSV-Abwehr oftmals zu einer Rettungsaktion gezwungen war.

Nach der obligatorischen Trinkpause bei Temperaturen von noch immer über 30 Grad Celsius, kam das Team von Coach Thomas Wörle besser ins Spiel und sorgte in schönster Regelmäßigkeit für Entlastung. Einzig das viel zitierte letzte Zuspiel in die Spitze geriet mitunter noch zu ungenau.

Gut aus Ulmer Sicht, dass auch die Ostwestfalen noch nicht die entscheidenden Lücken fanden, um SSV-Torwart Christian Ortag ernsthaft in Bedrängnis zu bringen oder sogar zu einer Glanztat zu zwingen. Erst nach gut und gerne 35 Minuten wurden beide Mannschaften etwas zielstrebiger im letzten Spielfelddrittel.

Und: Kurz vor dem Ende deer offiziellen Spielzeit in Durchgang eins - es wurden fünf Minuten obendrauf gegeben - brachte die SSV-Offensive ihre Fans zum Ausrasten. Also, aus Sicht des Gastgebers im positiven Sinne. Romario Rösch zündete den Turbo und brachte im Zusammenspiel mit Nicolas Jann und Lucas Röser den hinzueilenden Philipp Maier in eine aussichtsreiche Schussposition.

Ein kurzer Blick, die nötige Ruhe am Ball und das Spielgerät fuhr aus Sicht des Schützen rechts unten ein - 1:0 für den SSV Ulm 1846, der zur zweiten Hälfte mit reichlich Dampf aus der Kabine kam, das vorentscheidende 2:0 aber gleich mehrfach verpasste. Bielefeld erhöhte dann den Druck, auch dank der eingewechselten Sturmlegende Fabian Klos.

Der lauerte stets auf verwertbare Zuspiele oder setzte seinen wuchtigen Körper dazu ein, die Kugel abzuschirmen oder im richtigen Moment auf die Außenpositionen abzulegen. Doch der Aufsteiger von der Donau stemmte sich mit Mann und Maus dagegen. Ja, die Spatzen gingen wirklich keinem Zweikampf aus dem Weg.

Diese enorme Einsatzbereitschaft, der unbedingte Wille und die gute Arbeit gegen den Ball sorgten wenige Zeigerumdrehungen später für den historischen 1:0-Erfolg des Traditionsvereins, der um die Jahrtausenwende sogar mal erstklassig unterwegs war. Lange ist's her und viele der 9.977 Fans im Stadion dürften da noch gar nicht geboren gewesen sein.

SSV: Ortag (Tor), Gaal, Reichert, Geyer, Allgeier, Röser (84. Rühle), Jann (66. Higl), Scienza (79. Chessa), Brandt (79. Ludwig), Maier, Rösch.

Arminia: Kersken (Tor), Belkahia, Özken, Shipnoski (59. Geerkens), Schreck, Boujellab (46. Klos), Yildirim (59. Oppie), Biankadi (83. Gohlke), Schneider, Lannert, Wintzheimer (79. Koch).

Freitag, 21. April 2023

Das SCS-Vereinsheim ist zurück aus der kulinarischen Ruhepause

Schnetzenhausen - Das Vereinsheim des 1952 gegründeten Sportclubs im Häfler Teilort Schnetzenhausen hat seit Ostern wieder ein gastronomisches Angebot - und das nach sechs Jahren Pause. Unter der Woche und an Spieltagen der SGM Fischbach-Schnetzenhausen ist das Sportheim "Am Bühl 1" mit gut-bürgerliche Küche geöffnet.

Das Sportheim des SCS hört fortan auf den Namen "Mutti's Dorfhock" und wird von der Familie von Karin und Jasmin Brankovic betrieben, die seit Jahren auch den in der Region bestens bekannten "Old Pub" in der Schnetzenhausener Ortsmitte  managen, der nicht nur für Fußballfans ein beliebter Treffpunkt ist.

In "Mutti's Dorfhock" gibt es montags bis freitags von 17 Uhr ausgewählte Klassiker wie beispielsweise Panierte Schnitzel (13,90 Euro), eine XXL-Currywurst (11,90 Euro), Kässpatzen (9,90 Euro) Maultaschen (ab 9,90 Euro) oder Wurstsalate (ab 7,90 Euro) - die Küche ist von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Dienstags sperrt "Mutti" bereits um 16 Uhr ihre Türe auf. 

 

Bei schönem Wetter bietet die Terrasse einen schönen Ausblick auf das Spielgeschehen oder die angrenzende Landschaft, auch wechselnde Tagesessen wie Linsen, Spätzle, Saitenwurst (Fotos: tom) hat die Betreiberfamilie im frisch-renovierten Gastraum mit einer an einen Saloon erinnernden Theke und den für den SCS-typischen Farben - die sich an den Wänden, in der Dekoration oder den Kissen wiederfindet - anzubieten.

Weitere Informationen findet man auf der Instagram-Seite des SC Schnetzenhausen Fußball unter "sc_schnetzenhausen_fussball".

Mittwoch, 22. März 2023

Gastbeitrag: Wenn der Strandurlaub in einem Roman gipfelt

Norderstedt - Wer regelmäßig auf Reisen ist, der hat daheim viel zu erzählen oder gegebenenfalls Dinge gesehen oder miterlebt, die er lieber für sich behält oder im Nachhinein gerne nicht mitbekommen hätte. Ob man so etwas in einem kleinen Roman thematisieren muss, ist auch so eine Frage. Nun, warum nicht?!

Die Idee zu "Poolgeflüster" ist in einem Urlaub entstanden, der dem Autor wirklich gut gefallen hat. Die Lage, das Wetter, die Ausstattung und das Ausflugs- sowie Unterhaltungsprogramm waren fantastisch. Wenn da nur so manche Miturlauber nicht gewesen wären. Ach, egal - jeder hat sein Macken und ist nicht ohne Fehler.

Das sollte und darf man nie vergessen und sollte an dieser Stelle auch zwingend erwähnt werden. Aber dennoch hilft das Schreiben dabei, so manches noch einmal Revue passieren zu lassen und mit einem Grinsen im Gesicht schlussendlich zu Papier zu bringen. Es ist ja schließlich nicht ganz so ernst gemeint.

Deshalb entsteht so ein Projekt nur, wenn man dazu animiert beziehungsweise darin bestärkt wird. Schließlich waren es zwei Urlaubsbekanntschaften, die den Autor aus Friedrichshafen am Bodensee darin bestärkt haben, "Poolgeflüster" auf den Online-Markt sowie in die Regale der Händler zu bringen.

Der 40-Seiten-Roman ist bei "Books on Demand" in Norderstedt erschienen und dort im Online-Shop als E-Book und Taschenbuch im Paperback-Format erhältlich. Natürlich wird der Titel dank eigener ISBN-Nummer (9783744887397) zeitnah bei vielen anderen Anbietern gelistet und zu bekommen sein.

Dienstag, 20. Dezember 2022

Ein kleiner literarischer Gruß zur Weihnachtszeit

Norderstedt - Die Idee schwirrte schon länger im Kopf herum, doch für die Umsetzung war schlicht und einfach noch keine Zeit gewesen für unseren Autor vom Bodensee. Doch dank "unseres Verlages" und etwas mehr Zeit in der zurück gewonnenen Freiberuflichkeit, haben wir "Weihnachten kann kommen..." auf den Weg gebracht.

 
 
Unser neuestes Projekt ist eine kleine Geschichte zum Vorlesen oder selber lesen, die aus der Sicht eines kleinen Jungen erzählt wird. Dieser freut sich mit seiner Familie auf die Weihnachtszeit, muss aber zugleich auch feststellen, dass es nicht jedem Kind auf dieser Welt so gut geht, wie es bei ihm der Fall ist.

Somit ist in der knapp 20 Seiten langen Geschichte auch ein pädagogischer Ansatz mit eingebaut, der daran erinnern soll, dass man erst recht in diesen krisenintensiven Zeiten niemals vergessen sollte, wie gut - also verhältnismäßig - es uns hier in Deutschland eigentlich geht; und das trotz so manchen Rückschlägen.

"Weihnachten kann kommen..." ist seit 14. Dezember 2022 in allen internationalen Online-Shops als E-Book und Taschenbuch erhältlich sowie natürlich auf der Verlagsseite von "Books On Demand" im Buchshop per Bestellung mit verschiedensten Zahlungsmöglichkeiten direkt zu beziehen. Viel Freude damit!

Zum Autor:  Thomas Schlichte, geboren 1982 in Friedrichshafen. Der ausgebildete Journalist und Online-Redakteur ist eigentlich im Sport daheim und doch auf der ganzen Welt Zuhause. Er gewinnt seine Ideen auf Reisen, bei Gesprächen oder durch Begegnungen im Alltag. Falls ihn etwas bewegt oder fasziniert, möchte er es am liebsten festhalten - zumindest auf Papier.

Donnerstag, 9. Dezember 2021

Gelungener Jahresabschluss der JSG Bodensee

 Tettnang - Corona macht es einem - laut Vereinsmitteilung der JSG Bodensee - nicht gerade leicht. Mit einer Sondergenehmigung und einem speziellem beziehungsweise erweitertem Hygienekonzept, konnten sich Mini- und F-Jugend der JSG Bodensee noch ein letztes Mal zu einem kleinen Jahresausklang in der Halle treffen.

Inmitten weihnachtlicher Klänge hörten die Kinder plötzlich merkwürdige Geräusche, ein Klopfen und Glockenklingeln. Kurz darauf betrat der Nikolaus die Halle - welch eine Überraschung. Der Bischof trat in die Mitte der Nachwuchshandballer und begrüßte alle (Foto: Verein).

Anschließend las er - so die JSG weiter - aus seinem Goldenen Buch zuerst die guten Dinge vor, wie beispielsweise dass man eine tolle Mannschaft sei, die Trainingsbeteiligung hoch ist, dass schon viel gelernt wurde, Trainingserfolge sichtbar sind und viele Medaillen gewonnen wurden.

Gefolgt von den Punkten, die es allerdings noch zu verbessern gilt: Besser auf die Trainer hören, weniger Quatsch machen und Spielgeräte stehen lassen: „Ihr seid eine Mannschaft, also ärgert euch nicht gegenseitig“, mahnte der Nikolaus ebenso.

Zur Freude aller wollte sich der Nikolaus von den handballerischen Fähigkeiten der Kinder selbst überzeugen und stellte sich kurzerhand ins Tor. Jedes Kind durfte nun beim Siebenmeter gegen den Geistlichen aus Myra antreten. Ein paar Würfe parierte er gekonnt, bei vielen Schüssen war er jedoch chancenlos.

Zum Abschluss sangen alle gemeinsam noch „In der Weihnachtsbäckerei“ und „O Tannenbaum“. Aber der Nikolaus sei nicht nur ein guter Torwart, sondern auch ein guter Bäcker. Für die JSG-Kinder stellte er auch noch in die Backstube der Bäckerei Bär und backte für jedes Kind einen Hefe-Nikolaus.

Ein besonderer Dank gehe von Vereinsseite in diesem Zuge auch an „empen Optik“ für die Unterstützung sowie an alle Beteiligten - speziell an die Eltern - für die kleine Aufmerksamkeit und Anerkennung für das Trainer-Team.

 

Donnerstag, 2. Dezember 2021

VfB-Volleyballer starten mit Niederlage in die Königsklasse

Neu-Ulm - Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen (blaue Trikots, Foto: Günter Kram) haben ihren Auftakt in die Champions League Saison 2022 verloren. Die Häfler mussten sich Knack Volley Roeselare in Pool A mit 2:3 (18:25, 25:23, 16:25, 25:22, 9:15) geschlagen geben und stehen nach dem ersten Spieltag mit einem Punkt auf Rang drei. 

 
Vor allem im Aufschlag waren die Belgier - laut VfB-Vereinsmitteilung - dem deutschen Rekordmeister überlegen. Ja, das erste Champions-League-Spiel der aktuellen Saison hatte noch etwas von Abtasten, wobei sich Knack Roeselare etwas weniger schwer tat als der VfB Friedrichshafen (2:3, 7:10).

Die Häfler brauchten Zeit, kamen dann aber in Schwung und wurden jäh in ihrem Rhythmus unterbrochen. Den Punkt zum 11:13 machten sie, allerdings blieb Mittelblocker Lucas Van Berkel mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Der Kanadier war umgeknickt und musste gestützt vom Feld.

Andri Aganits kam für Van Berkel, allerdings hatte das Heimteam den Faden verloren und konnte erst einmal nur zuschauen, wie Roeselare aufs Gaspedal drückte. Das Team von Ex-Häfler Arno Van De Velde, der allerdings die Bank drücken musste, schlug stärker auf und verteidigte viele Angriffe des deutschen Königsklassen-Vertreters.

Daniel Muniz, der nicht so richtig in Tritt kam, legte den ersten Satzball der Belgier neben die Linie (18:25). Nach diesem schnellen Ende hatte sich Friedrichshafen etwas vorgenommen. Erst schlug Simon Hirsch das Ass (3:0), dann legte Aganits mit dem Block nach (4:0). Bis zum 10:7 durch einen Hinterfeld-Angriff von Vojin Cacic hielt diese Führung.

Das Team aus Belgien war in dieser Phase - so der VfB weiter - allerdings effektiver, gewann erst eine umstrittene Challenge (11:10) und zog dann sogar davon (17:14). Mark Lebedew brachte Luciano Vicentin, Stefan Thiel und Lukas Maase und plötzlich rollte der Häfler Angriff wieder.

Maase punktete mit dem Angriff (20:21), Cacic blockte Ahyi (23:20) und ein belgischer Spieler zappelte im Netz (24:22). Simon Hirsch kam zurück und durfte die Aufholjagd seines Teams vollenden (25:23). Knapp sei es dann auch im dritten Durchgang geblieben - zumindest bis zur Mitte des Satzes.

Dass Friedrichshafen erneut die Chancen nicht nutzte und sich nicht absetzen konnte (3:4, 7:7), sollte sich wieder rächen. Matthijs Verhanneman ging zum Aufschlag und wollte dort so schnell nicht weg. Mit zwei schönen Blockpunkten setzten sich die Gäste ab (16:12) und es kam noch dicker für den VfB.

Trotz erneuter Wechsel im Häfler Team, hatte Roeselare dieses Mal Antworten parat. Nur noch vier Zähler gestatteten sie den Häflern. Sander Depovere machte im Eiltempo den Deckel drauf (25:16). Und: Wie es sich für ein Spitzenspiel gehört, ging es dann gleich wieder in die andere Richtung.

Mit seinem Block gegen Ahyi (5:5) kündigte Vojin Cacic schon an, dass er nun die Zügel in die Hand nehmen wollte. Und der Kapitän der montenegrinischen Nationalmannschaft lieferte. Er bediente erst Vicentin zum 9:7, punktete gleich zwei Mal selbst (16:12, 18:16). Mit starken Aufschlägen und einem Ass zum 19:16 läutete er die Schlussphase ein.

Friedrichshafen hielt den Vorsprung, auch weil Rückkehrer und Zuspieler Dejan Vincic seine Angreifer nun sehr variabel einsetzte (24:21). Der zweite Satzball sollte es dann sein - Roeselare setzte das Service ins Netz (25:22). Es ging also in den Entscheidungssatz, den Friedrichshafen mit dem ersten Break wieder besser begann (3:2).

Allerdings drehte sich dann wieder das Blatt. Dieses Mal zu Gunsten von Knack Roeselare. Es begann mit einem Ass von Desmet (5:3) und ging mit einem starkem Service von Verhanneman weiter (12:7). Friedrichshafen hatte nichts mehr entgegenzusetzen und musste sich nach fast zweieinhalb Stunden Spielzeit geschlagen geben - 15:9, 3:2 für Roeselare.

„Wir haben Roeselare zeitweise nur zugeschaut und das hat sich am Ende gerächt“, zeigte sich VfB-Cheftrainer Mark Lebedew unzufrieden. „Wenn wir unser Spiel gemacht haben, haben wir die Sätze gewonnen. Wenn wir nur zugesehen haben, war Roeselare stärker.“

Montag, 29. November 2021

Das F-Juniorenteam schließt 2021 ohne Niederlage ab

Lindenberg - Auch im letzten Auftritt im Jahr 2021 ist der Handballnachwuchs aus Tettnang nicht zu schlagen gewesen. Die F-Jugend (Foto: Verein) ging im Auswärtsspiel in Lindenberg Corona-bedingt mit einer anderen Aufstellung an die Aufgabe heran. 

Dennoch konnte die JSG, dank des sehr großen Kaders, laut Vereinsmitteilung so gut wie aus dem Vollen schöpfen. Ins Allgäu fuhr das Team, um die beiden Trainer Selina Brentel und Georg Vögele, sogar mit dem Mannschaftsbus.

An Bord waren gute Laune, laute Musik und ein breites Grinsen mit dabei, was die Anreise ins Allgäu trotz winterlicher Verhältnisse - so die JSG weiter - sehr kurzweilig werden ließ. Zum Aufwärmen fuhr in der Kabine zuerst der 10er-Bob durch den Eiskanal, ehe es in der Halle mit einen tollen Geschicklichkeitsparcours sowie einer „Schießbude“ weiterging.

Gegen den Gastgeber, das TSZ Lindenberg, startete der Wettkampf dann mit dem Turmwächter-Spiel. Hierbei konnten die Gäste vom Bodensee punktemäßig durchsetzen. Auch beim „4+1-Handball“ setzte sich der JSG-Nachwuchs, sehr zur Freude der Trainer und mitgereisten Fans, klar durch.

Am Ende sei sogar noch Zeit für eine weitere Halbzeit geblieben. Das Bonusspiel endete abschließend Unentschieden. Alles in Allem war es ein richtig tolles Erlebnis für die Nachwuchshandballer der JSG Bodensee. Ungeschlagen in 2021 erhielten die Kids mit Stolz die Sieger-Medaille.

Für die JSG spielten: Elif, Ella, Lilly, Polina, Niklas, Ben, Laurin, Gabriel und Noah.

Donnerstag, 25. November 2021

Beim Hotel Knoblauch herrscht weihnachtliches Flair

Friedrichshafen - Das Hotel Knoblauch im Häfler Ortsteil Jettenhausen hat sich trotz der herausfordernden Zeit dazu entschlossen, einen eigenen Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen. Los geht’s am Freitag, 26. November, in der Jettenhauser Straße 32, ab 16 Uhr. Bis Mittwoch, 22. Dezember, ist „Knoblauch’s Glühweihnacht“ täglich geöffnet. 
 

„Neben leckerem Essen, Lagerfeuerromantik und Weihnachtsflair verkaufen wir auch selbstgebastelte Adventskränze und kleine Mitbringsel für die lieben Verwandten“, erklärt Matthias Müller, der Küchenchef im Vier-Sterne-Hotel ist.

Und weiter: „Alles, was wir geplant und vorhaben, geschieht natürlich unter der Berücksichtigung der geltenden Corona-Regeln.“ Ein besonderes Augenmerk würden die Organisatoren - laut Mitteilung - dabei wieder auf ihren leckeren orientalischen Glühwein lenken.

Der komplette Glühwein-Verkaufserlös des kleinen Weihnachtsmarktes im Hotel-Innenhof mit Lagerfeuer wird an das Barnabas Children Center e.V. nach Kenia - in Zusammenarbeit mit Social Traveling - gespendet.

„Dieses Projekt ist für uns eine echte Herzensangelegenheit“, fügt Müller noch hinzu. Die Glühweihnacht ist von Montag bis Donnerstag von 17 bis 20 Uhr und von Freitag bis Sonntag von 16 bis 21 Uhr geöffnet.

Montag, 15. November 2021

JSG-Minis erleben erfolgreichen Spieltag beim TV Weingarten

Weingarten - Ihren dritten Spieltag der Saison haben die Minis der JSG Bodensee (Foto: Verein) auswärts beim TV Weingarten absolvieren dürfen. Auf dem Programm der Minis standen dieses Mal ein Parcours, wie bei „Ninja Warrior“, gefolgt von mehreren Runden Nummernball und Aufsetzer-Handball. 

Als Erstes ging es an den Parcours, der - laut JSG-Vereinsmitteilung - mit Elementen zum Hangeln, Klettern, Schwingen und Balancieren aufgebaut war. Anschließend ging es nach einer kleinen Pause zum Nummernball-Spiel, bei dem sich die Minis ehrgeizig gezeigt hätten.

Zudem schafften sie es, ihre Aufgaben in den verschiedenen Ecken - so schnell wie es ging nach dem Pass - zu erledigen. In der ersten Halbzeit vom Aufsetzer-Handball war es ein ausgeglichenes Spiel, so stand es zur Pause 5:5.

In der zweiten Halbzeit konnten sich die Minis - so die JSG weiter - letztendlich doch mit einem klaren 9:7 gegen die Gastgeber im Aufsetzer-Handball durchsetzen. Der Handballnachwuchs sei nach dem Spiel ganz verwundert darüber gewesen, dass der Spieltag schon zu Ende ging. Bei der Siegerehrung sah man bei allen Kindern glückliche und strahlende Gesichter.

Für die JSG Bodensee II im Einsatz: Jonas, Mathis, Maja, Lea, Nora, Natali und Marisa.

Sonntag, 14. November 2021

Die gemischte E-Jugend kann auf ganzer Linie überzeugen

Amstetten - Die gemischte Handball E-Jugend des Jugendhandballs Söflingen-Lehr ist zu zweiten Saisonspiel bei der HSG Lonsee-Amstetten antgetreten. Im ersten Teil wurden wieder zweimal zehn Minuten Funino gespielt. 
 
 
Und: Wie beim ersten Spieltag in Elchingen vor vier Wochen benötigte der JH-Nachwuchs (Foto: Verein) die erste Halbzeit, um richtig in Schwung zu kommen. Aber spätestens in der zweiten Halbzeit lief der SCL-Express wie geschmiert. 
 
Und das vor allem, weil der Gegner mit hohem Spieltempo unter Druck gesetzt wurde. Highlight zu Beginn der zweiten Halbzeit waren sechs Treffer von Mona Weis in Folge. Das Ergebnis war ein 39:18-Sieg für die Gäste-Mannschaft.

Im anschließenden Handballspiel auf das verkleinerte Feld mit vier Feldspielern und einem Torwart (4+1) wurde von Beginn - laut Vereinsmitteilung - an das Spieltempo hochgehalten. Die HSG-Lonsee-Amstetten hatte auch hier keine Antwort und auch nicht gegen die mitunter sehenswerten Spielzüge. 
 
Nach zweimal 15 Minuten Handball stand ein deutlicher 57:8 Sieg auf der Anzeigetafel. Eine tolle Leistung der gesamten Mannschaft, die - so der Verein weiter - Lust auf den nächsten Heimspieltag am 11. Dezember in der Halle Nord macht.

Es spielten: Emily Buschow, Marit Schuiling, Piet Herbort, Jakob Lernbecher, Henrik Lange, Mona Weis, Trainer: Susi Häfele, Bernhard Lange.

Donnerstag, 4. November 2021

SG Argental I benötigt einen echten Glanztag

Tettnang - Die Landesliga-Handballerinnen der SG Argental sind nach dem 27:19-Derbysieg gegen die TSG Ailingen in Staffel IV nun beim bisher ungeschlagenen TV Gerhausen gefordert (Samstag, 6. November, 16 Uhr, Dieter-Baumann-Halle). 

Dort sollte sich die Mannschaft von Trainerin Stefanie Raaf keine Schwächephasen erlauben, um etwas mitzunehmen. Die SGA (Foto: Verein) steht nach dem Derbysieg am vergangenen Wochenende - laut Vereinsmitteilung - aktuell mit 6:2-Punkten auf einem guten vierten Tabellenrang. 

Phasenweise zeigte die Mannschaft in den vergangenen Partien eine starke Leistung, aber meist nicht über die vollen 60 Minuten. Immer wieder schleichen sich Fehler ein, die Abwehr steht nicht kompakt genug oder in der Offensive werden zu viele Chancen vergeben. 

Dies gilt es am Wochenende abzustellen, falls man den aktuellen Spitzenreiter ärgern oder sogar Punkte klauen möchte. Aber: Die Gastgeberinnen haben sich nach ihrem Aufstieg in die Landesliga verstärkt und haben bisher alle sechs gespielten Partien, meist sehr deutlich, für sich entscheiden können. 

Besonders gefährlich ist - so die SGA weiter - die linke Angriffsseite: Mit Annika Dußler besitzt der TV eine flinke Außenspielerin und mit Franziska Kaupp eine wurfgewaltige Rückraumspielerin. Kaupp hat in sechs Partien 63 Tore für den TVG erzielt und ist somit aktuell die erfolgreichste Torschützin der gesamten Liga.

Nichtsdestotrotz sei für die SG Argental I, die aller Voraussicht nach komplett sein wird, alles drin, sollte man es schaffen, eine entsprechende Leistung über die vollen 60 Minuten abzurufen.